Wer möchte nicht gern einmal…
…ein Held, ein Star oder ein Hauptdarsteller sein? Zumindest bei seinen Freunden, Bekannten und Verwandten?!? Die Sehnsucht nach “Bedeutung” ist tief im Menschen verwurzelt, egal ob jung oder alt, männlich oder weiblich, wir alle streben nach Wahrnehmung, Anerkennung und Aufmerksamkeit.
Und so ist es nicht verwunderlich, dass entsprechende Konzepte im Viral-Marketing oftmals eine enorme Viralität entwickeln und sich rasend schnell im Internet verbreiten. Personalisierte Videos, welche den normalen User zum “Helden” machen, schaffen es so nicht selten auf Tausende von Abrufen und Weiterempfehlungen.
Die diesem spannenden Gastbeitrag schildert Ihnen der Gründer und Geschäftsführer von Personology.de Bert Szilagyi, warum personalisierte Videos so gut ankommen, wie sie aufgebaut werden und wie man die Viralität auf eigene Angebote, Produkte und Dienstleistungen überträgt. Videopersonalisierung heißt das Zauberwort auf den folgenden Zeilen…
Videopersonalierung als Trumpf im Viral-Marketing
Über 50 Millionen Views weltweit! Das ist die beeindruckende Bilanz des viralen “Heldenvideos” der schwedischen GEZ. Fragt die deutsche GEZ nur plump ob man denn „Schon Gezahlt“ hätte, so setzen die Schweden ein gezieltes virales Konzept rund um den Mitmachfaktor ein. Der User wurde direkt im Video zum Nationalhelden erhoben!
Zu Beginn lud man einfach das eigene Foto hoch, dies wurde dann an vielen Stellen in die Handlung des Videos eingebaut. Die User fühlten sich geschmeichelt, und nach Anschauen des Videos meldeten sich sehr viele direkt als Gebührenzahler an. Das Video erlebte eine starke Verbreitung und ungeheure Viralität. Wer das Video noch nicht kennt, der kann sich jederzeit hier zum Helden machen: www.tackfilm2.se.
Streicheleinheiten für das Ego
Videopersonalisierung ist ein anhaltender Trend im Online Marketing. Otto Normalverbraucher wird zum Hauptdarsteller in clever konzipierten Werbevideos der Unternehmen. Allerdings sollte der Werbetreibende innerhalb des Videos eher subtil auftreten und im Hintergrund bleiben.

So wie auch im Beispiel von Vodafone. Hier wurde nur nach Abspielen des Videos des Firmenlogo gezeigt. Jedoch sei hier gesagt, dass der Spot bereits vor der Personalisierung durch TV und Kino bekannt war und der Soundtrack bereits hoch oben in den Charts stand. Beides befeuert natürlich die Verbreitung eines Viral Videos. Dennoch verlängerte die Personalisierung den Fernsehspots die Kampagne optimal ins Online-Marketing.

Die Story ist schnell erzählt: Mann trifft Frau, sie verlieben sich, verlieren sich jedoch aus den Augen. Also sucht Er Sie via Foto im Internet, auf Videoleinwänden und sogar auf dem T-Shirt von Lewis Hamilton. Die Story eignete sich perfekt für ein personalisiertes Video und so wurde jede Frau, die ihr Foto hochlud, zur meistgesuchten Herzdame der Welt. Via Facebook verbreitete sich das Video schnell durchs Internet.

