E-Business

Webdesign und Konversion: Besucher in zahlende Kunden wandeln

11. Juli 2015

Für einen Online-Shop ist die Konvertierung von Besuchern in zahlende Kunden die wesentlichste Aufgabe. Doch genau das ist gar nicht so einfach. Sie können die schönste Website besitzen und doch ist es nicht ganz unwahrscheinlich, dass einfach zu wenig Besucher in zahlende Kunden gewandelt werden können. Das Verhältnis von Leads zu Sales ist entscheidend und nicht immer nur das vielleicht sogar preisgekrönte Design. Erst wenn dieses Verhältnis stimmig ist, sind die vielen Euros, die Sie für Marketing, Design und Entwicklung ausgegeben haben, nicht völlig sinnlos gewesen. Es gibt eine Vielzahl von Aspekten, die für die Entwicklung einer erfolgreichen Website, die genügend Sales erzeugt, zu beachten sind. Auch kleine Details können hierbei eine wichtige Rolle spielen. Daher geben wir Ihnen in diesem Beitrag einige Tipps, die Ihnen helfen können, mehr Leads in Sales umzuwandeln.

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Wenn Sie eine Website mit hohen Umsätzen erstellen (lassen) wollen, sollten Sie die folgenden Komponenten im Auge behalten:

1. Nutzen Sie ein responsives Layout

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Smartphones

Viele Menschen bevorzugen mittlerweile eher Ihr Smartphone zum Surfen im Web und für Online-Käufe. Traditionelle Computer oder Notebooks hingegen verlieren an Beliebtheit. Webdesigner orientieren sich immer häufiger an der Mobile-first Strategie, denn die Bildschirme der Smartphones sind wesentlich kleiner. Daher muss ein Layout gefunden werden, das auch auf Smartphones und Tablets hervorragend funktioniert. Das ist das sogenannte responsive Webdesign.

Smart-TVs

Ein weiterer Einsatzbereich von responsiven Webdesign ist das Design für große Bildschirme. Das mag zuerst fragwürdig erscheinen, doch wenn man sich vorstellt, dass man auch über Smart-TVs und Spielekonsolen das Internet nutzen kann, dann ist dieser Gedanke gar nicht so abwegig. Da immer mehr Geräte in einer Größenklasse von zum Teil weit über 40 Zoll auf den Markt kommen, sollte man auch dafür ein Layout anbieten können.

2. Die Website für Suchmaschinen-Robots optimieren

So ziemlich alle Webdesigner sind sich der Tatsache bewusst, dass hohe Platzierungen in den SERPs mehr qualifizierte Besucher auf die Website bringen. Diese Besucher besitzen ein hohes Potential zur Konversion. Je höher Ihre Website in den SERPs gelistet ist, desto mehr Besucher werden durch einen Klick dorthin gelangen.

Um höher in Suchmaschinen wie Google und Bing gerankt zu werden, muss die Website für Geschwindigkeit und hervorragende Benutzerfreundlichkeit optimiert werden. Die User Experience ist mindestens so wichtig wie eine attraktive Optik und die richtigen Keywords im Inhalt. Wissenswertes zur Optimierung einer Website für die Suchmaschinen ist in den „Links zum Beitrag“ zu finden.

Das Konzept des User Experience Design konzentriert sich auf die Interaktion zwischen Website und Kunde. Dabei soll sichergestellt werden, dass diese sowohl schnell wie ansprechend funktioniert. Der Zusammenhang zwischen gutem User Experience (UX) Design und erfolgreichen Websites ist stark. Nur, wenn Ihr Kunde eine gute Erfahrung mit Ihrer Website hat, dann wird er auch Vertrauen entwickeln, die nächsten Schritte zu gehen.

