Texte gehören zum Grundbaustein des Webs und sollten gut lesbar und fehlerfrei sein. Bei großen Webseiten kann die Suche nach Fehlern anstrengend werden. Vor allem wenn regelmäßig neue Inhalte hinzukommen. Der Dienst spellr.us bietet die Möglichkeit unter Angabe einer URL Webseiten auf Fehler zu untersuchen.
Einrichtung & Nutzung
Zur Einrichtung werden lediglich einige wenige Nutzerdaten, wie E-Mailadresse, Name und Passwort benötigt. Für die Nutzung wird dann noch die URL der zu scannenden Seite eingetragen und eine Anfrage geschickt. Die Anfrage wird dann vom Server nach kurzer Zeit verarbeitet und ein entsprechende Bericht an den Account-Inhaber verschickt.

Es muss allerdings nicht immer die vollständige Seite gescannt werden. Bei Bedarf lassen sich Nutzerkommentare überspringen oder auch nur bestimmte Teile der Seite, wie ein FAQ oder den Newsbereich scannen. Die Einstellungen hierfür lassen sich einfach festlegen und bedürfen ebenfalls keiner umfangreichen Kenntnisse.
Zur Auswahl steht bisher nur Englisch in den bekannten Abwandlungen, womit der Dienst vornehmlich für englischsprachige Projekte interessant sein dürfte. Der Ausbau des Sprachangebots (darunter auch Deutsch) ist, wie man in den Menüs sieht, bereits in Arbeit. Um gegebenenfalls themenspezifische Wörter zu ergänzen, steht eine Wörterbuchfunktion bereit. Nutzer können ein oder mehrere Wörterbücher anlegen und direkt aus den Scanresultaten befüllen, so dass sich die Ergebnisse stetig verfeinern.

Die Scans lassen sich weiterhin automatisiert innerhalb bestimmter Intervalle ausführen. Man kann sich benachrichtigen lassen und erhält neue Fehler inklusive Screenshot und Link. Mit dem Feature spellFocus lassen sich zusätzlich noch die Fehler direkt auf den einzelnen Seiten darstellen sowie die Ergebnisse um vermeintliche Fehler bereinigen.
Einschränkungen
spellr.us sucht zwar nach Tippfehlern und falschen Wörtern, aber nicht nach Grammatikfehlern oder nach im Kontext falsch geschriebenen Wörtern, solange diese ansonsten eine korrekte Schreibweise darstellen. So würden beispielsweise “for”, “four” und “fur” jeweils unabhängig von der Verwendung als korrekt erkannt.
Weiterhin ist das Scannen von Flash oder reinen JavaScript-Menüs nicht möglich. Eine Seite die nicht sauber indexiert werden kann, wird folglich auch in der Verwendung mit spellr.us Probleme bereiten.
Preisgestaltung
Neben dem Free-Account gibt es einen umfangreicheren Paid-Account. Wie bei vielen anderen Diensten staffeln sich diese nach Optionen und Möglichkeiten. Mit steigendem Preis werden Anzahl der Scans, Häufigkeit des Schedulings (bis zum direkten RSS-Scan), Anzahl der Wörterbücher, Seitenzahlen und das ein oder andere Zusatzfeature geboten. Der Custom-Account bietet dabei zusätzlich zum größten Standard-Account eine Integration in ein beliebiges CMS sowie mehrere User-Logins und Priorität bei der Durchführung von Scans.
Da die Accounts sich jeweils auch auf mehreren Webseiten gleichzeitig einsetzen lassen, kann sich die Investition möglicherweise lohnen.
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Dürfte ein durchaus interessanter Dienst werden, zumal Tippfehler jedem einmal passieren. Warten wir also gespannt auf die deutsche Version.
nur als kleinen Anmerkung, die gleiche Funktion ist bei Firefox eingebaut. Hier gibt es für Text-Input Felder eine Rechtschreibkorrektur. Es kann sein das man sich die Deutsche Sprache nachladen muss und dann kann es losgehen.
Bei mir war am Anfang immer Englisch aktiviert und ich wusste nicht wie ich das umstellen konnte. Es stellte sich heraus das dies so einfach war, das ich nicht drauf kam.
Cursor muss im Textfeld aktiv sein
Rechte Maustaste drücken -> Sprachen -> Deutsch (fertig)
Diese hat leider auch die gleichen Einschränkungen (keine Grammatik). Es funktioniert auch in einigen WYSING-Editoren die in CMS verwendet werden. Muss aber nicht in allen funktionieren.
@deweso Das Problem ist, dass trotz der Firefox-Funktion noch Tippfehler vorkommen. Denn nicht jeder Contentersteller einer Seite nutzt den Firefox.
Das Spannende ist eher, dass sich mit dem System wie beschrieben viele tausend Seiten innerhalb von Minutan scannen lassen. Und das kann der Firefox so auch nicht.
Ich denke, dass es deweso eher darum ging, die Inhalte während des Schreibens bzw. vor dem Absenden zu korrigieren, insofern sehe ich für die beiden Prüfungen eher unterschiedliche Anwendungsfälle, denn bei spellr geht es ja um die nachträgliche Korrektur.
@Christian: Ja da hast Du recht
@Florian Fiegel: Ja das mit dem tausenden von Seiten durchsuchen ist in der Tat spannend, vor allem, wenn es um Altbestände geht, die man übernehmen muss.
Lieben Gruß an Euch
Da freu ich mich auch schon auf die deutsche Verssion…