Zeiterfassung jenseits von Excel

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Täglich seine Arbeitszeit zu erfassen kann eine selbstdisziplinierende Wirkung entfalten. Wer eine wöchentliche Mindestarbeitszeit anstrebt, erreicht sein Ziel eventuell leichter durch eine fortlaufende Kontrolle des Erreichungsgrads. Nicht nur das: ohne eine Zeiterfassung für Projekte, besonders Kundenprojekte auf Pauschalpreisbasis, fehlen Erfolgskontrolle und Planungsdaten für die Zukunft: liege ich mit der Preis- und Zeitkalkulation völlig daneben, rauscht nicht nur mein kalkulatorischer Stundensatz in den Keller, sondern es drohen andere Projekte zeitlich aus dem Ruder zu laufen. Nicht jede Fehlplanung lässt sich einfach durch Mehrarbeit ausbügeln. Fehlkalkulationen kommen vor, alle Unwägbarkeiten sind kaum vorherzusehen, aber irgendwann sollten für gleichartige Tätigkeiten Erfahrungswerte aus der Vergangenheit vorliegen, als Basis für das nächste Angebot. Für auf Stundenbasis abgerechnete Aufgaben ist Zeiterfassung Pflicht, der Kunde wird in der Regel einen Einzelnachweis verlangen.

Etwas Anwenderwissen im Umgang mit einem Tabellenkalkulationsprogram, und ein Zeiterfassungblatt steht recht fix. Beim Konsoldieren der Einträge in Excel – für die monatliche Stundenabrechnung oder Nachkalkulation – hilft die Pivottabelle. Das reicht im Prinzip für den Eigenbedarf aus. Mehr Ansprüche können entstehen, wenn Projekte im Freelancerkollektiv von mehreren Standorten aus gestemmt werden. Eine zentrale Zeiterfassungslösung, in die Projektmitglieder ihre Stundenaufwände eingeben und den mit dem Projektmanagerhut auf in die Lage versetzen, gegebenenfalls steuernd einzugreifen. Paymo könnte so ein Kandidat sein.

Paymo

Die Anwendung läuft unter einer Subdomain http://ihresubdomain.paymo.biz. Um Paymo zu testen, erst den Registrierungsprozess abschließen, dort eine Subdomain wählen, die anschließend bei der lokalen Installation der Applikation eingegeben werden muss.

Paymo

Unter "Clients" werden die Kunden angelegt, auf die man Stunden bucht; auf Wunsch auch mit dem Firmenlogo verziert.

Paymo

Es gibt Kunden-Projektbeziehungen. Mehrere Projektmitarbeiter können auf ein Projekt buchen. Paymo lässt einem nicht ohne die Angabe eines Zeitbudgets pro Projekt davon. Ein Appell an die Planung. In wie vielen Stunden sollte das Projekt vom Tisch sein?

04-paymo.png

Die Zeiterfassung erfolgt über den Timetracker. Mit einer Stopp-Uhr-Funktion – nett gemacht, aber in der Praxis wohl unbrauchbar, weil durch Störungen von außen und Multi-Tasking eine einmal begonnene Aufgabe öfters unterbochen wird, und die Zeit dann einfach geschätzt, zusammen addiert, werden muss. Lebensnaher dagegen ist die Erfassung von Arbeitszeit mittels des Kalenders – für Update-Versionen wäre jedoch eine manuelle Erfassungsmöglichkeit wünschenswert, die ein nachtägliches Korrigieren von Zeitaufwänden zulässt. Paymo erfasst die Zeiteinträge automatisch, zeigt die aufgebrauchte Projektzeit mit einem Fortschrittsbalken an. Das alles macht einen frischen, modernen Eindruck und könnte selbst einen Einzelkämpfer-Excelaner zum Wechseln animieren.

Kosten? Paymo ist derzeit kostenlos, soll es laut dem Hersteller in der Basisversion auch immer bleiben. Für 1-3 User pro Subdomain. Eine kostenpflichtige Variante ist im Inkubator.

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Über Michael Dobler

Seit 1999 beruflich mit dem Internet verheiratet. Er schreibt - seine Firma commindo media werbevermarktet Online-Angebote.

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21 Kommentare zu Zeiterfassung jenseits von Excel

  1. Manuel Schmöllerl 21. Februar 2008 at 15:13 #

    Wer der englischen Sprache nicht mächtig ist bzw. eine deutsche Benutzeroberfläche bevorzugt, dem kann ich folgendes Tool empfehlen: http://bemite.de
    Kostenlos, einfach zu benutzen und für kleine Agenturen bzw. Feelancer ausreichend.

  2. Faebu 21. Februar 2008 at 14:34 #

    Mite ist auch so ein Tool. Simpel gemacht, kann ich nur empfehlen.

  3. Flo 21. Februar 2008 at 15:07 #

    mite. gibt es auch noch. Sogar aus deutschen Landen und sehr umfangreich!

