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Dieter Petereit 13. Februar 2018

20 kostenlose Schriften mit deutschen Sonderzeichen (Ausgabe: 02/2018)

Dass es zu weni­ge Fonts im Netz gibt, wird wohl nie­mand ernst­haft behaup­ten. Vielmehr gibt es sie wie Sand am Meer. Das Problem für uns hier ist eher, dass die meis­ten davon die deut­schen Sonderzeichen nicht unter­stüt­zen. Die fol­gen­den kos­ten­lo­sen Schriften indes tun das aus­nahms­los.

Adam.CG Pro von Shrenik Ganatra

Adam.CG Pro ist eine Serifenlose aus der digi­ta­len Feder des Inders Shrenik Ganatra. Sie bie­tet aus­schließ­lich Großbuchstaben und eig­net sich daher weni­ger für Fließtexte, dafür umso mehr für Headlines.

Lizenz: kos­ten­los nutz­bar für per­sön­li­che Zwecke, kom­mer­zi­el­le Lizenz kos­ten­pflich­tig
Zum Download: Adam.CG Pro

AXIS Typeface von Jean Wojciechowski

Axis Typeface unter­stützt neben den deut­schen Sonderzeichen noch eine gan­ze Reihe wei­te­rer Sprachen. Der Font bie­tet, eben­so wie Adam.CG Pro, aus­schließ­lich Großbuchstaben und ist eben­falls seri­fen­los.

Lizenz: kei­ne Lizenz ange­ge­ben
Zum Download: AXIS Typeface

Mosk Typeface von Iulian Maftei

Mosk gehört eben­falls zur Familie der Serifenlosen und wur­de zunächst nur mit Kleinbuchstaben bestückt. Diese wur­den dann edi­tiert, um dar­aus Großbuchstaben zu erstel­len. So ist eine sehr kon­sis­ten­te, moder­ne und ele­gant wir­ken­de Schrift ent­stan­den.

Lizenz: Keine Lizenz ange­ge­ben, aber Schrift als Free gekenn­zeich­net
Zum Download: Mosk Typeface

Butler von Fabian De Smet

Wenn es doch eine Schrift mit Serifen sein soll, soll­test du dir Butler anse­hen. Sie erhältst du in 14 Schnitten, dar­un­ter sie­ben Schablonenschnitte. Butler kommt mit ins­ge­samt 334 Zeichen. Durch die ent­hal­te­ne Vielzahl unter­schied­li­cher Glyphen sind sehr indi­vi­du­el­le Typografien mög­lich.

Lizenz: sowohl für per­sön­li­che, wie auch kom­mer­zi­el­le Projekte, etwa in Kundenaufträgen, kos­ten­los ein­setz­bar
Zum Download: Butler

Jaapokki von Mikko Nuuttila

Jaapokki von Mikko Nuuttila aus Finnland ist eine der außer­ge­wöhn­lichs­ten Schriften die­ser klei­nen Zusammenstellung. Neben der zwar schö­nen, aber ver­gleichs­wei­se kon­ven­tio­nel­len seri­fen­lo­sen Grundvariante bringt Jaapokki die bei­den Alternativen Subtract und Enhance mit. Bei Subtract wird auf ein­zel­ne Schriftelemente ver­zich­tet, Enhance fügt über­schüs­si­ge hin­zu.

Lizenz: sowohl für per­sön­li­che, wie auch kom­mer­zi­el­le Projekte, etwa in Kundenaufträgen, kos­ten­los ein­setz­bar
Zum Download: Jaapokki

Blenda Script von Seniors Studio

Blenda Script ist ein Vintage-Font, der sich über zusätz­li­che sty­lis­ti­sche Alternativen so stark per­so­na­li­sie­ren lässt, dass die Ergebnisse jedes­mal anders aus­se­hen kön­nen. Dadurch ent­gehst du dem Einheitsbrei zuver­läs­sig.

Lizenz: sowohl für per­sön­li­che, wie auch kom­mer­zi­el­le Projekte, etwa in Kundenaufträgen, kos­ten­los ein­setz­bar
Zum Download: Blenda Script

Hallo Sans von Fredrik Staurland

Hallo Sans ist eine Serifenlose des Norwegers Fredrik Staurland, die beson­ders durch ihr bau­chi­ges Design beein­druckt. Wer glaub­te, dass sich Serifenlose gene­rell ähneln müs­sen, wird durch Hallo Sans eines bes­se­ren belehrt.

Lizenz: sowohl für per­sön­li­che, wie auch kom­mer­zi­el­le Projekte, etwa in Kundenaufträgen, kos­ten­los ein­setz­bar
Zum Download: Hallo Sans

Kino 40 von les83machines .

