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von Michael Sahm
Kaum ein Tool, das ich nicht getestet habe. Kein Tipp zu blöd, keine Anstrengung zu ausgefallen. Doch nichts wollte sich so richtig leistungssteigernd in meinen Arbeitsablauf einfügen lassen. O.K., Schiller schrieb nur viel und gut, wenn er faulende Äpfel in der Schublade seines Schreibtisches aufbewahrte. Hallo?!? Ich lebe nicht alleine! Und das hoffentlich auch weiterhin! So viel dazu.

Bildquelle (CC Attribution ShareAlike 2.5)
Ich schreibe, bin Bildschirmtäter. Mein Handwerkszeug ist meine Tastatur (Cherry G80-3000, Klick-Druckpunkt, tadellos und treu). Die Maus genügt niederen, meist einklickigen Ansprüchen. Meine Waffe im Kampf gegen Aufschieberitis und Schreibblockaden darf den Dunstkreis meiner Tastatur also nicht durchstoßen, soll sie wirkungsvoll sein. Eieruhren, Notizzettel, Checklisten und was sich kluge Geister sonst noch ausgedacht haben, bleiben unbeachtet.
Doch keine Offlinemethode, die nicht früher oder später ihren Weg auf den Bildschirm findet. Unmengen kleiner und großer Helferlein stehen mittlerweile dienstbeflissen zur Verfügung, wurden von mir getestet… und verworfen. Was wäre es doch einfach, hätte ich mehr Disziplin! Selbst Anreizsysteme mit Etappenbelohnungen bringen nur Erfolg in homöopathischer Verdünnung.
Eine Idee löste Kribbeln aus im Bauch. Ein gutes Zeichen!
Es muss etwas sein, was die erste, die höhere Hürde nimmt (“Fang an!”). Und mir dann einen langen Atem gibt (“Mach weiter!”). Die Zeit, die ich für einen Text brauche, ist völlig nebensächlich! Wenn mir die Deadline in den Nacken bläst, dann sind ohnehin Nachtschichten angesagt! Ich brauche etwas, das mir in Zeiten ohne Termindruck wenigstens zu etwas Output verhilft.
Das Gebot stressfreier Momente lautet: Tausend Worte am Tag!
Produktive Worte! Blogartikel, Tutorials, Handbücher, Wettbewerbsbeiträge oder Kurzgeschichten. Etwas, das ich getrost vorzeigen kann, wenn ich gefragt werde: “Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?”. Nein, Emails oder Tweets gehören nicht dazu. “Ich schreibe Emails!”. Alles klar? “Ich twittere!”. Auch nicht besser!
Das Werkzeug zum Ziel ist einfach: Eine leere Textdatei “1000Worte._wc” verlinke ich über die Windows-Schnellstartleiste. Mit der Dateiendung “_wc” verknüpfe ich einen einfachen Texteditor, der Worte zählen kann (“Q10″ in meinem Fall). Habe ich einen Textabschnitt beendet, klicke ich auf das Schnellstartsymbol, meine Zähldatei öffnet sich, und ich kopiere meinen geschriebenen Text hinein. Speichern. Schließen. Fertig. Sind die 1000 Worte erreicht, spare ich mir zufrieden das weitere Speichern für diesen Tag.
Schöner wäre schon, ich hätte eine Software, die mir im Hintergrund meine Worte aufsummiert. Doch die hat wohl noch niemand entwickelt. Leider. Ich habe noch ein paar Worte zu schreiben für diesen Tag. Ein Pflichtenheft für eine Wortzählsoftware wäre keine schlechte Idee…
(sl)
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Hm, zumindest Word kann Wörter zählen und als Symbolleiste einblenden. In meiner Version muss mann allerdings auf ein Icon klicken, um eine Neuzählung zu veranlassen. Aber immerhin
Dann gibts noch den Fullscreeneditor “Darkroom” der im Fenstermodus über View-Statistics die Wortzahl einblendet
Man soll sich erreichbare Ziele setzen, versuchen regelmäßig zu arbeiten, seine Ziele erreichen und sich damit selbst motivieren. Ist es das, was der Dichter uns mit seinen Worten mitteilen wollte?
