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Windows Phone 8: Für den Alltag zu gebrauchen, wenn…

22. November 2012
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Um meine kleine Reihe zu den neuen Produkten aus dem Hause Microsoft zu beschließen, will ich im Folgenden ein paar Worte zu Windows Phone 8 verlieren. Bereits Ende letzten Jahres testete ich einige Wochen Windows Phone Mango. Dieser Tage trifft man mich erneut mit einem Windows Phone, jetzt in der Version 8, an. Mag sein, dass technisch einiges zwischen den Generationen liegt, im Alltag merke ich davon zu wenig.

Windows trieb schon eines meiner ersten Smartphones an

Vor einigen Jahren, nachdem ich von Palm und Psion weg war, kaufte ich mir ein Smartphone namens iPaq. Man beachte die Namensfindung. Das Gerät war von Compaq, trug die Modellbezeichnung H3970 und konnte via Bluetooth mit externen Geräten, etwa GPS-Empfänger gekoppelt werden. Als Betriebssystem kam Pocket PC 2003 zum Einsatz, also Windows. Relativ zuverlääsig navigierte mich der iPaq runde 700 Kilometer nach Regensburg. Ich war begeistert, alle, denen ich das Gerät zeigte auch. Zwei Tausendsassa, der Besitzer und sein Smartphone.

Später kaufte ich die diversen MDA-Geräte, wobei zwar der Name des Betriebssystems stetig wechselte, große Fortentwicklungen hinsichtlich der Features indes nicht zu verzeichnen waren. Bei einem der letzten MDA wurde es dann wenigstens geschafft, etwa bis zur zweiten Ebene des Systems eine Touchoberfläche aufzupfropfen. Danach kam wieder die mobil-untaugliche Windows-UI zum Vorschein.

Ich war im Großen und Ganzen zufrieden, wenn ich auch nie so recht erkannte, was mir die teuren Spielzeuge nun konkret im Alltag bringen. Apps, die damals noch nicht so hießen, gab es zwar, aber nur wenige, zudem über zersplitterte Marktplätze und mit teils haarsträubendem Installationsaufwand. Windows eben…

Das iPhone kommt

2007 kam Apple dann mit seinem iPhone an den Markt. Auf den ersten Blick sah ich für Smartphone-Veteranen keinen großen Vorteil in dem Device, wobei man bedenken muss, dass die erste Generation deutliche, dabei unnötige Limitationen, die zumeist durch den Exklusiv-Vertrieb über nationale Provider bedingt waren, aufwiesen. Apple hatte nach meiner damaligen Einschätzung lediglich ein weiteres mobiles Betriebssystem auf den Markt geworfen. Kein Grund zur Aufregung…

Allerdings adressierte das Unternehmen aus Cupertino zwei grundlegende Probleme bisheriger OS direkt vom Start weg. Zum einen war das iOS durchgängig auf Touch-Bedienung ausgelegt, so dass es keinerlei Inkonsistenzen in der Handhabung gab. Das war angenehm, aber als langjährigen Windows-Stift-Frickler haute mich diese Innovation nicht aus den Socken. Gewohnheit ist ein starkes Gift…

Was schnell zu einem handfesten Marktvorteil heranwuchs, war jedoch der App Store, nebst seiner einfachen Handhabung. Sehr gut war auch die Handhabung über iTunes, die indes nicht jedem so gut gefiel wie mir. Apple liess sich da allerdings nicht beirren. Schnell standen zigtausende Apps, großteils kostenlos zur Verfügung. Das Wörtchen “Produktivität” begann, sich auch mit Smartphones freudig assoziieren zu lassen.

Ich stieg nicht um. Stattdessen kauft ich das erste Android-Phone, das G1. Nachdem ich einen vernichtenden Beitrag auf Dr. Web veröffentlich hatte, stieg ich doch um, so schnell ich konnte…

Evolution eines Smartphone-Nutzers: Back To Windows!

Mittlerweile bin ich nachhaltig bei Android gelandet, stieg beim iPhone 4 aus und verwende ganz aktuell ein HTC One X+. Auf Tablet-Seite allerdings bin ich dem iOS treu geblieben und verwende hier ein iPad der dritten Generation. Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass auch ein Nexus 7 zu meinem Werkzeugkasten gehört.

