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WordPress SEO: Suchmaschinenoptimierung für Einsteiger

21. August 2012
von

WordPress gilt schon in seiner Standardkonfiguration als eines der SEO-freundlichsten Content Management-Systeme der Welt. Dennoch gibt es einige sehr wichtige erste Schritte, die Sie bei der Installation von WordPress oder auch im Nachhinein keineswegs versäumen sollten. Investieren Sie also etwas Zeit in die Suchmaschinenoptimierung ihrer WordPress-Webseite. Damit stellen Sie sicher, auf dem richtigen Weg zu sein und viel Traffic auf ihre Webseite leiten zu können.

WordPress SEO für Einsteiger - die ersten Schritte

Dieser Artikel richtet sich an WordPress-Einsteiger, die bereits bei der Installation (oder kurz danach) alles richtig machen wollen.

1. Checke die Privatsphären-Einstellungen

Dies ist die wichtigste Einstellung, die Sie tätigen können. Entweder bereits bei der Installation oder aber bald danach. Diese Einstellung ist wirklich sehr einfach. Allerdings hängt von dieser Einstellung ab, ob Suchmaschinen ihre Webseite in den Index aufnehmen dürfen oder nicht. Diese Einstellung ist im Dashboard unter “Einstellungen / Privatsphäre” zu finden.

Die WordPress Einstellungen zur Privatsphäre

2. Optimiere die Permalinks

Die Standardeinstellung von WordPress erzeugt  sogenannte “Messy-URLs”.

http://www.hechtmediaarts.com/blog/?p=4711

Das ist nicht nur aus SEO-Gründen unvorteilhaft, auch die Benutzer einer Webseite freuen sich über klar lesbare, benutzerfreundliche URLs. Ein sehr wichtiger Aspekt der Suchmaschinenoptimierung beginnt bei den Permalinks, denn diese sollten bereits die wichtigsten Keywords des Artikels enthalten. Eine optimierte URL sieht zum Beispiel so aus:

http://www.hechtmediaarts.com/2012/08/wordpress-updates-wichtig/

Diese Permalinkstruktur bietet mehrere Vorteile. Zum einen sind die wichtigsten Keywords enthalten und zum anderen kann der Besucher einer Webseite gleich erkennen, wie aktuell der betreffende Artikel ist. Die Einstellungen für die Permalinks finden Sie unter “Einstellungen / Permalinks”.

Die Einstellungen für optimale WordPress Permalinks

Was genau sind jetzt die wirklich optimalen Permalinks für eine WordPress-Installation? Nun, ich persönlich bevorzuge die Einstellung für Monat und Name, damit jeder meiner Besucher sofort erkennen kann, wie aktuell der Artikel ist. Jedoch könnte auch eine andere Einstellung sinvoll sein. Möchte man beispielsweise erreichen, dass die eigenen Beiträge gegebenenfalls in den Google News-Index aufgenommen werden können, so sollte der Permalink unbedingt die ID des Beitrages enthalten. Gut ist auch die Verwendung einer Linkstruktur, die den Begriff /news/ enthält, also zB:

http://www.hechtmediaarts.com/<strong>news</strong>/2012/08/wordpress-updates-wichtig-<strong>45698</strong>/

Hier noch ein paar ergänzende Links zum Thema Permalinks:

  1. Optimaler Permalink in WordPress: Erkenntnisse und Empfehlungen
  2. WordPress Codex: Using Permalinks
  3. WordPress Permalink Structure

3. Installiere ein SEO Plugin

Eine der mächtigsten Funktionen von WordPress ist die Möglichkeit, den Funktionsumfang mittels Plugins zu erweitern. SEO-Plugins gibt es in rauen Mengen. Nur einige davon leisten hervorragende Arbeit. Doch wie soll man das Beste für sich herausfinden? Folgende Plugins sind empfehelenswert:

SEO-Plugins: wpSEO

Schweizer Messer für WordPress SEO - das wpSEO Plugin für WordPress

Das  – meiner Meinung nach – beste SEO-Plugin für WordPress ist immer noch wpSEO von Sergej Müller. wpSEO ist zwar nicht kostenfrei, reißt jedoch mit nur 19,99 Euro keine großen Löcher ins Budget. Diesen kleinen Betrag kann man schon mal für optimale Suchmaschinenoptimierung investieren. Hervorragender Support und bereits voraktivierte Einstellungen machen dieses Plugin unschlagbar. Eine Menge bekannter Webseiten wie zum Beispiel t3n.de, Sistrix und nicht zuletzt meine Webseite nutzen dieses Plugin.

