Denis Potschien 23. Dezember 2015

Adobe Portfolio: Neuer Website-Builder für kreative Berufe

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Denis Potschien ist seit 2005 freiberuflich als Kommunikationsdesigner tätig, seit Anfang 2010...

Mit dem Kreativnetzwerk Behance hat Adobe bereits ein soziales Netzwerk für Gestalter und Illustratoren etabliert. Mit dem neuen Dienst Adobe Portfolio kannst du dir nun im Handumdrehen eine Website zur Präsentation deiner Arbeiten erstellen. Der Dienst ist für alle Abonnenten der Creative Cloud kostenlos. Wer bereits ein Profil bei Behance hat und dort seine Arbeiten präsentiert, kann diese in Adobe Portfolio importieren.

Adobe Portfolio: Neuer Website-Builder für kreative Berufe

Homepage-Baukasten für Kreative

Spätestens mit dem Kauf von Behance hat Adobe gezeigt, dass es sich nicht darauf beschränken will, Kreativanwendungen zu vertreiben, sondern seinen Kunden auch die Möglichkeit geben will, sich mit ihren Arbeiten im Internet zu präsentieren. Mit sogenannten ProSites konnten sich Abonnenten der Creative Cloud innerhalb von Behance bereits ein Portfolio anlegen, welches sich von einfachen Profilseiten abhob.

Nun wird Adobe die ProSites zugunsten des eigenständigen Dienstes Adobe Portfolio einstellen. Derzeit befindet sich Adobe Portfolio noch in einer Preview. Als Abonnent der Creative Cloud kannst du aber einen sogenannten „Early Access“ beantragen, mit dem du vorab den Dienst bereits testen kannst.

adobe-portfolio

Adobe Portfolio ähnelt anderen Website-Buildern, bei denen man ohne Kenntnisse in HTML, JavaScript und CSS über eine grafische Bedienoberfläche eine Website zusammenbauen kann. Dabei fokussiert sich Adobe Portfolio jedoch speziell auf Kreative, die sich mit ihren Arbeiten präsentieren möchten.

Layout auswählen und anpassen

Hast du dich bei dem Dienst angemeldet, kannst du über eine sehr aufgeräumte Oberfläche dein Portfolio erstellen. Es stehen derzeit fünf Grundlayouts zur Verfügung. Jedes Layout ist auf die Darstellung großformatiger Bilder spezialisiert. Hast du dich für ein Layout entschieden, passt du dieses deinen individuellen Vorstellungen an. So ist die Darstellungsgröße der Website, deren Ränder sowie die maximale Breite veränderbar.

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Aus mehreren Layouts eines auswählen und bearbeiten

Eine Portfolio-Website besteht aus einem Logo, Footer, Navigation sowie dem eigentlichen Inhalt. Logo, Footer und Navigation kannst du nach Wunsch einfach ausblenden. Vieles, wie die Position von Navigation und Logo, wird über Schieberegler verändert. Für jedes Layout stehen verschiedene Farbschemata zur Verfügung. So gibt es jeweils ein helles und ein dunkles Schema. So kannst du entscheiden, auf welchem Hintergrund deine Projekte besser wirken.

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Einstellungen über Schalter und Schieberegler vornehmen

Bei den Schriften hast du Zugriff auf Adobes Typekit und kannst dir eine der vielen dort angebotenen Schriften auswählen. Du kannst Überschriften, Absätze und andere Textelemente individuell gestalten und neben der Schriftart auch die Farbe, Größe und Ausrichtung festlegen.

adobe-portfolio_typekit
Schriften aus Typekit auswählen und einbinden

Inhalte erstellen

Der Fokus von Adobe Portfolio liegt auf der Präsentation deiner Kreativarbeiten. Diese fügst du als Projekte in deine Website ein. Für jedes Projekt kannst du Bilder oder Videos hochladen und Informationen zu dem Projekt hinterlegen. Neben einem Titel fügst du eine Beschreibung und ein Datum an. Zusätzlich wählst du eine Kategorie aus.

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Inhalte hochladen oder aus Creative Cloud und Lightroom einbinden

Zusätzlich kannst du jedes Projekt gleichzeitig auf Behance einstellen. Statt Bilder und Videos hochzuladen, bindest du diese alternativ direkt aus deiner Creative Cloud oder Lightroom ein. Hier verknüpft Adobe sehr schön die einzelnen Dienste seiner Cloud.

Auf einer Übersichtsseite werden alle Projekte mit einem Coverbild dargestellt. Für das Coverbild wählst du optional aus einem der Projektbilder einen Ausschnitt aus.

Neben Projekten lassen sich auch einfache Seiten erstellen. Auf denen kannst du zum Beispiel dich und deine Leistungen vorstellen. Hierbei hast du die Möglichkeit, neben Texten auch Bilder, Videos und Links einzubinden.

Website testen und veröffentlichen

Hast du alle Inhalte soweit eingestellt, steht einer Veröffentlichung nichts mehr im Wege. Über eine Vorschau vergewisserst du dich zunächst, dass alles so aussieht, wie es sollte. Auch die Darstellung auf verschiedenen Geräten wie Smartphones und Tablets kannst du testen.

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Vor dem Veröffentlichen kannst du verschiedene Einstellungen vornehmen und Analytics einbinden

Dein Portfolio wird über eine Subdomain auf „myportfolio.com“ veröffentlicht. Die Subdomain ist hierbei frei wählbar. Du kannst dein Portfolio aber auch über deine eigene Domain veröffentlichen. Dazu muss dein Provider dir jedoch anbieten, dort die von Adobe Portfolio angegebene IP-Adresse für deine Domain einzutragen.

Wenn du willst, versiehst du dein Portfolio mit einem Kennwort, so dass nicht jeder Zugriff darauf hat. Um die Zugriffe auf deine Website nachvollziehen zu können, bindest du Google Analytics ein. Dazu musst du einfach den entsprechenden Tracking-Code angeben.

Bei Bedarf kannst du deine Website auch deaktivieren und eine Nachricht darstellen lassen, die über den Grund der Deaktivierung informiert.

Fazit

Adobe Portfolio richtet sich an alle, die eine einfache Website zur Darstellung ihrer kreativen Arbeiten möchten, aber keine Grundkenntnisse in Webdesign und -entwicklung haben. Die Layouts sind alle entsprechend schlicht gestaltet und lassen somit viel Raum für die Arbeiten selbst. Die Bedienung ist einfach und intuitiv.

Die Website ist zeitgemäß per HTML5 und CSS3 ausgezeichnet und dank responsiver Gestaltung auch für Mobilgeräte geeignet. Wer eine individuell gestaltete und entwickelte Website möchte, ist bei Adobe Portfolio sicher falsch. Für alle anderen könnte sich der Dienst lohnen, zumal er ohnehin Bestandteil der Creative Cloud ist.

(dpe)

Denis Potschien

Denis Potschien ist seit 2005 freiberuflich als Kommunikationsdesigner tätig, seit Anfang 2010 im Kreativkonsulat in Iserlohn, einem Büro für Gestaltung und Kommunikation. Dort betreut er kleine und mittelständische Unternehmen ebenso wie kommunale Körperschaften und Organisationen aus Südwestfalen und dem Ruhrgebiet. Als Webdesigner und -entwickler gehören HTML5 und CSS3 zu seinen Kernthemen, weshalb er dazu 2013 ein Buch geschrieben hat. „Pure HTML5 und CSS3“ richtet sich an alle, die Vorkenntnisse haben, sich aber bisher mit HTML5 und CSS3 nicht oder nur am Rande beschäftigt haben.

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