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Twissues: Neuer Twitter-Service aus Spanien sorgt für vollständiges Tweet-Backup und mehr

10. August 2012
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Twissues, ersonnen im sonnigen Sevilla, ist ein recht neuer Service, dessen wichtigstes Features es ist, die eigenen Tweets einem unbegrenzten Backup zuzuführen. Twitter selber lässt bekanntlich einen Suchzugriff nur auf die letzten 3.200 Tweets zu und begrenzt die Keyword-Suche über alle Twitter-User überdies auf einen Zeitraum von einer Woche. Wer also noch nicht bei 3.200 Tweets angekommen ist, erhält jetzt mit Twissues die Chance, die komplette eigene Tweet-Historie – beginnend mit Day One – zu archivieren. Über die Backup-Funktionalität hinaus bietet Twissues eine ausgereifte Keyword-Suche, sowohl auf eigene, wie auf fremde Tweets.

Twissues: Je mehr mitmachen, desto nützlicher wird der Service

Twissues ist schnell eingerichtet. Man erteilt dem Dienst die bekannte Autorisierung auf den eigenen Account zuzugreifen und schon beginnt Twissues mit dem Import der letzten 3.200 Tweets. Künftige Tweets werden automatisch in das Backup übernommen. In den Einstellungen des Dienstes lässt sich festlegen, ob man seine Kurznachrichten auch für die Suche durch andere Twissues-User freigeben möchte. Gibt man seine Status-Updates entsprechend frei, wird natürlich die Aussagekraft der internen Suche Twissues deutlich verbessert. Sucht man beispielsweise nach dem Keyword #TextMate, wie ich das im folgenden Beispiel tat, so erhält man neben den eigenen ebenfalls die Ergebnisse aus den Archiven anderer Twissues-User ohne die bei Twitter übliche Begrenzung der Zeitschiene.

Möglich ist zudem die gezielte Suche von Tweets bestimmter Accounts. Das funktioniert aber nur, wenn der entsprechende Account bereits Twissues-User ist. Ansonsten liefert der Dienst eine Fehlermeldung mit der Möglichkeit, den Accountinhaber zu Twissues einzuladen. Bislang entschieden sich rund 10.000 User zur Teilnahme.

Sehr schön an der Realisierung der Suche ist, dass sie mittels einer aussagekräftigen URL initiiert wird, die sich leicht mit anderen teilen lässt. So ist meine Suche nach TextMate extrem gut lesbar: http://www.twissues.com/dpetereit/textmate

Nettes Detail am Rande: Die rechte Sidebar lässt sich insoweit personalisieren, als es möglich ist, die Trending Topics aus drei verschiedenen Regionen der Welt anzuzeigen. Ich persönlich habe mich dafür zwar noch nie interessiert, aber da gibt es offenbar auch andere Meinungen zu.

Chef des Ganzen ist Javier Padilla, dessen Twitter-Account allerdings nur Spanisch-Kundige Nutzwertiges werden abringen können. Padilla ist übrigens nicht zu verwechseln mit diesem Padilla, dem es sich unbedingt zu folgen lohnt…

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit fast 30 Jahren in der IT daheim. Seit 2008 schreibt er für Dr. Web, seit 2012 ist er Chefredakteur des Magazins. Man findet ihn auch auf Twitter und Facebook, aktiver ist er allerdings auf Google+.

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