Nun also kommt diesem Typen ein Windows Phone in die Finger. Ängstlicher Schnellcheck: Puh, nein, es ist nirgendwo Windows CE zu finden. Das System ist wirklich von Grund auf neu entwickelt. Erste Pluspunkte…

Trotz spärlicher Hardware-Specs läuft das OS extrem flüssig. Erstaunlich nur, dass die Windows Phones trotz relativ schlapper Spezifikationen preislich recht anspruchsvoll sind. Was einem so durch den Kopf geht…

Ich versuche, mit der jahrelangen Erfahrung aus Windows CE, Symbian, iOS und Android das System zu konfigurieren. Und gerate schnell ins Stocken. Ja, Windows Phone ist neu, so neu, dass es eine völlig separate Einarbeitung erfordert. Verflixt, das hatte ich doch eben erst bei Windows 8 schon bemängelt

Dabei setzt Windows Phone nirgends an. Ich hatte mir vorgenommen, zu schreiben, dass Sie, wenn Sie Erfahrung mit XYZ haben, schnell in die Bedienung eines Windows Phone rein kommen. Gibt es nicht, dieses XYZ. Am ehesten noch kommen Leute klar, die auch mit Windows 8 klar kommen. Hehe, gibt es da welche?

Sei’s drum. Das OS und das Phone fühlen sich gut an. Ich bin erst einmal nicht unzufrieden. Und Einarbeitungszeit, gut, die hat es in der Vergangenheit auch gebraucht. Denke ich so…

Windows Phone 8: Systemweite Integration nicht mit Android vergleichbar

Natürlich ist jeder Nutzer irgendwie anders. Insofern finde ich die aktuelle Marketingstrategie der Redmonder auch recht smart. Mit verschiedenen Testimonials versucht man zu suggerieren, das Windows Phone passe sich perfekt auf seinen Benutzer an. Das muss Geld gekostet haben. Im Wesentlichen passt sich wohl die Farbe des Start-Screens an, am Ende werden die installierten Apps über die breite Basis doch recht ähnlich sein, egal ob man Jessica Albas oder Gwen Stefanis Windows Phone anschaut. Auch dieser deutsche Koch, den ich gestern im Werbeblock eines TV-Senders mit seinem Windows Phone hantieren sah, wird vermutlich nicht stark aus dem Rahmen fallen.

Insofern dürfte es keine wilde Behauptung sein, wenn ich vermute, dass viele der Apps, die ich täglich auf einem Smartphone nutze, auch von vielen anderen Smartphonisten nicht völlig verschmäht werden dürften.

Vorweg schicken will ich noch, dass ich ein paar zentrale Bedienkonzepte völlig unabdingbar finde, die ich derzeit nur bei Android realisiert sehe.

  • Ich verwende eine alternative Tastatur mit Wort- und Satzvorhersage, die selbstlernend immer besser wird. Dabei sind Deutsch und Englisch als Sprachen eingestellt. Die Tastatur erkennt spätestens mit dem zweiten Wort, in welcher Sprache ich schreibe und passt die Vorhersagen entsprechend an. Wenn ich mit dem iPad schreibe, weiß ich, wie wenig ich inzwischen bereit bin, auf die alternative Tastatur zu verzichten.
  • Ich lese viel auf dem Smartphone und teile ebenso viel. Zumeist wandert Lesestoff in eine der diversen Read-It-Later Apps. Da ist es perfekt, dass Android das systemweite Teilen eingebaut hat. Jede App kann mit jeder installierten anderen App Inhalte teilen. Unter iOS können Apps, etwa RSS-Reader nur Inhalte an diejenigen Dienste weitergeben, für die der Entwickler der App das vorgesehen hat. Nerviges Detail: Die Zugangsdaten zu den immer gleichen Diensten müssen in jeder befähigten App manuell eingegeben werden. Unter Android steht das global zur Verfügung.
  • Ich diktiere viel. Trotz alternativer Tastatur setzt sich diese Anwendung mehr und mehr in meinem Alltag durch. Hier kann iOS voll mithalten. Das will ich gar nicht unterschlagen.
  • Widgets auf meinen Start-Screens halten mich über die wichtigsten Inhalte, etwa Mails, Social Media Kanäle, aber auch SMS auf dem Laufenden. Da ist der Notification-Screen von iOS kein Ersatz, sondern aus meiner Sicht sogar gänzlich nutzlos.