Kino 40 ver­setzt dich zurück in die Zeit der Stummfilme. Obwohl, wenn ich mich recht erin­ne­re, habe ich Kinoplakate noch in den Achtzigern an Kinos der ehe­ma­li­gen sog. DDR gese­hen. Kino 40 ver­brei­tet jeden­falls jede Menge Retrocharme und ergänzt sich groß­ar­tig mit dem aktu­el­len Duotone-Trend.

Lizenz: sowohl für per­sön­li­che, wie auch kom­mer­zi­el­le Projekte, etwa in Kundenaufträgen, kos­ten­los ein­setz­bar
Zum Download: Kino 40

Akrobat von Fontfabric

Die kos­ten­lo­se Schrift „Akrobat“ aus dem Hause Fontfabric ist eine moder­ne Sans Serif mit geo­me­tri­schen, aber kom­pak­ten Proportionen. Sie steht voll­kom­men kos­ten­los, auch für die kom­mer­zi­el­le Nutzung, bereit und bie­tet neben acht ver­schie­de­nen Schnitten die Unterstützung für deut­sche Sonderzeichen, aber auch das kyril­li­sche Alphabet und 500 Glyphen.

Der Download aller acht Schnitte erfolgt im Format OpenType (.otf). Webfonts wer­den nicht mit­ge­lie­fert. Alles in allem gebührt der „Akrobat” eine kla­re Download-Empfehlung.

Lizenz: sowohl für per­sön­li­che, wie auch kom­mer­zi­el­le Projekte, etwa in Kundenaufträgen, kos­ten­los ein­setz­bar
Zum Download: Akrobat

Sophia von Emily Spadoni

„Sophia“ ist eine Handschrift im Brush-Look, die zwar nicht die kom­plet­ten deut­schen Sonderzeichen, aber immer­hin die Umlaute unter­stützt. Im Download-Paket ent­hal­ten sind ins­ge­samt drei Fonts. Neben der Hauptschrift erhältst du noch zwei Varianten namens „Sophia Right“ und „Sophia Left“. Damit kannst du dei­ne Wörter mit Ornamenten begin­nen und enden las­sen.

Neben den Schriften in den Formaten TrueType (.ttf) und OpenType (.otf) fin­den sich zusätz­lich Webfonts im WOFF- und WOFF2-Format im Lieferumfang. Trotz der unvoll­stän­di­gen Unterstützung der deut­schen Sonderzeichen gehört „Sophia“ klar in den Designer-Werkzeugkasten.

Lizenz: sowohl für per­sön­li­che, wie auch kom­mer­zi­el­le Projekte, etwa in Kundenaufträgen, kos­ten­los ein­setz­bar
Zum Download: Sophia

Tuna von Felix Braden und Alex Rütten

„Tuna“ ist eine Serifen-Schrift der bei­den deut­schen Designer Felix Braden und Alex Rütten. Sie besteht aus fünf Schnitten, von denen einer, näm­lich der „Tuna Medium“, zusam­men mit der Kursiv-Variante „Medium Italic“ kos­ten­los ver­wen­det wer­den kann.

Wer alle Schnitte in allen Varianten will, kauft das Paket über Myfonts für run­de 220 Euro. Weitere Kombinationen sind mög­lich. Schau dir bei Interesse die ent­spre­chen­de Information auf Myfonts an. Hier wählst du auch die bei­den frei­en Schnitte „Tuna Medium“ und „Medium Italic“, die ent­spre­chend mit 0 Euro aus­ge­zeich­net sind.

Felix und Alex ver­mark­ten ihre Schrift sehr pro­fes­sio­nell, wie die eigens ange­leg­te, sehr aus­führ­li­che und äußerst anspre­chen­de Microsite zu „Tuna“ deut­lich macht.

Im kos­ten­lo­sen Angebot sind die Webfonts nicht ent­hal­ten. Du erhältst zwei sepa­ra­te Zips mit dem jewei­li­gen Font in den Formaten TrueType (.ttf) und OpenType (.otf). Die Schriften darfst du sowohl in per­sön­li­chen wie auch kom­mer­zi­el­len Projekten ver­wen­den.

Im Grunde ist es wohl unnö­tig zu erwäh­nen, dass eine Schrift aus Deutschland auch die deut­schen Sonderzeichen unter­stützt, „Tuna“ eig­net sich jedoch für alle west-, ost- und zen­tral­eu­ro­päi­schen Sonderzeichen.

