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Wikipedia-Eintrag für Geld

15. August 2006
von

Die Wikipedia verschmäht mich, mir wurde nie ein Eintrag gewidmet. Und selber machen ist verpönt. Solch hoffnungslosen Fällen kann nun geholfen werden. Es gibt einen Service, der die Angelegenheit übernimmt. MyWikiBiz tut es gegen Bares. Teuer ist es nicht: zwischen 49,- und 99,- US Dollar werden für einen mehr oder weniger ausführlichen Eintrag in die Wikipedia fällig. Darf man das? Schadet es der Enzyklopädie? Was letztlich drinnen bleibt, darauf hat auch MyWikiBiz keinen Einfluss. Allenfalls eröffnet es einen neuen Spam-Kanal, falls man auf diese Weise gute Geschäfte machen sollte. Das so etwas passiert, sollte nicht verwundern, die eine oder andere PR- oder Werbeagentur wird ähnlichen Service sicherlich auch schon ausgeführt haben. via Wikipedistik
 

Sven Lennartz

Sven ist der Erfinder des Dr. Web Magazins, Autor und Herausgeber verschiedener Fachbücher. Als Webdesigner und Texter früher freiberuflich für verschiedene Unternehmen und Verlage tätig. Jetzt Geschäftsführer der Smashing Media GmbH.

20 Kommentare zu „Wikipedia-Eintrag für Geld

  1. Pommeswelt Frittenblog am 15. August 2006 um 00:35

    [...] Dienstag, 15. August 2006 Gegen Cash in die Wikipedia? Also ich wei

  2. René am 15. August 2006 um 07:39

    Was nützt eigentlich so ein Wikipedia-Eintrag bei Firmen nutzt, die eh keiner kennt? Es müßten ja auch Links zu dieser Seite auf anderen, relevanteren Artikeln gesetzt werden – und da ist so ein Link weit aus schneller wieder weg ….

    Aber wozu dafür so viel Geld ausgeben? Schick nen Mitarbeiter (oder nen Praktikant) eine Stunde eher nach Hause, und laß es ihn am Heim-PC machen. Schon ist die Firmen-IP weg. Aber aus Sicht der Firma sicher eine gutes Nebengeschäft ;-)

  3. L-Roy am 15. August 2006 um 10:01

    Es wäre sicherlich nicht das erste Mal, dass in Wikipedia Informationen auftauchen, die einer Firma oder einer Person nutzen (oder schaden) sollen.

    Hauptsächlich zeigt dieser Fall, dass keine Informationsquelle mehr objektive Inhalte liefert. Schade eigentlich..

  4. MannQuadrat am 15. August 2006 um 16:18

    Wikispam ist glaub ich schon vom prinzip her wirkungslos aus den gründen, die René bereits genannt hat. aber warum macht man denn nicht einfach so eine art who-is-who-wiki auf in dem jeder seine selbstdarstellung abliefern darf?

  5. Reeena am 16. August 2006 um 10:07

    Weil es von dieser Sorte bedauerlicherweise schon zu viele gibt, MQ …
    Ich bin aus Prinzip nicht damit einverstanden, da nonkommerzielle Infoquellen selten
    & kostenpflichtige Lexika/Bildung/Fakten nicht in das vermittelte Bild einer modernen, finanzklassenunabhängigen Demokratie passen dürften.
    Was erst recht für´s Netz gilt.

    Von der Erwartung an professionelle Artikel mal ganz zu schweigen.
    Es ist nicht alles Gold, was glänzt (via Microsoft ;)
    Die Motive, die für das unentgeltiche Verfassen eines Artikels stehen,
    Aufklärungsbewusstsein, Dokumentation des Zeitgeschehens, Zusammenhänge näher betrachten, Auslöser-Wirkung-Geschehnisse analysieren & nur so, besonders politisch,
    für zukünftige Probleme Lösungen entwickeln …
    Ethisch relevante Werte eben, deren besonders heute zutreffende Unaufwiegbarkeit
    mit Geld durch “mal eben so per Post bestellte” Lexeinträge unweigerlich durch den Kakao gezogen werden.

    Sry, das einzige was meiner Meinung nach dabei enstehen könnte,
    sind Zustände wie in der Schweiz.
    Mal abgesehen von wahrscheinlich üüber 80 % purer Werbeeinträge,
    inobjektiv & juristisch zweifelhaft verfasst.

  6. MannQuadrat am 16. August 2006 um 11:08

    Hmm. Du könntest Recht haben. Aber ich muss mal eine Runde in mich gehen. Irgendwo hatte ich vor ein paar Jahren mal ein Lösung für ein ähnlich gelagertes Problem gebaut. Kann mich nur nicht mehr an die Details erinnern.

    Auf der anderen Seite, geht es mir immer wieder so, daß ich auch mal informationen zu einer Person suche die nicht ausreichend bekannt und berühmt für wikip. ist. bisher bleibt da nur der gang zu den Einwohnermeldeämtern, Telefonbücher und Google.

  7. Gerhard am 16. August 2006 um 15:57

    Als verlässliche Informationsquelle taugt Wikipedia ohnehin kaum. Mitunter scheinen manche Einträge direkt einem Märchenbuch entsprungen. Nur weil die Mehrheit etwas für richtig hält, muss es eben noch lange nicht richtig sein. ;-)

  8. Soeren Onez am 16. August 2006 um 22:11

    Hallo,
    ich bin heute dran mit dem Blogbild an der Seite und wollte mich hier mal ganz herzlich bedanken. Bei mir war heute wirklich einiges los, hatte weit mehr Besucher als sonst und die meisten sind eben von hier gekommen.
    Jetzt hoffe ich, dass der ein oder andere auch hängenbleibt.
    So nochmal ein riesen großes Danke an DR.WEB

  9. jo am 16. August 2006 um 22:14

    René/MannQuadrat: Sicher nicht nur beim Themenfeld “Digital Video” gibt es in der deutschsprachigen Wikipedia Links, denen man einen durchaus werblichen Charakter unterstellen kann.