3. Ein benutzerfreundliches und intuitives Navigations-Menü

Apple.com bietet seinen Besuchern eine gut strukturierte und benutzerfreundliche Navigation
Die sehr gute Apple-Navigation

Der Besucher einer Website möchte finden, nicht suchen. Wenn er suchen muss, ist bereits etwas schief gelaufen. Besucher werden eine Website verlassen, auch wenn Sie noch so schön anzusehen, inhaltsreich, responsive und SEO-freundlich gestaltet ist. Der Grund liegt vielfach in dem Navigations-Menü. Studien zeigen, dass eine schlechte und wenig durchdachte Navigation einer der Hauptgründe ist, weshalb Besucher eine Website verlassen. Wenn die Navigation Ihrer Website nicht richtig konzipiert und organisiert ist, werden sie viele Besucher verlieren. Die Bounce-Rate nimmt dann einen großen negativen Einfluss auf die Such-Rankings. Daher zählt eine optimal gestaltete, durchdachte und intuitiv zu bedienende Navigation zu den Essentialia einer erfolgreichen Website.

Auch das Smashing Magazine bietet seinen Besuchern eine benutzerfreundliche Navigation
Smashing-Magazine

4. Vertrauenswürdigkeit und Transparenz ausstrahlen

Würden Sie von jemandem, dem Sie nicht vertrauen, etwas kaufen? Vertrauen auszustrahlen, ist ein wichtiger Faktor für ein Unternehmen. Ganz besonders im Online-Bereich, wo der gesamte nonverbale Bereich der Zwischenmenschlichkeit fehlt. Zudem nehmen sich Ihre Besucher nur einen Bruchteil einer Sekunde, um sich ein Urteil über Ihre Website zu bilden.

Wie können Sie also innerhalb dieser sehr geringen Zeit sicherstellen, dass Sie als vertrauenswürdiges und zuverlässiges Unternehmen erscheinen?

Einer der besseren Wege hierzu ist der Einbau von Kundenmeinungen (Testimonials) an prominenter Stelle. Die Nennung der Anzahl der bisherigen Kunden ist ebenfalls eine gute Möglichkeit. Sehr gut sind auch die Gütesiegel für Online-Shops wie Trusted Shops, TÜV-Siegel und so weiter. Ein Live-Twitterfeed kann auch nicht schaden, wenn er positive Inhalte enthält. Glaubwürdigkeit wird sich im Allgemeinen direkt auf Ihren Umsatz auswirken. Der E-Mail-Dienstleister SendGrid zeigt, wie man es richtig macht:

sengrid

Eine Politik der Transparenz ist immer eine gute Möglichkeit, Vertrauen zu bilden. Alle wichtigen Informationen, wie Telefonnummer und E-Mail-Adresse, sollten schnell und einfach erreichbar sein.

5. Soziale Medien integrieren

Das erscheint recht leicht zu sein. In den letzten Jahren hat die Nutzung der Sozialen Medien sprunghaft zugenommen. Es muss sehr viel Mühe investiert werden, um eine gute, aktive Präsenz auf Facebook, Twitter, Google+ und anderen relevanten Kanälen zu haben. Um den maximalen Nutzen aus Ihrer Präsenz auf den sozialen Kanälen zu erreichen, ist es wichtig, dass auch Ihre Website auf Ihre Social-Media-Accounts verweist.

Eine Facebook-Like-Box, ein Google+ Badge und ähnliches sind hier sehr hilfreich. Sehr wichtig sind zudem die Share-Buttons mit den wichtigsten Sozialen Netzwerken, damit Ihre Inhalte einfach geteilt werden können. Diese sollten an prominenter Stelle verlinkt sein.

Dr. Web setzt Share-Buttons oberhalb und unterhalb des Content ein.
Dr. Web

6. Entwerfen Sie Call-to-Action-Buttons, die angeklickt werden

Call-to-Action-Buttons sind eine wichtige Sache auf einer Website und müssen daher gut durchdacht sein. Sie sind nicht zu unterschätzen, wenn es darum geht, Besucher in Käufer umzuwandeln. Das sollte eigentlich jedem Webdesigner mittlerweile klar sein. Und doch stößt man immer noch auf überraschend viele Websites, die keinen klaren Aufruf zum Handeln anbieten. Das wird sich direkt und nicht unerheblich auf die Umsätze auswirken.

