Andreas Hecht 1. August 2015

So arbeiten Freelancer optimal von zu Hause aus

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Von zu Hause aus zu arbeiten kann ein Geschenk oder ein Fluch sein. Grundsätzlich kann ich nur bestätigen, wie schön es doch ist, in seinem Heim zu arbeiten und nicht jeden Morgen in ein Büro fahren zu müssen. Ich arbeite nun bereits etliche Jahre in meinen eigenen vier Wänden. Doch was mir gut gefällt, ist nicht unbedingt jedermanns Sache. Einigen Menschen mangelt es an der nötigen Disziplin, oder sie wissen nicht, wie man sich optimal diszipliniert und einrichtet für diese Tätigkeit. Wenn man sich jedoch an einige Tipps hält, stellt sich die nötige Disziplin fast von selbst ein. Daher gebe ich Ihnen im heutigen Beitrag einige Tipps, die Ihnen helfen sollen, besser mit der Arbeit von zu Hause aus zurecht zu kommen.

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Richten Sie sich einen Arbeitsplatz ein

Einen eigenen Arbeitsplatz einrichten

Einer der am häufigsten übersehenen, jedoch sehr wichtigen Aspekte, ist die Schaffung eines eigenen Arbeitsbereichs. Optimalerweise ist dieser Arbeitsbereich ein eigenes Büro im Haus. Doch auch eine entsprechende Arbeitsecke im Schlafzimmer kann gut funktionieren. So verlockend es sein mag, von der Couch im Wohnzimmer oder vom Esstisch aus zu arbeiten, so ist es doch absolut notwendig, einen abgetrennten Arbeitsbereich zu haben. Andernfalls werden Sie sehr schnell feststellen, dass es extrem schwierig ist, nach der Beendigung des Arbeitstages abzuschalten und die Arbeit tatsächlich liegen zu lassen.

Ein Arbeitszimmer oder eine Arbeitsecke muss nicht eingerichtet sein wie das Büro von Donald Trump. Eine komfortabel eingerichtete Ecke mit ausreichend dimensioniertem Schreibtisch und einem bequemen Stuhl reicht schon. Sollten Sie nicht allein leben, muss der Arbeitsbereich über eine Tür verfügen, damit Sie nicht gestört werden.

Setzen Sie Ihre Arbeitszeit fest

Arbeitszeit genau festlegen

Freiberufler, die von zu Hause aus arbeiten, tendieren dazu, zu jeder Tages- und Nachtzeit zu arbeiten. Auch wird gerne sehr viel länger gearbeitet, als einem gut tut. Damit Sie nicht ausbrennen, sollten Sie sich feste Arbeitszeiten zulegen. Das kommt Ihnen und Ihrer Familie zugute, wenn Sie nicht allein leben. Als Freelancer muss man meist länger arbeiten als Angestellte. Das kann man in der Planung durchaus berücksichtigen.

Planen Sie pro Arbeitstag vielleicht 10 Arbeitsstunden ein, die im Fall eines Falles bis auf 12 Arbeitsstunden erhöht werden können. Sorgen Sie jedoch dafür, dass die Überschreitung stets eine absolute Ausnahme bildet. Planen Sie ebenfalls feste Bürozeiten ein. Damit meine ich, dass sie zum Beispiel um 09:00 Uhr anfangen zu arbeiten und Ihr Arbeitstag bis 20:00 Uhr geht, wobei eine Stunde Pause zwischendurch eingeplant sein sollte. Hören Sie bei Erreichen der Zeit für das Arbeitsende auch wirklich auf zu arbeiten und schließen Sie die Tür hinter sich. Realisieren Sie, dass Sie nun Feierabend haben.

Lassen Sie sich nicht ablenken

Nicht ablenken lassen

Der Feind eines jeden Freiberuflers ist die Ablenkung. Freelancer neigen leider verstärkt dazu, ihre Zeit mit unwichtigen Dingen zu verschwenden. Schalten Sie daher jegliche Ablenkung aus, während Sie arbeiten. Planen Sie feste Zeiten für die Kontrolle der E-Mails und das Checken der Sozialen Netzwerke ein und halten Sie sich daran. Für diese Tätigkeiten kann zum Beispiel eine halbe Stunde zu Arbeitsbeginn, besser aber zum Ende eingeplant werden.

Während der eigentlichen Arbeit sollten die Social-Networks, der E-Mail-Client und ähnliche Dinge geschlossen sein. Das stärkt Ihren Fokus auf die Arbeit und lässt Sie in der gleichen Arbeitszeit mehr schaffen. Das wiederum bedeutet mehr Geld oder mehr Freizeit, je nachdem, was Ihnen wichtiger erscheint.

Have a Break – Pausen einbauen

Bauen Sie eine Pause zwischendurch ein

Pausen sind sehr wichtig. Wenn man sie gut nutzt, ist man im Anschluss frischer und leistungsfähiger. Kleine Pausen können darin bestehen, sich kurz zu bewegen und zu strecken. Eine Mittagspause kann für ein Essen und einen kurzen Spaziergang genutzt werden. Sogar ein Power-Nap ist für die Freunde des Mittagsschlafs drin. Auch wenn Sie in der Mittagspause schlafen, in kleinen Pausen zwischendurch sollten Sie sich stets ein wenig bewegen. Das füllt die Reserven wieder auf.

