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Andreas Hecht 25. Februar 2015

Affinity Photo Beta: Die erste echte Photoshop-Alternative?

Kein Beitragsbild

Am 10. Februar diesen Jahres erblickte eine neue Software für kreatives Design das Licht der Öffentlichkeit: Affinity Photo geht in die kostenfreie Beta-Phase und ist exklusiv für Mac OS X erhältlich. Das Programm versteht sich als High-End-Konkurrenz zu Adobe Photoshop, den unumstrittenen Platzhirschen der Branche. Nach der Beendigung der Beta-Phase wird Affinity Photo exklusiv im Mac App-Store für voraussichtlich schmale € 49.99 erhältlich sein. Heute werfen wir einen genauen Blick auf die neue Software, die auch auf Deutsch erhältlich ist, und vergleichen sie mit dem großen Konkurrenten, Adobe Photoshop.

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AffinityPhotoBeta-teaser

Erste Eindrücke der Affinity Photo App

Affinity Photo befindet sich in einer kostenfreien Beta-Phase. Jeder kann sich für die Nutzung registrieren und das Programm eingehend testen, ohne das Zwiebelleder bemühen zu müssen. Als erstes fällt die Geschwindigkeit auf, mit der sich die App öffnet. Affinity Photo ist in weniger als der Hälfte der Zeit, die Photoshop benötigt, bereits betriebsbereit. Liegt das am kleineren Featureset? Die Oberfläche ist modern, klar, aufgeräumt und kommt mit einer modernen, dunklen UI daher. Photoshop-Nutzer fühlen sich sofort heimisch, weil sich Werkzeuge und andere wichtige Elemente an den bekannten Plätzen befinden.

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Affinity Photo Oberfläche

Affinity Photo wendet sich eindeutig an Design- und Foto-Schaffende, die jeden Tag auf die Software angewiesen sind. Professionelle Fotografen profitieren von Features wie Frequenztrennungs-Bearbeitung, Live-Mischmodi, Fehlerkorrekturen und erweiterte Retusche. Im Gegensatz zu anderen vermeintlichen Photoshop-Rivalen verfügt die Software über End-to-End-CMYK, 16-Bit pro Kanal Bearbeitung, LAB-Farbraum, RAW-Verarbeitung, ICC-Farbmanagement, Photoshop PSD-Kompatibilität, sowie über eine 64-Bit Plugin-Kompatibilität zum Bestand des Gegners.

Affinity Photo ist mit OS X Lion 10.7.5 und höher auf der Intel Macs 64-Bit Plattform kompatibel und ist zur Zeit verfügbar in Englisch, Deutsch, Spanisch und Französisch. Anwender von Affinity Designer werden sich freuen, zu hören, dass die Zusammenarbeit zwischen beiden Programmen problemlos und intuitiv, fast schon nahtlos funktioniert.

Da die Beta noch recht frisch auf dem Markt ist, kann noch keine zuverlässige Aussage getroffen werde, ob alle beliebten Photoshop-Aktionen importiert werden können. Aber dessen Plugins und Stile für Photoshop können definitiv mit Affinity Photo verwendet werden.

Für den folgenden Vergleich haben wir Photoshop CS5 herangezogen, obwohl wir auch die aktuellste CC-Version zur Verfügung haben. Wir glauben, dass das Szenario eines Wechselwilligen eher dieser Konfiguration entspricht. Denn diejenigen Designer, die ohnehin immer die Jahresupdates von Adobe mitgemacht haben, können nicht die sein, die Sturm gegen das Abo-Modell laufen. Denn das Abo-Modell ist ja billiger als das vorherige Jahresupdate-Modell. Hinzu kommt: wieso sollte jemand, der die CC abonniert hat, in Erwägung ziehen, zu Affinity zu wechseln? Können wir uns nicht vorstellen.

Die Oberflächen: Affinity Photo vs. Photoshop

Affinity Photo
Ein Klick auf das Bild öffnet einen hochauflösenden Screenshot
Die Oberfläche von Affinity Photo

Photoshop CS5
Ein Klick auf das Bild öffnet einen hochauflösenden Screenshot
Die Oberfläche von Photoshop CS5

Da ich Photoshop CS5 verwende, fällt mir natürlich sofort die Retina-Display-Unterstützung von Affinity Photo ins Auge. Doch das ist nur natürlich, denn Photoshop CS5 stammt aus 2011 und wurde nicht auf Retina-Unterstützung programmiert. Ein weiterer Fakt ist die gleiche Anordnung der einzelnen Elemente, Werkzeuge und Funktionen. Der linke Werkzeugbereich ist bei beiden Anwendungen mehrfach belegt und auch der rechte Bereich ist ähnlich strukturiert. Der wirkliche Unterschied fällt sofort auf, denn bei Photoshop ist vieles in die rechte Seitenleiste ausgelagert, was sich in der Übersichtlichkeit eher negativ auswirkt.