Daher ist es unerlässlich für Webdesigner, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und gute Call-to-Action-Buttons zu entwerfen. Farbe, Größe, Position und Text sind hierbei entscheidend.

Das Design aller CTA-Buttons auf ‚Nite Uhren‘ Website ist optimal gestaltet:

Nite-Watches

7. Gut sichtbare Kontaktinformationen

Mal angenommen, ein potentieller Kunde besucht Ihre Website, die ansprechend und benutzerfreundlich ist, sowie die wichtigen Informationen bereithält, die der Kunde sucht. Der Kunde wäre bereit, mit Ihnen Geschäfte zu machen und möchte mit Ihnen in Kontakt treten, weil er vielleicht noch eine für ihn wichtige Frage beantwortet haben möchte. Doch Ihre Kontaktinformationen, wie Telefonnummer, E-Mail-Adresse und ähnliches kann er auf den ersten Blick nicht finden. Die Chance ist leider recht groß, dass er zur Konkurrenz abwandert. Daher: Machen Sie Ihre Kontaktinformationen so leicht zugänglich wie nur möglich.

Mittwald Webhosting hat diese Aufgabenstellung optimal gelöst:

mittwald

8. Binden Sie Google Maps in die Kontaktinformationen ein

Wie bereits in Punkt eins erwähnt, verwenden die Verbraucher heutzutage wesentlich öfter Ihre Smartphones, um grundlegenden Netzaktivitäten, wie Shopping oder Produktforschung nachzugehen. Das beinhaltet auch öfter mal das Herausfinden der Adresse eines Unternehmens. Die meisten Menschen verwenden ihr Smartphone auch als GPS-Navigation. Daher ist das Einbetten einer Google Maps Karte mit den Adress-Informationen des Unternehmens vorteilhaft, da die Menschen so leichter den Standort Ihres Unternehmens ermitteln können. Zudem steigt Ihr Unternehmen im Rang der lokalen Branchenverzeichnisse von Google. Das wird mehr lokale, potentielle Kunden auf Ihre Website locken. Ein mehr an qualifiziertem Traffic bedeutet eine Chance auf mehr Konversion.

Die Website des kroatischen Hotels Lobagola ist ein gutes Beispiel dafür, wie man Google Maps in die Kontaktinformationen einfügt.

Labagola Hotel, Zagreb

Fazit

Mehr Besucher zu zahlenden Kunden zu machen, ist nicht einfach. Doch wenn man unsere heutigen Tipps beherzigt, besteht mit jedem Punkt, den man abhaken kann, die Chance auf erhöhte Konversionswerte. Im Online-Geschäft ist die eigene Website das Wichtigste. Daher ist der Prozess der Optimierung niemals beendet – man kann immer etwas besser machen.

Links zum Beitrag

(dpe)

ist Fachjournalist, Spezialist für WordPress und WordPress Sicherheit und ist im Internet unterwegs, seit es in Deutschland existiert. Seit 2012 schreibt er für DrWeb. Soeben ist sein E-Book über WordPress Sicherheit erschienen. Auf seiner Website Democratic Post schreibt er über die wichtigen Themen unserer Zeit.

Ein Kommentar zu „Webdesign und Konversion: Besucher in zahlende Kunden wandeln
  1. Heinz Buser am 11. Juli 2015 um 11:09

    Hallo Andreas Hecht,

    als ich das erste Mal von Konversion hörte, wusste ich nicht, um was es dabei handelt. Mit der Zeit lernte ich und verstand mit der Zeit, wofür grundsätzlich eine Webseite da ist.

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