An WordPress scheiden sich die Geister. Während sich Seitenbetreiber über das kostenlose und vergleichsweise einfach zu bedienende Content-Management-System freuen, treibt es Systemadministratoren regelmäßig Schweißperlen auf die Stirn. Die endlosen Gestaltungsoptionen und Erweiterungen blasen WordPress schnell zum ressourcenfressenden Schwergewicht auf. Ein Seitenaufruf genügt, um gleichzeitig unzählige Datenbankabfragen zu erzeugen.
Eine Caching-Funktion, die aus den dynamisch generierten Inhalten statische Webseiten erzeugt, ist daher unerlässlich. Mit dem WordPress Plug-In „WP Super Cache“ können auch Laien ohne große Programmierkenntnisse ihren Beitrag zur System-Entlastung leisten. Seitenaufrufe beschleunigen sich und auch die Bewertung in Suchmaschinen wird besser.
Arbeitsweise des Plugins
Das Plug-In WP Super Cache des irischen WordPress Entwicklers Donncha O Caoimh ist eine Weiterentwicklung des WP Cache Plug-In. Grundsätzlich macht WP Super Cache nichts anderes, als aus den dynamisch aus PHP-Code und mySQL-Datenbank generierten Webseiten, eine statische HTML-Seite zu schreiben und diese auf dem Webserver abzulegen. Das Übertragen einer statischen Seite ist für den Server kaum Arbeit und entlastet die Systeme enorm.
Der Cache, ein Gedächtnis für WordPress
Wenn ein Besucher eine Seite anklickt, so startet er damit einen Prozess, bei dem der Webserver sich die Inhalte der Seite zunächst „live“, also dynamisch, aus dem hinterlegten Programmcode und der Datenbank zusammen sucht, um diese anschließend darzustellen. Ein einziger Mausklick löst multiple Abfragen aus, die Zeit und Rechenkraft kosten. Je mehr Inhalte aus unterschiedlichen Quellen angezeigt werden müssen, desto langwieriger und rechenintensiver wird der Vorgang. Kommt ein weiterer Besucher hinzu, so beginnt der gesamte Prozess wieder von vorne.
Mit einem Cache „merkt“ sich der Webserver die Inhalte, die er sich einmal zusammen gesucht hat, schreibt diese in eine HTML-Datei und zeigt dem nächsten Besucher die gerade eben erst gespeicherte „statische“ Webseite an. Erneute Datenbankabfragen für die gleichen Inhalte entfallen.
In regelmäßigen Abständen muss der Webserver den Inhalt der Seite aus der Datenbank mit der fest gespeicherten Seite vergleichen. Es kann ja durchaus sein, dass sich der Inhalt beispielsweise durch einen neuen Kommentar oder andere Inhalte verändert hat. In diesem Fall wird die statische Seite aktualisiert.
Tipp: Standardmäßig wird WordPress nicht mit einer solchen Caching-Funktion ausgeliefert. Wer sich selbst und seinem Sysadmin eine Freude machen will, holt das unbedingt nach! Auch die Darstellung einer „gecachten“ Seite erfolgt schneller. Da viele Suchmaschinen auch die Ladezeit einer Webseite bewerten, kann sich dies auch positiv auf das Ranking auswirken.
WP Super Cache installieren
Die Installation von WP Super Cache ist im Grunde genauso einfach, wie bei jedem anderen WordPress Plug-In. Nur bei der anschließenden Konfiguration wird man nicht drum herum kommen, die eine oder andere Datei auf dem Webserver zu bearbeiten. Manchmal reicht es auch, einfach nur die Schreibrechte für bestimmte Verzeichnisse und Dateien anzupassen. Das Plug-In ist jedoch so programmiert, dass es den Nutzer auf etwaige Probleme hinweist und Hilfestellung bietet. Ein paar dieser Stolpersteine sind in diesem Beitrag beschrieben. Sie müssen nicht zwingend bei jedem auftreten, da sich die Konfiguration der genutzten Webserver individuell unterscheidet.