Affinity Photo geht hier einen anderen Weg, vieles ist hier in die obere Leiste integriert worden, was der Übersichtlichkeit sehr zuträglich ist. Die obere Leiste kann auf eigene Bedürfnisse hin optimiert und angepasst werden. Die Programme verfügen über viele Gemeinsamkeiten, die Funktionsvielfalt ist ähnlich. Obwohl Photoshop natürlich immer noch umfangreicher ist und über eine regere Community verfügt. Das fehlt Affinity Photo noch, sollte aber angesichts der Tatsache, dass Adobes Bolide seit 25 Jahren am Markt ist, niemanden wirklich überraschen.

Viele Funktionen aus Photoshop sind auch in Affinity Photo vorhanden und zumeist an derselben Stelle zu finden. Die häufigsten Filter befinden sich bei beiden Programmen an derselben Stelle, allerdings besitzt Photoshop noch etliche mehr als sein günstiger Konkurrent. Sicherlich, Photoshop muss ja seinen Preis irgendwie rechtfertigen können.

Ein Vergleich: Fotos für das Web speichern

Die für mich als Autor wichtigste Funktion ist das Zurechtschneiden und Abspeichern von Fotos für die Nutzung im Internet. Daher ist ein Vergleich beider Programme mit denselben Einstellungen recht interessant. Ich denke, so wird es auch den meisten Bloggern gehen, die viel mit Bildmaterial arbeiten. Als Einstellung wähle ich: Qualität 80%, Zuschnitt auf 640 Pixel Breite und die Einstellung „Bikubisch“. Das Ausgangsbild ist 647 KB groß mit den Ausmaßen von 1732 × 1155 Pixel.

Beispielfoto Affinity Photo (70 KB):

Working Desk

Beispielfoto Photoshop (110 KB):

Working Desk

Der Unterschied in der ausgegebenen Dateigröße ist extrem. Die Qualität des ausgegebenen Fotos von Photoshop ist natürlich besser, wird aber durch eine bedeutend höhere Dateigröße erkauft. Im Sinne der SEO und der Performance einer bildlastigen Website hat Affinity Photo klar die Nase vorn. Schon bei wenigen Bildern pro Artikel spart man recht viel an bremsender Dateigröße ein.

Die Exportfunktion von Affinity Photo

„Für Web und Geräte speichern“ heißt bei Affinity „Exportieren“ und ist zu finden unter dem Menüpunkt „Datei“. Die Exportfunktion von Affinity Photo ist sehr umfangreich. Man kann nicht nur als PNG, GIF und JPG speichern, sondern auch als TIFF, PSD und PDF.

Speichermöglichkeiten unter Affinity Photo – „Exportieren“

Die Exportfunktion von Affinity Photo

Speichermöglichkeiten unter Photoshop – „Speichern unter“

Die Möglichkeiten zum Abspeichern unter Photoshop

Rechnet man die „Speichern unter“-Funktionen bei Photoshop hinzu, bietet das teurere Programm natürlich wesentlich mehr Möglichkeiten zum Abspeichern von Dateien an. Bei Affinity Photo hingegen gibt es keine weiteren Dateiformate zum Speichern, denn unter „Speichern unter“ wird nur das native Dateiformat angeboten, man kann also nichts weiteres auswählen.

Trotzdem sind die angebotenen Funktionen von Affinity für ein Programm mit einem angepeiltem Verkaufspreis von nur € 49.99 schon ziemlich gut und für die meisten Anwendungsbereiche sicherlich ausreichend.

Affinity Photo Beta im Video

Einige Funktionen von Affinity Photo im Test

Das Gute an der Oberfläche von Affinity Photo ist die Übersichtlichkeit. Alle Module sind standardmäßig aktiv und werden angezeigt. Natürlich sind es eine ganze Menge weniger als in Photoshop, doch die Navigation durch die Menüs ist – nicht zuletzt dadurch – auch wesentlich einfacher.

Gaußscher Filter

Gaußscher Filter im Einstz bei Affinity Photo

Photoshop hat eine Menge mehr an Filtern zu bieten, doch die wichtige Frage steht natürlich im Raum: Brauchen wir das alles? Das, was Affinity an Filtern bietet, lässt sich intuitiv bedienen. Die Einarbeitungszeit in das neue Programm ist recht kurz und erste, gute Ergebnisse gelingen schnell.

