Anzeige
Smartes Cloud Hosting für anspruchsvolle Projekte.
↬ Loslegen und Spaces testen ↬ Jetzt testen!
Heike Thormann 17. Oktober 2008

7 Schlüsselfaktoren für eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Team

Kein Beitragsbild

Teamarbeit nimmt nach wie vor zu, selbst virtuelle Teams sind keine Seltenheit mehr. Teamarbeit stellt aber auch besondere Anforderungen, sowohl an den Teamleiter wie auch an die Mitglieder. Die folgenden Schlüsselfaktoren verraten Ihnen, worauf es bei der Zusammenarbeit im Team wirklich ankommt. Umso erfolgreicher wird Ihr Team werden.

Anzeige

Punkt 1: Die Führung

Führung ist nicht gleich Führung. Natürlich braucht auch Ihr Team jemanden, der es führt. Jemanden, der die Hauptverantwortung trägt, die Richtung vorgibt, Ansprechpartner bei Fragen ist und so weiter. Ein Team zu leiten, ist allerdings etwas anderes, als Mitarbeiter im klassisch hierarchischen Sinn zu führen.

Ein Team steckt sich seine Ziele oft selbst, statt sie vorgegeben zu bekommen. Ein Team entscheidet gemeinsam, statt die Entscheidung der Führungskraft zu akzeptieren. Vertrauen zur Teamführung und zueinander ist oberstes Gebot für die Zusammenarbeit im Team.

Anzeige

Ein Team zu leiten, stellt deshalb hohe Anforderungen an die soziale und kommunikative Kompetenz der Führungskraft. Bereiten Sie sich oder Ihren ausersehenen Mitarbeiter gegebenenfalls ausgiebig auf die neue Rolle vor.

Punkt 2: Die Ziele

Ihr Team braucht klare Ziele. Es kann nur dann autonom arbeiten, wenn alle Teammitglieder wissen, was erreicht werden soll, ohne sich ständig neue Anweisungen von der nächsthöheren Hierarchie-Ebene holen zu müssen. Klare, eindeutige Ziele beugen Missverständnissen vor und geben Halt und Orientierung.

Aber Achtung: Die Ziele sollten wieder gemeinsam erarbeitet beziehungsweise angenommen werden, nicht unter Zwang übergestülpt. Hat ein Team ein gemeinsames Ziel, kann es auch an einem Strang ziehen, sich gegenseitig unterstützen und motivieren. Und: Profitieren die Teammitglieder auch persönlich von den Zielen ihres Teams, ist das ein zusätzlicher Motivationsschub.

Punkt 3: Die Aufgaben

Mindestens genauso wichtig wie klare Ziele sind klare Aufgaben. Die Freiheit des Teams, selbstständig zu arbeiten, braucht auch Strukturen. Verhindern Sie, dass Ihre Teammitglieder planlos vor sich hinwerkeln oder alles doppelt und dreifach machen.

Klären Sie, wer welche Aufgaben übernimmt. Sorgen Sie dafür, dass jeder genau weiß, was er zu tun hat, welche Inhalte zu seiner Aufgabe gehören und welche Erwartungen damit verbunden sind. Und achten Sie idealerweise auch darauf, dass die Teammitglieder untereinander wissen, wie die eigene Arbeit mit der der anderen ineinandergreift.

Punkt 4: Die Verantwortung

Eigentlich logisch: Wenn jedes Teammitglied selbst dafür verantwortlich ist, seine Aufgaben zu erfüllen und auf das gemeinsame Ziel hinzuarbeiten, sollte es auch die dafür notwendigen Entscheidungen treffen können. Nur dann kann es nach bestem Wissen und Gewissen handeln.

Sorgen Sie deshalb nicht nur dafür, dass jeder weiß, was er zu tun hat. Legen Sie auch den Handlungsspielraum der Teammitglieder fest. Jeder Mitarbeiter sollte genau wissen, wie weit seine Entscheidungskompetenz und Verantwortung reicht.

Punkt 5: Die Verbindlichkeit

Kennen Sie den Spruch „Team = Toll, ein anderer macht’s“? Dann wissen Sie ja, was ich meine. Teamarbeit kann nur funktionieren, wenn jeder sich an die Vereinbarungen hält. Jedes Teammitglied muss sich auf die anderen verlassen können. Und es muss gewährleistet sein, dass die Aufgaben auch erledigt werden.

