Wirklich wirksamer Schutz für E-Mail-Adressen

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Spam ist eine Plage. Spam ist nicht mehr wegzudenken. Spam wird nicht aufhören. Mittlerweile hat sich der Großteil der Internetnutzer an die unerwünschte Werbung im Postfach der E-Mail-Anwendung gewöhnt und so gehört das Aussortieren der durchgesickerten Spamnachrichten zum Tagesgeschäft.

Spätestens jetzt scheinen alle Mittel für die Bekämpfung oder zumindest Reduzierung der Spamflut wirkungslos zu sein. Kaum wird eine E-Mail-Adresse online gestellt (Foren, Kommentare oder Kontaktseiten sind Paradebeispiele dafür), nimmt Google die entsprechende Webseite fleißig in den Index auf – lecker Fressen für Spamer und ihre automatisierten, hungrigen Spyder. Zwei Tage später trudeln erste Rolex-Angebote ein.

Gegenmittel vorrätig?
Kann man sich denn gar nicht schützen? Oder doch? E-Mail-Adressen als grafische Elemente? Dienste wie eMailLink? Die Benutzerfreundlichkeit bleibt dabei öfters auf der Strecke…

Silvan Mühlemann von Techblog meint geringstenfalls eine zuverlässig funktionierende Lösung gefunden zu haben. Zumindest was den Schutz der sensiblen E-Mail-Daten auf eigenen Webseiten angeht, welche verstärkt auf Autoren-, Kontakt- und Impressumseiten vertreten sind. Für sein Experiment hat Silvan Mühlemann genau 9 unterschiedliche E-Mail-Adressen mit entsprechenden Postfächern angelegt. Diese wurden wiederum durch 8 grundverschiedene Methoden geschützt (zum späteren Vergleich: Eine Adresse als reiner Text, also gänzlich unbehütet) und auf einer stark frequentierten Seite im Internet veröffentlicht. Ab diesem Zeitpunkt musste sich jede angewendete Technik als Wächter beweisen: Wie wirkungsvoll ist die verschriebene Mixtur gegen Spam-Roboter?

Aufklärung nach jahrelanger Eignungsprüfung
1,5 Jahre später erreicht die Belastungsprobe ihr geplantes Ende. Die Testresultate sind ausgewertet und zeigen eindeutig, die ungeschützte Variante in Plain-Form hat am meisten Spam zugeschickt bekommen. Drei der herangezogenen Ansätze haben die anvertraute Adresse so effizient getarnt, dass Einlesemechanismen der Spamer diese Köder übersprungen haben – die dazugehörigen Postfächer blieben von Werbung jeglicher Art verschont.

Screenshot
Spamaufkommen in MB

Zwei der acht Lösungen sind besonders leistungsfähig und trivial zu implementieren, da pures CSS:

Veränderung der Schreibrichtung


moc.etalllit@7raboofnavlis

silvanfoobar8@nulltilllate.com

Angewendete Schutzverfahren sind public und können auf den Seiten des Initiators angeschaut werden.

Weitere Beiträge:

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78 Kommentare zu Wirklich wirksamer Schutz für E-Mail-Adressen

  1. dynamite 6. Oktober 2008 at 16:02 #

    kann ich das null eigentlich zwischen displaynone”> und </span löschen?

    p span.displaynone { display:none; }

    silvanfoobar8@nulltilllate.com

    danke
    dynamite

  2. Micha 2. Februar 2009 at 10:09 #

    Super Beitrag….werde die CSS-Lösung gleich testen.

  3. Ernst 17. Februar 2009 at 21:55 #

    Also die beiden CSS Lösungen erscheinen zuerst genial, aber sind sie völlig nutzlos, wie hier weiter unten schon jemand geschrieben hat:

    Das CSS kümmert sich nur um die dargestellte Email-Adresse, aber was ist mit dem MAILTO-Tag im Hintergrund? Hier ist man offensichtlich wieder auf JavaScript angewiesen. Und beim Umdrehen der Cursor-Richtung gibt es tatsächlich ein Problem beim Kopieren der Email.