  4. Stefan David 21. Februar 2008 at 15:12 #

    Ich nutze seit einiger Zeit mite. zur Zeiterfassung. Das Tool lässt sich absolut einfach und vor allem ortsunabhängig bedienen und liefert aussagekräftige Reports.

  5. Michael 21. Februar 2008 at 15:17 #

    Nicht vergessen sollte man (das kostenlose) Mite

    http://bemite.de/

    Ist das nicht sogar mal hier vorgestellt worden?

  6. Sven Lennartz 21. Februar 2008 at 17:14 #

    stimmt, wurde es:

    Online Zeiterfassung für Projekte

    und

    Im Web 2.0 entwickeln

    aber darum sollte es hier eigentlich gar nicht gehen…

  7. Björn Scholl 22. Februar 2008 at 08:09 #

    ebenfalls kostenlos: SlimTimer.
    Nutze es seit etwas über einem Jahr und bin sehr zufrieden damit.

    Außerdem noch sehr interessant: die AIR Anwendung SimpleTimer

  8. Der RedDot CMS Giesen 22. Februar 2008 at 11:53 #

    Das ist alles nichts neues. Ich würde mich über eine Lösung freuen, die ich auch auf meinem eigenen System laufen lassen kann. Mir missfällt der Gedanke, dass meine Zeiten auf einem Server gesammelt liegen und ich nicht das absolute Wissen habe, was genau mit diesen Daten passiert.

  9. Markus 22. Februar 2008 at 23:24 #

    Danke, da ich meist an mehreren Projekten arbeite ist dies ein super Tool.
    Werde es die nächsten Wochen mal testen.

  10. Kalyxo 23. Februar 2008 at 11:07 #

    An die TimeTracker-Oberfläche von Projectile ist bisher noch keine Software herangekommen. Die Leute denken immer, man brauche Einzelbuchungen. Man braucht aber meist mehrere Slots auf einmal. So muss das aussehen:

    Die Website mit weiteren Screenshots:

  11. SITS Hannover 23. Februar 2008 at 11:08 #

    Macht nach einem ersten Kurztest einen recht guten Eindruck. Danke für den Tipp!

  12. Loki 24. Februar 2008 at 16:05 #

    gibts da vielleicht auch was wo man seine Daten nicht an Dritte weitergeben muss?

  13. Torsten 24. Februar 2008 at 17:39 #

    Wer was für den eigenen Server sucht darf gerne mal bei uns vorbeisurfen: http://www.kimai.de

  14. Jan 25. Februar 2008 at 10:47 #

    Hello, sorry for writing this in english, but i can’t write in german.
    I’d like to reasure all users that your data is safe and your privacy is guaranteed.
    If you have any trouble using Paymo, don’t hesitate to contact us via our website at:

  15. Christoph 28. Februar 2008 at 10:57 #

    Unschlagbar finde ich ist einfach ClockingIT

  16. Mike 8. Oktober 2008 at 22:16 #

    Hi, ich verwende Protein – zu finden unter http://www.bloombox.de/produkte/software-entwicklung/applikationen/protein oder auch bei heise.de in der Downloadsuche …
    Ist einfach zu bedienen und funktioniert prächtig unter Windoof!

  17. Stefan, Amport 11. Mai 2009 at 11:26 #

    Toggl.com ist ebenfalls eine Möglichkeit. Arbeit seit ca. einem Jahr damit und bin sehr zufrieden.

    Wer seine Daten nicht fremden Servern anvertrauen möchte, kann ich Xperttimer (xperttimer.de) sehr ans Herz legen. Ist in einer kostenlosen Light-Version erhältlich und speichert seine Daten bei Bedarf auch auf einem SQL Server.

  18. Andre 15. März 2010 at 15:38 #

    Hallo,

    bei all den genannten Seiten darf aber http://www.logmytime.de
    nicht fehlen…

    Viele Grüße,
    Andre

  19. Dieter 23. April 2010 at 16:09 #

    Hallo,

    wir setzen seit vielen Jahren ELV Timemaster ein. Mehr Infos unter http://www.elv-zeiterfassung.de
    Die Software ist sehr umfangreich und lässt sich funktional auch nachträglich erweitern.

    Schöne Grüße
    Dieter

  20. Peter Grünhage 17. September 2010 at 15:38 #

    Die aktuelle Software wird mittlerweile von einem grafischen Statustableau und Softwareterminal unterstützt. Dazu viele günstige Zeiterfassungsgeräte.
    Hier gibt es Infos: Zeiterfassung Software

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  1. 7 Lösungen zur Zeiterfassung - mit Umfrage | Preis, Website, Paymo, Clocking, Herstellers, Unser | Dr. Web Weblog - 7. März 2008

    [...] Zu bemerken: webbasiert, Daten liegen unter einer eigenen Subdomain auf dem Server des Herstellers. Ausführlichere Vorstellung von Paymo – hier entlang. [...]

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