Unter Windows Phone 8 gibt es zwar ebenfalls die Möglichkeit, mehrere Sprachen für die integrierte Tastatur zu hinterlegen. Auch Wortvorhersagen bietet das System. Jedoch hat in meinen Tests kein automatischer Wechsel der Sprache stattgefunden. Vorhersagen kamen stets nur in deutscher Sprache. Zudem ist das Tastaturlayout nicht durchdacht. Gängige Sonderzeichen, etwa Fragezeichen oder das @ müssen umständlich über den Wechsel des angezeigten Tastaturbereichs ans Licht geholt werden. Unter Android reicht es, Tasten länger gedrückt zu halten, um die zusätzlich hinterlegten weiteren Zeichen wählen zu können. So ist die Windows Phone Tastatur für mich unter Produktivitätsaspekten keine Alternative.

Diktieren lässt sich mit dem Windows Phone ebenfalls recht gut. Mittlerweile funktioniert das sogar im E-Mail-Client. Wenn ich mich nicht völlig täusche, ging das unter Mango damals nicht. Dennoch muss ich konstatieren, dass die Geschwindigkeit und Erkennungsgenauigkeit unter Android deutlich besser ist.

Systemweite Apps-Integration hat Windows Phone nur für die eigenen Apps zu bieten und auch da nicht durchgängig. Wie bei iOS ist unter Windows Phone ein vorausdenkender Entwickler erforderlich. Wenn ich mir die verfügbaren Apps so anschaue, scheint es von dieser Sorte im Windows-Bereich noch nicht sehr viele zu geben…

Widgets gibt es nicht. Braucht man ja auch nicht, sagen Windows-Enthusiasten jetzt, wir haben ja Live Tiles. Diese gleichförmigen Farbblöcke, die entweder in ebenfalls gleichförmiger Typografie wenige Brocken eines Inhaltes anfragmentieren oder mit überbunter Hyperaktivität etwa die Bilder von Kontakten unter Strom setzen, um sie in einer Diashow nie geahnter Geschwindigkeit durch das Live Tile zu wirbeln. Mir ist unklar, worin der Nutzen ist. Selbst die nützlicheren dieser Kacheln können mich vom Konzept insgesamt nicht überzeugen. Ähnlich, wie schon zu Windows 8 bemerkt, fehlt es an einer akzeptablen Informationsdichte. Windows Phone verschenkt schlicht zu viel Platz an zu wenige Informationen. Das ist nur akzeptabel, wenn man jemand ist, der eben nur über ganz wenige Informationen verfügt…

Windows Phone 8: Apps sind gerade aus, kommen Sie nächstes Jahr wieder

Sie merken schon. Bereits bis hierhin bin ich von Microsofts Ansatz eines Smartphones nicht überzeugt. Meine siebenjährige Tochter nahm am Wochenende das HTC 8X in die Hand und fragte mich mit ernstem Blick, erst auf den Startscreen, dann auf mich: “Papa, ist das etwa eines dieser Senioren-Handys?” Ich wollte erst spontan bejahen, bin dann aber meinem Bildungsauftrag treu geblieben…

Kommen wir nun zu dem größten Schwachpunkt überhaupt, dem Zustand des Stores. Sicherlich, es wird fast schon gebetsmühlenartig wiederholt, der schwache Bestand an Apps sei nur ein temporäres Problem. Das würde sich alles noch ganz großartig entwickeln. Rome wasn’t built in a day.

Déjà vu. Schon zu Mango-Zeiten, also vor einem Jahr, stand diese Aussage. Passiert ist seither wenig, jedenfalls nach meinem Eindruck und in Anbetracht dessen, was im Store tatsächlich zu sehen ist.

