Laptops erfreuen sich seit Jahren wachsender Beliebtheit. Waren sie noch vor Jahren eher den Besserverdienern vorbehalten, sind die Preise mittlerweile stark gefallen und auch für die Normalverdiener erschwinglich. Wichtigstes Kriterium für die Entscheidung für einen Laptop und gegen einen Desktop-Rechner ist die Möglichkeit des mobilen Arbeitens.
Leider steigt damit auch die Gefahr sein Arbeitsgerät durch einen Diebstahl zu verlieren. Ist der Laptop erst einmal in fremden Händen, bekommt man ihn mit größter Wahrscheinlichkeit nie wieder zu Gesicht. Handelt es sich bei dem Laptop allerdings um einen tragbaren Mac, einem MacBook oder MacBook Pro etwa, dann gibt es Anlass zur Hoffnung. Voraussetzung dafür ist eine Installation der Sicherheits-Software Undercover 2.0.

Das belgische Unternehmen Orbicule bietet mit Undercover eine Art passiven Diebstahlschutz an. Passiv, weil ein Diebstahl nicht verhindert wird, denn Undercover wird erst aktiv, wenn der mobile Mac bereits gestohlen wurde.
Wie funktioniert das? Gleich nach dem Diebstahl sollte der Besitzer seinen Mac als gestohlen melden. Daraufhin erfolgt ein Eintrag in einer speziellen Datenbank, mit der die Software in regelmäßigen Abständen Kontakt aufnimmt. Wird der individuelle Code in der Datenbank gefunden, startet eine automatische Abfolge verschiedener Mechanismen zur Aufspürung des Rechners.
1. Sobald der Mac online geht sendet er Informationen wie MAC-, IP- und Router-Adressen

2. es werden regelmäßig Screenshots von den Vorgängen auf dem Bildschirm gemacht und an den Orbicule-Server gesendet
3. verfügt der Mac über eine iSight-Kamera werde auch mit ihr Fotos gemacht und übermittelt

4. geht der Mac volle zwei Monate nicht ans Netz, so täuscht er einen Hardwaredefekt vor, indem der Bildschirm vollständig abgedunkelt wird

5. wird das Gerät anschließend bei einer Reparatur mit einem Netzwerk verbunden, so erscheint eine bildschirmfüllende Diebstahlsmeldung, die wahlweise auch noch mit einer Audiomeldung in voller Systemlautstärke ausgestattet werden kann.

Undercover 2 für Mac OS X ist als Single-User-Edition für $49 zu haben. Für den Fall eines unaufgeklärten Diebstahls bietet Orbicule eine Geld-zurück-Garantie.