SEO-Plugins: WordPress SEO von Yoast

Das WordPress SEO by Yoast Plugin

Ein weiteres gutes SEO-Plugin, welches zum Beispiel auch von Dr. Web genutzt wird, ist WordPress SEO von Yoast. Dieses Plugin ergänzt die SEO-Funktionalität noch um einige kleine Features, wie zum Beispiel Breadcrumb-Navigationen, eine XML-Sitemap usw.

Download des Plugins: WordPress SEO by Yoast.

4. Nutze ein Seo-freundliches WordPress Theme

Es existieren unzählige WordPress-Themes. Nicht alle Theme-Entwickler indes haben dem Thema SEO Beachtung geschenkt. Deshalb sollte man bei der Auswahl darauf achten, dass man eines findet, dessen Entwickler auch SEO-Belange berücksichtigt hat. Etliche kostenfreie Themes kommen zum Beispiel auch mit verschlüsselten Links zu Glückspielportalen oder gar Porno-Seiten. Die Installation eines solchen Themes kann Sie wertvollen Pagerank und die Platzierung in den Suchergebnislisten kosten. Daher sollten nur Themes aus vertrauenswürdigen Quellen installiert werden.

Des Weiteren sollte darauf geachtet werden, dass das verwendete Theme nach aktuellen Webstandards programmiert wurde. Dies heißt zum Beispiel, das die korrekten Tags für Überschriften genutzt werden usw..

Hier einige Dinge, auf die Sie bei WordPress Themes achten sollten:

  1. Der Seitentitel sollte ein <h1> Tag sein
  2. Der Titel eines Artikels sollte ein <h2> Tag sein
  3. Es sollte zumindest auf der Artikelseite eine Breadcrumb-Navigation vorhanden sein
  4. In der Einzelbeitragsansicht sollte es eine Anzeige von ähnlichen Artikeln geben
  5. Das Theme sollte semantisch einwandfrei und fehlerfrei erstellt sein. Prüfen Sie das mit dem W3C-Validator.
  6. Stellen Sie sicher, dass es keine interessanten und nicht sichtbaren Links zu ominösen Seiten gibt. Das Firefox-Addon Firebug kann da eine gute Hilfe sein.

5. Sollte man eventuell in WordPress-Themes bereits eingebaute SEO-Funktionen nutzen?

Ich persönlich mag die Nutzung sogenannter “Build-in SEO Options” gar nicht. Nicht weil diese Funktionen unbedingt schlecht sind, sondern eher, weil die mühsam aufgebaute SEO-Struktur mit der Aktivierung eines anderen Themes sofort verschwunden ist. Auch wenn sich einige Theme-Provider sehr viel Mühe geben, die eingebauten SEO-Funktionen zu optimieren, so ist es mir persönlich lieber, sie mit allen Themes nutzen zu können. Hier ein kurzes Beispiel eingebauter SEO-Optionen meiner eigenen  Andy’s Themes (und die Deaktivierung der Funktionen auf meiner Webseite für die Nutzung von wpSEO):

Die Deaktivierung der eingebauten SEO-Funktionen zur Nutzung eines externen Plugins

6. Social-Bookmarking Buttons hinzufügen

Social-Bookmarking Buttons sind ein probates Mittel, Ihre Position in den Suchergebnislisten nach und nach zu beinflussen. Immer schwerer fällt die Erzielung eines guten Rankings in den Suchmaschinen, ohne den Einfluss der sozialen Neztwerke. Buttons für Facebook, Twitter und Google+ dürfen also auf keiner Webseite fehlen. Ich persönlich verlasse mich da auf die in meinen Themes eingebaute Version, die genau diese Buttons unterstützt.

Bereits eingebaute Social Network Buttons

Da ich noch keinerlei spezielle Plugins für Social-Network Buttons genutzt habe, kann ich hier keine Empfehlung ausprechen.

7. Schreiben Sie stets guten und aussagekräftigen Inhalt

Content ist immer noch King! Über längere Zeit wird sich allein durch das Verfassen von hochwertigen Artikeln (Inhalt) die Spreu vom Weizen trennen. Das ist auch der beste Weg, um langfristig Traffic auf Ihre Webseite zu bekommen. Schenken Sie also Ihrem Inhalt immer die größte Aufmerksamkeit und recherchieren Sie gut.

