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Heike Thormann 14. Mai 2009

5 klassische und 5 kreative Möglichkeiten, wie Sie Ideen für Ihre Online-Texte finden

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Wer originelle Ideen für seine Online-Texte sucht oder seine Website, Blog und Co. regelmäßig mit Beiträgen bestücken will, steht schnell vor dem Problem des Alles-Schon-Mal-Dagewesen. Diese 5 klassischen Tipps und ihre jeweiligen kreativen Abwandlungen zeigen Ihnen, wie Sie mit immer neuen Textideen Leser gewinnen und begeistern.

1. Lesen und Buchstechen

Lesen war schon immer eine gute Methode, um neue Ideen zu finden. Die Welt der Buchstaben ist voll von Wissen und Fragen, die es sich weiterzuverfolgen lohnt.

Andere Webseiten, Blogs, Foren, Communities – wer im Internet unterwegs ist, wird fast zwangsläufig über solche Informationsquellen stolpern. Aber auch die guten alten Offline-Medien wie Bücher, Zeitungen oder Zeitschriften können ihren Beitrag leisten. Und mancher abonniert sich sogar News-Dienste oder lässt sich über Pressemitteilungen auf dem Laufenden halten.

Übernehmen Sie solche Quellen aber nicht einfach, sondern passen Sie sie Ihren eigenen Zwecken an.

Beispiel: Sie betreiben ein Online-Angebot für Anglerbedarf und lesen in Ihrer Tageszeitung, dass Ihr lokaler Segelverein einen einwöchigen Segelurlaub an der Nordsee anbietet.

Daraus könnten Sie dann für Ihre Seite beispielsweise einen Artikel über beliebte Urlaubsorte von Anglern stricken oder eine Checkliste, was Angler auf keinen Fall bei der Planung ihres Angel-Urlaubs vergessen sollten, einen Kommentar, ob sich Angeln an der Nordsee lohnt, und und. Lassen Sie sich inspirieren und denken Sie weiter.

Eine nützliche Kreativmethode dafür ist beispielsweise das „Buchstechen„. Hier regiert König Zufall und forciert Ihr Weiterdenken noch.

Schlagen Sie dafür ein Buch, eine Zeitschrift oder Ähnliches an irgendeiner Stelle auf (oder tippen Sie wahllos mit dem Finger auf die Textstellen irgendwelcher Webseiten), und überlegen Sie dann, ob und wenn ja, wie Sie das Thema für sich gebrauchen können.

Beispiel: Sie betreiben wieder Ihr Online-Angebot für Anglerbedarf, und tippen auf das Wort „Lottozahlen“. Dieser Zufallsfund könnte Sie dann beispielsweise dazu anregen, Ihre Website mit für Angler interessantem statistischem Material („Zahlen“) zu füttern oder aber diverse Angelwettbewerbe („Lotto“) aufzuführen. (Sie können natürlich auch gleich selbst einen Wettbewerb ausschreiben oder ein Gewinnspiel veranstalten, versteht sich.)

2. Hinhören und Storytelling betreiben

Auch immer eine gute Quelle für Textideen: die Aktivitäten Ihres eigenen Unternehmens oder die Fragen und Probleme Ihrer Kunden.

Solche Anfragen können nicht nur Ihre Phantasie in Gang setzen und Stoff für Beiträge liefern. Sie können zudem a) die Gelegenheit nutzen und Ihre jeweiligen Antworten gleich mit verwerten, so Zeit sparen. Und b) liefern Sie damit auch Lösungen für reale Kundenbedürfnisse, steigern also den Mehrwert Ihrer Seite.

Es geht aber noch anders. Warten Sie nicht damit, was Sie an Anfragen hereinbekommen. Betreiben Sie aktives Storytelling und lassen Sie Ihr Unternehmen oder sich selbst in einem guten Licht dastehen.

Dazu könnten Sie zum Beispiel eine Art Tagebuch führen (oder, etwa im Intranet, führen lassen) und darin kleine oder große Highlights aus Ihrem Unternehmen sammeln.