Unscharf maskieren

Unscharf maskieren in Affinity Photo

Photoshop hat sehr viel mehr Schärfe-Filter, doch für viele Anwendungsbereiche sollten „Klarheit“ und „Unscharf maskieren“ ausreichen.

Arbeit mit Texten

Grundsätzlich empfinde ich die Arbeit mit dem Text-Werkzeugen als relativ einfach, sogar einfacher als in Photoshop. Einmal geschriebene Texte können nicht nur frei bewegt, sondern auch beliebig gezoomt und in der Größe angepasst werden. Auch der Winkel, in dem der Text stehen soll, ist sehr einfach zu gestalten – Textrahmen anfassen und in den passenden Winkel verschieben. Die Möglichkeiten sind bei Photoshop allerdings umfangreicher, aber weniger einfach zu verwenden.

Affinity Photo - Die Arbeit mit Texten

Ich vermisse zur Zeit das „Ineinanderkopieren“ von Text-Schatten in den Text. Das würde ich auf meine Wunschliste für eine spätere Version setzen.

Affinity Photo - Die Arbeit mit Texten

Die „Zeichen“-Funktion von Affinity gefällt mir sehr gut. Hier hat der günstige Rivale dem Platzhirschen wirklich etwas voraus.

Fotobearbeitung Affinity Photo vs. Photoshop

Für viele Fotografen sind die vielfältigen Möglichkeiten zur Foto-Nachbearbeitung in Photoshop ein Kaufgrund gewesen. Sehr vieles kann im Programmteil „Camera Raw“ manuell angepasst und beeinflusst werden, sofern es sich um eine JPEG-/JPG- oder RAW-Datei handelt.

photoshop-camera-row

Wichtig für professionelle Fotografen ist auch die Bearbeitung von Fotos im RAW-Format, das beide Programme beherrschen.

Photoshops Möglichkeiten zur Nachbearbeitung

fotonachbearbeitung-photoshop

Affinitys Möglichkeiten zur Nachbearbeitung

Zur Anzeige aller Möglichkeiten habe ich den Umweg über die Ebenen genommen, jedoch sind alle Funktionen in der rechten Sidebar leicht zugänglich.

fotonachbearbeitung-affinity-foto

Auch hier bietet Photoshop etwas mehr an Möglichkeiten, jedoch sind die praktischen Auto-Korrekturen nur über das Menü zugänglich und nicht wie bei Affinity gleich über die obere Leiste. Unter Umständen arbeitet es sich mit dem Schnellzugang also komfortabler.

Die gut zugänglichen Auto-Korrekturen der Fotonachbearbeitung in Affinity Photo
Schnell zugängliche Auto-Korrekturen für die Fotonachbearbeitung in Affinity Photo

Die Auto-Korrekturen im direkten Vergleich

Um einen direkten Vergleich der Foto-Auto-Korrekturen beider Programme zu haben, wähle ich ein nicht sonderlich gelungenes Foto aus und lasse die Auto-Korrekturen der jeweiligen Programme darüber laufen. Ich verlinke zum besseren Vergleich auch das Original-Bild, damit Sie sich einen besseren Eindruck von den Möglichkeiten beider Programme machen können. In Photoshop wendete ich die Auto-Korrekturen „Auto Farbton“, „Auto Kontrast“ und „Auto Farbe“ an und in Affinity die Korrekturen „Auto Tonwert“, „Auto Kontrastkorrektur“ und „Auto Farbkorrektur“.

Das Originalbild – Hamburger Hafen

Ein Klick auf das Bild öffnet die Original-Datei
Hamburger Hafen

Auto-Korrektur mit Adobe Photoshop

Ein Klick auf das Bild öffnet die Original-Datei
Der Hamburger Hafen nach Auto-Korrektur mit Photoshop

Auto-Korrektur mit Affinity Photo

Ein Klick auf das Bild öffnet die Original-Datei
Der Hamburger Hafen nach Auto-Korrektur mit Affinity Photo

Auto-Korrektur Affinity Photo ohne Auto Farbkorrektur

Ein Klick auf das Bild öffnet die Original-Datei
Affinity Photo Korrektur

Sicherlich erzeugen beide Programme ansprechende Ergebnisse. Die Entscheidung, welches Ergebnis nun das Bessere ist, überlasse ich dem Betrachter.