  4. Ernst 18. Februar 2009 at 13:06 #

    So, ich habe nun meine Email-Adressen mit JavaScript geschützt UND gleich im Anschluss einen -Bereich definiert, der ja bei deaktiviertem JS angezeigt wird. Statt dem üblichen Hinweistext (“Sie haben JS deaktiviert …”) hab ich aber darin den obigen CSS-Schutz verwendet. Ergo: Benutzer mit deaktiviertem JS sehen dadurch auch die Email-Adresse und können sie zumindest kopieren (mailto geht ja nicht). Das ist fein! Einziger Nachteil: Durch die Verwendung von zwei verschiedenen Schutztechniken (JS & CSS) ergeben sich in Zukunft zwei Angriffsstellen … aber derzeit ist das so das Bessere das mir untergekommen ist.

    lg
    Ernst

  5. Ernst 18. Februar 2009 at 13:08 #

    Das bei Beitrag 54 soll ‘Noscript-Bereich’ heißen … die eckigen Klammern wurden offenbar rausgefilter ;-)

  6. PP 1. April 2009 at 17:25 #

    Normalerweise finden sich Mail-Adressen gesammelt in einer bestimmten Seite – zum Beipiel unter Kontakt oder Impressum.

    Was ist vom Vorschlag zu halten, dass in einer solchen Seite zum Beispiel ein Input-Feld platziert wird, in welchem beispielsweise das Ergebnis einer Rechnung vom user einzufügen ist (z.B. 5 + 2 =)? Der user gibt das Ergebnis ein und drückt submit. Serverseitig wird auf richtiges Ergebnis geprüft und falls korrekt, wird die genau selbe Seite nochmals an den user gesendet, diesmal jedoch mit Email-Adressen (zuvor nur Mail-Adressen-Platzhalter). Der user kann dann mailtos ganz herkömmlich benutzen…

    Auf der Seite wird als Notiz bemerkt, dass man die Lösung der Rechnung korrekt absenden muss, um die Mail-Adressen angezeigt zu bekommen und dass dies so ist, um Spam zu vermeiden.

  7. Benny 27. April 2009 at 08:44 #

    Guter Beitrag, werde das auch gleich mal testen/einsetzten :)

  8. Nicola Lavacca 28. Mai 2009 at 15:37 #

    Naja, Spam Mails sind auch nur Müll. Man sollte sich lieber eine richtige Domain anlegen die nicht von Provider voll gemüllt werden.

  9. Hans Göhler 12. August 2009 at 12:30 #

    Ich verhindere Spam in meinen privaten Postfächern indem ich überall wo es möglich ist eine meiner Trashmail Adressen angebe.

    Die trashmail Adressen erstelle ich immer auf http://www.privy-mail.de

    Das geht wirklich super. Durch diese Spam Adressen bekomme ich in meinem privaten Postfach seit Monaten nur sehr sehr wenig bis gar keinen Spam mehr.

  10. ugg 1. November 2011 at 05:04 #

    Guter Beitrag, werde das auch gleich mal testen/einsetzten :)

Trackbacks

  1. Netzbürger Brenrhad - 4. August 2008

    Spamfreie Emailadressen? Gibts vielleicht doch?…

    Gibt es Verfahren, die eine Email-Adresse frei vom Beschuß durch Spam sein lassen?
    Jeder kennt das, hie und da muß man auf Webseiten tatsächlich seine Emailadresse hinterlassen. Da steht sie nun die gute, völlig ungeschützt im Verkehr, im Klartext…

  2. Bender Zone » Anti-Spam-Massnahme - 4. August 2008

    [...] Dr. Web Weblog habe ich nun einen interessanten Artikel gelesen, wie man mit ein paar simplen Zeilen CSS seine Email-Adresse so verschleiern kann, dass sie [...]