Aber wir haben Office, tjahaa

Man sei ja auch mehr an ernsthaften Inhalten für echte Office-Worker interessiert, hört man bisweilen von WP-Aficionados. Erstaunlicherweise feiern die offiziellen und inoffiziellen WP-Blogs dennoch jedes Angry Birds und Draw Something. Weißer Mann sprechen mit gespaltener Zunge…

Bei der Gelegenheit mal was zum Thema Office-Einbindung. Ich bin selber seit den späten Achtzigern Nutzer von Bürosoftware aus dem Hause Microsoft. Meine Diplomarbeit schrieb ich mit MS Word 5.0. Die ESC-Taste führte ins Menü. Wer erinnert sich noch daran?

Heutzutage bin ich täglich mehrere Stunden mit Excel beschäftigt. Dennoch, auf dem Smartphone habe ich Office noch nie, ich buchstabiere N-I-E, benötigt. Und auch in Zukunft wird sich das nicht ändern. Wenn ich Office unterwegs benötige, dann nehme ich ein Notebook mit. Die werden schließlich auch immer mobiler. Unerwarteter akuter Office-Bedarf? Kann ich mir nicht vorstellen, war in über 20 Jahren noch nicht der Fall. Insofern will ich die systemseitige Office-Integration bei Windows Phones gern der Vollständigkeit halber erwähnen, ich benötige sie nicht…

Neu & Angesagt: Hackfleisch-Rezepte

Dass der Store suboptimal bestückt ist, zeigen schnelle Blicke in nahezu beliebige Sektionen desselben. Unter Neu & Angesagt, ich wiederhole “angesagt”, finden sich Spitzen-Apps, wie “Unnütze Fakten”, “Axels Vokabeltrainer”, “How To Draw Animes”, etliche Rezepte-Apps, “Russian Tales Free” und die weltberühmten “Muslim Inventions”.

Schaut man sich die Top Bezahl-Apps an, darf man sich durchaus wundern, das offenbar eine App, mit der man YouTube-Videos downloaden kann, die Spitze der Liste inne hat. Das spricht ja auch nochmal für die große Ernsthaftigkeit der Verwender der WP-Plattform.

Zwar ist eine Fülle von Apps auffindbar, die mit großen Namen spielen, Facebook kommt auffällig oft in App-Namen vor, jedoch sind diese Apps in aller Regel nicht von den Marken-Inhabern selbst erstellt. Ich hätte da Bedenken, vor allem, aber nicht nur, wenn es sich auch noch um Bezahl-Apps handelt. Wer weiß, wem man da a) Geld und b) Zugriff auf das Smartphone und dessen Daten gibt?!

Es gibt gute Apps, aber dann häufig außerhalb des Design-Standards

Es gibt sie natürlich, die guten Apps. Es stehen beispielsweise eine ganze Reihe der populären Games, die man von anderen Plattformen bereits kennt, bereit. Diese folgen nicht den Designprinzipien des Windows Phones. Auch wenn das naheliegend und erklärlich ist, es irritiert dann doch irgendwie, jedenfalls mich.

Andere Apps, etwa das unverzichtbare Evernote, halten sich zwar an das WP-Design, gewinnen dadurch jedoch nicht eben an Usability.

Wieder andere Apps werden unter Windows Phone nicht benötigt, so etwa Shazam oder Soundhound. Die Funktionalität der akustischen Song-Erkennung liefert die integrierte Bing-Suche gleich mit. Wo ich gerade bei Musik bin. Eine App für Spotify gibt es zwar, allerdings nicht über den deutschen Store…

Strich- und QR-Codes scannt übrigens die integrierte Bing-Funktion. Auch hierfür ist keine separate App erforderlich.

Die als wichtig identifizierten Apps, etwa Facebook, hat Microsoft gleich selbst realisiert. Das klingt erst einmal gut, bedeutet jedoch auch, dass die App nichts mit der offiziellen App zu tun hat. Wie, wann, welche Updates erfolgen, man weiß es nicht. Googles Dienste sind nicht vertreten, wenn man von Apps absieht, die von Entwicklern erstellt wurden, deren Zuordnung zu Mountain View mehr als fragwürdig erscheint…

Fazit: Windows Phone 8 ist alltagstauglich, wenn…

Das OS aus Redmond ist nicht schlecht. Ich hoffe, das ist in diesem Beitrag durchaus deutlich geworden. Und gäbe es nur Feature-Phones und keine konkurrierenden Systeme wie iOS und Android, dann wäre WP 8 sicherlich ein Riesen-Knüller. So können wir aber nicht an die Sache ran gehen. Die Konkurrenz steht Gewehr bei Fuß, ist teilweise günstiger und hat ein wesentlich besser gefülltes App-Arsenal zu bieten.

