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Videodreh fürs Web: Teil 1 – die günstige Lösung

4. Mai 2013
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Ein Internet ohne Videos? Fast unvorstellbar. Ob YouTube oder über die eigene Webseite – schnell produzierte und originelle Filme sind voll im Trend. Braucht man für einen Text nur das Notebook, für einen kleinen Audiobetrag auch nicht viel mehr – sind Videos doch deutlich schwieriger zu produzieren. Es braucht eine Kamera, richtigen Ton, gutes Licht und Geschick bei der Postproduktion. Zumindest bei der Hardware liegen im Einstieg die Hürden nicht unendlich hoch, wie man am Beispiel des iPhone sieht.

Keine Frage: Moderne Smartphones haben eine beeindruckende Videokamera eingebaut. Da liegt die Idee nahe, auch zumindest halbwegs professionelle Produktionen mit dem kleinen Wegbegleiter zu realisieren – vorneweg als erstes taugliches Gerät dieser Art, das Apple iPhone. Schon viele Fernsehsender und Produktionsgesellschaften experimentieren seit geraumer Zeit mit der Technologie in der Westentasche. Die Investitionen sind jedoch entsprechend. Nur hochpreisige und überaus schwerfällige Technik wird angebunden. Das ist schon hinsichtlich Komplexität und des finanziellen Aufwandes wirklich nur für ambitionierte Videoproduzenten brauchbar. Dabei kann der Einstieg ganz einfach sein.

Kein Video ohne Stativ

Vieles lässt sich mit Unerfahrenheit und dem Newcomer-Bonus verzeihen – nicht jedoch verwackelte Videos. Über kurze Zeit liegt das Smartphone vielleicht noch gut in der Hand und die Ergebnisse sind relativ ruhig. Interviews oder lange statische Aufnahmen sind jedoch unmöglich ohne richtiges Stativ. Entsprechend des unkonventionellen Einsatzes bedarf es jedoch auch einer klugen Lösung. Der GorillaPod Video ist für mich am praktikabelsten. Auf kleinsten Raum ist das zähe Ungetüm unterzubringen und wirklich immer griffbereit. Durch flexible Beine und magnetische Füße lässt sich das kleine Stativ nahezu überall anbringen. So wird die relativ kleine Größe schnell kompensiert. Doch auch auf den drei kleinen Füßen auf einem Tisch stehend lassen sich gute Videos machen. Der integrierte Schwenkarm ist jedoch leider nicht mehr als eine kleine Anspielung an die großen Stative. Wirklich effektiv nutzen lässt sich die Funktion durch eine manchmal schwerfällige Mechanik und die fehlende Stabilität leider nicht. Trotzdem ist der kleine Helfer für knapp 30 US-Dollar fast unabdingbar. Für weitere 20 US-Dollar gibt es die Halterung für das Mobiltelefon. Durch die Federmechanik ist diese jedoch leider etwas wackelig – da gibt es besseres.

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Eine solidere Haltung

Auf dem Stativ muss das iPhone auch halten. Anders als professionelle Videokameras ist das iPhone jedoch nicht für ein Stativ gedacht. Entsprechend muss nachgerüstet werden. Die optionale Halterung des GorillaPod ist leider etwas anfällig – GLIF ist da weitaus besser. Die multifunktionale iPhone-Halterung für solide 30 US-Dollar ist absolut das Geld wert. Einmal das iPhone eingespannt ist es fast bombensicher eingeklemmt. Schließlich gibt es kaum einen tragischeren Vorfall, als ein während des Drehs ein fallendes iPhone beobachten zu müssen. Die kleine Halterung ist voll kompatibel zum GorillaPod und wenn der Dreh vorbei ist, lässt sich mit dem kleinen Tool auch noch das iPhone im Bett schräg stellen. Passt.

