SEO: Am Anfang war das Wort … das Keyword

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Kay A. Schönewerk

Die SEO-Profis unter uns wissen es bereits: Der sprichwörtliche Schlüssel für eine erfolgreiche Optimierung von Webseiten sind gute Keywords.

Der Weg zum guten Keyword

Vor der eigentlichen Keyword-Recherche sollten grundlegende Fragen beantwortet werden:

  • Was soll mit der Website erreicht werden? Je nachdem, ob es vordergründig um Information oder Verkauf geht, fallen Begriffe weg oder in die nähere Auswahl. Welche Zielgruppe soll angesprochen werden? Denn eine zielgruppengerechte Ansprache hat ebenso Auswirkungen auf die richtigen Keywords.
  • Wo hält sich die Zielgruppe auf – in Foren, Blogs oder Sozialen Netwerken?
  • Welche Landessprache und welche Zielgruppensprache spricht sie: Sind es junge Menschen, alte Menschen – verwendet sie eher Fremdwörter oder Inbegriffen und Slang?

Bauchgefühl und Vermutungen reichen für eine langfristig erfolgreiche Optimierung nicht aus.

Keyword-Recherche im Vier-Punkte-Plan

Zielgruppenbefragung: Ein Umfrage verrät viel über einen Menschen und dessen Sprachgebrauch: „Was würden Sie eingeben, wenn Sie ein Produkt X suchen, kaufen oder sich darüber informieren wollen?“ Die Auswertung der Ergebnisse liefert sodann qualitative Schlüsselwörter aus erster Hand.

Content-Recherche: Als SEO sollte man die Websites kennen, die den eigenen Leistungen ähnlich sind. Sowohl die Begriffe, die dort genutzt werden, also die Keywords der Konkurrenz, als auch verwandte, das heißt semantische ((BEGRIFF FALSCH VERWENDET)), Wörter spielen für die eigene Optimierung eine bedeutende Rolle.

Teamarbeit: Kollegen aus verschiedenen Unternehmensabteilungen sollten am besten wissen, welche Begriffe die eigene Leistung beschreiben oder andersherum lieber nicht damit in Verbindung gebracht werden sollten. Sie stehen zudem im direkten Kundenkontakt und können herausfinden, wie sie auf das eigene Unternehmen aufmerksam geworden sind, sprich fragen: „Was haben Sie bei Google & Co. eingegeben, wodurch Sie uns gefunden haben?“

Die Wahrheit der Zahlen: Die Keyword-Ergebnisse aus den ersten drei Punkten sind rein qualitativ. Für die finale Entscheidung, ob es sich lohnt, auf ein Keyword zu optimieren, bedarf es jedoch quantitativer Zahlen, beispielsweise zum tatsächlichen Suchvolumen und der Konkurrenz.

Tools, tools, tools…

Es gibt mittlerweile unzählige SEO-Keyword-Tools von den verschiedensten Anbietern wie Sistrix oder Linkvendor, um nur zwei zu nennen. Diese Programme sind zum Teil kostenfrei, nur zusätzliche Module erfordern eine Bezahlung. SEO-Verantwortliche in einem Unternehmen sollten sich jedoch auf ein Tool festlegen, um vergleichbare Daten zu erhalten, denn die Bewertungsfaktoren sind von Tool zu Tool unterschiedlich.

Keyword-Dichte: Um herauszufinden, welche Keywords auf einer Seite beispielsweise beim Wettbewerb verwendet werden, gibt es Tools, die die Keyword-Dichte anzeigen. Das heißt Sie zählen die Anzahl der Schlüsselwörter, generisch sowie Long Tail, und geben diese samt Prozentzahl als Ergebnis aus.

Thesaurusprogramme: Für eine gute Content-Optimierung von Websites ist es wichtig, neben den definierten Keywords auch verwandte semantische Begriffe zu verwenden. Geeignete Programme hierfür sind beispielsweise openthesaurus.de oder das Google Wunderrad. Denn die augenscheinlich zutreffendsten Keywords haben zwar ein hohes Suchvolumen, sind dafür aber auch hart umkämpft. Das heißt, der Wettbewerb ist sehr stark, sodass die Wahrscheinlichkeit, bei Suchdiensten auf die vordersten Platzierungen zu gelangen, gering ist. Verwandte Begriffe haben den Vorteil der geringeren Konkurrenz und somit höheren Wahrscheinlichkeit.