Das WordPress Plug-In WP Super Cache können Sie sich auf der offiziellen WordPress Plug-In-Seite unter wordpress.org/extend/plugins/wp-super-cache/ herunterladen. Für diesen Beitrag kam die Version 0.9.9.3 unter WordPress 3.0.1. zum Einsatz. Unter Umständen lohnt es sich also, zuvor die Aktualität der WordPress-Version zu überprüfen. Entpacken Sie anschließend die Dateien in ihrem WordPress Plugin Ordner unter wp-content/plugins/wp-super-cache. Wenn Sie sich nun in Ihren WordPress-Administrationsbereich einloggen, muss WP Super Cache unter dem Menüpunkt „Plug-In“ zunächst aktiviert werden.
Nach der Aktivierung erhalten Sie am oberen Bildschirmrand den Hinweis, dass WP Super Cache konfiguriert werden muss, bevor das Zwischenspeichern der dynamischen Seiten beginnen kann. Klicken Sie also auf „plugin admin page“.
Stolpersteine vor dem Start
Je nach Webserver und WordPress-Installation kann es nun zu einigen kleinen Problemen kommen, die sich jedoch in der Regel leicht beseitigen lassen sollten. Hier zwei Beispiele:
WP_CACHE constant in wp-config.php set to false
Wenn Sie auf diese Fehlermeldung gleich nach dem Aufruf der Konfigurationsseite WP Super Cache Manager stoßen, so liegt das daran, dass die für das Zwischenspeichern notwendige Variable WP_CACHE noch nicht aktiviert wurde. Dies können Sie mit einem Eintrag in der Datei wp-config.php im Hauptordner ihrer WordPress-Installation ändern. Fügen Sie dazu mit einem Texteditor die folgende Zeile in die Konfigurationsdatei ein:
define('WP_CACHE', true);
Am besten gleich direkt vor der Zeile define('DB_NAME‘,‘datenbankname‘); die Ihre WordPress-Datenbank definiert. Wenn Sie nun die Konfigurationsseite in ihrem Browser erneut laden, sollte der Fehler behoben sein.
Warning! /wp-content is writeable
Erscheint nun „Warning“ gefolgt von dem Hinweis, der Ordner „wp-content“ auf ihrem Webserver sei beschreibbar, also „writeable“, so war WP Super Cache nur so aufmerksam, den Nutzer darauf hinzuweisen, dass er hier eventuell mit den Schreibrechten auf dem Webserver zu großzügig umgeht. Um unberechtigtem Zugriffen von außen vorzubeugen, sollte man nicht mehr Schreibrechte einräumen als unbedingt notwendig. In diesem Fall empfiehlt WP Super Cache, die Schreibrechte des Ordners auf den Webserver zu beschränken.
Am einfachsten kann dies über einen FTP-Client mit dem Befehl chmod erledigt werden. Die Schreibrechte sollten hier bei „755“ liegen. Somit kann der Webserver alle Dateien in dem betreffenden Ordner ausführen, beschreiben und lesen. Von außen kann jedoch nur ausgeführt und gelesen, nicht aber geschrieben werden.
WP Super Cache Einstellungen
Sind diese ersten Hürden beseitigt, kann es losgehen. Schalten Sie den WP Super Cache ein, indem sie den Radiobutton im WP Super Cache Manager auf „ON“ stellen. Im Modus „HALF ON“ werden die Seiten nicht komplett als statische HTML-Datei abgelegt. Der Server verzichtet zwar auf Datenbankaufrufe, verwendet aber immer noch PHP-Code, um den Inhalt zusammenzustellen. Der „ON“ Mode ist also gerade bei hohen Traffic auf der Seite noch etwas ressourcenschonender.
Im Folgenden gibt WP Super Cache nun die Möglichkeit einer Vielzahl von Einstellungsmöglichkeiten:
- Don’t cache pages for known users
Wenn Sie diesen Punkt anwählen, legt WP Super Cache nur dann eine statische HTML-Seite an, wenn es sich um einen unbekannten Besucher handelt. Wer eingeloggt ist, oder gerade einen Kommentar verfasst hat und somit der Webseite bekannt ist, erhält immer eine dynamisch generierte Seite. Das ist besonders dann wichtig, wenn sie gerade Änderungen an der Seite vornehmen und diese auch gleich überprüfen wollen. Somit laufen sie nicht Gefahr, eventuell eine leicht veraltete Seite aus dem Zwischenspeicher angezeigt zu bekommen. - Proudly tell the world your server is Digg proof!
