Rechtschreibung

WonderSpell: Die Rechtschreibprüfung im Internet

12. Mai 2009
von

Das Vermeiden von Rechtschreibfehlern kann eine Herausforderung sein. Selbst wenn man sich einen Text mehrere Male aufmerksam durchliest, bleibt hin und wieder ein Fehler unentdeckt. Erst wenn man später von einem Leser darauf aufmerksam gemacht wird, erblickt man die unschönen Rechtschreibfehler. Wäre es nicht schön, wenn man solche Peinlichkeiten verhindern könnte?

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Mit dem kostenlosen Internet-Angebot namens WonderSpell sollen Rechtschreibfehler der Vergangenheit angehören. Jede gewünschte Internetseite kann nach potenziellen Fehlern abgesucht werden, so dass man im Bedarfsfall noch schnell etwas abändern kann. Die Bedienung gestaltet sich dabei erfreulich einfach. Oben rechts kann man eine von insgesamt acht Sprachen auswählen; darunter auch Deutsch und Englisch. Nun muss nur noch die URL im hierfür vorgefertigten Feld eingegeben beziehungsweise hineinkopiert werden und schon kann die Prüfung beginnen. Nach wenigen Sekunden wird die entsprechende Webseite angezeigt und alle potentiellen Schreibfehler sind gelb markiert.

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Qualitativ bestechen, kann die Rechtschreibprüfung jedoch nicht, denn unzählige, korrekt geschriebene Wörter werden als Fehler ausgewiesen; speziell mit Nachnamen gibt es Probleme. Ebenso unerfreulich ist, dass zusammenstehende Wörter fast grundsätzlich als Fehler gelten. Ein Beispiel: WonderSpell kennt zwar die Wörter “gesamt” und “Umsatz”, doch wird von einem “Gesamtumsatz” geschrieben, so gilt dies als ein Fehler. Ebenso verhält es sich bei weiblichen Berufsbezeichnungen. “Verkäufer” gilt als richtig, “Verkäuferinnen” gilt hingegen als falsch.

Defizite dieser Art gibt es haufenweise, sodass WonderSpell keinesfalls mit den Rechtschreibprüfungen von Works & Co. auf eine Stufe zu stellen ist.  Hinzu kommt das Ärgernis, dass die Internet-Rechtschreibprüfung mit einigen Webseiten nicht kompatibel zu sein scheint. Probleme gab es speziell bei Foren-Beiträgen zu entdecken: Die Foren werden zwar über WonderSpell aufgerufen, doch die einzelnen Beiträge oftmals nicht.

Hinter WonderSpell steckt zwar eine gute Idee, leider aber kein zufriedenstellendes Ergebnis. Wer also Texte aus dem Internet überprüfen möchte, wählt lieber die herkömmliche Vorgehensweise und fügt den Text in ein Schreibprogramm mit anständiger Rechtschreibprüfung ein. ™

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Oliver Jensen

arbeitet als freiberuflicher Texter und Journalist und ist für Zeitschriften, Redaktionen und verschiedene Firmen tätig. Bevor er diesen Werdegang einschlug, konzentrierte er sich auf die dramaturgischen Aufgaben, wobei er ein Theaterstück und Drehbücher für Kurzfilme und Showreels schrieb.

11 Kommentare zu „WonderSpell: Die Rechtschreibprüfung im Internet

  1. Wishu am 12. Mai 2009 um 09:13

    Wenn der Service doch so schlecht ist, wieso berichtet man dann darüber? Nichts besseres mehr parat? O.o

  2. Turicon am 12. Mai 2009 um 10:19

    @Wishu: Dachte ich auch erst, nachdem gestern schon die Web App Gallery ihr Fett wegbekommen hat.

    Aber mir ist es lieber, Magazine berichten auch von negativen Entwicklungen, als immer nur “gesponserte” Lobeshymnen zu lesen. Deshalb: Vielen Dank für den Hinweis und weiter so, Dr.Web!

  3. N.G. am 12. Mai 2009 um 12:13

    Was hier hintergründig unterstellt wird – die ach so guten Rechtschreibhilfen in Work und anderen Programmen können das – ist so nicht richtig.
    Egal welche Software genommen wird es treten immer Fehler auf. Man kann sich auf diese Art Software nicht 100% verlassen.
    Bei der Rechtschreibung heißt es eben: Lernen.
    Aber auch einmal in einem Duden nachschlagen.

  4. Gollum am 12. Mai 2009 um 13:06

    Also ich finds ganz nett! Die paar richtig geschriebenen Wörter, die als Fehler markiert sind kann man ja einfach ignorieren. Wonderspell ist noch einen Beta, was wohl bedeutet, dass es noch Weiterentwicklungen geben wird. Ich würde das Ganze einfach mal als zusätzliche Überprüfung der eigenen Webseite ansehen – mehr nicht! Das Denken sollte man beim Textschreiben natürlich trotzdem nicht weglassen.

  5. Benjamin am 12. Mai 2009 um 13:06

    Oder den Duden Korrektor kaufen, welcher sich bequem in Office/OpenOffice einbinden lässt. Funktioniert super!

  6. Oliver am 12. Mai 2009 um 14:57

    Naja, oder einfach einen Browser nehmen, der die Rechtschreibprüfung eingebaut hat, wie Firefox oder jeden Browser auf dem Mac.

  7. Armin am 12. Mai 2009 um 15:23

    @Wishu: “Nichts besseres mehr parat” klingt als wäre Dr. Web schuld daran, dass andere nichts Erwähnenswerteres entwickeln.

  8. [...] man auch hier eine URL angeben und der DIenst prüft die Seite dann auf Rechtschreibefehler – via DrWeb tweetmeme_url = ‘http://www.lesereins.de/2009/05/13/web-20-fur-leser-und-autoren-teil-19/'; [...]

  9. oliver1983 am 13. Mai 2009 um 12:53

    @Wishu
    Wir haben über diesen Service berichtet, weil er innovativ und somit auch interessant ist. Trotzdem wollte ich die Qualität objektiv bewerten, und leider fiel das Ergebnis dabei negativ aus.

    Wie NG richtig bemerkte, ist keine Rechtschreibprüfung makellos. Doch leider sind die Defizite bei WonderSpell besonders gravierend und häufig auftretend, sodass das in die Bewertung mit einfließen muss.

    Gollum hat jedoch recht: Es befindet sich noch in der Beta-Phase und somit sind Verbesserungen zu erwarten. Mit der jetzigen Qualität ist der Nutzen jedenfalls noch sehr gering.

  10. [...] nicht wirklich zufriedenstellend ist, liegt hoffentlich daran, dass WonderSpell noch Beta ist. via drweb.de Lesezeichen [...]

  11. Duuude am 21. Mai 2009 um 15:45

    Ein so ein Mist wie diese Seite ist mir echt noch nicht untergekommen.

    “Webseite” und “Webdesign” (!!!) werden mokiert, Korrekturvorschlag für “KnowHow” ist “Kaufhof”.

    Absolute Zeitverschwendung !!!

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