Social Media Kanäle zur Verbreitung effektiv nutzen
Virale Videos funktionieren praktisch nur über Social Media. Genau wie echte Viren verbreiten sich diese Videos am besten von Mensch zu Mensch wenn sie über Netzwerke miteinander verbunden sind. Im Falle Vodafones wurde eine Facebook App programmiert und auf der Fanpage des Unternehmens untergebracht.
Dadurch war für die erste Verbreitung gesorgt. Darüber hinaus sorgten Multiplikatoren in der Zielgruppe für eine entsprechende Verteilung und Bekanntheit der Videos. Zur Zeit der Kampagne war Lena Meyer-Landrut auf dem Höhepunkt ihrer Bekanntheit und gerade auf dem Weg zum Eurovision Contest Sieg. Daher wurde auf Lena’s Website ein Banner zur Personalisierung geschaltet und die Blogger aus Lena’s Fanbase taten ihr übriges.
Nicht nur das Video von Vodafone wurde personalisiert, sondern auch PreRoll-Videos (Werbevideos die vor dem eigentlich angeklickten Video laufen) und Banner enthielten das Foto der User. Hatten diese ihr Bild hochgeladen konnte nach aktiver Zustimmung das Foto gespeichert werden und via Cookie-Erkennung auf anderen Websites als Banner wiederverwendet werden. Die Klickraten dieser Banner lagen bei sagenhaften 17%. Üblich sind 0,1-0,2%.
Videopersonalisierung als Ergänzung zum Social Media Marketing
Virale Videos sind nach wie vor optimal für Social Media Marketing im Internet. Zu beachten sind jedoch einige wichtige Faktoren: Clevere bzw. witzige Story, optimale Einbindung in soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und co., nach Möglichkeit eine persönliche Einbindung des Users, denn letztendlich steckt in uns allen ein kleiner Narzisst, der gern auf seinen eigenen Namen oder Foto klickt.
Über den Autor
Bert Szilagyi ist Absolvent der ESCP Europe Business School. Er schnupperte bereits Startup-Luft bei MyParfuem und sammelte Erfahrungen bei BMW. Zusammen mit Maximilian Modl gründete er im August 2010 Personology.de. Das junge Unternehmen konnte im Juni dieses Jahres den renommierten Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg gewinnen. Weitere Informationen über personalisierte Videos und Banner finden Sie unter www.personology.de.
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das schau ich mir genauer an. Danke
Sehr sehr spannend!
Ja, Videomarketingt ist allgemein der Hit!
Jedenfalls ein sehr toller Gastbeitrag!
LG Sebastian
Hallo Sebastian,
danke für das Kompliment!
Viele Grüße
Stephanie
…..sehr interessante Aspekte! Danke!
…die Umsetzung muss ich mir näher führen.
LG
Josef-A.
Hallo Josef,
Ihnen natürlich gleichermaßen viel Erfolg, Berichten Sie doch mal, wenn Sie an der Umsetzung dran sind!
Beste Grüße
Stephanie
Das diese Art von Werbung einschlägt wie eine Bombe kann man sich vorstellen, sehr gut gemacht.
Hallo Michael,
vielen Dank für Ihr Feedack. Das freut uns natürlich!
Beste Grüße
Stephanie
Das habe ich schon mal gesehen diese Art von Werbung, kann mich aber nicht mehr genau erinnern wo, war auf jeden Fall etwas aus Usa.
Hallo Olaf,
genau! Dort wird das auch seit geraumer Zeit gemacht. Und es schwappt natürlich über den großen “Teich” zu uns.
Beste Grüße
Stephanie
Der Artikel ist super. Kompliment.
Allerdings muss ich jetzt doch mal Kritik loslassen. Ich weiß, Kundenkontakt ist wichtig und richtig.
Wenn sich dieser jedoch in den Kommentaren abspielt, dann finde ich das weniger lustig. Die Kommentare sind für die Besucher der Seite da und nicht für die Redaktion, die sich artig bei jedem Beitrag für das Feedback bedankt.
Oft ist es so, dass Kommentare eine wichtige Ergänzung zum Artikel beinhalten und zusätzliche Informationen geben.
Der Lesefluss wird jedoch durch die Redaktionsbeiträge dauernd gestört und dauert fast doppelt so lange, wie nötig.
Muss nicht jedem so gehen, aber ich finde das nervig.
Bitte dies überdenken. Danke.
Gruß
derH
Das ist echt lustig, den viralen Traffic werd ich anzapfen
Liebe Grüße Frederick!
WIr lieben solche Viralen Videos. Mehr davon.
Das hatte ich vor einiger Zeit schon mit der ersten Version des schedischen Videos (damals gab es noch eine internationale/englische Version) ausprobiert und natürlich auch weitergeleitet. Man will ja, dass andere einem in dem Video sehen. Also das fand ich eine super virale Marketing Aktion.
Kennt jemand ein Tool, mit dem man selbst so eine Video-Aktion realisieren könnte?
Danke und Gruß
Thomas Bügel
Eine neue Tendenz des Online-Marketings. Ich persönlich finde es ein bisschen nervig, wenn man eine Webseite aufmacht und da sofort jemand anfängt zu reden und die Firmaleistungen zu beschreiben.
Videomarketing wird immer mehr kommen und ich setze auch selber immer mehr darauf. Das was Vodafone da gemacht hat finde ich von der Idee her auch super.
Ein anderes Beispiel für ein personalisiertes Video mit individuellem Hauptdarsteller, wäre zum Beispiel diese Seite hier: http://kiss-or-diss.de/ =)
@ ZinitSolution Dem kann ich nur beipflichten. Die Gefahr besteht, dass die Kunden ähnlich denken und aus diesem Grund die Webseite sofort verlassen.