Es spricht wenig dafür, WP 8 einem der beiden anderen mobilen OS vorzuziehen. Man könnte sich höchstens auf den Standpunkt stellen, man möge WP 8 eben so gern, dass einem alles andere egal sei.

In diesem Sinne ist Windows Phone 8 für den Alltag zu gebrauchen, wenn

  • man eigentlich nur telefonieren und simsen möchte.
  • man die Zeiten der guten alten Feature-Phones wenigstens ein kleines Bisschen vermisst.
  • man tatsächlich unterwegs auf Office-Dokumente zugreifen will und kein Notebook besitzt.
  • man als Chef seinen Mitarbeitern das Phone bezahlt und froh ist, wenn die kaum Apps zur Ablenkung vorfinden.
  • man gern nach dem Prinzip Hoffnung lebt und sich mit der Erwartung auf bald mehr Apps sogar noch motivieren kann.
  • man gar kein Smartphone benötigt.

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit fast 30 Jahren in der IT daheim. Seit 2008 schreibt er für Dr. Web, seit 2012 ist er Chefredakteur des Magazins. Man findet ihn auch auf Twitter und Facebook, aktiver ist er allerdings auf Google+.

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11 Kommentare zu „Windows Phone 8: Für den Alltag zu gebrauchen, wenn…
  1. derbaus am 22. November 2012 um 15:45

    wieso wird ein win8 phone als ein nicht smartphone bezeichnet, nur weil es nicht so viele apps gibt wie für die beiden großen systeme? es hat doch einen webbrowser.. sogar ein office paket.. außerdem läuft das system viel flüßiger als android zum beispiel.. ich bin auch kein wp8 fan.. habe nicht mal aufm desktop windows.. aber hier wird das ganze eindeutig schlecht geredet

    • Dieter Petereit am 22. November 2012 um 17:05

      Die Frage ist nicht leicht zu beantworten, denn das Windows Phone 8 wird hier gar nicht als “Nicht-Smartphone” bezeichnet.

  2. Niklas H. am 23. November 2012 um 00:11

    Ich finde Windows Phone 8 wirklich attraktiv, weil es gegenüber Android und iOS wirklich interessante Features mit sich bringt und darüber hinaus sehr übersichtlich ist. Aber ein weiteres Manko ist, dass der Stromverbrauch stark eingedämmt wird und auch Single-Core-Prozessoren von einem hochwertigen OS profitieren.

  3. basti1350 am 23. November 2012 um 09:22

    Ich finde Windows Phone 8 sehr interessant, das Design finde ich großartig. Zu Apps: Ja viele gibts noch nicht, ja es werden noch viele kommen. Was nicht vergessen werden sollte: in der Masse der iOS und Android Apps sind ca 80% unbrauchbarer Müll. Achja unverzichtbare Apps wie Evernote sind auf WP nicht nötig, dafür gibt es das integrierte OneNote. Die Facebook App die es seit WP7 gibt finde ich einfach und gut, nur die Sonderfunktionen fehlen (Beiträge bearbeiten, löschen etc.).
    Die Sonderzeichen, wie ?!:- sind auch bei 7.5 hinter dem Punkt versteckt und durch längeres halten zu erreichen.
    Generell bin ich schon mit meinem WP7 zufrieden, und werde mir, sollte es in den nächsten Wochen erscheinen, das Samsung Ativ S holen, ansonsten muss ich mich mit einem Android “begnügen”.
    Windows 8 als Betriebssystem finde ich spannend, habe mich innerhalb kürzester Zeit einarbeiten können und kann viele Kritik nicht nachvollziehen, WP8 auf dem Lumia konnte ich mir schon kurz anschauen.
    Android und WP haben einen Vorteil gegenüber Apple, der mir sehr wichtig ist: verschiedene Gerätehersteller.
    Ich bin gespannt was die Zukunft bringt und sehe WP8 als vollwertige Konkurrenz zu den anderen Betriebssystemen.

