Erweiterungen

Stylish: Selbst ist der Nutzer

23. August 2006
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Hat ein Seitenbetreiber versehentlich versäumt, wissenswerte Inhalte in eine ordentliche Form zu bringen, durfte der Besucher bisher die Zähne zusammenbeißen, enttäuschend seufzen und sich auf ein mühseliges Durchstöbern begeben. Das hat nun ein Ende. Mit Stylish können Besucher beliebige Seiten beliebig anpassen – und zwar ganz automatisch.

Stylish ist eine Firefox-, Flock- und Thunderbird-Erweiterung, die Inhalte entsprechend den vom Benutzer definierten “User Styles” darstellt. Diese CSS-basierte Stile müssen jedoch nicht unbedingt vom Benutzer selbst ersonnen werden; die Website der Erweiterung liefert über 840 “Styles”, die in verschiedene Kategorien unterteilt, ausführlich beschrieben und bewertet sind.

darkgoogle foto

Ganz egal, ob man alle Seiten gleich lesbar darstellen und nervige Werbung ausblenden möchte oder unterschiedliche Links unterschiedlich markieren will: Stylish erledigt die Arbeit und lässt den Benutzer mit CSS genauso meisterhaft jonglieren, wie Greasemonkey mit JavaScript umgehen lässt.

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Vitaly Friedman

Vitaly Friedman ist Buchautor, Autor sowie Entwickler und Designer von benutzerfreundlichen Webseiten. Er ist Chef-Redakteur des Online Magazins Smashing Magazine, das zu den weltweit populärsten Onlinemagazinen für Webdesign zählt und wie Dr. Web zur Smashing Media GmbH gehört. Vitaly studierte Informatik an der Universität des Saarlandes.

9 Kommentare zu „Stylish: Selbst ist der Nutzer

  1. Spiff am 24. August 2006 um 07:46

    Stylish ist völlig genial. Anzumerken ist, daß es auch per Hand geht: durch Anpassung der userContent.css im chrome-Ordner des Firefox-Profils.

    Stylish macht genau das Gleiche, ist allerdings übersichtlicher und bietet den Vorteil, die Stile ohne Browser-Neustart aktivieren und deaktivieren zzu können.

  2. [...] Wie bei Dr.Web gelesen, gibt es ein neues, nützliches Tool um per CSS gebräuchliche Seiten wie z.B. die personalized- google-hompage für den eigenen Geschmack anzupassen. Dabei gibt es zwar schon einige Vorlagen, aber man kann auch ganz easy selbst im Code Änderungen vornehmen und ohne Browser-Neustart aktivieren! [...]

  3. L-Roy am 24. August 2006 um 08:41

    Die Frage nach dem “echten” Nutzen der Erweiterung darf hoffentlich auch gestellt werden. Klar, Individualität ist heutzutage ja offenbar das höchste Gut, aber man mag sich fragen, ob dergleichen dem durchschnittlichen (!) Nutzer einen Vorteil bringt.
    Dass diese Erweiterung an sich interessant ist, steht allerdings außer Frage.

  4. [...] Wie bei Dr.Web gelesen, gibt es ein neues, nützliches Tool um per CSS gebräuchliche Seiten wie z.B. die personalized- google-hompage für den eigenen Geschmack anzupassen. Dabei gibt es zwar schon einige Vorlagen, aber man kann auch ganz easy selbst im Code Änderungen vornehmen und ohne Browser-Neustart aktivieren! [...]

  5. Günther Stadler am 24. August 2006 um 09:57

    L-Roy, ich würde fast soweit gehen, dass fast keine Erweiterung von durchschnittlichen Nutzern verwendet wird.
    Meine Erfahrung ist, dass die meisten User eigentlich zu faul sind, sich überhaupt irgendwelche Extensions zu suchen, herunterzuladen und dann damit zu arbeiten.
    Wobei die größte Hürde vermutlich der Anfang ist: Solange ich mit meinem Browser (halbwegs) zufrieden bin, suche ich ja gar nicht erst. Und wie sollte der “druchschnittliche” User auch auf die meisten neuen Erweiterungen aufmerksam werden, wenn er nicht zufällig auf einen Blog wie diesen stößt?

  6. malte am 24. August 2006 um 11:40

    Der Sinn eines eingeschwärzten Google mag zu bezweifeln sein, L-Roy. Aber es gibt auch einige äußerst praktische Styles.

    Beispielsweise gibt es “Firefox – Hide evil bad data-clearing buttons” – die Firefox-Entwickler haben unverständlichweise so blöde Buttons eingebaut, mit denen man alle Passwörter, Cookies oder Formulardaten auf einmal löschen kann. Wer schon mal aus Versehen auf so einen Button gedrückt hat, weiß wie blöd das ist. Der Style entfernt diese Buttons.

    Die meisten Web-/Erweiterungs-/Theme-Entwickler, die den DOM-Inspector nutzen, werden dort auch schon mal Platzprobleme gehabt haben. “DOM Inspector – reduce indent on DOM tree” löst das Problem zwar nicht, gibt einem aber immerhin noch einmal Platz für ein paar Knoten mehr.

    Und das waren jetzt nur zwei Styles, die mir gerade in’s Auge gesprungen sind. Da sind noch einige andere dabei.

    Ansonsten gilt, dass Erweiterungen ja gerade deshalb Erweiterungen sind, weil sie nicht jeder braucht.

  7. Manuel am 7. August 2007 um 15:49

    Moin,

    ich habe versucht, ein Styles für http://www.allmystery zu machen, dort wurde das helle Farbschema deaktiviert, und helle Schrift auf dunklem Grund ist grausig.

    Nun ist es so, das dort im body “bgclor: ….” steht, und ich den Style nach jedem neuladen der Seite aus und wieder ein schalten muss, um den Body / Hintergrund auf weis zu bekommen.

    Mach ich da was falsch, oder geht das eben nicht anders?

    Lieben Gruß

  8. Lutz am 30. August 2007 um 07:44

    Funktioniert aber irgendwie nicht mit dieser Sete. Ich kann die Schriftgrösse nicht verkleinern.

    Lutz

  9. Peter am 3. März 2008 um 23:21

    Ein schwarzes Google ist wesentlich angenehmer für die Augen. Zudem kann über diese Erweiterung die Werbung ausgeblendet werden, was einen wesentlichen Vorteil in der Übersicht darstellt.

    Ich persönlich habe lieber dunkle Hintergründe und helle Schriften, andersrum (Hintergrund ist dann ja meist weiss) empfinde ich das als zu grell. Und besonders wenn man gerade mal nen düsteren Film geschaut hat und auf Google wechselt um was nachzuschlagen ist das ja schon schmerzhaft.
    Zudem können alle für einen unerheblichen Teile einer Seite ausgeblendet werden, was es nutzeffizienter gestaltet.

    Ist also eine sehr sinnvolle und empfehlenswerte Erweiterung. Langersehnt und dann erhört.

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