- Diesen Punkt können Sie getrost übersehen. „Digg proof“ steht als Synonym dafür, dass ihre Webseite sicher vor einem Besucheransturm ist. In den USA ist die Webseite „digg.com“ ein beliebter Dienst, um Beiträge im Netz weiterzuempfehlen. Der Effekt: Wer auf Digg empfohlen wurde, bekommt es meist mit einem Besucheransturm zu tun, der die Server in die Knie zwingt. Dieser Punkt fügt Ihrer Website eine Zeile hinzu, die dem Leser mitteilt, Ihr Internetauftritt sei sicher vor solchen Anstürmen. Aber mit dieser Art Angeberei sollte man lieber vorsichtig sein. Man weiss ja nie…
- Clear all cache files when a post or page is published.
Jedes Mal, wenn Sie eine neue Seite veröffentlichen, werden die bisher zwischengespeicherten Seiten entfernt. Da dies für den Server beim Speichern eines neuen Beitrages zusätzliche Arbeit bedeutet, kann das den Speicherprozess nachhaltig verlangsamen. Probieren geht über studieren. Muss man nicht ankreuzen. - Coarse File Locking
File Locking ist eine Methode, die den Zugriff auf eine Datei nur einer einzigen Instanz erlaubt. Während eine Datei beschrieben wird, wird sie sozusagen „geschlossen“ und kann während dieses Vorgangs nicht von anderer Seite verändert werden. Damit soll verhindert werden, dass es beim Zwischenspeichern von Webseiten zu Kollisionen kommt. Somit kann also eine Datei, die gerade gespeichert wird, nicht gleichzeitig durch einen weiteren Prozess bearbeitet werden. WP Super Cache Programmierer O Caoimh bemerkt hierzu jedoch, dass es sich hierbei um eine Funktion aus dem alten „WP Cache“ Plug-In handele und da WP Super Cache temporäre Dateinamen vergebe, sei die Gefahr einer solchen Kollision ohnehin sehr unwahrscheinlich. Vor Erscheinen der Version 1.0 von WP Super Cache werde er diese Funktion wohl entfernen. Im Übrigen berichten andere Nutzer von schwerwiegenden Serverabstürzen durch diese Funktion. Fazit also: Nicht ankreuzen. - Cache rebuild. Serve a supercache file to anonymous users while a new file is being generated.
Während das Plug-In einem neuen Besucher die Seite aus dem Cache anzeigt, wird im Hintergrund eine aktualisierte Version für den Zwischenspeicher angefertigt. Das ist besonders bei hohem Traffic empfehlenswert. Wenn sich also bei vielen Zugriffen auch viel auf der Seite beispielsweise durch neue Kommentare ändert. O Caoimh beschreibt das so: Bei zehn gleichzeitigen Zugriffen auf eine Seite wird für den ersten Aufruf eine aktualisierte Seite für den Zwischenspeicher angefertigt. In der Zwischenzeit wird den anderen neun Lesern die leicht veraltete Version, die sich noch im Cache befindet, präsentiert. Andernfalls würden die zehn gleichzeitigen Seitenaufrufe auch zehnmal das Anlegen einer statischen Seite für den Zwischenspeicher verursachen. Daher diesen Punkt unbedingt ankreuzen. - List the newest cached pages
Mit dieser Funktion kann man sich auf der Konfigurationsseite für den WP Cache Manager die aktuell erstellten Seiten für den Zwischenspeicher auflisten lassen. Da dies zusätzliche Rechenarbeit für den Server bedeutet, sollte man die Funktion bei hohem Traffic auf der Seite lieber abschalten. - Mobile device support
Sollen auch Aufrufe von Mobiltelefonen unterstützt werden und die Caching Funktion nutzen können? Hier müssen Sie selbst entscheiden. Der Trend geht hin zur mobilen Nutzung des Internets. Ob die eigene Webseite nun oft von einem mobilen Gerät aus aufgerufen wird, verrät vielleicht ein Blick in die Zugriffsstatistik. - Only refresh current page when comments made
In früheren Versionen von WP Super Cache beschwerten sich Nutzer, dass nach einem neuen Kommentar auf einer Seite nicht nur die aktuell betroffene Seite aus dem Zwischenspeicher gelöscht wird – um für den nächsten Besucher frisch generiert zu werden- sondern auch alle damit zusammenhängenden WordPress Kategorieseiten aus dem Cache verschwinden und neu angelegt werden müssen. Daraufhin fügte O Caoimh diese Funktion hinzu um den Server von unnötiger Last zu befreien. Ergo: ankreuzen.
