Design

The Accessibility Project – Barrierefreies Design für den Alltagsgebrauch

30. Januar 2013

Erst vor ein paar Tagen stellten wir Ihnen den HTML_CodeSniffer vor, ein Bookmarklet, das Websites auf den Grad der Barrierefreiheit überprüft. Heute lief uns ein brandneues Projekt vor die Flinte, das sich unterstützend mit der Umsetzung von Barrierefreiheit im Webdesign beschäftigt und dabei einen Community-Ansatz verfolgt. Das Accessibility Project, kurz A11y, wächst schnell und ist erfrischend anders.

Accessibility im Webdesign leicht und richtig umgesetzt

Wer sich – wie ich – schon einmal mit dem Thema Barrierefreiheit auseinandergesetzt hat, wird schnell festgestellt haben, dass Barrierefreiheit gern auf einer Ebene diskutiert wird, die man mit Fug und Recht als akademisch bezeichnen kann. Beiträge zu Accessibility sind in der Regel tiefgehend und detailliert, was zwar einerseits sehr fundiert anmutet, andererseits jedoch die Einstiegshürden, teils unnötig, erhöht.

The Accessibility Project hat sich daher verschiedene alternative Ansätze überlegt. Einer davon ist, anstelle langatmiger Tiefenartikel auf kurze, unterhaltsame Beiträge zu setzen. Designer sollen ermutigt werden, sich mit der Materie auseinander zu setzen. Da sich Methoden und Techniken schnell ändern, setzt A11y auf Github als Plattform für das Projekt. Auf diese Weise kann der Inhalt crowdsourced aktuell gehalten werden.

Die Betreiber sind offensichtlich Praktiker. Das Projekt wirkt bereits im jetzigen frühen Stadium sehr durchdacht. Alles ist auf Zugänglichkeit und Standards ausgelegt. Das Design des Projekts selber basiert auf Bootstrap. A11y soll auf so vielen Plattformen wie möglich nutzbar sein.

In der Tat macht das Stöbern auf der Projekt-Seite regelrecht Spaß, was man dem Thema aus leidvoller Erfahrung nicht zugetraut hätte. Auf einer Seite mit weiteren Ressourcen empfehlen die Betreiber weitere Lektüre, stellen nützliche Software zusammen, verweisen auf relevante Blogs und halten die ein oder andere der heute so beliebten Infografiken bereit. Für den Soforteinstieg findet sich eine kleine Checkliste zu verwendender HTML-Elemente. Verschiedende Quick Tipps und ebensolche Quick Tests versprechen praxisnahe Unterstützung ohne übermäßigen theoretischen Overhead.

The Accessibility Project ist zweifellos sinnvoll und auch im jetzigen, sehr frühen Stadium schon nützlich. Alle Kundigen sind eingeladen, zur Erweiterung der Knowhow-Basis beizutragen.

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ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design. Man findet ihn auch auf Twitter und Google+.

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[…] The Acces­si­bi­lity Pro­ject – Bar­rie­re­freies Design für den All­tags­ge­brauch – Dr…. – Bar­rie­re­frei­heit sollte eigent­lich für uns alle ein erstre­bens­wer­tes Ziel sein. Einen Weg dort­hin bie­tet A11Y an. […]

Manfred
Gast
Manfred
3 Jahre 3 Monate her

Oje, Accessibility ist doch so 90er oder? Ich dachte, das Thema wäre schon lange abgefrühstückt.

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[…] sich Websites oftmals mittels Screenreader vorlesen oder auch in Braille-Schrift ausgeben. Doch Barrierefreiheit meint auch die plattformunabhängige Darstellung auf allen möglichen Geräten, und nicht nur auf […]

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