von Max Attems
Obwohl schon im HTML 2.0 Standard verfügbar, können weit verbreitete Browser mit ihnen nichts Rechtes anfangen. XHTML-Freaks kann man beruhigen. Die korrekte, klein geschriebene Syntax vorausgesetzt, sind die “relational Links” XHTML-konform. Ein Hinweis für Einsteiger: Diese hiesigen Verweise sind keine Links im klassischen Sinn, sondern werden zur Strukturierung eines Online-Dokuments eingesetzt.
Mozilla, Firefox, Opera und Safari können inzwischen damit umgehen, der Internet Explorer bis einschließlich der Version 6 jedoch nicht.
Die zahlreichen Möglichkeiten diverser logischer Verweise sind beeindruckend. Es ist ein Leichtes, mit Ihnen mehr Code als eigentlichen Inhalt zu produzieren. Die Vielfalt ist aus der “Historie” des Hyperlinks im Vergleich zu verwandten Printmedien verständlich. Im Sinne leichter und schlanker Seiten gilt es daher, nicht zu übertreiben und die zum Projekt passenden auszusuchen. Da Mozilla auch außerhalb der Linux-Community Fuß fasst und an Verbreitung gewinnt, ist ihr Einsatz zu befürworten, da diese Beziehungen dem Surfer die ihm unbekannte Struktur und Organisation jeder besuchten Site simpel vermitteln können.

Beispiel auf der Seite des W3C
<link> ist der HTML-Tag, auf den dieser Beitrag fußt. Er kann im Header einer HTML-Datei eingebaut werden. Die allgemeine Syntax sieht so aus:
<link rel="Typus" href="beispiel.htm"
title="Titel">
rel = relationship gibt uns den erlaubten Typ der logischen Beziehung vor. href und title sind selbst erklärend. Sehr bekannt dürfte dem Webdesigner obiger Tag in Verbindung mit rel=”stylesheet” zur Integration von Style-Sheets oder für das “Favicon” sein.
Nun die direkte Anwendung eines logischen Verweises auf die Startseite:
<link
rel="start" href="index.htm" title="Site Titel">
Diese sieben Beispiele dürften angenehmerweise selbsterklärend sein:
<link rel="contents" href="inhalt.htm" title="Inhaltsverzeichnis">
<link rel="help" href="faq.htm" title="FAQ">
<link rel="search" href="search.htm">
<link rel="copyright"
href="impressum.htm">
<link rel="next" href="guided_tour_3.htm"
title="Nächste Seite">
<link rel="prev" href="guided_tour_1.htm"
title="Vorige Seite">
<link rel="bookmark" href="http://www.drweb.de/"
title="Dr. Web">
Am Besten eignet sich die Verwendung der Startseite “Beispiel” und der anderen logischen Verweise der Unterseiten eines Projekts. Die Startseite sollte ja bereits die logische Struktur bzw. Navigation darstellen.
Bei der Startseite, dem “previous” und dem “next” wirkt der Titel dank alt-Attribut wie die Beschreibung einer Grafik. Auch wäre es theoretisch möglich, mit dem title-Attribut die gewünschte Überschrift durchzusetzen. Allerdings erlaubt hier moz 0.9.8 noch mehr Variationen. 0.9.9 zeigt FAQ’s nicht an, sondern nur das standardmäßige Help. Bei Copyright allerdings wollte bereits 0.9.8 nicht mitspielen. Eingesetzte logische Verweise wirken wie ein Bookmark. Nicht verwendete verbleiben funktionslos durchsichtig aufgelistet. Das folgende Attribut steuerte Leo bei. Er bindet eine mögliche E-Mail ein. Das Besondere an dem Konstrukt ist, dass selfhtml davon noch nichts weiß – und es bestens statt dem dort erwähnten Typus Author funktioniert:
<link
rev="made" href="mailto:info@rel.com">
Eine weitere Möglichkeit läutet die Rückbeziehung rev=”" ein. Es ist möglich, zu einer Datei ein zweite Alternative anzugeben. Man könnte dadurch zum Beispiel die Übersetzung mit dem Original verknüpfen.
Im Header der deutschen datei.htm einzufügen:
<link rel="alternate"
href="datei.htm" title="Deutsche Version">
Im Header der englischen Übersetzung datei_en.htm einzufügen:
<link
rev="alternate" href="datei_en.htm" title="English Version">
Technisch ist es durchaus möglich, ein Buch komplett strukturiert in Kapiteln und Unterkapiteln online wiederzugeben. Lustig wird es erst, wenn auch originelle, selbst gestrickte Kombinationen unterstützt werden. Die folgende eigenhändige Kreation verweist auf den Freeware-Bereich im eigenen Unterordner Erfindung!
<link
rel="erfindung" href="freeware.htm" title="Freeware">
Der Link-Tag erlaubt auch folgende Attribute: target=”" zum Öffnen diverser Fenster (nicht unterstützt von moz), hreflang=”" zur Angabe der Landessprache, charset=”" zur Definition des Zeichensatzes des Verknüpfungszieles.
Am anschaulichsten ist die Integration dieser logischen Verweise in Mozilla selbst. Man benötigt daher nur den Browser und Seiten, die diese Verweise einsetzen. Die Logischen Verweise werden in der Mozilla-Standardkonfiguration, falls sie vorhanden sind, in der Kopfleiste angezeigt, mittels View-Menü lassen sie sich auch entweder an- oder abschalten. Im “Tabbed Browsing” von Mozilla verbleibt frech die “Site Navigation Bar” zuletzt geladener Seiten auch beim Umspringen auf die in anderen Tabulatoren geladenen Seiten.
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Auf den meisten Seiten trifft man die logischen Verweise leider nicht an, mir sind bisher relativ wenig Seiten begegnet, die sei verwenden, außer Ihr natürlich.
Als User des Opera-Browsers, bei dem die Leiste mit den Verweisen standardmäßig eingeblendet, habe einige Buttons natürlich auch auf meinem Blog eingeblendet.
Ich würde mir wünschen, dass sich diese, wenn vlt. auch schon alte, möglicherweise sogar überholte Methode dennoch etablieren würde.