Spaces. Smartes Cloud Hosting für anspruchsvolle Webprojekte. Loslegen und Spaces testen. Von Mittwald.
Dieter Petereit 30. August 2018

Stell dir diese Fragen, bevor du eine Website startest!

Die ers­te eige­ne Website steht an? Bist du sicher, dass du eine benö­tigst? Wenn ja, regis­trier dich nicht spon­tan bei der Web-Billigheimer GmbH für ein Kompletthosting zu 0,99 Euro im Monat, son­dern lies erst­mal den fol­gen­den Beitrag.

Was willst du erreichen?

Warum möch­test du eine Website errich­ten? Weil jeder eine hat? Weil du es kannst? Das wären alles ziem­lich schlech­te Gründe und ich neh­me an, dass du tat­säch­lich eine bes­se­re Motivation zu bie­ten hast.

Willst du einen Blog betrei­ben, der eine bestimm­te Nische bedie­nen soll oder beab­sich­tigst du, dei­ne Produkte übers Netz zu ver­kau­fen? Was auch immer es ist, defi­nie­re es ein­deu­tig und fokus­sie­re dich auf die­ses Ziel. Versuche nicht, ein biss­chen von allem abzu­de­cken, bloß weil es im Internet ja genug Platz gibt und eine Funktion mehr oder weni­ger nicht mehr kos­tet.

Egal was dein Ziel ist, die Website ist das Kommunikationsmedium, die­ses Ziel zu errei­chen. Du kennst es von der Urform aller Kommunikation, dem Gespräch. Auch die­ses muss klar und ein­deu­tig struk­tu­riert sein, darf nicht nach rechts und links aus­ufern, son­dern ist am erfolg­reichs­ten, wenn es streng dem roten Faden folgt, der sich aus dem Gesprächsziel ablei­ten lässt.

Baue so auch dei­ne Website auf. Lasse sie nicht zer­fa­sern, aus­ufern, am Ende ins Unklare abdrif­ten. Benutze nicht mehr Worte als nötig und set­ze kla­re Handlungsaufforderungen, die soge­nann­ten Calls to Action (CTA).

Wen willst du erreichen?

Wer ist dei­ne Zielgruppe? Sicherlich denkst du jetzt, du hät­test die­se Frage schon mit der Antwort auf die Frage eben geklärt. Das wäre aber zu kurz gesprun­gen. Bei der Frage, wen du errei­chen willst, soll­test du klein­tei­li­ger vor­ge­hen und nicht bloß grob eine Gruppe, etwa Teenager im Alter von 16 bis 19 anvi­sie­ren.

Mit ziem­li­cher Sicherheit ist es näm­lich so, dass dei­ne Zielgruppe nicht nur über das Alter (oder ande­re ein­deu­ti­ge Faktoren) defi­niert wer­den kann. Weitere Aspekte wer­den wich­tig sein. Arbeite sie ein­deu­tig her­aus.

Richtet sich das Angebot eher an männ­li­che oder weib­li­che Kunden? Sind Schüler oder Auszubildende oder Studenten inter­es­san­ter für dich und dein Produkt für sie? Benötigt dein Zielkunde ein bestimm­tes frei­es Einkommen? Der Faktoren gibt es vie­le. Je genau­er du dei­ne Zielgruppe bestimmst, des­to geziel­ter kannst du sie anspre­chen. An die­ser Stelle haben wir das Konzept der Personas näher beleuch­tet.

Apropos anspre­chen; ver­wen­de die Sprache dei­ner Zielgruppe, damit du sie wirk­lich auf Augenhöhe erreichst. Wenn dazu gehört, sich nicht an alle Dudenregeln zu hal­ten, dann tu es.

Unter welchen Suchbegriffen willst du gefunden werden?

Tatsächlich musst du dir die­se Frage schon stel­len, bevor du dei­ne Internetadresse (URL, Domain) regis­trierst. Denn am bes­ten ist es, wenn der wich­tigs­te Suchbegriff, unter dem du gefun­den wer­den willst, Teil dei­nes Domainnamens ist. Denn, so sieht es Google, wenn ein Begriff schon in der URL vor­kommt, dann wird die Website ja wohl aus­ge­spro­chen rele­vant für die­sen Begriff sein.

Google und die Absprungrate

Jede ein­zel­ne Seite dei­ner Website bekommt einen Titel, eine Metabeschreibung und eine URL, die sich als Verlängerung des Domainnamens dar­stellt. Innerhalb die­ser drei Elemente bringst du dei­ne Suchbegriffe, die soge­nann­ten Keywords unter. Das kann durch­aus für jede Seite ein ande­rer sein. Im Inhalt der jewei­li­gen Seite sorgst du dann dafür, dass der Suchbegriff in Überschriften, Bildunterschriften und Dateinamen vor­kommt. Damit hast du den Bereich der soge­nann­ten Onpage-SEO, der Suchmaschinenoptimierung auf der Seite selbst, ganz ordent­lich abge­deckt.

Ausführlicher haben wir die­ses Thema in die­sem Beitrag behan­delt.

Wie strukturierst du die Informationen auf deiner Website?

