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Tayasui Sketches – iPad App für kreatives Zeichnen in direkter Konkurrenz zu Paper

10. Juni 2013
von

Unsere Serie mit mit dem Titel “iOS for Creative Professionals” hat schon seit längerer Zeit keinen Neuzugang mehr zu verzeichnen gehabt. Dabei gibt es beileibe keine Knappheit an Apps für mobile Apple-Geräte. Bekanntlich wurde erst kürzlich die Schwelle von 50 Milliarden heruntergeladenen Apps erreicht, womit rein rechnerisch jeder Weltbewohner im Schnitt knapp 7 Apps sein eigen nennen müsste. Trotz hunderttausenden Apps fällt es uns schwer, empfehlenswerte für das Kreativ-Gewerbe auszumachen. Heute jedoch ist es uns gelungen. Die brandneue Zeichen-App Tayasui Sketches ist es wert, näher betrachtet zu werden. Und wenn Sie sich dabei an Paper erinnert fühlen, dann ist das wohlmöglich Absicht…

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Sketches – Japanischer Name, entworfen in Paris

Tayasui ist japanisch und bedeutet etwa “leicht und einfach”. Mit Blick auf Sketches mag man diese Bezeichnung auf das minimalistische, fast schon Zen-artige Interface und die intuitive Bedienung beziehen. In der Vergangenheit indes machte sich Tayasui vor allem unter Gamern und sonstige Spaß-Appern einen Namen.

Gegründet von Illustrator Yann Le Coroller fokussierte sich das Unternehmen lange Zeit eher nicht am seriösen Ende des App-Spektrums. Vielmehr verdiente es seine Brötchen mit Titels wie “Talking Carl” oder “Mr. Goo”, die zwar erfolgreich, jedoch nicht sonderlich arbeitsorientiert waren. Sketches ist da ganz anders.

Sketches ist, da lügt der Name nicht, eine Anwendung zum Zeichnen. Natürlich kann man mit Sketches auch Strichmännchen oder Bilder im Stile der bisherigen Comic-Games aus dem Hause Tayasui erstellen, allerdings limitiert einen die App nicht darauf. Das Motto von Sketches lautet “schöne Apps erlauben schöne Zeichnungen” und, ungeachtet der Holprigkeit dieses Spruches, tut zumindest Sketches das tatsächlich. Sowohl die Optik, wie die Bedienung, alles ist extrem schön und leicht.

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Sketches – Gewinner im Paper-Look-Alike Contest, aber nicht nur das

Sketches erinnert deutlich an die großartige App Paper von FiftyThree, die wir hier im Dr. Web Magazin schon desöfteren behandelten. Es gibt allerdings auch Unterschiede. Bleiben wir zunächst bei den Ähnlichkeiten.

Nach dem ersten Start offeriert Sketches eine weiße Leinwand, sowie eine Auswahl an Zeichenwerkzeugen. Je nach Orientierung des iPad wird die Werkzeugleiste unten oder rechts angezeigt; Paper arbeitet ausschließlich im Querformat, mit der Toolbar unten. Bei Sketches ist im Querformat die Toolbar links.

Zur Verfügung stehen Bleistifte, Zeichenstifte, PInsel unterschiedlicher Arten und Sorten, alles, was für das Kritzeln, technische oder künstlerische Zeichnen benötigt wird. Farben werden über ein Farbrad gewählt und sind entsprechend nicht festgelegt. Aktionen werden nicht wie Paper per Drehung gegen den Uhrzeigersinn rückgängig gemacht, sondern indem man mit zwei Fingern nach links swiped. Rückgängig gemacht wird die letzte Aktion, Paper geht da weiter. Ein Pinch-Out, das Auseinanderziehen von Daumen und Zeigefinger auf der Zeichnung, bringt Sie in die Übersicht all ihrer erstellten Werke.

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Anders als Paper bringt Sketches ein Werkzeug mit, mit dem sich Muster als Zeichenstifte, aber auch als Flächenfüller verwenden lassen. Die Muster verwenden stets die aktuell gewählte Farbe aus der eingestellten Palette. Man kann in die Zeichnungen einzoomen, um so Details sauber nachzeichnen zu können. Beherztes Schieben nach oben mit einem Finger, öffnet die Möglichkeiten, die Zeichnung mit anderen zu teilen. Teilen lassen sich Zeichnungen via Facebook und Twitter, per E-Mail oder in die Fotogalerie des iPad hinein.

An der für das Teilen erforderlichen Vorgehensweise erkennt man den Gaming-Hintergrund Tayasuis. Ihre Zeichnung wird als halb in einen Briefumschlag eingeschoben visualisiert. Die Sharing-Ziele sind als Briefmarken dargestellt, die es mit dem Finger aufzukleben gilt. Ist das erledigt, schiebt man die Zeichnung komplett in den Umschlag und der Vorgang des Teilens läuft ab. Das sieht alles sehr schön aus, wie man einräumen muss, dass Sketches insgesamt eine schöne App ist!

Das folgende Video gibt einen guten Eindruck von den Zeichenmöglichkeiten in Sketches.

Sketches – Einige Features kosten extra

So, bis hierhin ist das komplette Featureset kostenlos erhältlich. Für einen kleinen Obulus von 1,79 € lässt sich In-App das ein oder andere nachbuchen. So wird man etwa in die Lage versetzt, die Größe und Form der Pinsel und anderer Werkzeuge zu ändern. Zwei weitere Zeichentools, ein Airbrush und ein Acrylpinsel, werden verfügbar. Farben können per Pipette direkt aus dem Bild aufgenommen werden und die Deckungsgrade der einzelnen Werkzeuge lassen sich einstellen.

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Auf diese Weise erhält man schlussendlich mehr Funktionalität als bei Paper, noch dazu zu einem deutlich geringeren Preis. Es ist ziemlich offensichtlich, dass Sketches die gleiche Zielgruppe bedienen will. Probieren Sie einfach mal bei Apps aus und Sie werden sich ebenfalls des Eindrucks einer sehr großen Ähnlichkeit nicht entziehen können.

Es bleibt letztlich ein großer Unterschied. Paper arbeitet nicht mit einzelnen Zeichnungen, sondern fokussiert ganze Skizzenbücher, die man dann im besten Falle thematisch sortieren kann. Sketches arbeitet konsequent stets auf der Basis einzelner Zeichnungen, was bei sehr vielen Zeichnungen unübersichtlich geraten kann. Es ist indes nur eine Frage des individuellen Workflows, welche Arbeitsweise Ihnen näher liegt.

Sketches ist auf jeden Fall den Speicherplatz auf Ihrem iPad wert. Probieren Sie es aus.

Wie gefällt Ihnen Sketches? Kennen Sie weitere Apps der gleichen Art? Welche ist Ihr Favorit? Ist das iPad für Sie ein taugliches kreatives Werkzeug?

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ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit fast 30 Jahren in der IT daheim. Seit 2008 schreibt er für Dr. Web, seit 2012 ist er Chefredakteur des Magazins. Man findet ihn auch auf Twitter und Facebook, aktiver ist er allerdings auf Google+.

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Ein Kommentar zu „Tayasui Sketches – iPad App für kreatives Zeichnen in direkter Konkurrenz zu Paper
  1. Uwe Reinders am 18. März 2014 um 17:03

    Sehr gut !

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