Fazit: Wenn Sie diese kleinen, aber doch sehr wichtigen Grundsätze beherzigen und sich nach und nach in die Materie der Suchmaschinenoptimierung einarbeiten, sollte einem Erfolg ihrer Webseite oder ihres Blogs nichts mehr im Wege stehen. Nutzen Sie diese einfachen Möglichkeiten und konzentrieren Sie sich auf guten Inhalt.

(dpe)

ist Fachjournalist, Spezialist für WordPress und WordPress Sicherheit und ist im im Internet unterwegs, seit es in Deutschland existiert. Seit 2012 schreibt er für DrWeb. Soeben ist sein E-Book über WordPress Sicherheit erschienen.

19 Kommentare zu „WordPress SEO: Suchmaschinenoptimierung für Einsteiger
  1. Jürgen am 21. August 2012 um 13:02

    Schöner Beitrag. Was die Social Media Plugins angeht, könnte ich noch etwas Erfahrung liefern. Wir setzen zur Zeit das Plugin “Social” von Mailchimp (http://mailchimp.com/social-plugin-for-wordpress/) ein. Damit kann man recht einfach Twitter und Facebook bedienen (Google+ wegen fehlender API leider noch nicht) und Retweets und Facebook-Kommentare werden automatisiert bei den Beiträgen eingetragen und erscheinen zusammen mit den Kommentaren. Hier sieht man das ganz schön http://www.digilotta.de/2008/04/25/spargel-geschlaucht . Die Facebook-Kommentare werden allerdings nur eine begrenzte Zeit automatisch abgerufen. Was auch Sinn macht, da eine Seite sonst irgendwann nur noch damit beschäftigt ist Cron-Jobs abzuarbeiten. ;-)

  2. Matthias am 21. August 2012 um 13:22

    Sehr geehrter Herr Hecht,

    ich möchte Ihnen nicht zu nahe treten, aber wenn ich diesen Artikel lesen, scheint es, dass Ihr SEO-Wissen nur oberflächlich und dazu noch veraltet ist.

    Die Permalinks haben nur noch eine geringe SEO-Wirkung, bloß aus Usability-Gründen sollten sprechende Links integriert werden.

    Darüber hinaus ist es nicht empfehlenswert mehrere SEO-Plugins zu nutzen, da diese die Performance herunterziehen können (ein weiterer wichtiger SEO-Aspekt, den sie hier vergessen: Caching und Kompression)

    Und der eigentlich wichtigste Punkt: Inhalt wird ein bisschen stiefmütterlich behandelt. Hier sollten Sie auf jeden Fall einen Link setzen zu wirklich gute Artikel, die es dazu gibt, beispielsweise wie man gute Überschriften schreibt.

    Erfahrungsgemäß vernachlässigen WordPress-Nutzer häufig Bilder. Das bleibt ebenso unerwähnt wie die Optimierung von Link-Texten, obwohl das meiner Meinung nach wichtiger ist als Social Media Buttons

    • Andreas Hecht am 22. August 2012 um 11:11

      Hallo Matthias,

      danke für diesen netten Kommentar :-) Das Pretty-URLs keinerlei oder nur sehr wenig SEO-Wirkung haben sollen, ist so nicht richtig. Das sehen auch führende SEO-Profis so.

      Nirgendwo im Artikel steht übrigens, dass ich empfehle 2 SEO-Plugins zu nutzen. Ich habe lediglich zwei zur Auswahl vorgestellt.

      Noch eingehender auf den Content einzugehen und die absolute Wichtigkeit der Bilder hinzuweisen, hätte hier den Rahmen des Artikels gesprengt.

  3. Carsten am 22. August 2012 um 02:37

    Ich finde den Artikel recht hilfreich und werde in den nächsten Tagen mal ein paar Optimierungen vornehmen. Danke !

  4. Eigenes Wordpress Blog erstellen | Schwand am 23. August 2012 um 16:56

    […] SEO* Tipps […]

  5. […] WordPress SEO: Suchmaschinenoptimierung für Einsteiger – Dr … WordPress gilt schon in seiner Standardkonfiguration als eines der SEO- freundlichsten Content Management-Systeme der Welt. Dennoch gibt es einige sehr … http://www.drweb.de/…/wordpress-seo-suchmaschinenoptimierung-&#8230; […]

  6. Jens am 25. August 2012 um 12:55

    Wirklich gut zusammengefasst, ich werden den Artikel einiger meiner Kunden weiter empfehlen. So kann man doch ganz gut den Einstieg schaffen. Wenn man erstmal angefangen hat, dann ist es doch meistens einfacher. Ich arbeite aber z. B. nicht so gerne mit dem wpseo Plugin, weil erstens ist es nicht kostenlos und zweitens gibt es SEO Plugins die besser sind.

