Inspiration

Subtome – Feeds abonnieren leichter gemacht

16. Februar 2013
von

Mozilla Hacks stellt ein Projekt aus dem Hause Superfeedr vor. Dabei handelt es sich um ein JavaScript-Experiment, das nichts geringeres erreichen will, als den künftigen Standard für den Subscribe-Button zu stellen. In der Tat verfolgt Subtome einen interessanten Ansatz und könnte mainstream-tauglich sein.

Subtome Homepage

Subtome – Subscribe To Me

Das Open Source Projekt Subtome von Superfeedr entkoppelt die Aktion des Abonnierens eines Users, Feeds oder Projekts von der hostenden Website und setzt den lokalen Browser quasi als Mittelsmann ein. So soll eine konsistente, verständliche und leicht handhabbare Folgen-Funktion für alle Webinhalte, die sich dafür eignen, geschaffen werden.

In der Tat ist der Einbau des einfach gehaltenen Buttons, an dessen Optik indes noch gearbeitet werden soll, ziemlich simpel. Wollen Sie Subtome auf Ihrer Website einsetzen, genügt es, den folgenden Codeschnipsel da zu platzieren, wo der Subscribe-Button zu sehen sein soll:

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<input type="button" onclick="(function(){var z=document.createElement('script');z.src='https://s3.amazonaws.com/www.subtome.com/load.js';document.body.appendChild(z);})()" value="Dr. Web abonnieren">

Die Funktionsfähigkeit der Lösung setzt naheliegenderweise auf einen real existierenden Feed, dessen Adresse dem Benutzer aber nicht bekannt sein muss.

Wenn der interessierte Leser nun den Button klickt, wird ein modales Fenster über den Scriptaufruf in einen iFrame geladen. In diesem Fenster werden dem Interessenten nach einer Weile der Benutzung stets diejenigen Dienste angeboten, mit denen dieser am häufigsten Services abonniert.

Subtome Modal Window
Subtome: Nach Klick auf den Subscribe-Button

Dazu werden entsprechende Informationen mittels localStorage auf dem Benutzerrechner abgelegt und wieder ausgelesen. Es findet keine Versendung in das Weltennetz statt. Hat der Nutzer dann im modalen Fenster den entsprechenden Dienst gewählt, mit er die konkrete Site zu abonnieren gedenkt, erfolgt ein Redirect zu diesem Service, wo der Vorgang abgeschlossen werden kann.

Subtome greift nicht auf etwaige API zu, so dass sich der Vorgang des Abonnierens nicht weiter vereinfachen lässt. Allerdings erscheint dieser so stark geführt, dass selbst weniger geübte User kaum Probleme mit der Verwendung haben dürften.

Inhalteanbieter haben es leicht, mit Subtome zu arbeiten. Der oben gezeigte Codeschnipsel reicht aus. Entwickler von Reader-Software, die die einfache Subskriptionsmethode gezielt unterstützen wollen, sind aufgefordert, ihre Applikation mit Subtome zu registrieren.

Der gesamte Code ist Open Source und liegt auf Github zur Mitwirkung bereit. Wer nicht möchte, dass die Funktionalität von Subtome extern gehostet wird, kann seine eigene Instanz installieren. Hierzu kommt node.js zum Einsatz.

Die Entwickler weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die externe App nicht wirklich eine App mit entsprechender weitergehender Funktionalität ist. Vielmehr handele es sich lediglich um eine bei Amazons S3 Webservices gehostete statische HTML-Seite.

Was halten Sie von einem solchen Ansatz? Besteht überhaupt die Notwendigkeit, den Abonnement-Vorgang zu vereinfachen oder wird hier ein Problem gelöst, das gar nicht existiert?

Links zum Beitrag:

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit fast 30 Jahren in der IT daheim. Seit 2008 schreibt er für Dr. Web, seit 2012 ist er Chefredakteur des Magazins. Man findet ihn auch auf Twitter und Facebook, aktiver ist er allerdings auf Google+.

Ein Kommentar zu „Subtome – Feeds abonnieren leichter gemacht
  1. […] Sub­tome – Feeds abon­nie­ren leich­ter gemacht – Dr. Web Maga­zin – Kann mir mal jemand den Nut­zen von Sub­tome erklä­ren, wo es doch schon RSS-Feeds gibt? […]

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