Whoa – das hört sich aber nach BigBrother an. Seid Ihr sicher, dass hier nicht ein Wolf im Schafspelz verkauft wird? Wer garantiert denn, ob die Software wirklich nur für die beschriebenen Diebstahlfälle benutzt wird?
Als Alternative ist vielleicht auch Adeona einen Blick wert.
Niemand wird ernsthaft glauben, dass die Installation von sowas eine gute Idee sein kann. Das schreit geradezu nach Mißbrauch und gehackt-werden.
Setzt leider eine Online-Verbindung voraus. Bis dahin kann der Rechner 20 mal verkauft sein.
Praktisch wäre eine Versicherung seitens des Softwareherstellers, die im Falle eines Verlustes eine bestimmte Summe auszahlt und nicht nur $49. Bestimmte Hersteller der Überspannungsschutzleisten gehen zum Beispiel diesen Weg.
Ich finde die Idee eigentlich gar nicht so schlecht. Auf jeden Fall interessant. Das Big Brother Argument ist natürlich immer da, aber wo ist das nicht der Fall?? ;)
Wer benutzt ein OS bei einem Diebstahl weiter? Ein einfacher Festplattentausch und aus ist es mit der tollen Diebstahlsicherung …
Die Idee ist prinzipiell nicht schlecht, doch wer sein Mac schützen will, sichert ihn mit einem Passwort ab. Ein Dieb kommt dann nicht an die Daten und setzt ihn gleich neu auf, da er ja nur die Hardware will. Dann nützt alles nichts, da die Software dann weg ist.
Ausserdem gibt dir, nur wegen eines gestohlenen Computers, kein Provider der Welt die Daten seiner Kunden aufgrund einer IP-Adresse. Dafür benötigt man eine Richterliche Verfügung.
Also, spart euch das Geld :-)
Hhm, immerhin kann man die Rechner-IP nicht wechseln, oder?
Woher weiß der Rechner, dass er gestohlen wurde, wenn er 2 Monate nach Diebstahl nicht online geht? Die Benachrichtigung könnte er ja erst aus dem Netz holen.
Hmm – fehlt nur noch, dass tödliche Stromstöße abgegeben werden, wenn man nicht jede volle Stunde ein Passwort eingibt oder so… ;-)
Oder das Notebook klappt zu und verriegelt sich, wenn der Dieb gerade seine Finger auf der Tastatur hat.
Vielleicht sind auch nicht alle die ein Notebook klauen schlau genug gleich mal die Festplatte auszubauen!?
Da geb ich ma Daniel recht!
Wo ist denn der hintergedanke Big Brother nicht?
Ich denke mal das ihr alle ne Firewall benutzt.
Wer sagt euch denn da das die Firewall nich auch daten an Big Brother sendet und eure internetgewohnheiten zu studieren?
Aber auf jeden fall ist dieses sicherheitssystem ein guter denkansatz, vollständig könnte ich da sowieso keinen fremden vertraun.
Aber ich werde mir selbst soetwas Programmiern und das die daten an meinen server gesendet werden, da gibts dann nicht dieses big-brother-risiko.
Ich find die idee genial – schade das man da nich selbst drauf gekommen ist!
Wieviel habt Ihr für den Beitrag kassiert? Nette Schleichwerbung… ich sagte neulich doch schon – nicht einfach Schreiben was man euch schickt, sondern vorher drüber nachdenken *sic*
Nein, sind sie nicht. Das zumindest beweisen einige Geschichten, die so im Netz kursieren.
Allerdings würde ich sagen, dass die Wahrscheinlichkeit von 2-monatiger offtime sehr niedrig ist.
Die beste Versicherung ist wohl aber immer noch ein wachsames Auge … ;)
@ Lupus: es soll ja auch Beiträge geben, die Leser zum Kommentieren und Denken anregen sollen, anstatt ihnen schon alles Denkwürdige bis ins kleinste Detail vorzukauen. Vielleicht möchte ja auch mal jemand einen Schleichwerbungsblog aufmachen? Anyone?
Das sagt der Quellcode :-) Viel schlimmer sind da die Möglichkeiten der ISPs, die damit auch noch Geld machen.
[...] Schade ist nur, dass es diese Software namens Undercover (bislang) nur für MACs gibt. via Dr. Web Schlagworte: [...]
Hilft nichts, wenn der Rechner unter Ubuntu oder Knoppix gebootet wird. Dann können erst schön die vertraulichen Daten abgezogen werden – sofern unverschlüsselt – und danach wird dann das System gemütlich neu aufgesetzt.
Also die 49 Euro lieber in ein Stahlseil zum Festketten investieren… ;)
@Jan: Wenn der Rechner 2 Monate nicht online geht, bekommt er ja auch _keine_ Info, dass das MacBook gestohlen wurde – also ein negativer Test. Ob eine Diebstahlmeldung vorliegt, wird ebenso geprüft wie der Fall, dass keine vorliegt.
Beim Notebook werden dann allenfalls noch die Daten ausgelesen (ausspioniert) und dann ein neues (wenn evtl. auch das gleiche) Betriebssystem aufgespielt. Die “Profis” kennen doch solch eine Software auch und lassen sich von sowas nicht beirren…
[...] Gesehen bei Dr. Web [...]