.htaccess Dateien konfigurieren
Mit einem Klick auf den Button „Update Status“ wird WP Super Cache mit den gewünschten Einstellungen gestartet … und beschwert sich möglicherweise prompt über Probleme bei der Aktualisierung der so genannten „Mod Rewrite Rules“ in der .htaccess-Datei im Hauptverzeichnis ihrer WordPress-Installation sowie im Unterordner wp-content/cache/. Auf folgende Fehlermeldung können Sie, müssen aber nicht, treffen:
Mod Rewrite Rules cannot be updated You must have BEGIN and END markers…
Nichts leichter als das: WP Super Cache möchte lediglich, dass sie den Inhalt, der bereits in ihrer .htaccess Datei im Hauptordner ihrer WordPress-Installation steht, mit einer Start- und Endmarkierung versehen. So stellt das Plug-In sicher, nicht versehentlich anderen Code bei der Aktualisierung der Datei zu überschreiben. Solange es also diese Markierungen nicht findet, weigert es sich, die Datei zu bearbeiten. Öffnen Sie also mit ihrem FTP-Client die Datei .htaccess auf ihrem Webserver und fügen vor und hinter dem bereits bestehenden Inhalt
#BEGIN WordPress
<… Inhalt ihrer .htaccess Datei …>
#END WordPress
hinzu. Das kann dann ungefähr so aussehen:
Als Nächstes ist es möglich, dass WP Super Cache noch einmal über die Aktualisierung nörgelt und Ihnen in einem orangenem Kasten unter der Überschrift Cannot update .htaccess eine ganze Menge Quellcode anzeigt:
Keine Panik!
Diesen Quellcode wollte das Plug-In gerade in Ihre .htaccess-Datei schreiben. Leider ging es aufgrund mangelnder Schreibrechte nicht. Das können Sie ändern! Setzen Sie vorübergehend die Schreibrechte der aufgeführten .htaccess-Datei auf chmod 777 und wiederholen Sie die automatische Aktualisierung der Datei, indem Sie die WP Super Cache Manager Webseite mit der Taste oder den Reload-Button ihres Browsers erneut laden. War die Aktualisierung erfolgreich, erscheint der Quellcode in einem grünen Kasten und WP Super Cache meldet „Mod Rewrite Rules updated!“. Jetzt können Sie die Schreib- und Leserechte der Datei wieder auf chmod 644 zurücksetzen.
Alternativ können Sie den angezeigten Quellcode auch kopieren und die entsprechende .htaccess Datei selbst damit füttern. In diesem Fall bitte den Inhalt des Quellcodes ganz an den Anfang der .htaccess-Datei kopieren und alle bereits bestehenden Inhalte nachfolgen lassen. Anschließend nicht den Reload-Button des Browsers klicken, da dann noch einmal versucht werden würde, den Inhalt in die Datei zu schreiben. Jetzt genügt es, den WP Super Cache Manager über die linke Menüleiste erneut aufzurufen um die Seite zu aktualisieren.
Zwischenspeicher testen
Da die Konfiguration nun abgeschlossen ist, kann es mit dem Test des Systems losgehen. Eine Möglichkeit ist, den Button „Test Cache“ im WP Super Cache Manager zu klicken. Ist das Ergebnis ohne Fehlermeldung, ist dies schon mal ein gutes Zeichen. Noch genauer kann man es aber an der Webseite selbst testen. Öffnen Sie eine beliebige Seite Ihrer WordPress-Installation und lassen Sie sich den Quellcode anzeigen. In der letzten Zeile sollte sich in etwa folgender Text finden:
Dynamic page generated in 2.392 seconds.
Cached page generated by WP-Super-Cache on 2010-08-17 17:31:37
Wenn sie die Seite jetzt noch einmal laden, bemerken sie unter Umständen sogar schon eine Verbesserung der Ladegeschwindigkeit. Wenn sie aber folgenden Code im Quelltext finden, dann hat Ihnen der Server keine Seite aus dem Zwischenspeicher präsentiert:
Dynamic page generated in 1.646 seconds.
