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Typicons: Kostenloser Iconfont mit 88 Symbolen

5. September 2012
von

Der Australier Stephen Hutchings liefert mit dem 88-teiligen Fontset namens Typicons zwar eine intelligente begriffliche Alternative, bietet jedoch letztendlich einen herkömmlichen Iconfont. Die Typicons eignen sich besonders für das App-Design, da es sich fast ausschließlich um Symbole zur Anwendungssteuerung handelt. Meiner Vermutung nach hatte Hutchings mobile Endgeräte im Sinn, als er den zweifellos sehr nutzwertigen Font entwickelte.


Typicons: ein kleiner Ausschnitt

Typicons: 24 Quadratpixel, aber beliebig skalierbar

Icons sind aus dem modernen Webdesign nicht mehr weg zu denken. Bindet man jedoch Icons als Bilddateien einzeln ein, erzeugt jeder Abruf jedes Symbols einen HTTP-Request, was man, soweit möglich, vermeiden sollte. Entsprechend etablierte sich die Vorgehensweise mit den sogenannten Sprites. Hier werden alle Symbole in einer einzigen Bilddatei untergebracht und mittels CSS einzeln angesprochen. Es wird also nur jeweils ein icon-großer Ausschnitt einer größeren Datei sichtbar. Das ist eine sinnvolle und grundsätzlich empfehlenswerte Methode, führt jedoch dazu, dass man bei Layouts, die auf verschiedenen Endgeräten verwendbar sein sollen, mit Media Queries arbeiten muss, um unterschiedliche Größen und/oder Qualitäten ausliefern zu können. Hierdurch steigt zum einen der Aufwand bei der Erstellung der Sprites, zum anderen wird man möglicherweise nicht stets mit Media Queries arbeiten wollen.

Frei skalierbare Iconfonts sind hier das Mittel der Wahl. Sie funktionieren konzeptbedingt auch auf dem neuen iPad oder dem Retina-MacBook Pro, sowie anderen HiDPI-Geräten ohne Qualitätsverluste. Zu eben dieser Sorte gehören die Typicons.

Das rund 1,6 MB große Download-Paket beinhaltet die Fontdateien EOT, SVG, TTF und WOFF, sowie ein korrespondierendes CSS zum einfacheren Einbau in die eigene Website. Neben diesen Basics, die eigentlich für die Funktionalität vollkommen ausreichend wären, liefert Hutchings freundlicherweise auch noch die zugrunde liegenden Vektordateien im Format Adobe Illustrator und als EPS (Encapsulated Postscript) mit. Damit bleibt kein Wunsch offen. Versierte Anwender können das Layout verändern und weitere Anwendungsfälle erschließen.

Typicons stehen unter einer Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0) Lizenz auch zur kommerziellen Verwendung kostenlos zur Verfügung. Voraussetzung ist, dass bei der Verwendung erkennbar bleibt, wer der Ersteller des Set ist. Verändert man das Set und will es in dieser veränderten Form weiter vertreiben, so darf das nur unter derselben Lizenz geschehen.

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ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit fast 30 Jahren in der IT daheim. Seit 2008 schreibt er für Dr. Web, seit 2012 ist er Chefredakteur des Magazins. Man findet ihn auch auf Twitter und Facebook, aktiver ist er allerdings auf Google+.

Ein Kommentar zu „Typicons: Kostenloser Iconfont mit 88 Symbolen
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