Tagclouds bieten eine interessante Alternative der Navigation und fallen durch ihr Design unmittelbar ins Auge. Die gestalterischen Möglichkeiten sind zwar begrenzt, doch lassen sich Webdesigner auch hier etwas einfallen. Tagwolken müssen auch keine Giganten sein, ein bisschen “Tag” genügt manchmal schon.
Was sind Tags? Man beschreibt in Schlagworten in welche Schublade ein Inhalt zu stecken ist. Macht Sinn bei Fotos, Videos und Tönen, ein bisschen bei Bookmarks, und wenig bei echten Textbeiträgen. Tags werden nicht einfach nur aufgelistet, sie werden ihrer Bedeutung, ihrem Gewicht nach unterschiedlich gestaltet. Dies geschieht mit Hilfe von Schriftgrößen und Farben. Je wichtiger also ein solcher Ausdruck in einer Linkliste ist, desto größer und auffälliger erscheint er auch. Die Gestaltung lässt sich sowohl automatisiert als auch manuell durchführen. Sicherlich nicht jedermanns Geschmack, doch mitunter sinnvoller als eine endlos lange, aber einförmige Liste. Schließlich sieht man hier auf den ersten Blick, was wichtig ist und was gefragt ist – und wo sich ein Klick vielleicht lohnen könnte.
Doch möglicherweise ist die Idee schon wieder auf den Rückzug. Manchem wird auch die Lust vergangen sein angesichts schlampiger Umsetzung und langweiligem Design. Bestes Beispiel dafür ist Technorati, deren Tagcloud sich in Wiederholungen übt, nicht spamsicher ist und sich in Mainstrem-Themen erschöpft. Andere haben die Wolken längst wieder aus ihren Blogs und Projekten entfernt – zum Beispiel Web 2.0 Avantgardist O’Reilly.
Die Typen
Tagsclouds können auf verschiedene Weise angelegt werden. Die alphabetische Sortierung findet sich mit Abstand am häufigsten.
- Sortierung nach Alphabet. Die wichtigsten oder häufigsten Begriffe ragen durch Schriftgrößen heraus.
- Sortierung nach Alphabet. Alle Begriffe sind gleich groß. Wichtige oder häufige Begriffe werden durch Formate und Farben hervorgehoben
- Sortierung nach Wichtigkeit oder Häufigkeit. Die wichtigsten oder häufigsten Begriffe ragen durch Schriftgrößen und Formatierungen heraus.
- Unsortiert. Die wichtigsten oder häufigsten Begriffe ragen durch Schriftgrößen und Formatierungen heraus.
- Sortierung nach Ähnlichkeit/Semantik. Ähnliche Begriffe erscheinen neben- oder untereinander und werden ansonsten wie üblich hervorgehoben.
Tagwolken Galerie
Integrierte Tagwolken müssen mit wenig Platz auskommen. Riesige Fonts sind deshalb selten.
Online Shops mit Tagclouds
Auch einige Shops wissen die Vorteile der Wolken zu schätzen.
Scheinclouds
Tagclouds die keine sind. Hier wird lediglich das Design der Clouds aufgegriffen und nachgemacht. Es steckt jedoch keine Links und keine Funktionalität dahinter.
Tagclouds als Startseiten
Diese Websites erheben die Tagcloud zum Mittelpunkt. Sie bestehen entweder ganz oder überwiegend aus Tags.
Die Idee der Tagcloud auf die Spitze getrieben haben 83°. Das hier ist die komplette Startseite. Inhaltlich freilich hätte man mehr draus machen können.
A Map to Google News. Man beachte die Pfeile, die den jeweiligen Trend angeben
Extreme-Tagging bei Plurn. Der Screenshot ist eine Verkleinerung
Auch hier scheint es sich um eine Art Link-Verzeichnis zu handeln. Nicht dass die Links interessant wären, deren Präsentation ist es aber schon.
chain of thoughts: Website als Tagcloud um zum Mitmachen
Tagwolken als Webseiten
Da die Tagcloud oft einigen Platz verbraucht wird sie gern auf eine separate Seiten ausgelagert. Hier kann sie sich entfalten, wird aber eher selten gesehen.
Klassiker: Tags bei del.icio.us
Tags bei news.com
Tagcloud Generatoren
Diese Dienste erzeugen manuell eine Tagcloud. Dazu wird entweder ein Text zur Verfügung gestellt oder der Generator nutzt einen Spider den er auf eine gewählte URL loslässt. Das reicht für statische Webseiten. Für ein CMS oder Blog genügt diese Praxis nicht. Hier ist ein Plugin nötig.
- TagCrowd
- TagmyCloud
- Tag Cloud
- Text Tagcloud
- Tag Cloud Generator
- MakeCloud
- Winkwaves Tag Cloud Generator
- Tag Cloud Builder
- ZoomClouds
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serh guter beitrag. danke viel mals!!!