Live page served on 2010-08-17 17:30:26
Achtung: Prüfen Sie, ob der Punkt „Don’t cache pages for known users“ angekreuzt ist. Sind Sie nämlich noch in Ihrem WordPress eingeloggt, wird für Sie die Seite live generiert. Zum Testen diesen Punkt dann einfach abhaken und den Vorgang wiederholen.
Feintuning
Es gibt noch weitere Punkte, mit denen sich der WP Super Cache Manager „feintunen“ lässt. Zum einen ist das die Funktion Preload Cache. Hier können Sie das System dazu bringen, für jede einzelne Seite bereits im Voraus eine statische Version erstellen zu lassen und nicht erst, wenn ein erster User darauf zugegriffen hat. Das kann bei großem Traffic auf Ihrer Seite schon im Vorfeld den Server entlasten. Denken Sie aber daran: Je mehr Seiten Ihre Webseite bereits hat, desto länger wird der Server mit dem Erstellen dieses Caches beschäftigt sein. Außerdem muss der Zwischenspeicher regelmäßig erneuert werden.
Intervalle nicht zu klein halten
Halten Sie dieses Intervall also nicht zu klein. 30 Minuten ist für das Feld „Refresh preloaded cache files“ zwar das Minimum, aber man sollte sich überlegen, ob nicht einmal am Tag (1440 Minuten) oder einmal pro Woche (10080 Minuten) ausreichend sind. Wenn ein neuer Kommentar geschrieben wird, erneuert der Server den Zwischenspeicher für diese Seite ohnehin.
Stoßzeiten vermeiden
Auch das Anlegen statischer Seiten des gesamten Inhaltes ihrer WordPress-Installation nimmt den Webserver in Anspruch. Sorgen Sie also dafür, dass dies nicht zu den üblichen „Stoßzeiten“ im Netz, also aus Erfahrung morgens zwischen 8 und 10, mittags zwischen 12 und 14 und abends zwischen 17 und 19 Uhr erledigt wird. Am besten, Ihr Webserver legt den Zwischenspeicher irgendwann in der Nacht an. Da man unter Preload Cache keinen genauen Ausführungszeitpunkt nennen kann, setzen Sie das Intervall daher erst abends um 23 Uhr oder später auf 1440 Minuten. So legt der Server künftig jeden Abend um 23 Uhr den Cache erneut an, wenn er sowieso nicht so ausgelastet ist.
Der Punkt Cache Contents informiert Sie über die aktuell zwischengespeicherten Seiten. Wie viele befinden sich im WP-Cache (Ordner wp-content/cache/), benötigen beim Aufruf also noch PHP zur Ausführung, und wie viele im WP-Super-Cache (Ordner wp-content/cache/supercache/), sind also komplett statische HTML-Seiten, und welche Seiten sind „abgelaufen“ und werden bei nächster „Garbage Collection“ (Müllsammlung) entsorgt.
Wer sich für die Super Cache Compression entscheidet, sorgt dafür, dass die gespeicherten Seiten komprimiert zum Nutzer übertragen werden. Das spart Speicherplatz und die Daten sind schneller beim Empfänger. Da nicht jeder Webhosting-Anbieter die serverseitige Komprimierung mittels gzip ermöglicht, ist dieser Punkt in den Standardeinstellungen nicht aktiviert. Hier gilt: Probieren geht über studieren. Ist die Komprimierung aktiviert, so können Sie das am Ende des Quellcodes einer aus dem Cache abgerufenen Seite durch den Zusatz Compression = gzip erkennen.
Unter Expiry Time & Garbage Collection wird festgelegt in welchem Intervall WP Super Cache prüft, welche noch im Cache befindlichen Seiten nicht mehr aktuell sind und entsorgt werden müssen. Diese werden beim nächsten ersten Aufruf der Seite durch einen User dann neu erstellt. Wenn Sie die Funktion Preload Cache aktiviert haben, hat dies keine Auswirkung auf alle gespeicherten Dateien im WP-Supercache. Auf Seiten, auf denen sich viel ändert, wird ein kurzes Intervall von 300 Sekunden (5 Minuten) empfohlen. Da das Überprüfen und Sammeln auch Rechenzeit in Anspruch nimmt, sollte man das Intervall ebenfalls nicht zu kurz einstellen. 1000 Sekunden (15 Minuten) sind auch keine schlechte Wahl. Ein Wert von 0 stellt die Überprüfung ab.