Affinity Photo – Arbeitsbereiche

Affinity Photo bietet verschiedene Arbeitsbereiche, Personas genannt. Diese Personas sind Module, die jeweils für einen spezifischen Anwendungsbereich die dafür nötigen Werkzeuge zur Verfügung stellen. Es existieren zur Zeit folgende Personas: Photo, Liquify, Develop (für Raw-Bilder), Macro (für die Aufzeichnung von Aktionen) und Export. Etwas ähnliches wären die Photoshop-Arbeitsbereiche, doch es ist nicht ganz dasselbe.

So erreichen Sie die einzelnen Personas:

Der Zugang zu Affinitys Personas

Mit dem Liquify Persona kann man surreale Verwirbelungs- und Verzerrungs-Effekte erstellen.

Die Arbeit mit dem Liquify-Persona von Affinity Photo

Das Export Persona bietet vielfältige Möglichkeiten des Exports von Bildern an, zum Beispiel kann man sie in 3-facher Dateigröße exportieren. Auch das Erstellen von Slices ist im Export Persona möglich.

Das Export Personas von Affinity Photo

RAW-Dateien bearbeiten

Photoshop: Photoshop bietet umfassende Möglichkeiten zur Bearbeitung von RAW-Dateien in Camera RAW. Eine Funktion, die Affinity Photo zur Zeit noch nicht bietet, ist das Drehen (90 Grad im und gegen den Uhrzeigersinn) von Dateien.

RAW-Dateien in Photoshop bearbeiten

Affinity Photo: Ansonsten steht Affinity Photo Photoshop in den Möglichkeiten der RAW-Foto-Bearbeitung nicht nach. Ganz im Gegenteil sogar, die Funktionen für die RAW-Bearbeitung scheinen in Affinity Photo wesentlich umfassender zu sein. Wie ich bereits erwähnte, fehlt nur die Möglichkeit des Drehens von Fotos. Die Funktionen zur Bearbeitung von RAW-Dateien sind im Develop Persona gebündelt.

RAW-Dateien in Affinity Photo bearbeiten

Die rechte Seitenleiste von Affinity ist im Develop Persona ausschliesslich der RAW-Bearbeitung vorbehalten und bietet echte Funktionsvielfalt.

Die Belegungen der rechten Seitenleiste zur RAW-Bearbeitung in Affinity Photo

Das Macro Persona für die Aufzeichnung von Aktionen ist in der von mir getesteten Beta-Version (1.1.2.22821) leider nicht funktional, so dass keine Aussage darüber getroffen werden kann.

Fazit

Affinity Photo erscheint bereits in der Beta-Phase als erste echte, ernst zu nehmende Alternative zu Adobe Photoshop. Die Funktionsvielfalt ist für ein Programm in der angepeilten Preis-Kategorie unglaublich. Gleichzeitig wurde viel Wert auf eine leicht verständliche Arbeitsweise mit dem Programm gelegt. Vieles ist intuitiv zu erfassen und wer bereits mit Photoshop gearbeitet hat, kommt mit Affinity Photo sofort zurecht. Sicher wird man sich an die eine oder andere Funktion erst gewöhnen müssen, doch ist die Lernkurve im Umgang mit Affinity Photo wesentlich steiler als bei seinem High-End-Konkurrenten.

Tutorials oder eine Dokumentation zum neuen Programm sind leider noch nicht vorhanden, doch können im Affinity-Forum Fragen gestellt und Anregungen für zukünftige Versionen gegeben werden.

Mit Alternativen zu Photoshop haben wir uns bei Dr. Web schon in der Vergangenheit beschäftigt.

Links zum Beitrag

(dpe)

Andreas Hecht

Andreas Hecht

entwickelt WordPress-Websites und bietet dir einen Website Sicherheit Service und einen Performance Service für deine Website. Außerdem ist er Spezialist für Onpage SEO und bringt Deine Website in die Top-Suchergebnisse von Google. Auf seinem Blog schreibt er über WordPress, SEO und Content SEO.

8 Kommentare

  1. Ich habe sowohl Affinity Designer als auch Affinity Photo ausprobiert bzw gekauft, und wenn man im Hinterkopf hat, dass Adobe einen Entwicklungsvorsprung seit 1987 bzw. 1990 hat, ist der Funktionsumfang wirklich erstaunlich.
    Manche Dinge sind sogar eindeutig besser bzw. eleganter gelöst, z.B. der interaktive Verlauf oder das separate Export-Persona. Das aber die SmartObjects noch fehlen, ist wirklich noch ein Manko, der mich abhält zu wechseln. Laut Hersteller wird das aber noch nachgeholt, ist wohl aber etwas aufwändiger.

