Googlemail

Twitter-Integration in Googlemail – Microblogging At Your Fingertips

17. Dezember 2008
von

Gehören Sie auch zu denen, die Googlemail permanent offen haben und den Großteil der Kommunikation darüber ablaufen lassen? Und gehören Sie weiterhin zu denen, die mehr als einmal pro Tag Wasserstandsmeldungen oder sonstiges Geschwätz in Richtung Twitter ableiten? Wäre es da nicht angenehm, man hätte beide Dienste in integrierter Form bei der Hand? Eine neues Gadget für die Labs-Erweiterung in Googlemail macht jetzt genau das möglich.

Das Gadget mit dem naheliegenden Namen Twittergadget setzt auf einer bislang wenig beachteten Gmail-Labs-Erweiterung auf. “Add any gadget by URL” erlaubt das Hinzufügen von Drittanbieter-Gadgets per URL-Eingabe. Um diese Minitools von den originalen Labs-Gadgets unterschieden zu können, erhält man im Settings-Dialog einen weiteren Tab namens “Gadgets”. Darin tauchen die installierten Drittanbieter-Tools als Liste auf.

Gehen Sie wie folgt vor, um das Twittergadget zu installieren:

  1. Wechseln Sie in die Einstellungen Ihres Googlemail-Kontos und ändern Sie die Sprache auf “English (US)”. Speichern Sie die Einstellung.
  2. Ihr Konto präsentiert sich nun mit englischer GUI. Wechseln Sie in “Settings” und klicken den Tab “Labs”.
  3. Scrollen Sie ganz nach unten und klicken auf “Enable” neben dem Gadget “Add any gadget by URL”. Speichern Sie die Einstellung.
    addanygadgetbyurl foto
  4. Klicken Sie auf den neuen Tab “Gadgets”. Darunter finden Sie ein Eingabefeld für die URL des zu installierenden Gadgets.
    neuertabgadgets foto
  5. Geben Sie dort ein: http://www.twittergadget.com/gadget_gmail.xml
  6. Klicken Sie auf “Add”. Das Twittergadget erscheint in der Liste und auch links im Navigationsbereich.
    eng twittergadget foto
  7. Geben Sie Ihre Twitterzugangsdaten ins Formular ein. Fertig.

Standardmäßig installieren sich neue Gadgets nach ganz links unten. Möglicherweise ist Ihnen als echtem Twitterjunkie diese Position nicht augenfällig genug. Installieren Sie in diesem Fall über das Tab “Labs” zusätzlich das Gadget “Navbar drag and drop” und speichern die Einstellung. Danach können Sie die links unter der Navigation befindlichen Boxen und Gadgets mit der Maus positionieren und so Ihr Twittergadget ganz nach oben ziehen. Wenn Sie sämtliche Einstellungen nach Ihren Wünschen getätigt haben, können Sie übrigens die Spracheinstellung wieder auf “Deutsch” ändern. Die Gadgets funktionieren trotzdem, manche sogar in deutscher Lokalisation. Lediglich den Zugang zu Labs will Google offenbar anderen als englischsprachigen Nutzern noch nicht so einfach ermöglichen…

deu twittergadget foto

Twittergadget hat den Vorteil, dass es – anders als zusätzlich zu installierende Clients – automatisch überall da verfügbar ist, wo Sie auf Ihren Gmail-Account zugreifen können, etwa in Internetcafés oder beim Kumpel Heiner und seinem Bierkasten. Es ist schließlich keine separat zu installierende Desktop-Software, wie etwa Twhirl, Posty oder Tweetdeck. Auch ist es kein Browser-Plugin, wie Twitbin oder das größte Browser-Plugin der Welt, Flock. Die Entwickler haben den vollen Funktionsumfang sonstiger Clients in das schmale Fensterchen neben der Inbox gebracht. Der Twitterjunkie wird nichts vermissen, auch URL-Shortening findet automatisch statt.

Kleiner Wermutstropfen für den Hardcore-Twitboy: Kürzere Abfrageintervalle als drei Minuten sind nicht einstellbar. Aber bitte. Sie sollen sowieso arbeiten und nicht permanent auf den Twitterstream starren… ™

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Dieter Petereit

ist diplomierter Absolvent des Studienganges Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt Marketing, aber bereits seit 25 Jahren in der IT daheim. Seit der Jahrtausendwende ist er bei verschiedenen Unternehmensberatungen tätig gewesen und hat dort KMU in Fragen crossmedialer Marketingstrategien, sowie hinsichtlich konkreter IT-Projekte betreut. Technische Dokumentationen schreibt er seit Ende der Neunziger am Fließband, so dass der Betrieb verschiedener Blogprojekte seit 2005 nur konsequent ist.

5 Kommentare zu „Twitter-Integration in Googlemail – Microblogging At Your Fingertips

  1. garfield67 am 17. Dezember 2008 um 08:55

    Uii, und schon ist der Dienst offline ;-)

    “Due to popularity beyond our wildest expectations, we are reconfiguring TwitterGadget for load balancing across multiple servers.

    We’ll be back later today. Promise!

    Thanks for your patience. You will be handsomely rewarded with gadget speeds of biblical proportions. ”

    Trotzdem: Schönes Feature!!

  2. Dieter Petereit am 17. Dezember 2008 um 21:27

    Mittlerweile geht es wieder und es ist in der Tat schneller als zuvor. Dann hat sich die Auszeit ja wenigstens gelohnt…

  3. [...] Dr. Web knows the details >> [...]

  4. [...] Dr. Web knows the details >> [...]

  5. Thomas Mergen am 21. Januar 2009 um 17:16

    Hallo Herr Petereit,

    toller Artikel. Wieder ein Programm weniger in der Startleiste ;-).

    Gruss
    Tom

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