WordPress bringt eine passable Blogroll mit, jedoch lässt sich diese, wie Jan Weinschenker zeigt, noch um die eine oder andere Funktion erweitern. Als Inspiration diente ihm die BlogList von Blogger.com. Das Plugin Feed Reading Blogroll setzt dazu auf die bestehende Blogroll auf und ergänzt diese mittels einiger Funktionen auf Seiten von Server und Client um die Darstellung letzter Artikel und deren Alter sowie Autoren von einzelnen Posts.
Voraussetzungen und Einrichtung
Neben einer bestehenden Installation von WordPress ab der Version 2.7 wird ein Key für die Google AJAX-Feed-API. Ohne API-Key kann die Hauptfunktion (das Auslesen der Feeds) nicht genutzt werden. Um einen API-Key zu erhalten, wird lediglich ein Google-Account benötigt und die Webadresse, für welche der generierte Key gelten soll. Einen entsprechenden Key kann man sich, sofern eingeloggt, direkt unter diesem Link erstellen.

Nach Installation und Angabe der notwendigen Parameter lässt sich das Widget über den Darstellungsdialog aktivieren und in der Sidebar platzieren. Gegebenenfalls muss noch die Blogroll befüllt werden und das war es auch schon.
Funktionen
Die Hauptfunktion des Plugins besteht in der modifizierten Ausgabe der in WordPress angelegten Blogroll. Neben der Anzeige der letzten Artikel inklusive Alter und Autor lässt sich auch die Vorschau des Links über den Dienst “Snap” ergänzen. Die umfangreichen Anzeigeoptionen der Blogroll lassen sich über den Einstellungsdialog im Admin-Bereich einstellen, dazu gehören unter anderem: Beschränkung der Link-Anzahl, Sortierung der Blogroll und Umfang der Anzeige. Zusätzlich lässt sich bei Bedarf Google Feed-Discovery nutzen um Links mit den passenden Feeds zu versehen ohne diese manuell einzutragen.

Da die meisten Funktionen mit JavaScript bereitgestellt werden, können Besucher mit deaktiviertem JavaScript nur wenig davon sehen. Lediglich das Favicon des Blogs wird weiterhin vor den Links angezeigt und die nicht von JavaScript abhängige Sortierung bleibt erhalten.
Anpassung
Zur Anpassung an das verwendete Theme können eine eigene CSS-Datei sowie ein Standard-Icon (wird bei fehlendem Favicon verwendet) festgelegt werden, die URLs zu den jeweiligen Dateien können über den Einstellungsdialog frei angegeben werden. Zusammen mit den Anzeigeoptionen können so eine Vielzahl Variationen zusammengestellt werden, sodass für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte.
Und sonst?
Erwähnenswert ist, neben den vielen Funktionen und der Anpassungsfähigkeit, auch die Mehrsprachigkeit. Bisher werden Deutsch, Englisch, Italienisch, Spanisch und Türkisch unterstützt. Weiterhin steht das Plugin unter der GPL und darf frei weitergegeben und modifiziert werden. ™
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Ich persönlich nutze die Blogroll bislang nur wenig und halte mich mit externen Links auch eher bedeckt. Was Google von zuviel externen Links hält, wissen ja nunmal fast alle die hier lesen.
Von daher denke ich weniger, dieses Plugin in naher Zukunft bei einem meiner Blogs laufen zu lassen.
Was die Sache mit den RSS Feeds angeht so muss ich blöd hinterfragen: Gibt es dafür nicht schon das Widget “RSS Feed einbinden”?
Trotz allem, schöner Artikel und danke für diesen Tipp!
Viele Grüße, André
Genau erkannt: zum Einbinden von RSS-Feeds gibt es das Widget “RSS Feed einbinden”. Dieses ist in WordPress von Hause aus mit dabei.
Und wer für jedes Item in seiner Blogroll auch noch den Link und den Titel auf den aktuellsten Artikel des verlinkten Blogs sehen will, der nimmt dann am besten mein Plugin.
Das sind aber zwei komplett unterschiedliche Anwendungsfälle.
Danke für das tolle Plugin. Habe es bei mir installiert und es funktioniert einwandfrei.