Haben Sie Leute im Team, die Schwierigkeiten damit haben, Aufgaben verbindlich zu übernehmen oder Termine einzuhalten? Dann nehmen Sie sie nach Möglichkeit raus.

Oder regen Sie ein sogenanntes Vereinbarungsmanagement an. Das heißt, lassen Sie Eckdaten aufstellen, die das Team regelmäßig gemeinsam überprüft. So weiß jeder, wo er steht, und kann nachbessern, falls er mit seinen Aufgaben ins Hintertreffen geraten sollte.

Punkt 6: Die Kommunikation und Information

Teamarbeit ohne Kommunikation gibt es nicht. Egal, wie gut jeder seine Aufgaben und Ziele kennt – ein Team funktioniert nur als Ganzes, so wie es auch als Ganzes für seine Ergebnisse verantwortlich ist. Unterstützen Sie deshalb die Kommunikation im Team.

Bieten Sie zum Beispiel den Teammitgliedern die Möglichkeit, sich auf regelmäßigen Treffen abzustimmen, Probleme und Fortschritte zu besprechen. Ermuntern Sie dabei zu straffen und zielorientierten Besprechungen, damit sich die Diskussionen nicht endlos im Kreis drehen.

Achten Sie auf einen freundlichen Umgangston. Sie als Teamleitung setzen die Maßstäbe und prägen den Stil, an dem sich die Teammitglieder orientieren. Gehen Sie Missverständnisse und Konflikte aktiv an, um sie möglichst schnell auszuräumen.

Vereinbaren Sie, dass

  • die Ergebnisse von Besprechungen festgehalten,
  • Arbeitsschritte nachvollziehbar dokumentiert sowie
  • relevante Informationen sofort weitergegeben werden.

So hat das Team eine gemeinsame Grundlage, auf der es aufbauen kann.

Punkt 7: Der Teamgeist

Der Teamgeist ist sprichwörtlich – und wird doch oft nicht erreicht. Aber nichts ist mehr für den Erfolg eines Teams verantwortlich als ein gutes, vertrauensvolles Arbeitsklima und gegenseitige Hilfe und Unterstützung. Schweißen Sie Ihr Team deshalb zusammen.

Machen Sie allen klar, dass nur der Gesamterfolg zählt und dass jeder für seinen Anteil an diesem Erfolg verantwortlich ist. Am Ende gewinnt oder verliert nicht der Einzelne, sondern das Team. Der Nutzen des Teams sollte absoluten Vorrang haben.

Wichtig wäre auch wieder ein respektvoller, wertschätzender Umgang miteinander. Haben Sie Menschen im Team, die sich „nicht grün sind“ oder die sich auf Kosten anderer profilieren wollen, nehmen Sie sie raus. Untergründig ablaufende Reibereien oder Machtspielchen sind der Tod jedes Teams.

Hilfreich ist es auch, wenn Ihre Teammitglieder eine bestimmte Einstellung mitbringen, damit sich eine echte Teamkultur entwickeln kann. Wenn zum Beispiel Werte wie Engagement, Rücksichtnahme, Höflichkeit, Geben und Nehmen, Kameradschaft, Offenheit und Hilfsbereitschaft zu ihrem Selbstverständnis gehören.

Teamarbeit anzuordnen, ist leicht, im Team zu arbeiten, schon wesentlich weniger. Nicht jeder ist dazu gemacht, ein Team zu leiten, und auch nicht jeder, in einem zu arbeiten. Nutzen Sie diese Schlüsselfaktoren für einen ersten Überblick, worauf es bei der Zusammenarbeit im Team wirklich ankommt. Umso erfolgreicher wird Ihr Team werden. ™

Heike Thormann

Heike Thormann ist Trainerin, Redakteurin und Autorin. Ihr Schwerpunkt sind kreative Schreib-, Denk-, Lern- und Arbeitstechniken. Sie schreibt für verschiedene Fachmagazine und gibt mit ihrer Website ein Online-Magazin zu ihren Fachthemen heraus.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.