Die Informationsarchitektur dei­ner Website, also die Art und Weise, wie du die Inhalte struk­tu­rell zugäng­lich machst, ist eben­so ent­schei­dend für den Erfolg, wie es die Architektur beim Bau eines Hauses ist. Ungünstig wäre es etwa, wenn man die Küche nur durch das Schlafzimmer errei­chen könn­te.

Google: Bounce Rates

Generell soll­te das Navigationsmenü einer Website so weni­ge Eintragungen wie mög­lich haben. Natürlich nicht so weni­ge, dass wesent­li­che Bereiche dei­ner Seite nicht erreicht wer­den kön­nen. Weiterhin emp­fiehlt es sich nicht, die Navigation zu tief zu ver­schach­teln. Schnell hat sich dein Besucher ver­lau­fen.

Biete eine ein­deu­ti­ge Steuerung des Zugangs zu den ein­zel­nen Themen an, im Zweifel redu­zie­re oder kon­zen­trie­re eher Inhalte als den drölf­zigs­ten Menüpunkt zu eröff­nen.

Willst du deine Site selber bauen oder engagierst du einen Profi?

Es wird dich nicht über­ra­schen, wenn ich dir emp­feh­le, grund­sätz­lich immer einen Profi mit der Umsetzung dei­ner Website zu betrau­en, spe­zi­ell dann, wenn du sie aus dem Nichts ganz neu erschaf­fen musst. Die spä­te­re Pflege kannst du dir, je nach Vorwissen oder Grad der Motivation, erar­bei­ten. Aber den Grundstein soll­te schon ein Gelernter legen, damit dir das Fundament nicht weg­bricht. Websites sind mehr als nur ein paar Seiten mit Bildern.

Ist dein Projekt indes sehr klein oder hast du ein­fach nicht die finan­zi­el­len Möglichkeiten für die Beauftragung eines Profis, soll­test du natür­lich nicht gleich auf dei­ne Website ver­zich­ten. In dem Fall musst du eben sel­ber ran. Richte dich auf eine gewis­se Einarbeitungszeit ein und suche dir das ein­fachs­te Tool, das du fin­den kannst.

Vor eini­ger Zeit hat­ten wir hier bei Dr. Web einen Artikel, der zeigt, was mitt­ler­wei­le für schi­cke Sachen aus dem Homepage-Baukasten kom­men. In jün­ge­rer Zeit drängt der israe­li­sche Homepage-Baukasten Wix.com mas­siv auf den deut­schen Markt. Wir haben uns das Produkt schon ver­schie­dent­lich ange­se­hen. Falsch machst du damit nichts.

Für die Pflege dei­ner Seiten brauchst du wie­der ande­re Tools, etwa Canva für die Bilderstellung oder Unsplash als Quelle kos­ten­lo­ser Bilder.

Weitere nütz­li­che Tools für das Webdesign und die Arbeiten rund um die eige­ne Seite fin­dest du in die­ser Übersicht zum Do-it-Yourself-Webdesign. Noch mehr kos­ten­lo­se Bilder fin­dest du über unse­re Top 50 der frei­en Bilderdienste und wenn du Canva als Bearbeitungsprogramm nicht so magst, such dir eines aus unse­rem Vergleichstest zum Thema raus.

Wem vertraust du das Hosting an?

Wenn du mei­nem Rat gefolgt bist, und einen pro­fes­sio­nel­len Entwickler mit der Erstellung dei­ner Website beauf­tragt hast, soll­te die­ser dir hel­fen, die Klippe der Auswahl des rich­ti­gen Providers ele­gant zu umschif­fen. Bist du auf eige­ne Faust los­ge­zo­gen, gilt es ein paar Dinge zu beach­ten, die dir viel­leicht nicht wirk­lich klar sind.

Die wich­tigs­te Erkenntnis zu die­sem Thema ist: Den gewähl­ten Provider wech­selt man nicht so leicht. Du soll­test also nicht erst­mal eine ganz bil­li­ge Lösung wäh­len und dann mal schau­en, was pas­siert. Im Zweifel ziehst du halt ein Haus wei­ter.

Wenn dei­ne Website eine gewis­se Komplexität auf­weist und nicht bloß eine Visitenkarte ist, dann ist der Umzug von A nach B nicht wie das Tragen eini­ger Kartons in eine neue Wohnung. Unterschiedliche Provider bie­ten näm­lich nicht nur unter­schied­li­che Preise, son­dern vor allem kom­plett unter­schied­li­che Leistungsniveaus.

Schau dir dazu unse­ren Beitrag zum per­fek­ten WordPress-Hosting an.

Sinnvollerweise ver­suchst du qua­li­fi­ziert ein­zu­schät­zen, mit wel­chem Besucheraufkommen in wel­cher Zeit zu rech­nen ist und wel­che Features ser­ver­sei­tig erfor­der­lich sind. Das wird dich vor­aus­sicht­lich nicht zum bil­ligs­ten Hoster füh­ren und das ist auch gut so.

Fazit: Alles durchdacht? Dann los!

Wenn du alle Fragen durch­lau­fen und dir brauch­ba­re Antworten erar­bei­tet hast, kannst du guten Gewissens mit der Realisierung dei­ner ers­ten Website begin­nen. Hier auf Dr. Web fin­dest du hau­fen­wei­se Beiträge, die dich auf dei­nem wei­te­ren Weg beglei­ten kön­nen.

(Beitragsbild: Depositphotos)

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

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