Mit einem kostenlosen Yahoo-Account kann man jetzt auf einer visuell leicht verständlichen Benutzeroberfläche Daten aus verschiedenen Datenquellen zusammenführen und miteinander verbinden. Dieses neue Tool war bislang bekannt beiden Unix-Pipes. Yahoo will nun das neue Konzept als Yahoo Pipes ins Web bringen. Leider gibt es dieses Werkzeug bislang nur in englischer Sprache.
Drag and Drop
Yahoo Pipes funktionieren per Drag-and-Drop mit der Maus. Dabei können die gewünschten Datenquellen bequem auf einer Arbeitsfläche angeordnet und mit verschiedenen Filter- und Sortiersystemen bearbeitet werden. Die einzelnen Funktionen können individuell angepasst werden. Trotz der einfachen grafischen Oberfläche ist das System sehr komplex und damit letztlich auch flexibel zu gebrauchen.
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Es stehen unterschiedliche Module zur Verarbeitung von Daten aus unterschiedlichen Quellen bereit. Diese Module reichen vom einfachen Zählen der Elemente im Feed über komplexe Filter bis hin zu Möglichkeiten des Zusammenführens von Quellen. So kann man mit Yahoo-Pipes Quellen im Internet abonnieren, zum Beispiel Blogs oder Verkehrshinweise, und diese dann etwa mit Kartenmaterial zusammenbringen, wie es von Google Maps geliefert wird. Die Pipes selbst lassen sich auch zum Erzeugen von Webapplikationen nutzen. So ist es möglich Texteingaben zu integrieren oder spezielle Module für die Suche nach Bildern. Die fertiggestellten Pipes können dann auch anderen Nutzern als Beispiel-Pipes zur Verfügung gestellt werden.
Anwendungsbeispiele
Eine typische Anwendung für Yahoo Pipes ist das Erstellen einer Nachrichtenseite zu einem bestimmten Thema. Pipes filtern die Themennachrichten aus unterschiedlichen Quellen heraus, beseitigen Dupletten und stellen das Ergebnis als neuen Feed bereit. Das Angebot von Yahoo richtet sich wohl auch besonders an Programmierer. Hilft es diesen doch ihre Arbeit teilweise erheblich zu erleichtern. Ein anderes Beispiel sind Portale für Städte.

Für Profis und andere
Die Yahoo Pipes werden von der Fachwelt einhellig gelobt. Dem Unternehmen ist es gelungen, damit eine Marktlücke zu schließen und Google zumindest auf diesem Gebiet ein wenig abzuhängen. Die Yahoo Rohre sind aber nicht nur von Profis zu nutzen. Auch weniger perfekte Webprogrammierer finden sich dank der einfachen Benutzeroberfläche schnell zurecht.
Die fertigen Pipes können selbst wieder als Module genutzt und in andere Pipes integriert werden. Auf diese Weise entsteht ein verkettetes Röhrensystem, das der Kreativität keine Grenzen setzt. Mittlerweile sind die Pipes so begehrt, dass aufgrund der starken Frequentierung auch schon zu Enpässen auf den Yahoo Servern gekommen sein soll.
Erstveröffentlichung 08.04.2007
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