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Dr. Web Team 15. Juni 2007

AdSense und die Steuern

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Endlich Einnahmen aus den AdSense-Anzeigen? Jetzt heißt es nur noch, die Umsätze auch entsprechend korrekt zu verbuchen. Viele vor allem jüngere Webmaster sind an diesem Punkt, vielleicht zum ersten Mal, mit dem Thema Steuern konfrontiert. Und gerade bei AdSense landen sie an einem scheinbar höchst komplizierten Gefüge, das sich im Grunde nur mit einer guten Steuerberatung aufdröseln lässt.

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Daher kann es hier nur einige unverbindliche Hinweise geben, wie man die Einnahmen behandeln könnte. Rechtsverbindliche Auskünfte können an dieser Stelle verständlicherweise nicht gegeben werden.

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Zunächst einmal lässt Google sich bei der Eröffnung eines AdSense Accounts vom Webmaster die Erklärung darüber abgeben, ob dieser seinen Sitz in den USA hat oder geschäftlichen Aktivitäten in den USA nachgeht. Iin diesen Fällen gelten US-amerikanische Steuerbestimmungen.

Für in Deutschland ansässige Webmaster scheint steuerlich vor allem der Ort der von ihm selbst erbrachten Leistung wichtig zu sein. Die folgenden Überlegungen gehen davon aus, dass es sich laut Umsatzsteuergesetz bei den AdSense-Anzeigen um eine „sonstige Leistung“ handelt und auch folgendes zutrifft: „Ist der Empfänger der Leistung ein Unternehmer, gilt die Leistung als dort ausgeführt, wo der Empfänger sein Unternehmen betreibt (§3a Abs. 3 S. 1 UStG)“. Google gilt als Unternehmen und hat laut Impressum seinen Sitz in den Vereinigten Staaten von Amerika und nimmt die Leistung demnach dort entgegen. Die Webseitenbetreiber erbringen quasi eine Leistung in den USA, wenn sie die AdSense-Werbung generieren. Sofern man den Ort der Leistung als in den USA liegend betrachten darf, ist der erzielte Umsatz aus den AdSense-Anzeigen nicht steuerbar. Es handelt sich um ein Land außerhalb der EU-Gemeinschaft. Man muss hier allerdings den Untschied zwischen „nicht steuerbar“ und „nicht steuerpflichtig“ peinlich genau beachten.

Bevor man das Umsatzsteuerformular eigenmächtig entsprechend ausfüllt oder wenn man sich mit den verwendeten Termini nicht so gut auskennt, sollte man sich Gewissheit darüber verschaffen, dass das Finanzamt diese Umstände anerkennt. Sonst kann es andernfalls zu ärgerlichen Nachforderungen und Strafen kommen. Um ganz sicher zu gehen, sollte man als AdSense-Neuling dringend diese Dinge mit dem Steuerberater oder einfach mit einem Anruf beim Finanzamt klären. Hilfreich sind dabei die Bereitstellung von Unterlagen wie beispielsweise einige eigene Beispielabrechnungen aus dem Google Account sowie die AGB, in dem das System erklärt wird und aus denen die rechtliche Zusammenarbeit hervorgeht sowie auch das Google-Impressum, welches Google als Firma mit Sitz in den USA klar ausweist.

Im Einzelfall kann es stets Abweichungen geben, und es muss jeder Sachverhalt gesondert unter die Lupe genommen werden. Es scheint auch so zu sein, dass sich die Rechtslage hier jederzeit noch ändern kann. So empfiehlt sich bei der Verbuchung dieser Einnahmen stets, eine Steuerberatung in Anspruch zu nehmen, deren Gebühren man durch eventuell gesparte Steuern schnell wieder herein hat.

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