    Aber alleine der Fakt, dass bereits sämtliche Ebene-Effekte-Filter und -Einstellungen nachgebildet werden können (+ weitere Effekte), gibt mir Hoffnung, dass diese Software-Schmiede wirklich talentierte Leute hat, und dass sie Adobe immer weiter auf die Pelle rücken werden.

    Ein nicht zu unterschätzender Vorteil auf lange Sicht ist auch das Forum des Herstellers, wo man sich – anders als bei Adobe – „herablässt“ auf Bugs oder Feature-Wünsche einzugehen.

    Ich glaube auch, dass der Preis noch steigen wird, aber das wäre absolut kein Hinderungsgrund für mich, diese Software zu kaufen – war es damals bei Adobe ja auch nicht.

  2. Die Druck-Produktion ist bei beiden Affinity Produkten derzeit leider noch nicht für den Profi ausreichend. Leider. Das hält mich noch an Adobe. Einen wesentlichen Vorteil sehe ich noch in der Fokussierung auf OS X. Adobe hat seinen Blick vor etlichen Jahren schon auf Windows geschwenkt, was an Performance und Stabilität meiner Ansicht nach auch bedauerlich zu spüren ist. Beim Preis wird es sich ganz sicher entwickeln wie bei Sketch. Die 50 Euro sind Einstieg, langfristig muss das teurer werden. Gerechtfertigt und vertretbar, wenn es keine Monopolpreise werden wie bei Adobe.

  3. Klingt interessant und die Oberfläche sauber.
    Wie geht Affinity Photo mit Druckdaten um, können saubere CMYK 300 dpi Tiff Bilder gespeichert werden. Inkl. Farbprofilen etc. Ich lese immer nur die Ausrichtung auf Speichern fürs Web, da gibt´s es ja aber eh zig Möglichkeiten.
    Und können Effekte später wieder bearbeitet werden oder werden die direkt auf´s Bild angewendet?

  4. Tja, warum sollte jemand, der ein Abo hat, wechseln? Ich habe ein Abo seit dem es dieses gibt und werde wohl wechseln. Warum? Der Preis ist sicherlich ein Grund. Diese Abos sind inzwischen zur Manie geworden. Jeder meint, einem mit monatlichen Raten das schwer verdiente Geld wieder aus der Tasche ziehen zu können. Mein Hauptgrund ist aber ein anderer: Wenn ich mal das Abo nicht mehr bezahlen kann oder will, ist mein gesamter Bildbestand wertlos, weil ich keinen Zugriff mehr darauf habe. Ich werde also quasi von Adobe „verhaftet“ so lange zu bezahlen, wie ich MEINE Bilder, die MIR gehören, nutzen will. Und das ist eine Frechheit, die man denen so schnell als möglich wieder austreiben sollte.

    Aus dem Abo nutze ich
    Premiere Pro (umgestellt auf Final Cut X)
    Photoshop (hoffentlich bald umgestellt auf Affinity Photo)
    Illustrator (hoffentlich bald umgestellt auf Affinity Designer)
    After Effects (nicht optimal umgestellt auf Motion)
    Flash Player (umgestellt auf HTML5-Video)
    Der Rest des Abos ist nice2have aber kein must have.

    Ich komme also meinem Ziel. Adobe vom Rechner zu bekommen, immer näher.

    • Na ja. Das ist schon eine dramatisierte Darstellung. Affinity Photo beispielsweise liest und schreibt PSD, ebenso wie viele andere Programme. Auch AI ist nicht auf Adobe beschränkt. Von Verhaften kann also kaum die Rede sein.

  5. zu Ein Vergleich: Fotos für das Web speichern:
    Was mich vielmehr interessiert, wie sehen die Bilder (qualitativ und Kbyte) aus nachdem man Sie durch hunrigen Pandabären von Tinypng, bzw. Tinyjeg gejagt hat. Von dem es ja auch ein Plug In für PS gibt, also Vorteil PS?

    • Das Plugin für Photoshop vom Zerkleinerer TinyPNG habe ich mir gekauft und kann es nicht empfehlen. Kostenlos und schneller, sowie vor allem unkomplizierter im Handling sind PNGoo für Windows und PNGyu für Mac. Das Plugin liegt bei mir nur rum…

  6. Affinity Photo ist definitiv eine Konkurenz für den Platzhirschen von Adobe. Bei dem Preis allemal. Was allerdings für mich ein Auschlusskriterium ist, ist die fehlende Unterstützung von Smart Objects. Ich arbeite damit eben einfach zu viel um darauf verzichten zu wollen.

    Aber wer das nicht braucht und eine wirklich professionelle PS Alternative sucht, kann die Suche wohl einstellen.

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