@Stephan:
Word und Darkroom zählen Worte leider nur über zusätzliche Mausklicks. Bei “Q10″ (ähnlich spartanisch wie Darkroom) geschieht das automatisch.
@Andreas F.:
Hätte ich es so geschrieben, hätte es Ihnen oder irgendeinem anderen Leser geholfen? Eventuell kann sich mit dieser Methode jemand anderes auch anfreunden. Oder er arbeitet bereits danach und kann hier ein passenderes Werkzeug posten (was nett wär’).
Außerdem hätte ich nicht die Mindestwortzahl erreicht…
Ich vermute, dass Herr Sahm 1.000 Wörter meint und nicht 1.000 Worte. Je nach Worten könnte man da nämlich durchaus weit mehr als 1.000 Wörter schreiben müssen.
Kapiere nicht ganz, was der autor mit seinem Text sagen wollte, ist das eine Kreativ- oder eine Motivationsstrategie?
Wörter zählen kann man übrigens mit WordPress ab 2.8. Das Teil zeigt die geschriebenen Wörter am Ende des Textfeldes an, die Texte kann man als Entwurf speichern, von dem her ist WordPress ganz gut für die Textverwaltung, was aber bei einigen hundert Texten auf Kosten der Performance geht. Anderes Thema, anderes Minenfeld.
@Klugscheissa:
Da haben Sie recht!
Obwohl: Wenn man die Zähldatei als Gesamtwerk betrachtet… “Mein Tageswerk in 1000 Worten!”
@ddomingos:
Nicht jeder Autor schreibt in WordPress, ich eingeschlossen! Für hauptberufliche Blogger oder Nur-Online-Journalisten mag es eine Lösung sein, aber für Offline-Dokumentationen wie Handbücher oder Zeitschriften-Artikel ist WordPress die denkbar schlechteste Alternative!
Ich schließe mich aber ddomingos Frage an: Was soll mir dieser Bericht nun sagen? Wenns wirklich nur darum geht ein Weg zu finden wie man sich Abends hinsetzt und ein Blog-Beitrag schreibt, dann finde ich das ziemlich Sinnlos. Alternativ, dass es darum geht überhaupt mit irgendetwas anzufangen.
Was das schreiben eines Textes betrifft, da finde ich es falsch sich dazu zu “zwingen” ein Beitrag zu verfassen. Bei so einer “Motivation” kommt dann nämlich ein geistig leerer Artikel bei raus, der weder den Lesern noch dem Blog-Betreiber etwas bringt. Und nur um mitzuteilen: “Ich habe heute ein Youtube-Video gesehen wo ein Hund gebellt hat”; dafür wäre dann twitter besser geeignet.
Und als Ratgeber überhaupt etwas zu tun.. dann bringt der Artikel jedenfalls mir nichts und er ist auch nicht hilfreich für Leute die nun seit zwei Wochen die geplanten Änderungen auf der Galerie-Seite vor sich her schieben.
Da wäre der simpelste Ratschlag: Sag deinen (Messenger-)Freunden sie sollen dich jeden Tag damit nerven. Spätestens nach einer Woche hat man die Schnauze voll, setzt sich ein Abend hin und programmiert eine komplett neue Galerie nur um es den Freunden “zu zeigen”.
@Mudder:
Es geht hier nicht um einen Freizeitblogbetrieb, sondern darum, mit dem Schreiben Geld zu verdienen. Auch offline. Und damit ich meine Miete zahlen kann, muss ich mich in Zeiten ferner Meilensteine auch mal “zwingen”, etwas zu schreiben. Alleine dafür ist dieser Ansatz gedacht.
Sicher können auch einfache Blogbeiträge dabei herauskommen, doch die dürfen nur Mittel zum Zweck sein, nämlich produktiven (a.k.a. bezahlten) Output zu liefern.
Und wieso denkt eigentlich jeder bei “Ich schreibe…” automatisch an “Ich blogge…”? Hätte ich “Autor”, “Journalist” oder “Redakteur” schreiben sollen? Oder “Blogartikel” ans Ende der Aufzählung?