  7. Marco am 27. August 2012 um 16:29

    Das manche Kommentare in Richtung Kritik gehen bzw. einige immer was zu meckern haben kann ich echt nicht nachvollziehen. Insgesamt ist das ein guter Artikel, und als Webdesigner hat Herr Hecht schon eine Menge Ahnung, wenn ich bedenke was mir manchmal für Webseiten unterkommen. Also von mir Daumen hoch für diesen Artikel.

  8. Peter am 13. November 2012 um 17:01

    Ich denke, das vor allem die Social Media Verlinkung und das Facebook Marketing beim SEO helfen kann. Auch die Einbindung von Google Adwords kann nicht schaden.

  9. […] habe hinsichtlich meiner WordPress SEO Bemühungen mal das Plugin Yoast installiert. Auf DrWeb habe ich den Tipp gelesen, es einmal auszuprobieren. Auf Yoast.com gibt es übrigens auch ein sehr […]

  10. […] WordPress SEO: Suchmaschinenoptimierung für Einsteiger […]

  11. Stephan am 27. Februar 2013 um 15:10

    Das sind die Tricks im Bereich Suchmaschinenoptimierung, ohne die Heute kaum jemand auskommt.

  12. Marcus am 20. April 2013 um 19:06

    Guter Artikel, Andreas. Jedoch sind das nur die wenig effektiven Maßnahmen.

    Den größten Einfluss haben jedoch:

    1. starke backlinks
    2. guter content, guter content, guter content,…
    3. Aktualität

    Dann können die Seiten sogar viele Fehler haben… und landen trotzdem weit oben.

    Bestes Bsp.: Engadget

  13. Andreas Fixel am 28. Mai 2013 um 21:35

    Ich habe mich gewundert als mein Blog ziemlich heftige Besucheranstiege über Google erhalten hat, obwohl ich keine Backlinks hatte. Ich finde es super, das Google nicht mehr “nur” auf Backlinks schaut. Guter Content ist am wichtigsten.

  14. Jan am 24. Juli 2013 um 01:23

    Hallo,
    wir nutzen auf http://www.backenmachtgluecklich.de das Yoast-Plugin für SEO-Zwecke. Bislang bin ich sehr damit zufrieden, deckt es doch die wichtigsten Punkte ab. Ich denke man könnte in der Tat eine Fortsetzung zu dem Artikel mit dem Thema “was ist guter Content” schreiben – das würde sicher viele Leser interessieren. Denn auch wenn Content primär für die Leser geschrieben wird, möchte man damit auch Leser (via Google) auf die Seite bringen.
    Viele Grüße
    Jan

  15. Mika am 14. Juni 2014 um 17:20

    Was heute ein wichtiges Kriterium ist und nicht vergessen werden darf ist die Ladezeit der Website.

    Gruß Mika

  16. Kevin am 4. Juli 2014 um 10:21

    Ein gelungener Beitrag. Ich finde ebenfalls, dass WordPress in Sachen SEO mit zu den besten CMS gehört. Bei deiner Aufzählung könnte man noch die Seitenladezeit ergänzen, welche ja ebenfalls ein Rankingkriterium ist. Hier ist beispielsweise das Plugin WP Super Cache oder WP Total Cache sehr empfehlenswert.

  17. […] Hier findet ihr mehr zum Thema WordPress SEO: http://www.drweb.de/magazin/wordpress-seo-suchmaschinenoptimierung-34135/ […]

  18. Manuel am 13. Oktober 2014 um 11:27

    Diese Seite liefert mir immer wieder die besten Tipps!! Greife immer wieder auf diesen Thread zurück. Ich handle mit Werbeartikel und gerade hier ist die Konkurrenz groß so das die Onpage Optimierung auch ein sehr wichtiges Feld ist. Wir haben einige Plugins am laufen. Und ein großes Problem. uns zeigt es im Permalink /product-page/ an. Laut Programmierer ist es nicht einfach möglich das /product-page/ zu entfernen oder umzubennen. Ich würde es gerne entfernen oder wenn es nicht zu entfernen geht in /bedruckte/ abändern. So wäre es schlüssiger und würde besser passen. Wenn jemand einen Tipp hat oder helfen kann würde mich sehr freuen!!

    LG Manuel

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