…HTML-Seiten erstellen kann, der kann auch am lukrativen App-Markt teilhaben! Denn dank PhoneGAP wird nun aus einer Website eine waschechte App für’s iPhone oder andere Smartphones. Überlegen wir einmal: die „mobile“ Zukunft ist auf dem Weg zu uns!
Wo man auch hinschaut, das mobile Web boomt… Smartphones, Tablets und andere mobile Endgeräte gehören bereits heute für Millionen von Menschen zur Tagesordnung! Und was viele nicht wissen… die Anzahl der mobilen Anwender ist bereits 6x höher, als die der “stationären” Internetanwender am heimischen PC.
Das Heer der Smartphone-, Android- und Tablet-Nutzer wächst seit Monaten in einem atemberaubendem Tempo und eröffnet somit ein immer größeres Potenzial sowie noch nie da gewesene Möglichkeiten für alle Webentwickler und Firmen, welche Apps im Marketing einsetzen! Wie PhoneGAP genau funktioniert, dass erklärt Ihnen Horst Klier in diesem informativen Gastbeitrag…
Einfache Handhabung Dank PhoneGAP
Im Grunde funktioniert es so: Man legt einen Ordner “www” an und speichert darin eine index.html sowie alle anderen benötigten Dateien. PhoneGAP packt das alles in eine App, die beim Start die index.html anzeigt. Dort kann der Entwickler dann mit HTML, CSS und Javascript alles nutzen was er aus dem Web kennt.
Zur Anzeige wird der interne Browser genutzt, allerdings ohne Menü, URL-Leiste und ähnliches. Ein von PhoneGAP mitgeliefertes Javascript erweitert die Möglichkeiten um den Zugriff auf Dinge, die normalen Webseiten versperrt bleiben. Dazu gehören Kamera, Bewegungssensoren, gespeicherte Kontakte und vieles mehr. Das ist der große Vorteil gegenüber einer mobilen Webapp, neben der Nutzung der App Stores zur Vermarktung.
PhoneGAP unterstützt nicht nur iOS und Android. Es lassen sich auch Anwendungen für BlackBerry, Symbian, Bada (Samsung), Windows Phone und webOS erstellen. Der Online-Dienst PhoneGAP Build übernimmt sogar die Kompilierung. Man lädt einfach ein ZIP mit seinen HTML-Dateien hoch und bekommt fertige Apps zum Download.
Zu beachten ist allerdings, dass es auch Nachteile gibt. Also: ganz so einfach ist es dann doch leider nicht, alle Plattformen zu unterstützen. Den PhoneGAP nutzt überall den internen Browser und der kann eben auf der einen Plattform mehr als auf der anderen. Dazu kommen noch verschiedene Bildschirmgrößen und andere Widrigkeiten.
Letztendlich sollte man sich doch auf die Systeme beschränken, für die man auch Geräte zum Testen hat. Denn so schön ein Kompilieren in der Wolke ist, ich kann keine App an Kunden ausliefern, die ich kein einziges mal selbst auf einem echten Gerät gesehen habe.
Überhaupt muss man sich durchaus mit der jeweiligen Zielplattform befassen. Gerade Apple ist für seinen strengen Review-Prozess bekannt. Dabei wird auch die Einhaltung der Bedienungsstandards geprüft. iPhone-Benutzer mit einer selbst ausgedachten Benutzerführung zu versorgen geht also nicht.
Sind es bei Apple die selbst gesetzten Qualitätsstandards, so kämpft man bei Android schlicht mit der unglaublichen Vielfalt an Telefonen und Tablets. Mögliche Auflösungen und Symbolgrößen, Strategien zur Lokalisierung, Signierung des Codes und einige andere Stolpersteine gilt es zu umschiffen. Insofern kommt man um ein eingehendes Studium der jeweiligen Geräte nicht umher.
Warum Sie PhoneGAP nutzen sollten
Warum dann aber trotzdem PhoneGAP benutzen, wenn man sich sowieso mit jedem System intensiv befassen muss? Dann kann man doch auch gleich die jeweilige Programmiersprache benutzen, oder?
Man kann eine App entwickeln, die im Grunde überall läuft und nur die Darstellung bzw. Benutzerführung wird auf die jeweilige Zielplattform optimiert. Das spart gegenüber getrennten Entwicklungen enorme Zeit und Kosten. Besonders die fortlaufende Pflege wird deutlich günstiger. Außerdem werden die bekannten Techniken aus dem Web benutzt. Es kann keinesfalls schaden, hier seine Kenntnisse zu vertiefen.
Ein Beispiel aus der Praxis soll es verdeutlichen. Der Dienst BlutdruckDaten.de bietet die Erfassung der eigenen Blutdruckwerte und erzeugt daraus Diagramme.
Gespeichert werden die Daten in der Cloud, der Zugang ist von Überall einfach durch den PC-Browser möglich. Für die Apps wurde die Oberfläche komplett neu gestaltet um dem kleineren Displays und der Touch-Bedienung gerecht zu werden. Die eigentliche Speicher- und Diagrammfunktion ist aber identisch. Die Daten werden per Ajax mit dem Server ausgetauscht und die Diagramme werden auf einen HTML-Canvas gezeichnet.
