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Video-Komprimierung mit MPEG4


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von Gerhard Schneider

MPEG-4 ist neben Flash und Podcasting eines der Standardformate, mit denen man Videos heute ins Netz bringt. MPEG-4 Codecs sind sowohl in Betriebssystemen als auch in Videocams, Harddisk-Recorder oder Mobiltelefonen integriert.

Gegenüber Flash hat ein Dateiformat mit MPEG-4 Codecs den Vorteil, dass man die Videos auch ohne Browser-PlugIn betrachten kann, eine Verbreitung der Inhalte ist somit problemloser und unkomplizierter. Das mp4-Dateiformat lässt sich beispielsweise mit QuickTime, MPlayer, iTunes und anderen Playern abspielen. Auch das für Mobiltelefone entwickelte 3GP-Dateiformat enthält MPEG-4 Codecs.

Ausgeklügelte Kompressionstechniken erlauben eine relativ geringe Dateigröße bei guter Bildqualität und sorgen dafür, dass Filme mit MPEG-4 nicht viel Festplattenplatz benötigen und dass das Format sich auch für mobile Endgeräte gut eignet.


Video-Player Real Alternative

Die MPEG-Standards MPEG2 und MPEG-4 komprimieren die Filme mit mehreren Techniken. Mittels GOP beziehungsweise VOP (MPEG4) werden einzelne Bilder in einer Gruppe zusammengefasst und nur die Veränderungen innerhalb dieser Gruppe werden als Information kodiert. DCT teilt die Bilder in Blöcke auf und filtert sehr feine Details, die für das menschliche Auge sowieso nicht wahrnehmbar sind, heraus. Bei der in MPEG4 genutzten Wavelet-Komprimierung unterbleibt die Aufteilung der Bilder in Blöcke: Das Bild wird als Ganzes ausgewertet. Dies ist mit ein Grund, weshalb die Komprimierung mit MPEG-4 mehr Rechenleistung erfordert, als MPEG-2.

Bei der Video-Komprimierung lassen sich auch die Bewegungen im Video vom Encoder nutzen, um die notwendigen Bildinformationen möglichst zu minimieren. Bei der Bewegungsvorhersage wird das Bild ebenfalls in Blöcke aufgeteilt, deren Positionsveränderungen in den Einzelbildern als Bewegungsvektoren abgespeichert werden. Mittels Shape Coding werden mit MPEG-4 dabei sogar Objekte erkannt. Das heißt, das Bild wird also nicht nach starr aufgeteilten Blöcken codiert, sondern nach den Umrissen vorhandener Objekte im Video und deren Bewegungen. GMC (Global Motion Compensation) berücksichtigt zusätzlich Bewegungen der Kamera, so dass das ursprüngliche Bild nur einmal codiert werden muss: Zooms und Schwenks der Kamera werden als zusätzliche Information codiert.

Geringer Platzbedarf bei relativ guter Qualität sowie die browser-unabhängige Abspielbarkeit in vielerlei Mediasoftware hat für eine weite Verbreitung des MPEG-Standards gesorgt. Daher ist es keine schlechte Idee, die eigenen Videos auch in diesem Format anzubieten, insbesondere wenn man auf eine möglichst weite und schnelle Verbreitung Wert legt. Zum Erstellen von mp4-Videos gibt es diverse Tools, die man entweder als Quellcode bekommen oder zu einem geringen Preis kaufen kann. Die Freeware VirtualDub kann beispielsweise für die Erstellung des Videos genommen werden, denn sie ermöglicht die Auswahl des Codecs, etwa DivX oder XviD. (tm)

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