Werden Sie dabei ruhig persönlich. Persönliche Geschichten und Anekdoten können gerade Einzel- und Kleinunternehmern helfen, sich vom Mitbewerber zu unterscheiden und ihr individuelles Profil zu transportieren.

Berichten Sie über Neuerungen und Verbesserungen, lassen Sie Kunden oder Mitarbeiter zu Wort kommen, erzählen Sie vom diesjährigen Netzwerk-Treffen mit Ihren Angler-Kunden, schildern Sie die Jagd nach dem neuesten Köder, der ein echter Geheimtipp werden soll.

Wenn das dann noch hilfreich und nützlich für Ihre Leser ist, können diese kleinen Einblicke in Ihren Unternehmensalltag regelrecht verkaufsfördernd wirken.

3. Kommunizieren und „Querdenker“ einspannen

Bleiben Sie nicht beim Hinhören stehen, kommunizieren Sie auch. Da bieten sich natürlich Kunden, Kollegen, Mitarbeiter, Angehörige, Freunde, Bekannte, andere Blogger und Webseiten-Betreiber oder Ähnliches an.

Schicken Sie eMails los, mit denen Sie gegenseitig Ihre Texte, Blogs oder Newsletter kommentieren. (Und so vielleicht zu neuen Ideen anregen.) Schnacken Sie mit Freunden über Ihr aktuelles Projekt. (Oder nutzen Sie sie als Testleser.) Und wenn Sie sich mit Ihren Angler-Kunden treffen, dann unterhalten Sie sich auch gleich mit ihnen über deren Bedürfnisse und Probleme.

Auch das gibt wieder jede Menge Stoff für Textideen. (Und vielleicht nebenbei die eine oder andere nützliche Idee für Ihr Geschäft.)

Sie können die Sache aber auch anders angehen und bewusst nach Leuten suchen, die mit Ihnen und Ihrem Thema nichts zu tun haben. Solche unfreiwilligen „Querdenker“ können erfrischend neue Perspektiven für Ihre Online-Texte liefern.

Pfiffige Marketing-Agenturen oder Ideen-Schmieden machen das schon länger. Sie lassen Kinder oder Teenies auf ein Problem los und hören sich an, was diese dazu zu sagen haben. Das machen sie weniger, weil mit einem Sprichwort der Kindermund die Wahrheit kundtut. Aber Außenstehende und Fachfremde stecken nicht so tief in einem Thema drin wie wir. Sie können den Finger auf Dinge legen, die uns entgehen, oder uns durch unverbildete Fragen zu neuen Ideen verhelfen. Das Gleiche gilt auch für Ihre Texte.

Ihre Angler-Kunden sind zwar eine gute Quelle für offensichtliche Interessen und Probleme. Aber um die Ecke denken und auf die Idee kommen, dass sie eine Checkliste für die Planung eines Angelurlaubs gebrauchen könnten, müssen sie noch lange nicht. Genauso bei Freunden und Co., die Sie und Ihre Erlebnisse mit Geschäft oder Website vielleicht schon seit Jahr und Tag begleiten.

Wirklich neue Ideen könnten dafür zum Beispiel die Fragen von völlig Unbeteiligten liefern. Fragen Sie Hausmänner oder Karrierefrauen in Ihrem weiteren Umfeld, was sie zum Thema Angeln interessieren könnte. Brainstormen Sie mit Ihrem sechsjährigen Neffen. Machen Sie eine Umfrage unter den Lebenspartnern Ihrer Angler-Kunden und und.

4. Hinsehen und Perspektive wechseln

Dieser Punkt geht in die gleiche Richtung. Nur kommunizieren Sie diesmal nicht, Sie studieren Material und wechseln die Perspektive.

Um herauszufinden, was Ihre Leser interessieren könnte, können Sie zum Beispiel Statistiken wie die Suchfunktion und die Abrufzahlen der Artikel Ihrer Webseite auswerten. Das eine sagt Ihnen, was Ihre Leser gern lesen würden (und entweder bei Ihnen nicht finden, oder wonach sie nicht lang und breit stöbern wollen). Das andere, was von Ihren Lesern gut angenommen wird.