  4. Max W am 23. November 2012 um 13:34

    Fazit: Windows Phone 8 ist alltagstauglich, wenn…

    der Einsatzzweck zu dem Betriebssystem und den verfügbaren Apps passt! Ein Windows Phone ist schon deutlich mehr als ein Feature-Phone und man kann mehr machen als nur telefonieren und simsen.

    Ich nutze mein WP 7.5 beruflich und bin sehr zufrieden. Die Oberfläche ist intuitiv, schön anzusehen und wahnsinnig schnell. Zudem kann ich alle meine arbeiten damit erledigen, und das so das ich daran Freude habe. Ich brauch auch keine tausend Apps oder Spiele, noch muss ich alles anpassen oder verändern können. Kurzum suche ich kein “Spielzeug” (soll nicht abwertend gemeint sein!), sondern nur einen Begleiter für den Alltag.

    WP hat sicherlich Nachteile und kann bei vielen Dingen nicht mit der Konkurrenz mithalten. Das macht aber nichts, da es an anderen Stellen wieder Vorteile bietet. Man muss nur für sich selbst das beste System finden. Und das kann iOS, Android oder eben Windows Phone sein. Wirklich schlecht ist keines der Systemen, sie sind nur sehr (!) verschieden.

  5. [...] Phone 8: Für den Alltag zu gebrauchen, wenn… – Dr. Web Magazin Dieter Petereitist diplomierter Absolvent des Studienganges Wirtschaftswissenschaften mit [...]

  6. Tom am 25. Januar 2013 um 05:13

    Ziemlich gut getroffen, besonders das Fazit.
    “Es spricht wenig dafür, WP 8 einem der beiden anderen mobilen OS vorzuziehen. Man könnte sich höchstens auf den Standpunkt stellen, man möge WP 8 eben so gern, dass einem alles andere egal sei.”

    So in etwa. Ich habe seit dem Release von WP7 immer zwischen 0 und 2 dieser “Smartphones” zum Ausprobieren hier rumliegen. Das geschlossene System wie iOS und das schicke Design fand und finde ich gut.

    Allerdings trifft bei dem momentanen Funktionsumfang wohl nahezu jeder mal auf etwas, das eben nicht so schön funktioniert ist wie bei den anderen Systemen. Beispiele:
    - Mit der eBay-App kann man keine Auktionen erstellen. Auch ansonsten ist der Funktionsumfang beschränkt. Das gilt für viele Apps.
    - Daueronline-Status im Facebook-Chat. Das ist schlimm
    - Das Fortsetzen der Apps, die noch nicht an WP8 angepasst wurden, verhält sich genau so dämlich wie in WP7, mit anderen Worten: Es gibt kein Forsetzen, die App startet jedes mal neu.
    - Die Wortvorschläge sind immer noch nicht vergleichbar mit Swiftkey bei Android. Ich bin gar nicht der, der jedes Detail an seinem Android-Smartphone anpasst, aber die Tastatur ist wirklich eine Wucht.
    - etc.

    Für Kinder bis 13 und die Eltern-Generation ab ~45 ist es das Richtige aber für den Rest? Ich weiß ja nicht.

  7. Holger Schwarz am 22. Februar 2013 um 21:12

    Hallo,
    der ganze Artikel ist aus Sicht des Autors vielleicht so zutreffend. Von einer ansatzweisen objektiven Betrachtungsweise, oder für Personen die sich informieren wollen, wohl völlig ungeeignet. Ok das hat der Autor auch nicht behauptet, aber die Fokussierung auf einige wenige Alltagsbereiche tuen dem Win Phone sowie jedem anderen Phone unrecht und machen den Artikel weitgehend für Leser unbrauchbar.

    Stärken des Systems werden überhaupt nicht angesprochen (Datenabgleich und Integration mit dem PC, in Apps integrierte Cloud-Anbindung, der Zusammenschluss von Funktionen die bei iOs und auch Android verschiedenste Apps in Kombination benötigen, …).

    Ein Beispiel ist z.B. der Verzicht auf Office unterwegs, für den Autor vielleicht zutreffend. Für andere sicherlich nicht und auch sinnvoll. Ein Beispiel hier wäre die Nutzung von OneNotes, was Evernotes und Co überflüssig macht, oder aber PowerPoint … Hier ergeben sich weitere interessante Möglichkeiten (Multiuser Nutzung, Infosharing …).