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Guter Ton für den direkten Kontakt

Eingebaute Mikrofone sind seit jeher ein Ärgernis für aufnahme-ambitionierte Nutzer. So ist auch kaum daran zu denken, mit dem integrierten Mikrofon des iPhone irgendwelche Videos produzieren zu können. Schon bei geringer Entfernung dominieren die Störgeräusche und für eine gute Qualität müsste man fast mit der Nase das Display berühren. Ein externes Mikrofon muss her. Leider gibt es nicht unendlich viel Auswahl. Mit dem iRig Mic existiert zumindest eine solide Lösung. Das Handmikrofon kann einfach in den Kopfhöreranschluss gesteckt werden. Gleich im Anschluss können spannende Interviews geführt oder auch Ansager gedreht werden. Das Mikrofon liegt durch die schwere Verarbeitung gut in der Hand. Leider ist der Eindruck besser, als die Resultate wirklich werden. Einige Störgeräusche sind unvermeidlich und auch die Bedienung steckt voller Tücken. Das Mikrofon verfügt über drei Einstellungen der Empfindlichkeit. Nur die mittlere Position liefert wirklich akzeptable Resultate bei einer normalen Verwendung – das muss man auch erstmal herausfinden. Für knapp 50 US-Dollar ist das Teil zudem nicht gerade günstig, bei richtiger Verwendung jedoch gut angelegtes Geld.

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Ton für die volle Handfreiheit

Nicht immer muss es ein Handmikrofon sein. Wer nicht das iRig Mic auf einen Besenstil als Mikrofonangel schrauben möchte, hat wenig Alternativen. Der gleiche Hersteller bietet mit dem iRiG Mic Cast einen kleinen Mikrofonaufsatz an, der es mächtig in sich hat. In nicht allzu weiter Entfernung liefert das kleine Mikrofon wirklich solide Ergebnisse und ist kein Vergleich zu dem integrierten Tonabnehmer. Mittels verschiedener Empfindlichkeiten lässt sich der Klang noch etwas optimieren. Für ungefähr 30 US-Dollar ein kleines Wunderwerk, das im Einsatz wirklich überzeugt. Die Grenzen sind jedoch auch klar die Stärken, bei dem der große Bruder aufholen kann. Auch hier gebe ich klar eine Empfehlung als zweites Mikrofon, wenn gerade kein Handmikrofon benötigt wird.

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Fazit

Für ungefähr 100 US-Dollar lässt sich aus einem normalen iPhone eine solide Lösung für die mobile und stationäre Videoproduktion schaffen. Ausprobieren lohnt, wenn sonst die Anschaffung einer Videokamera ansteht. Die Ergebnisse lassen sich sehen und mit den Hilfsmitteln wird der Abstand zu (semi-)professionellem Video relativ gering. Problempunkte wie Licht oder Objektiv können leider im Fokus einer möglichst günstigen Umsetzung nicht vollständig gelöst werden – zu kostenintensiv sind die Lösungen im Vergleich. In einem weiteren Beitrag werden wir uns bald mit einer professionelleren Lösung befassen…

(dpe)

arbeitet als Kommunikationsberater für IT-Unternehmen und bloggt gerne über Webtechnologien.

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5 Kommentare zu „Videodreh fürs Web: Teil 1 – die günstige Lösung
  1. iPhone Liebhaber? am 5. Mai 2013 um 11:18

    “Videodreh fürs Web…”
    Nur doof, dass sich hier ein Applejünger ausschließlich aufs iPhone fixiert… ein wenig extrem einseitig würde ich sagen!

    • Dieter Petereit am 6. Mai 2013 um 12:59

      Ein iPhone-Nutzer beschreibt eine iPhone-Lösung. Na und? Davon dürfte es durchaus ein paar Millionen geben.

  2. MaWoSch am 5. Mai 2013 um 21:41

    Was soll der Artikel? Hat da jemand vergessen zu recherchieren?
    Von wegen “Leider gibt es nicht unendlich viel Auswahl” … bei einem Mikrofon. Seiten wie Thomann quellen über vor Mikrofonen und nicht nur im Hochpreissegment. Warum soll man die nicht am Smartphone anschließen können?
    Und dazu alle Preise in Dollar.

    • Dieter Petereit am 6. Mai 2013 um 13:02

      1. Frage: Ist zum Lesen geschrieben
      2. Frage: Oops. Das war es also. Wir waren alle schon ganz verwundert, was da wohl noch fehlen könnte…
      3. Frage: Soll man nicht? Wer sagt das?

  3. Felix am 14. Mai 2013 um 22:10

    Schöner Artikel. :)
    Dazu ist mir gleich das Video vom Youtuber FreddieW ‘Sandcastle Sensei – Behind the Scenes’ eingefallen: http://www.youtube.com/watch?v=hZDStYlgMLA
    So zum Thema Videos mit geringen Verwackelungen drehen. ;)

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