Lizenz: sowohl für per­sön­li­che, wie auch kom­mer­zi­el­le Projekte, etwa in Kundenaufträgen, kos­ten­los ein­setz­bar
Zum Download: Tuna auf Behance | Tuna bei MyFonts | Tuna Microsite

Cooper Hewitt von Chester Jenkins

Im Rahmen der Umgestaltung des Cooper-Hewitt-Smithsonian-Design-Museums leis­te­te man sich eine eige­ne Schriftart namens „Cooper Hewitt“. Designer Chester Jenkins gestal­te­te eine moder­ne Sans Serif, die als Open Source voll­kom­men frei ver­wend­bar ist. Der Font steht als TrueType (.ttf), OpenType (.otf) und sogar als Webfont zur Verfügung.

Lizenz: sowohl für per­sön­li­che, wie auch kom­mer­zi­el­le Projekte, etwa in Kundenaufträgen, kos­ten­los ein­setz­bar
Zum Download: Cooper Hewitt

Kolikö von Alex Frukta

„Kolikö“ von Alex Frukta ist eben­falls kei­ne brand­neue Schriftart. Jedoch eig­net sie sich aus­ge­spro­chen gut für Animationen und ande­re Bewegtbild-Umsetzungen. Insofern ist sie prä­de­sti­niert für die immer popu­lä­rer wer­den­den funk­tio­na­len Animationen moder­ner Websites.

„Kolikö“ ist eine Sans Serif mit geo­me­tri­scher Formgebung. Sie wird in drei Schnitten als Paket aus TrueType (.ttf) und Webfont im WOFF-Format gelie­fert. Die Abwicklung erle­digt Gumroad.

„Kolikö“ unter­stützt die deut­schen Sonderzeichen. Alex Frukta stellt die Schriftart als Freeware zur kos­ten­lo­sen Verwendung, sowohl in per­sön­li­chen wie auch in kom­mer­zi­el­len Projekten, zur Verfügung.

Lizenz: sowohl für per­sön­li­che, wie auch kom­mer­zi­el­le Projekte, etwa in Kundenaufträgen, kos­ten­los ein­setz­bar
Zum Download: Kolikö

Frutilla von Ian Mikraz

„Frutilla“ vom Grafikdesigner Ian Mikraz ist ein Script-Font, der jedem Kalligraphen die Freudentränen in die Augen treibt. Aufgrund sei­ner extra­va­gan­ten Linienführung eig­net er sich nahe­lie­gen­der­wei­se nicht für Fließtexte, kann aber als Akzent auf jedem the­ma­tisch pas­sen­den Plakat, Banner oder ähn­li­chem glän­zen.

„Frutilla“ wird als TrueType (.ttf) und OpenType (.otf) gelie­fert. Die Abwicklung erfolgt über Gumroad. In der OpenType-Variante bie­tet „Frutilla“ 277 Glyphen und 86 alter­na­ti­ve Zeichen. Die deut­schen Sonderzeichen wer­den voll unter­stützt und es bestehen kei­ne Einschränkungen für den Einsatz. „Frutilla“ kann auch kom­mer­zi­ell genutzt wer­den.

Ian Mikraz bie­tet wei­te­re kos­ten­lo­se Schriften auf sei­ner Seite an. Schau auf jeden Fall dort vor­bei.

Lizenz: sowohl für per­sön­li­che, wie auch kom­mer­zi­el­le Projekte, etwa in Kundenaufträgen, kos­ten­los ein­setz­bar
Zum Download: Frutilla

Black Animal von Faisal Tanjung

„Black Animal“ von Faisal Tanjung ist ein Brush-Font. Die Buchstaben sehen aus wie mit dem gro­ben Pinsel gezo­gen. Besonders eig­nen sich der­ar­ti­ge Schriften für mar­kan­te Slogans, Poster, Merchandise und ande­re Einsatzzwecke, bei denen es auf auf­fäl­li­ge Typografie ankommt.

„Black Animal“ wird als TrueType (.ttf) und OpenType (.otf) gelie­fert. Zur OpenType gibt es eine Zugabe namens „Black Animal Swash“. Die Abwicklung erfolgt via Sellfy. Hier gibst du unter dem Zahlbetrag eine Null ein und bringst den Vorgang zu Ende. Der Downloadlink wird dir per Mail zuge­stellt.

Auf dem Creative Market gibt es eine erwei­ter­te Kaufversion der glei­chen Schrift mit ein paar mehr krea­ti­ven Features.