    Hier wird doch viel aus einer sehr subjektiven Sicht und einer stark begrenzten Sichtweise geschildert. Mehr als ein Reflektieren des Autors warum das Phone nicht sein Phone ist, kann dieser Artikel beim besten Willen nicht darstellen…

  8. Marco Vogt am 13. Juni 2013 um 10:45

    …lächerliches Fazit von einem Windows Phone “Verachter”… ;-)

  9. Clemens am 13. August 2013 um 10:59

    Ich kann die meisten Aussagen des Artikels gut nachvollziehen.
    Habe vor einigen Tagen ein neues Lumia 920 sehr günstig kaufen können und teste es seither recht intensiv – unvoreingenommen und nur des Interesses wegen.
    Mit dem Smartphone als solchem kann ich mich – trotz des hohen Gewichts – durchaus anfreunden: top verarbeitet, perfekt reagierender Touch-Screen, gute – wenn auch nicht überragende – Kamera und insgesamt eine optische Abwechslung im (schwarzen) Smartphone-Einheits-Look.

    Mit WP8 werde ich aber nicht warm. Vieles ist zu umständlich und wirkt unfertig.
    Ein großes Manko ist überdies, das das Synchronisieren mit MAC OS-X nur sehr rudimentär unterstützt wird. Das ging selbst unter WIndows Mobile 6.1 schon viel besser. Was dann aber doch geht, ist lieblos und fehlerbehaftet.
    Nur ein Beispiel: Man kann Foto-ALBEN mit iPhoto am Mac synchronisieren.
    Habe dafür extra ein paar passende Alben in iPhoto angelegt. Nach der Synchronisation sind zwar die Fotos alle auf dem Lumia angekommen, es wurden aber – obwohl immer und überall von “Alben” die Rede ist – die ursprünglichen EREIGNISSE von iPhoto als Alben angelegt.
    Was die Apps betrifft, kann ich die Einschätzung auch nur teilen:
    Die Usability läßt an vielen Stellen zu wünschen übrig, knapper Platz auf dem Screen wird verschwendet und man muss viel zu oft über das Menü gehen.
    Der integrierte Mail-Client kann mit “k9-Mail” oder “MailDroid” auf meinem Galaxy Note nicht im entferntesten mithalten. Gleiches trifft auf den Internet-Explorer zu, welcher den mobilen Versionen von Chrome oder Firefox ebenfalls nicht das Wasser reichen kann, was die schnelle und einfache Benutzbarkeit betrifft.
    Nur ganz wenige “Alltags”-Apps, die ich unter Android installiert habe, gibt es in vergleichbarer Qualität unter WP8. Da ist “Sparkasse+” schon fast eine rühmliche Ausnahme.
    Die integrierte Spracherkennung hat mich positiv überrascht. Allerdings wird auch dies durch die grottige Tastatur, welche man zum Nach-Editieren diktierter Texte wohl in jedem System braucht, wieder aufgehoben. Keine Cursortasten, unergonomische Tastenbelegung und auch die Wortvorschlägen können etwa mit “SwiftKey” unter Android absolut nicht mithalten.
    Das ist eigentlich sehr schade, denn WP8 hat durchaus gute Ansätze. Es reagiert absolut schnell und flüssig und hat bislang noch keine Hänger produziert.

  10. Rudolf Mader am 5. November 2013 um 16:46

    Hallo, nun komme ich mit meiner Frage im Rahmen dieses Austauschs etwas spät. Fange halt jetzt erst an, mich für das Lumia 1520 unter WB8 zu interessieren.
    Da ich diese Geräte seit Jahren überwiegend geschäftlich nutze, erwarte ich von Microsoft natürlich Apps, die mich im Business unterstützen und jederzeit und überall einsetzen kann.

    Meine Testerfahrungen in Word irritieren mich. Wenn ich einen neuen Text anlege, wird dieser ausschließlich 2-zeilig angelegt, also mit jeweils einer Leerzeile. Die Formatierung ermöglich nicht, die Leerzeile entfernen zu lassen. Gibt es alternative Möglichkeiten, in Fließtexten ohne Leerzeile zu arbeiten?
    Danke für eine Anwort.
    RM

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