Klären Sie Freunde und Familie freundlich auf

Klären Sie Ihre Familie freundlich auf

Freunde und Familie haben manchmal recht wenig Verständnis von dem, was es heißt, von zu Hause aus zu arbeiten. Schnell wird vermutet, dass man nicht arbeitet, oder dass man zu jeder Zeit ansprechbar ist. Klären Sie daher Freunde und vor allem die Familie darüber auf, dass Sie während Ihrer festgelegten Arbeitszeit keinesfalls gestört werden möchten. Wenn die Tür zu Ihrem Arbeitsbereich geschlossen ist, muss respektiert werden, dass Sie arbeiten und nicht zur Verfügung stehen. Nur dann ist ein effektives Arbeiten überhaupt möglich.

Kleiden Sie sich vollständig an

Kleiden Sie sich vollständig an

Ich weiß, es ist reizvoll, sich einfach nur die Jogging-Klamotten überzustreifen und zu arbeiten. Doch es geht um den psychologischen Faktor. Es kann durchaus einmal zu einem Skype-Video-Gespräch oder zu einem Facetime-Gespräch mit einem Klienten kommen. Da möchte man sicherlich keinen unseriösen Eindruck hinterlassen, weil man nachlässig gekleidet ist oder gar ohne Hosen arbeitet. Ziehen Sie sich stets so an, wie Sie auch in einem Büro gekleidet wären. Psychologisch gesehen fühlen Sie sich dann mehr wie „im Büro“ und arbeiten fokussierter.

In Verbindung bleiben

Bleiben Sie stets in Verbindung

Egal, ob Sie alleine arbeiten oder zusammen mit einem Team, es ist wichtig, in Verbindung zu bleiben. Glücklicherweise gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, um dies zu tun. Slack, Trello, Facebook und Twitter sind gute Möglichkeiten hierfür. Kommunikationslosigkeit ist nicht gut für Sie. Außerdem weiß man nie, ob und wann eine dieser Verbindungen zu mehr Arbeit und neuen Aufträgen führt.

Gesundes Essen

Essen Sie stets gesund

Der für mich schwierigste Teil ist das Thema Ernährung. Je höher der Stress-Level, desto ungesünder wird meine Nahrung. Doch im Allgemeinen ist es eine sehr gute Idee, gesunde Lebensmittel als Snack oder zum Mittagessen zu sich zu nehmen. Frisches Obst oder Salat – Müsli und Salate sind allemal besser als Cracker und Schokolade jedweder Art – wäre hier die erste Wahl. Meistens nehme ich nun Müsli als Hauptmahlzeit am Mittag zu mir und ergänze noch etwas Obst als Snack zusätzlich. Es ist wie bei allem im Leben: der gute Wille zählt und solange man überwiegend gesunde Dinge isst, ist alles gut.

Die Zeit für die Recherche limitieren

Zeit für Recherche limitieren

Recherche gehört für Freiberufler zur täglichen Arbeit. Dabei kann man es damit aber auch übertreiben. Limitieren Sie die Zeit für Recherche streng. Entscheiden Sie sich dann für zwei bis drei solide Quellen und recherchieren Sie nur dann noch nach, wenn im Zuge der Arbeit wichtige Fragen unbeantwortet bleiben.

Es gibt ein Leben ausserhalb der eigenen vier Wände

Es gibt ein Leben ausserhalb der eigenen vier Wände

Dieser Punkt fällt mir ebenfalls manchmal schwer. Social Networks können keine realen sozialen Kontakte ersetzen, keinen freundlichen Händedruck imitieren oder Sie gar umarmen. Nehmen Sie daher am realen Leben außerhalb Ihrer vier Wände teil. Gehen Sie nach Feierabend etwas mit Freunden trinken, mit der Familie ins Kino oder arbeiten Sie einfach mal zur Abwechslung in einem Café mit kostenlosem W-LAN.

Fazit

Das waren die besten Tipps, die ich Ihnen geben kann. Haben Sie vielleicht schon Erfahrung mit der Arbeit von zu Hause aus sammeln können und weitere Tipps für uns? Ich freue mich darauf, in den Kommentaren davon zu lesen.

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(dpe)

Andreas Hecht

Andreas Hecht

entwickelt WordPress-Websites und bietet dir einen Website Sicherheit Service und einen Performance Service für deine Website. Außerdem ist er Spezialist für Onpage SEO und bringt Deine Website in die Top-Suchergebnisse von Google. Auf seinem Blog schreibt er über WordPress, SEO und Content SEO.
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2 Kommentare

  1. Das mit dem Arbeitsbereich merke ich schon in meinem Studentenalltag. Da ich an meinem Schreibtisch fast alles machen, kann ich mich dort kaum zum intensiven Arbeiten aufrappeln. Dafür suche ich dann lieber die Bibliothek oder ein Café in der Nähe auf. Dort kann ich dann wesentlich konzentrierter arbeiten.

  2. Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Arbeite auch seit 3 Jahren überwiegend von zu Hause. Vor allem wenn es draußen kalt ist, geht man dann gar nicht mehr vor die Türe, bis auf ein paar Meetups. Derzeit bin ich wieder 3x in der Woche in einem Büro und 2 Tage und am WE zuhause. Dann wieder in den Büroalltag zu kommen, ist gar nicht so einfach. Ich habe bemerkt, ich Arbeite am produktivsten am Nachmittag und in den Arbeitsstunden, bis spät in die Nacht. Den Vormittag nutze ich meistens für Aquise und was sonst noch so alles ansteht.

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