Seiten vom Zwischenspeichern ausschließen
Seiten die grundsätzlich nicht zwischengespeichert werden sollen, lassen sich unter Accepted Filenames & Rejected URLs konfigurieren. Möchten Sie beispielsweise niemals die Hauptseite Ihrer WordPress-Installation zwischenspeichern, so kreuzen sie den entsprechenden Punkt Home (is_home) an. In dem folgenden Textfeld können Sie darüber hinaus ganze Adress-Pfade (URL) von der Speicherung im Cache ausklammern. Das zweite Textfeld wiederum ermöglicht es, einzelne Dateinamen explizit immer zwischenzuspeichern. Die Voreinstellungen sollten in der Regel aber ausreichen, so dass sie hier nichts ändern müssen.
Unter Rejected User Agents werden Suchmaschinen und Bots daran gehindert, eine Zwischenspeicherung auszulösen. Hier brauchen Sie in der Regel nichts zu ändern.
Die Debug Settings sind für Entwickler und fortgeschrittene User interessant und werden hier nicht weiter behandelt.
Die Einstellungen Lock Down und Directly Cached Files sind mit der Funktion Cache Rebuild überflüssig geworden.
Unter dem Punkt Fix Configuration können Sie mit einem Klick auf „Restore default configuration“ alle Einstellungen wieder in den Ursprung zurück setzen. Besonders hilfreich, wenn Sie sich irgendwo „verkonfiguriert“ haben .
Cache Plugin behandelt die Kompatibilität mit anderen Plug-Ins unter WordPress. Besonders das Anti-Spam-Plug-In „Bad Behaviour“ scheint WP Super Cache Probleme zu bereiten. So ist WP Super Cache nur im „HALF ON“ Modus funktionsfähig wenn Bad Behaviour ebenfalls installiert ist. Sollten Sie Bad Behaviour verwenden, klicken Sie hier auf „enable“ und schalten Sie die Super Cache Compression ab.
Nicht mehr so schnell ins Schwitzen kommen…
Ein mit dem WP Super Cache Plug-In präpariertes WordPress mag vielleicht immer noch nicht jeden gigantischen Besucheransturm überstehen. Im normalen Tagesgebrauch und auch bei erhöhten Klickraten sollte der Webserver jetzt aber nicht mehr so schnell ins Schwitzen geraten. Das ist vor allem dann vorteilhaft, wenn Sie sich den Server mit anderen Teilnehmern teilen, wie es bei den meisten Hosting-Lösungen der Fall sein dürfte. Und last but not least erfreut ein schneller Seitenzugriff nicht nur ihre Besucher, sondern erhöht auch ihre Bewertung in den Suchmaschinen.
(mm),
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Eine sehr ausführliche Beschreibung des Plugins. Ich denke, es ist wirklich einen Versuch wert, wenn der eigene Blog viel Traffic hat. Bei kleinen Blogs lohnt sich das Caching meiner Meinung nach nicht.
Gerade bei kleinen Webpages kann ich mir eine deutliche Verbesserung vorstellen, zumindest wenn die Ladezeiten sehr hoch sind. Bei wenig Traffic wird natürlich das Plugin nicht sonderlich viel Entlastung für den Webserver hervorrufen, wenn der Webserver aber viel Zeit benötigt, um Seiten auszuliefern, dann wird das Plugin eine merkliche Geschwindigkeitserhöhung hervorrufen.
Hallo,
WP Super Cache ist ein gutes Plugin. Die anderen taugen nach meinen Erfahrungen nicht. Obwohl W3 Total Cache mehr Funktionen bietet, ist es sehr fehleranfällig und hat schlechte Debugfunktionen, d. h. es kann z. B. sein, dass das Ding sagt alles super und beim ersten Besucheransturm ist die Seite weg, weil das Caching nicht funktioniert.
Mir persönlich sind aber alle zu unflexibel. Ich will z. B. dass auch Besucher, die nur gepostet haben sehen, wenn ein Post in der Warteschleife ist oder Username und E-Mail eingetragen bekommen. Gleichzeitig sollen die aber auch gecachte Inhalte ansehen können. Es macht nämlich keinen Sinn, eine Seite zu cachen, wo es viele Kommentare gibt und die wird dann bei quasi jedem Aufruf gerendert, was unglaublich viel Performance kostet.