Naja weil es eben eher selten ist, dass sich auf einem Portal für Webdesigner, Webdeveloper und Webmaster, berufliche Redakteure verfassen. Und ich denke das jedem “Internetjunkie” das Wort Blog früher einfällt als Zeitungsbericht – besonders auch weil niemand mit einem “Berufs-Texter” rechnet.
Daher nicht böse sein, aber meiner Meinung nach ist dein Bericht etwas am Thema (Internet) vorbei – auch wenn er nicht falsch ist. Aber ein Rezept für Waffeln ist in einem Cocktailbuch eben falsch abgelegt – selbst wenn das Rezept gut ist.
@Mudder: Falsch kann es doch gar nicht sein, schließlich ging es doch hier um Berufserfahrung teilen. Und das ganze lässt sich einfach auf andere Bereiche übertragen.
@Herr Sahm: Ich finde deinen Beitrag sehr gelungen. Der Artikel hat was und gefällt mir, denn du vermittelst wirklich kreativ und spannend zu lesen deine Erfahrung, wie du es bisher getan hast, und das ist bei diesem Thema, wie ich finde, die beste Methode ans Ziel zu kommen. Jeder wird deinen Weg finden müssen, und du hast uns dazu Anregungen gegeben. Gefällt mir. Würde mich auf weitere Beiträge freuen.
Nicht jeder Beitrag muss m.E. ein Füllhorn neuer Tools, Tipps und Tricks über den Leser ergießen. Ich persönlich lese auf dieser Seite auch gerne mal etwas aus dem Arbeitsalltag, Meinungen, Ansichten, Lakonisches/Ironisches zum alltäglichen Geschäft,…..
Vorausgesetzt, es ist unterhaltsam geschrieben (in Worten oder Wörtern), so wie dieser Beitrag hier.
Ich habe jetzt eine Weile nachgedacht und hab es schließlich aufgegeben, das Akronym im Titel in irgendeiner Weise aufzuschlüsseln.
Darüberhinaus sollte doch gerade der Autor als „Technischer Autor für […] Tutorials“ wissen, dass man einen Artikel nicht derart unvermittelt und ohne gegebenen Kontext einleitet.
@Nikolae Gaedicke:
Ich beuge mein Knie!
Sie schaffen in weit weniger als 50 Worten, wofür ich noch mehr als 400 brauchte: Ratlosigkeit und Unverständnis beim Leser zu erzeugen.
Lesen hilft!
Vielleicht hätten Sie…
a) …meinen Beitrag auch lesen sollen. Kleine Denkhilfe: Das Akronym wird im Text erklärt. Sogar in einer Überschrift.
b) …sich, statt auf meiner Webseite zu stöbern, die Randbedingungen des Wettbewerbs noch einmal durchlesen sollen.
Und beides möglichst, bevor Sie einen Kommentar verfassen.
Darüber hinaus vermisse ich Ihren Beitrag zum Autorenwettbewerb.
> Sie schaffen in weit weniger als 50 Worten, wofür ich noch mehr als 400 brauchte: Ratlosigkeit und Unverständnis beim Leser zu erzeugen.
Wo drückt der Schuh? Ich erkläre meine Nachricht gerne ein weiteres mal.
> a) …meinen Beitrag auch lesen sollen. Kleine Denkhilfe: Das Akronym wird im Text erklärt. Sogar in einer Überschrift.
Gelesen habe ich ihn, erst mit Ihrem Hinweis jedoch konnte ich das Versteck finden. Danke schon einmal hierfür.
> b) …sich, statt auf meiner Webseite zu stöbern, die Randbedingungen des Wettbewerbs noch einmal durchlesen sollen.
Die Bedingungen habe ich mir durchgelesen, ich sehe da aber nichts, was meine Kritik nicht legitim erscheinen lassen würde.
Ich recherchiere gerne Autoren hinterher, denn wie Sie sicher wissen, gestaltet der Hintergrund die Information mit. Ein Katastrophenbericht eines rebellischen Iraners, der direkt in Krawalle involviert war, liest sich anders als der eines Regierungsinsassen.
> Darüber hinaus vermisse ich Ihren Beitrag zum Autorenwettbewerb.
Ist die Teilnahme eine Bedingung, hier zu kommentieren?