  3. E-Mailadressen im Impressum schützen » dyingeyes weblog - 4. August 2008

    [...] Dr. Web-Weblog gibt es heute einen recht interessanten Artikel zum Schutz von E-Mailadressen auf Webseiten (z.B. Kontakt- und Impressumseiten) nebst umfangreicher [...]

  4. Relativ wirksamer Spam-Schutz - Netzlogbuch - 5. August 2008

    [...] auf Websites vorgestellt. Dabei haben sich vor allem zwei einfach technische Lösungen (Übersetzung von Sergej Müller – Dr. Web Magazin Weblog) als besonders erfolgreich gegen die Fangarme der Spam-Spyder [...]

  5. blogsurdum :: flatulenzen im digitalen grundrauschen - 5. August 2008

    [...] →wirklich wirksamer schutz für e-mail adressen   [...]

  6. Wirksamer Schutz für E-Mail-Adressen? » Beitrag » splash ;) - 5. August 2008

    [...] Dr. Web bin ich im Blog über folgenden Beitrag gestolpert: Wirklich wirksamer Schutz für E-Mail-Adressen. Ausgangsbasis für den Artikel ist eine “Studie” von Silvan Mühlemann von Techblog. [...]

  7. EGM Weblog » Spam-Schutz für E-Mail-Adressen - 6. August 2008

    [...] Mut: die erfolgreichsten Schutzvarianten sind sehr einfach umzusetzen. Bei Dr. Web gibts eine gute Zusammenfassung der Ergebnisse, am Blog von Silvan gibts den Originalartikel auf Englisch. | | | Ernst | 09:37 [...]

  8. 9 Techniken um E-Mail-Adressen gegenüber Adresssammlern zu verschleiern im Vergleich « Kreativrauschen - 8. August 2008

    [...] (via Dr.Web) [...]

  9. CSS SPAM Schutz für E-Mail-Adressen - Stefan Graf - 9. August 2008

    [...] (via) Wenn dir dieser Beitrag gefällt, dann yigg it und stimme dafür ab! Tags: Spam, Studie   [...]

  10. Wirklich wirksamer Schutz für E-Mail-Adressen? | annaberger-internet - 11. August 2008

    [...] können Sie einige der wichstigsten Argumente nachlesen: Wirklich wirksamer Schutz für E-Mail-Adressen  Geschrieben am 4.08.2008 von Sergej [...]

  11. Z! - Episode 123.2: Was soll ich mit dem Geld? - Z! - Zeitgeist, Entwicklung, Technik - der Technik Podcast - 18. August 2008

    [...] Sobald mein eine Email-Adresse auf seine Internetseite setzt wird sie automatisch von den Webspidern der Spammer (die ähnlich das Internet durchforschen, wie die Suchmaschinen) erfasst und missbraucht. Es kursieren viele Methoden, wie man sich dagegen schützen kann, die allerdings z.T. von den Spammern ausgehebelt werden. Was heute noch funktioniert zeigt ein Test, den man im Dr. Web Magazin nachlesen kann. [...]

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    [...] kannst du hier mal schauen, aber sei gewarnt: die CSS-Tricks machen bei Copy&Paste Probleme. Wirklich wirksamer Schutz für E-Mail-Adressen __________________ Bündnis Etymologie: Das Wort Haken entstammt ursprünglich dem Begriff der [...]

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    [...] einem Tipp von ocean90 bei diesem Artikel, habe ich mal meine Mail-Adresse geändert. Auf die alte kam so [...]

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    [...] mehrere, wie simpel und unnütz diese Methode ist. Unter anderem weist jemand auf einen Artikel auf drweb.de hin, der etwas mehr Aufschluss über die ganze Sache gibt und am Ende zwei gute (ich hoffe, diesmal [...]

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