Oder Sie führen Umfragen durch und fragen Ihre Leser einfach nach ihren Wünschen. Sie werden damit zwar nur einen kleinen und nicht unbedingt repräsentativen Ausschnitt erwischen, aber auch hier können wertvolle Anregungen drinstecken.

Sie können aber auch versuchen, die Perspektive zu wechseln und sich in Ihre Leser hineinzuversetzen. Dazu ist es hilfreich, wenn Sie Ihre Zielgruppe gut kennen oder zumindest wissen, für wen Sie ungefähr schreiben.

Beispiel: Schreiben Sie nur für Angler, oder auch für Unternehmen, die mit diesen Anglern ihr Geld verdienen? (Betreiber von Angel-Geschäften, Veranstalter von Angel-Reisen, pp.) Schreiben Sie für Hobby-Angler, für Profi-Sportler, oder beide? Schreiben Sie auch für Anfänger, oder nur für Experten? Wollen Sie eine zahlungskräftige, aber vermutlich anspruchsvollere Klientel anziehen, oder schreiben Sie für „die breite Masse“?

Jede Lesergruppe kann zu anderen Texten führen. Und je besser Sie sich in die Perspektive dieser jeweiligen Leser versetzen, desto mehr und passendere Ideen für Ihre Texte.

5. Achtsam sein und weiterdenken

Kehren wir an den Anfang zurück: Lassen Sie sich inspirieren und denken Sie weiter. Halten Sie permanent Ausschau nach neuen Ideen. Ideen für Ihre Online-Texte liegen oft buchstäblich auf der Straße. Wer gelernt hat, sie zu sehen, wird sie überall finden.

Eine beiläufige Bemerkung, ein interessantes Thema, ein Symbol oder Ereignis – vieles kann die kleinen Rädchen in Ihrem Gehirn in Gang setzen und unbemerkt zu neuen Ideen führen.

Der Kindergarten Ihrer Tochter bietet neuerdings „Öko-Essen“ an? Vielleicht ist das ein Ansporn für Ihre Angler-Website, den Themen „Ökologie und Angeln“, „Nachhaltiges Angeln“ oder „Gesund ernähren mit Fisch“ Texte und Artikel zu widmen.

Achten Sie auf solche Anregungen. Ziehen Sie Vergleiche. Stellen Sie Fragen: Was steckt an Möglichkeiten und Themen im Öko-Essen drin? Was könnte das mit Ihrem Thema Angeln zu tun haben? Was davon könnte Ihre Angler oder Betreiber von Angel-Geschäften interessieren?

Je nachdem, wie Sie fragen, wird Ihr Denken immer neue Wege einschlagen und entsprechende Antworten bringen.

6. Ideen festhalten

Ach ja, und schreiben Sie Ihre Ideen irgendwo auf. Ideen kommen nur selten auf Knopfdruck. Dafür kann Ihr trainierter Blick beim Öko-Essen der Tochter zu rotieren beginnen. Halten Sie eine solche Ausbeute in einer Datei, Kladde, Tagebuch oder Ähnlichem fest. Solange, bis Sie vor einem leeren Blatt Papier sitzen oder den Redaktionsplan für die nächsten Wochen bestücken müssen. Dann können Sie unbekümmert zulangen – bei den Ideen für Ihre Online-Texte. ™

Heike Thormann

Heike Thormann ist Trainerin, Redakteurin und Autorin. Ihr Schwerpunkt sind kreative Schreib-, Denk-, Lern- und Arbeitstechniken. Sie schreibt für verschiedene Fachmagazine und gibt mit ihrer Website ein Online-Magazin zu ihren Fachthemen heraus.

Ein Kommentar

  1. Wirklich ein sehr schöner Artikel der einem den ein oder anderen Tipp mit auf den Weg gibt. Das mit der Kladde mache ich schon seit ewigkeiten und kann wirklich nur empfehlen das jeder solch ein Notizbuch oder ähnliches mit sich führen sollte.

    Grüße aus Leipzig, André

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