Insgesamt sind etwa zwei Drittel des Quellcodes von Internet und App-Version gleich. Und gleich meint hier wirklich exakt den gleichen Javascript-Code. Die App gibt es für iOS und Android, wobei hier an den Stellen, bei denen Unterschiede gemacht werden müssen, direkt das jeweilige System abgefragt wird.
Es ist also nur ein Quellcode für die App zu pflegen. Durch die verschiedenen Bildschirmgrößen bei Android war eine Anpassung unerlässlich. Dabei entstand quasi als Abfallprodukt die iPad-Version.
Im Ergebnis ein Cloud-Service, der von jedem Computer mit Browser genutzt werden kann. Ebenso von den wichtigsten mobilen Plattformen. Der Aufwand um von der Browserversion auf die App zu kommen war überschaubar, die Erstellung der iOS Version bestand hauptsächlich in Feinanpassungen des Designs der Android-Variante. Über 80% der Nutzer geben Ihre Werte über iPhone und Android ein.
Fazit
Apps entwickelt man nicht nebenher. Man muss sich einlassen auf die jeweilige Plattform. Dazu gehört die Notwendigkeit einen Mac zu haben und mit der Entwicklungsumgebung XCode umgehen zu können um iOS-Apps zu entwickeln.
Bei Android ist es dann Eclipse und XML-Manifest-Dateien. Dafür erschließt man sich das mobile Ökosystem, was eine sichere Investition in die Zukunft ist.
Alternativen:
- Titanium Mobile von Appcelerator ermöglicht die Entwicklung von nativen Apps für Android und iPhone. Entwickelt wird mit Javascript, wobei man Zugriff auf die nativen Elemente des jeweiligen Geräts hat. Wenn man so will, eine Art Zwischenlösung. Man ist nicht vom Browser des Geräts abhängig, kann aber trotzdem mit Javascript entwickeln. Die Apps sind dadurch auf mehreren Plattformen lauffähig. Im Moment ist das iOS und Android.
- Corona SDK von Ansca ist optimiert auf die Entwicklung von Spielen. Programmiert wird in Lua, das ist eine sehr einfach zuerlernende Scriptsprache. Viele fertige Bibliotheken machen erste Erfolge leicht. Eine Physik-Engine ermöglicht Spiele wie Angry Birds ohne viel Aufwand. Rund um den Entwicklungsprozess gibt es zahlreiche Tools zur Unterstützung, auch von Drittanbietern.Eine gewisse Nähe zu Flash ist vorhanden, weswegen ehemalige Flash-Entwickler eine der Zielgruppen für die Umgebung sind. Umsetzungen von Flash-Spielen als Apps sollen sehr einfach möglich sein. Die fertigen Apps laufen dann unter iOS oder Android. Corona ist allerdings kostenpflichtig.
Begriffe:
- Hybride AppEs gibt iOS-Entwickler die eine App als hybrid bezeichnen, wenn sie sowohl amiPad als auch iPhone läuft. Hier im Text meint “hybrid” Apps auf verschiedenen Plattformen.
- Web-AppDamit kann eine Anwendungen im Browser auf normalen PCs gemeint sein, dienatürlich auch auf einem mobilen Browser aufgerufen werden kann. Apple hatte bei der Einführung des iPhone ursprünglich nur Web-Apps vorgesehen. Dementsprechend kann man solche mobilen Webapps auf iOS-Geräten auch als Symbol ablegen und für den Anwender besteht kein großer Unterschied zu einer nativen App. Eine PhoneGAP-App unterscheidet sich im Grunde von einer solchen mobilen Web-App nur wenig, ist aber trotzdem eine native App.
Wie Sie Ihre App am Markt bekannt machen
Wer darüber hinaus Kunden im mobilen Web gewinnen oder diese mit den neusten Informationen und Apps versorgen will, der kann direkt auf das MobilePrisma von Digitale-Infoprodukte.de zugreifen. Denn die „mobile“ Zukunft ist auf dem Weg zu uns! Wo man auch hinschaut, das mobile Web boomt… Smartphones, Tablets und andere mobile Endgeräte gehören bereits heute für Millionen von Menschen zur Tagesordnung!
Und was viele nicht wissen… die Anzahl der mobilen Anwender ist bereits 6x höher, als die der “stationären” Internetanwender am heimischen PC. Das Heer der Smartphone-, Android- und Tablet-Nutzer wächst seit Monaten in einem atemberaubendem Tempo und eröffnet somit ein immer größeres Potenzial sowie noch nie da gewesene Möglichkeiten für alle Werbetreibende… im Internet sowie für den Laden “um die Ecke”! Denn mit der digitalen Mobilität kommt auch gleichzeitig die digitale Lokalität… und damit der Boom des lokalen und mobilen Marketings
Das neue “blaue” MobilePrisma konzentriert sich daher ausschließlich auf den Aufbau mobiler Trafficströme… also auf die Kundengewinnung und Kundenbindung über mobile Endgeräte wie Handys, Smartphones oder Tablets. Dieser Ansatz ist noch recht neu, so dass es bisher kaum tiefergehende Informationen zum Trafficaufbau im “mobilen” Internet im deutschsprachigen Web gibt.
