Traumjob Webdesigner - Medienberufe in der Übersicht
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Was braucht man zum Webdesigner? Welche Ausbildungsberufe gibt es? Klappt der Seiteneinstieg noch? Im Web zu publizieren ist so einfach, dass es jeder kann. Das Problem ist, dass es auch jeder macht. Doch was unterscheidet den Stümper vom Profi? Fragen über Fragen, die wir gerne beantworten.
Die Verwirrung ist groß, was man denn nun an Primär- oder Sekundärqualifikation mitbringen muss. Selbst bei den Berufsbezeichnungen besteht Unklarheit. Wir möchten die wichtigsten Ausbildungsberufe vorstellen, listen die Anforderungen an den Webdesigner und Programmierer auf und berichten über Studiengänge.
Ausbildungsberuf: Mediengestalter für Digital- und Printmedien - Richtung Mediendesign
Die neuen Medien sorgten auch für neue Ausbildungsberufe, allen voran die Ausbildung zum Mediengestalter. Die Fachrichtung Mediendesign bedeutet nun die Erstellung von Texten, Bildern und Grafiken für Print- sowie multimediale Produkte. Beim letzteren kommt noch Film und Ton dazu. Eigentlich als ein Ersatz für die angestaubten Berufe Schriftsetzer und Reprohersteller gedacht, ist der Mediengestalter öfters auch in Webagenturen zu finden. Weitere Arbeitgeber können Werbe- und Multimedia-Agenturen, Werbestudios und Medienconsulting-Unternehmen, Verlage, Unternehmen der Druck und Medienvorstufe sowie Druckereien sein. Um einen der begehrten Ausbildungsplätze zu ergattern ist wenigstens die Mittlere Reife, besser noch die Höhere Handelsschule oder das Abitur gefordert.
Ausbildungsberuf: Fachinformatiker
Die Ausbildung zum Fachinformatiker dauert wie die Ausbildung zum Mediengestalter 3 Jahre. Er entwickelt kundenspezifische Software, testet und dokumentiert diese und verbessert bestehende Anwendungen. Vorausgesetzt wird eine gute "Mittlere Reife", besser Abitur. Fachinformatiker arbeiten typischerweise bei Softwarehäusern. Aber auch bei deren Kunden. Da wird die gekaufte Software an die Bedürfnisse des jeweiligen Unternehmens angepasst. Für eine Fachrichtung muss man sich entscheiden: Entweder für die Anwendungsentwicklung oder für die Systemintegration. Anwendungsentwickler legen den Schwerpunkt auf IT-Systeme, Datenbanken und kundenspezifische Anwendungen, die Systemintegration auf Konfigurationen und Netzwerke. Weitere Informationen findet man im Forum für Fachinformatiker.

Arbeiten im Loft
Beide Ausbildungsberufe stehen im dualen System. Das bedeutet, dass die betriebliche Ausbildung mit der Berufsschule gekoppelt ist.
Für Seiteneinsteiger:Webdesigner/Webgrafiker
Eine abgeschlossene Ausbildung als Mediengestalter oder ein Studium der visuellen Kommunikation wird gerne gesehen, aber auch der Quereinsteiger mit entsprechender Berufserfahrung wird gesucht. Und mit Erfahrungen in dem Bereich Webdesign sind mindestens zwei Jahre als Angestellter gemeint, keine privaten Webprojekte. Darunter hat man bei kleinen Agenturen eine Chance – als Praktikant.
Photoshop, Illustrator oder Freehand sowie Macromedia Flash sind die Programme, HTML, CSS, Javascript und PHP die Sprachen die man beherrschen sollte. Content Management Systeme wie Typo3 sind ebenso bekannt wie die Themen Webstandards und Barrierefreiheit. Das große Ziel ist die Konzeption, Gestaltung und Realisierung von Grafiken und Webseiten, wobei Layouts browserunabhängig und pixelgenau umgesetzt werden.
Für Seiteneinsteiger: Programmierer
Idealerweise ist man Fachinformatiker. Wer aber schon Projekterfahrung gesammelt hat, Datenbanken wie MySQL, Postgres, MS SQL und Oracle liebt und HTML, Javascript und CSS für Kinderkram hält, ist auf dem richtigen Weg. PHP sorgt für "persönliche Hochphasen", Action Script 2, Perl und Java für eine Festanstellung. Grundkentnisse in Flash, Flex und Photoshop sind immer von Vorteil. Spezialisten können Microsofts Active Server Pages (ASP) mit dem .NET-Framework verbinden. Bei der Umsetzung individueller Kundenapplikationen außerhalb des Redaktionssystems kann man natürlich auch noch helfen. Und das Alles in jeder Windows- und Linux-Umgebung.

Tag und Nacht vor dem PC
Für Seiteneinsteiger: Studium
Um später den Beruf des Grafik-Designer auszuüben, eignen sich besonders die Studienrichtungen Grafik-Design, Kommunikations-Design, Design für visuelle Kommunikation und Medien-Gestaltung. Über diese Richtungen kann man sich bei jeder Hochschule informieren, wobei eine Übersicht über die deutschen Hochschulen hilfreich sein könnte. Wer eher der Programmierer ist, sollte Medieninformatik studieren. Neben den klassischen Medien wie Fernsehen und den Printmedien werden da vor allem das Internet mit seinen auf Kommunikation ausgerichteten Anwendungen gelehrt.

Die Uni wartet schon
Die besten Chancen hat, wer von seinem Traum besessen ist. Der erlebt nicht nur das Internet, sondern lebt auch vom Internet. Selbst in schwierigen Zeiten. (tm)
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4 Kommentare zu “Traumjob Webdesigner - Medienberufe in der Übersicht”
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Meine Meinung
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Guten Abend,
ich wollte euch kurz meinen Werdegang zum Programmierer schildern.
Im Jahre 1999 begann ich eine Ausbildung zum Fachinformatiker im Bereich der Anwendungsentwicklung. Schon während meiner 3 jährigen Ausbildung hatte ich die Möglichkeit, in meiner Freizeit Kundenaufträge anzunehmen, die sehr professionell bearbeitet wurden. Da meine Arbeiten sehr gut bei Kunden ankam, wurde ich immer wieder weiterempfohlen. So entstand in den letzten Jahren ein Kundenkreis, der sich mittlerweile auf fast 300 erstreckt.
Ich habe es bis heute nicht bereut, mich als Programmierer selbstständig zu machen. Zumal ich am Anfang meiner Selbstständigkeit die Förderung vom Arbeitsamt (ICH AG) in Anspruch nehmen konnte. Das machte mir den Einstieg wesentlich leichter.
Eine der interessantesten Fragen in der Web- und Medienbranche ist wirklich, wer in Zukunft Websites und Web 2.0 Anwendungen produzieren wird. Es wird wahrscheinlich in Zukunft ein Mittelding aus Informatiker und Grafikdesigner benötigt, bzw. können sich heute solche "Lücken-Arbeiter" schon einen guten Platz in der Branche sichern.
In deiner Auflistung fehlen noch die Wirtschaftsinformatiker, schließlich vereinen sie Wirtschaft und Informatik, was für Webdesigner nicht uninteressant ist.