Das Google Web-Fonts-Directory ist eine stetig wachsende Sammlung durchweg gelungener Schriftarten für Webdeveloper. Alle der mittlerweile über 500 Fonts stehen als Open Source zur freien Verfügung. Jetzt gibt es mit Typecase ein WordPress-Plugin, welches den vollen Zugriff auf alle Google Webfonts auch Seitenbetreibern ermöglicht, die keine Webdeveloper sind. Gewisse HTML-/CSS-Kenntnisse müssen sie allerdings schon haben.
Typecase: Wählen, Hinzufügen, Selektor definieren
Typecase steht auf WordPress.Org in einer kostenlosen Version zur freien Verfügung. Zusätzlich kann für derzeit 19 Dollar eine Pro-Version erworben werden. Die Pro-Version bietet eine Live-Vorschau dessen, was man sich als Seitenbetreiber wilderweise fontmäßig hinkonfiguriert hat. Der Kostenlosverwender kann die Änderungen nur im Echtzeitbetrieb sehen, sollte also schon grob wissen, was er da tut, will er seine Besucher nicht versehentlich mit Schriftarten á la Godzilla erschrecken. Auch ein lebenslanger Support bleibt den Pro-Kunden vorbehalten. Nach allem, was ich gesehen habe, ist der allerdings ziemlich entbehrlich.
Die Nutzung des Plugins gestaltet sich sehr einfach. Nach der Installation und Aktivierung innerhalb von WordPress findet man in der links angeordneten Menüleiste des Adminbereichs einen separaten Punkt namens Typecase. Klickt man diesen an, erreicht man eine einseitige Konfigurationsübersicht. Hier wählt man zunächst die gewünschten Fonts visuell oder per Suchfunktion aus dem riesigen Google-Fundus aus und fügt sie mittels Klick auf “Add” zur Fontausstattung der eigenen Website hinzu.

Die Auswahl der Fonts kann visuell oder per Suchfunktion erfolgen
Hat man seine persönliche Fontsammlung gefunden, gilt es lediglich noch zu definieren, auf welche CSS Selektoren sie sich auswirken sollen. Im simpelsten Falle wählt man hier einige HTML-Tags. Ich zeige die Auswirkung anhand von h1. Beliebig viele Selektoren können auf diese Weise angegeben werden. Das war es. Weitere Aktionen sind nicht erforderlich, wenn auch möglich.

Möge sich der Font Aladin nur auf h1 auswirken…
Der Hersteller UpThemes zeigt das Funktionsprinzip im folgenden Video recht anschaulich:
Fazit: Wer sein selbst gehostetes WordPress-Blog unkompliziert mit Google Webfonts aufpimpen will, sollte sich Typecase näher ansehen. In meinem initialen Test konnte ich keine Nachteile erkennen. Ich werde das Plugin im Regelbetrieb verwenden, dies allerdings lediglich in der kostenfreien Version. Auf die Live-Vorschau kann ich ganz gut verzichten.
Dieter Petereit
ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit fast 30 Jahren in der IT daheim. Seit 2008 schreibt er für Dr. Web, seit 2012 ist er Chefredakteur des Magazins. Man findet ihn auch auf Twitter und Facebook, aktiver ist er allerdings auf Google+.
- Web |
- Google+ |
- More Posts (448)




Ist ja schön und gut mit den Googlefonts, ich finde aber mit Cufon sind die Schriften besonders stylish dargestellt, so kann man dann noch etwas mehr aus der Font rausholen.