    Das funktioniert so: Man schreibt oder sucht sich einen mehr oder minder ausführlich Wikipedia-Eintrag, bei dem noch ein paar basale Details fehlen. Statt den Artikel nun zu ergänzen oder zu überarbeiten, wird kurzerhand ein Link auf den Info-Bereich oder eine FAQ eines Händlers gesetzt. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

  10. Sven Lennartz am 16. August 2006 um 23:57

    @ soeren

    du bist hier im falschen beitrag. aber trotzdem nett ;-)

    die wikipedia, um zum thema zurückzukehren, halte ich persönlich für meinen wahrgewordenen traum vom internet. sie ist großartig! ich nutze sie jeden tag mehrmals, auch wenn es mal fehler oder unzulänglichkeiten gibt. einem neugierigen und wissensdurstigen menschen kann nichts besseres begegnen. mein voller ernst. und wenn ich nicht täglich für dr. web etwas schreiben wollte, dann täte ich es dort.

  11. Reeena am 17. August 2006 um 14:20

    Danke, Gerhardt! (via Marx/Engels-Umsetzung) ;o

  12. Sokrates am 19. August 2006 um 18:30

    @ Sven

    wikipedia vernichtet nach und nach das netz, und steckt soviel Energie in SEO das mir schlecht wird. Kaum eine Zahl ein Begriff, ein Tier, Name, Ereigniss oder Datum was nicht auf Platz 1-5 in Google auftaucht. Die Querverweise sind größtenteils nur dazu da um die besten Ergebnisse in Google zu erreichen. Das führt dazu, daß kleine Sites die sich aufgrund persönlicher Leidenschaft mit einem Thema beschäftigen sagen wir mal zum Thema Hamster-haltung zum Beispiel kaum Besucher bekommen und eine refinanzierung durch werbebanner oder amazonlinks unmöglich wird. Dies wird wiederum zum langasamen aussterben dieser kleinen netten spezialseiten. So nun wird es zusätzlich noch etwas unheimlich: welches Interesse hat Wiki alle Benutzer an sich zu ziehen wo doch keine Werbung drauf ist. Wer finanziert das ganze wirklich und welche Macht ist damit verbunden zur ersten Inforamtionsinstanz aufzusteigen. Bald werden viele Menschen nur das für objektiv und richtig halten was in wikipedia steht bzw. überhaupt nur die dortigen informationen zu einem Thema wahrnemen. Das internet lebt aber unter anderm auch von den unterschiedlichen Gesichtspunkten. Auch glaube ich nicht daran das diese Artikel von otto-normal Menschen verfasst werden, sondern vielmehr das da ein unvorstellbarer etat hintersteht. Übermächte bzw. in diesem Fall ein Informationsmonopol kann nicht gut sein. Ich stehe dem auf jeden Fall sehr skeptisch gegenüber und schließe mich dabei nicht aus. auch ich bin fauler gewordern und lese dinge oft nur in wikipedia nach. Erschrenkend, beängstigend und deshalb nur mit großer vorsicht zu genießen.

  13. Sven Lennartz am 20. August 2006 um 01:47

    klar hat wikipedia oft gute google-ergebnisse. aber reicht das dem suchenden? der eintrag zum thema “hamster” ist doch recht schmal. jede echte spezialseite hat da weit mehr zu bieten. so muss es sein. und so ist es auch. von verschwörungstheorien halte ich nichts.

  14. [...] Internet als Werbefläche gewinnt an Popularität. Ob solche Blogeinträge, Werbung in Spielen oder auf Wikipedia Aufmerksamkeit auf das Produkt ziehen (und wie viel und welcher Art), sei mal dahingestellt. Mir [...]

  15. Dominic am 4. August 2007 um 19:32

    Naja, Wikipedia hat einen ziemlich hohen Pagerank…
    und Pageranks sind meines Wissens vererbar.
    Also bringt es rein SEO-technisch schon was…

    • Martin am 24. Mai 2012 um 15:11

      Genau das ist der Grund ! :)

  16. Gregory Kohs am 11. Dezember 2008 um 16:28

    Im November hatte MyWikiBiz zwei zahlendere Klienten, die mit neuen Artikeln für Wikipedia unterstützt wurden. Das Geschäft ist trotz der ganzer Jimmy Wales’ erfolgreich; Bemühungen, es zu zerstören. Es ist jetzt einfach heimlich, eher als transparent, wie der Gründer es zuerst wünschte, um zu sein.

  17. starcooks24 am 1. Juli 2010 um 23:51

    Who the fuck is wikipedia :-)

    Viele Grüße Jörg

  18. Anna am 8. August 2012 um 11:36

    Ich kann mir nur einen Grund vorstellen warum Firmen einen Beitrag bei Wikipedia bezahlen. Es dreht sich alles um Google, weil Wikipedia viel Trust seitens Google hat bringt auch ein nofollow Link bei Wikipedia Plus Punkte beim Ranking. Einen anderen Grund dafür konnte ich nicht finden.

  19. Dirk am 25. Dezember 2012 um 10:57

    Dort hat auch nicht jede Firma etwas drin verloren. Richtlinien müssen schon sein.

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