Das MobilePrisma ist somit der erste Kurs zum Aufbau großer Trafficströme im “mobilen” Internet! Es verdeutlicht Ihnen… ähnlich wie das bekannte TrafficPrisma… auf anschauliche Art und Weise 24 mächtige Traffic-Schlagadern und wie Sie Ihre Zielgruppe direkt, mobil, jederzeit und LIVE über Handys, Smartphones, Tablets und andere mobile Endgeräte erreichen können.
Weitere Informationen zum MobilePrisma finden Sie unter www.digitale-infoprodukte.de/produkte/mobileprisma/.
Über den Autor
Horst Klier entwickelt für Kunden Web-Projekte und Handy-Apps. Weitere Infos finden Sie auf seiner Homepage unter www.internetfluesterer.de.
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Ich habe PhoneGAP vor ein paar Monaten getestet. Schade ist, dass das Portieren von mobilen Webseiten doch nicht ganz so einfach ist wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich erwarte aber, dass dies in Zukunft noch etwas ein facher werden wird. Trotzdem ist Phone GAP ein großer Schritt in die richtige Richtung
Finde den Beitrag schon interessant, aber wenn die Überschrift mit einem “Wie” anfängt, hätte ich mir so ein kleines Tutoriell erhofft. Nichts desto trotz werde ich mir PhoneGap trotzdem mal ansehen. Danke für den Tipp
Ja ich hab es mal ausprobiert, ist noch nicht so ganz ausgereift. Denke mal da werden noch 1-2 Versionen gebraucht bis es wirklich top ist.
Habe mit entwickeln aufgehört, ls Steve “abgetreten” ist. Und auch gleich mein Apfelphone verkauft.
Danke für den Beitrag. Er hat mich inspiriert, dass ich mich auch mal auf den Weg mache um mehr im App Bereich, oder überhaupt in der Entwicklung für das mobile Web zu tun.
Besonders interessant ist die Kombination von PhoneGap mit Javascript-Bibliotheken wie jQTouch oder jQuery Mobile. Damit lassen sich auf einfache Weise Apps basteln, die so aussehen und sich so verhalten wie native Apps.
Wollen wir mal schauen wie lang der Markt noch lukrativ bleibt. Einfach ein App zusammenschuster und verkaufen wollen klappt nicht.. da bekommt man gleich von den Käufern in der Kommentar Funktion auf den Deckel ;O)
Danke für den Beitrag. Ich werde mir honegap einmal ansehen.
Wie kann man schon im Titel einen Fehler haben?
Iphone?
So einfach geht das auch nicht, das sollte dann schon ausgereift sein – ansonsten wird man nicht ernst genommen.
Sehr schöner Beitrag um einem das Web-App Thema schmackhaft zu machen. Aber was hat der Abschnitt zu “MobilePrisma” da zu suchen?
Sehr interessant!
Danke für die Anregung.
Der Beitrag macht Lust es selbst auszuprobieren…gibt es eigentlich garkeine Möglichkeit (ausser WebApps), dass ohne Mac hinzubekommen?
@online4life
Doch geht wenn du den Dienst von phonegap in Anspruch nimmst. Für eine Gebühr auen die dir die App für alle Plattformen. Somit sparst du dir den Aufwand für alle Plattformen eine funktionierende Entwicklungsumgebung aufzusetzen und aktuell zu halten.
Danke für den spannenden Beitrag.
Eine Frage habe ich noch:
Gibt es in den HTML5 Apps auch die Möglichkeit, Daten zu (zwischen-) zu speichern?
Die Blutdruckdatenbank ist ein tolles Beispiel:
Wenn ich meinen Blutdruck an einem Ort messe, an dem ich aktuell kein Mobilfunknetz habe: Speichert die App meine Eingabe dann zwischen und lädt die Eingaben bei der nächstbesten Möglichkeit hoch, oder gehen Eingaben verloren, wenn ich kein Netz habe.
Umgekehrt genauso:
Kann ich in die App beliebig umfangreiche Daten Bilder, Texte, Videos einbetten und dem Nutzer zugänglich machen, wenn er gerade im Funkloch steht? Beispielsweise für Outdoor-Apps für Wanderer.
Würde mich sehr über Feedback freuen.
Danke. Hab mich schon gewundert wie auf Fiverr iPhone Apps fuer USD 5 angeboten werden.
Kann man mit Phonegap auf die Hardware zugreifen? Kamera, NFC, GPS, etc….?
Wenn Phonegap auf den internen Browser aufsetzt frage ich mich das wirklich eine “waschechte” Mobile-App ist oder nicht doch nur eine Webseite die für mobile Geräte optimiert ist? Sozusagen ein kleiner Webserver der auf dem IPhone/Android läuft.