Da keins der mit bekannten Plugins das kann, musste ich mir selbst eins schreiben, was das kann. Die wichtigsten Regeln für schnelle WP Installationen mit und ohne Caching:
- Plugins mit Bedacht einsetzen, testen und evtl. nacharbeiten oder ein andere wählen (Queries und Ausführungszeit prüfen)
- Themes ebenfalls, weil da auch große Minen drin stecken können
- Alle Funktionen entfernen, die nicht benötigt werden
- Das Übertragungsvolumen gering halten => Startseite bei langen Posts, Kommentare auf mehrere Seiten verteilen.
Dann ist sogar ein Blog ohne Caching durchaus alltagstauglich.
Vielen Dank für diese ausführliche Handlungsanleitung!
Eine wichtige Ergänzung: Bei vielen Blogs wird ein großer Teil der Ladezeiten durch die dynamisch generierten Inhalte der Sidebar Widgets verursacht. Hier hilft Super Cache nicht. Es empfiehlt sich, zusätzlich oder bereits vor Super Cache, das Plugin WP Widget Cache zu installieren. Beide sind kompatibel zueinander.
Vielen Dank für die super Anleitung. Ich bin schon lange am überlegen das Plugin einzusetzen, habe aber aus mangelnder Kenntnis das Vorhaben wieder verworfen. Dank dem Artikel werde ich es die nächsten Tage mal testen, und vielleicht bringt es meinem Blog wirklich einen Mehrwert.
Super Beitrag, vielen Dank dafür!
Mich würde mal interessieren wie sich das Plugin in Bezug auf den Webspace auswirkt.
Wie groß sind die statischen Seiten die generiert werden?
Hab ich möglicherweise die Stelle überlesen, an der konfiguriert wird, wann eine statische Seite aus dem Cache fliegt?
Wo werden diese auf dem Webspace abgelegt?
Wurde Zeit, gerade bei größeren Blogs musste der kleine Server ganz schön arbeiten
Für kleinere Blogs sicherlich ein interessantes Plugin. Bei high performance Blogs stösst man aber schnell auf Probleme. Hierbei ist die memcache Erweiterung für WordPress, sowie z.B. das batcache Plugin wesentlich besser geeignet (sofern ein memcache Server vorhanden ist)
Super Artikel von dir Dennis!
jetzt läuft wp super cache endlich mal ordentlich!
Sehr ausführlich erklärt, das finde ich klasse!
Damit fällt es auch einem Anfänger in dem Bereich nicht schwer die entsprechenden Einstellungen vor zu nehmen. Gerne mehr Artikel die so schön ins Detail gehen und Plugins so präzise erklären.
Das Plugin ist super. Ich benutze es in meinem Blog (http://www.webdesign-podcast.de) auch, aber es macht auch des öfteren mal einiges kaputt.
Footer verschwindet, Seiten werden nicht korrekt angezeigt usw.
Bin da aktuell noch viel am optimieren, damit das mit dem Cache alles klappt.
Danke für den Tipp, könnte auch für das Ranking der Seiten gut sein, schliesslich werden die Seiten schneller geladen und die Geschwindigkeit ist ja auch ein kleiner Rankingfaktor.
WP Super Cache besser erläutert als vom Autor! Ein dickes Lob. @Wenzlaff: Das kannte ich bisher nicht: WP Widget Cache, danke.
Ich habe super cache mit cdn sync tool auf einer test installation zum laufen gebracht – speedmässig sah das prächtig aus !!!
jetzt hab ich alles (speziell super cache) wieder ganz sorgfältig deinstalliert und habe das problem das ausser meiner startseite nix mehr angezeigt wird . . .:-(
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wenn ich super cache wieder installiere und aktiviere (wpms) dann bekomme ich die seiten wieder angezeigt -
hoffe jemand hat eine Idee wie ich meine Testinstallation wieder flott bekomme – ansonsten war es das leider mit dem plugin
Schade – schnell war es ja schon . . .
Das Blog läuft definitiv nur wenn der Kram von super cache in der .htaccess drinsteht.
Aktiviert / Deaktiviert is egal . . .
Hoffe jemand hat noch eine Idee !!
Da ich auch grad verzweifelt mit der Langsamkeit eines Blogs kämpfe, kommt mir diese Hilfestellung wie gerufen, danke dafür!
Viele Grüße
Agnes