Lizenz: sowohl für per­sön­li­che, wie auch kom­mer­zi­el­le Projekte, etwa in Kundenaufträgen, kos­ten­los ein­setz­bar
Zum Download: Black Animal

TM Vinograd von Vova Egoshin

Auf den ers­ten Blick ist „Vinograd“ sicher­lich die unge­wöhn­lichs­te Schrift die­ser Übersicht. Der Eindruck wird beson­ders durch die halb­of­fe­nen Varianten der Schrift geprägt. So etwas sieht man nicht so oft. Die geschlos­se­nen Schriften sper­ren sich dann auch weit weni­ger stark gegen das Auge, ohne dabei jedoch zu gewöhn­lich zu wer­den.

„Vinograd“ kommt in zwei Schnitten, jeweils in halb­of­fe­ner und geschlos­se­ner Variante. Die Schriftart unter­stützt vie­le Sprachen, dar­un­ter auch die deut­schen Besonderheiten. „Vinograds“ vier Varianten wer­den jeweils als TrueType (.ttf) und OpenType (.otf) gelie­fert. Im OpenType-Format sind rund 600 Glyphen vor­han­den.

Lizenz: sowohl für per­sön­li­che, wie auch kom­mer­zi­el­le Projekte, etwa in Kundenaufträgen, kos­ten­los ein­setz­bar
Zum Download: Vinograd

Vintage & Eroded Font von shirāz & dāryān

Überaus unge­wöhn­lich ist die­se Schriftart. Sie ist im wahrs­ten Sinne des Wortes rein pflanz­lich und eig­net sich nur für eine ganz bestimm­te Art von Projekt. Wo sie aber passt, ist sie gera­de­zu unschlag­bar. Zu beach­ten ist aller­dings, dass sie nicht als klas­si­sche Schrift instal­liert wer­den kann. Vielmehr lie­gen die ein­zel­nen Buchstaben als TIFF vor, die du in einem geeig­ne­ten Programm, etwa Photoshop oder Illustrator oder direkt in Indesign arran­gie­ren musst.

Lizenz: sowohl für per­sön­li­che, wie auch kom­mer­zi­el­le Projekte, etwa in Kundenaufträgen, kos­ten­los ein­setz­bar
Zum Download: Vintage & Eroded

Orkney von Samuel Oakes

„Orkney“ ist eine schnör­kel­lo­se, geo­me­tri­sche Sans Serif, die sich am bes­ten in nüch­ter­nen, moder­nen Präsentationen ein­set­zen lässt. Sie ist per­fekt geeig­net für Fließtext und Überschriften glei­cher­ma­ßen. Für Blickfänger-Aufgaben eig­net sie sich eher nicht.

„Orkney“ kommt in vier Schnitten im Format OpenType (.otf) und steht unter der SIL Open-Font-License, was bedeu­tet, dass die Verwendung auch in kom­mer­zi­el­len Projekten mög­lich ist. Neben den deut­schen Sonderzeichen unter­stützt die „Orkney“ auch Rumänisch, Türkisch und vie­le ande­re Zeichensätze.

Lizenz: sowohl für per­sön­li­che, wie auch kom­mer­zi­el­le Projekte, etwa in Kundenaufträgen, kos­ten­los ein­setz­bar
Zum Download: Orkney

Dimbo von Jayvee D. Enaguas

Dimbo von Jayvee D. Enaguas ori­en­tiert sich sti­lis­tisch an alten Cartoons. Dementsprechend eig­net sich der Font beson­ders für alles, was pla­ka­tiv daher­kom­men soll. Fließtext wirst du eher nicht damit gestal­ten, aber in Überschriften macht sich die logoar­tig anmu­ten­de Schrift ein­wand­frei.

Lizenz: sowohl für per­sön­li­che, wie auch kom­mer­zi­el­le Projekte, etwa in Kundenaufträgen, kos­ten­los ein­setz­bar
Zum Download: Dimbo

Tusj von Magnus Cederholm

Tusj von Magnus Cederholm ist eine hoch­kom­ple­xe Schrift, die vor allem in gro­ßen Größen funk­tio­niert. Bei klei­ner Darstellung kannst du die Komplexität des Fonts gar nicht rich­tig wür­di­gen. Insofern wirst du Tusj eben­falls gern für Überschriften oder sogar als Logo-Bestandteil ver­wen­den wol­len.

Lizenz: sowohl für per­sön­li­che, wie auch kom­mer­zi­el­le Projekte, etwa in Kundenaufträgen, kos­ten­los ein­setz­bar
Zum Download: Tusj

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

2 Kommentare

  1. Vielen Dank für die Hinweise auf die schö­nen Schriften. Aber ich wür­de ja nicht “deut­sche Sonderzeichen” son­dern “deut­sche Buchstaben” schrei­ben.

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