Googles Wunderrad zeigt verwandte Begriffe, die von Suchmaschinennutzern eingegeben werden. Hier am Beispiel ‘SEO’ und ‘seo optimierung’. QUELLE: Screenshot

Suchvolumen und Konkurrenz: Beide Kriterien sind abhängig voneinander ausschlaggebend, ob es sich lohnt, auf ein Keyword zu optimieren oder nicht. Es ist jedoch schwierig, beide Angaben aus den Suchmaschinen in ein Tool zu überführen. Zumal Google eine Sperre verhängt, wenn sich zu viele Programme beziehungsweise Nutzer Informationen aus Googles Datenbank herausziehen. Daher geben viele Tools, wie das von Sistrix, nur das Suchvolumen aus oder man muss mehr Geld investieren, um solche zusätzlichen Funktionen nutzen zu können. Ein Tipp ist hierbei auf das freie Goolge Adwords Keyword-Tool zurückzugreifen. Angelegt für die Schaltung von bezahlten Anzeigen, liefert dieses Tool genau die Daten, die auch für eine gute Keyword-Optimierung von Nöten sind. Praktisch ist zudem die Sortierfunktion nach Relevanz, Suchvolumen oder Konkurrenz und die Exportierfunktion als Excel Tabelle.

Google Adwords Tool – bitte klicken, um die komplette Abbildung anzuzeigen.  QUELLE: Screenshot

Ist die Keyword-Recherche abgeschlossen, müssen die einzelnen Wörter aus der Liste für die jeweiligen Pages der Websites festgelegt werden, und die Content-Optimierung kann losgehen. Da sich jedoch die Suchalgorithmen und Rankingfaktoren der Suchdienste ständig ändern und immer wieder neue Tools entwickelt werden, die genauere Daten liefern, können die heute festgelegten Keywords so bereits morgen schon obsolet sein. Daher ist eine kontinuierliche Keyword-Pflege, Beobachtung und Analyse, notwendig für eine langfristig erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung.

Über Kay A. Schönewerk:

Als Inhaber der SEO-Agentur 4iMEDIA SEO Professionals in Leipzig weiß Kay A. Schönewerk um die hohe Bedeutung der Suchmaschinenoptimierung. Spezialisiert auf die Erstellung von SEO-Content und Universal Search Optimierung für zahlreiche Kunden gehören Keyword-Recherche sowie Keyword-Analysen zum täglichen Handwerk der SEO-Redaktion.

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21 Kommentare zu SEO: Am Anfang war das Wort … das Keyword

  1. Wildner Akademie München 28. Oktober 2010 at 10:46 #

    Sehr schöne Übersicht über die ersten Schritte für die onpage-Optimierung. Es gibt in der Tat unzählige Tools im Web, um Keywords zu gewichten. Allein Google bietet mit Google Trends und Insights for Search sehr spannende Tools an. Auch Google Suggest beeinflusst die Suche des Suchenden.

  2. Klawischnigg 28. Oktober 2010 at 13:25 #

    Das beste SEO-Tool (und auch das einzige, das wirklich funktioniert) ist Geld, Geld und nocheinmal Geld. Denn ohne dieses Tool ist man immer nur bestenfalls der Erstgereihte hinter jenen, die das beste Tool bereits verwenden.
    Das mag bei privaten respektive nicht kommerziell orientierten Seiten kein Problem sein, bei Webshops oder ähnlichen Seiten mit geschäftlichem Hintergrund kommt man ohne montären Einsatz leider nicht weit…

  3. Axel 29. Oktober 2010 at 15:08 #

    Die offensichtlichen Keywords sind dem Webmaster wohl meistens ziemlich schnell selber bewusst. Besonders für den Long-Tail lohnen sich die zahlreichen Keyword-Tools.

  4. webTill 29. Oktober 2010 at 16:52 #

    Die Zusammenfassung finde ich sehr gelungen. Die Kernaussage sollte sein: Unbedingt ein realistisches langfristiges Ziel zu setzen und dieses hartnäckig zu verfolgen. Eine falsch geplante Suchmaschinenoptimierung durch falsch ermittelte Keywords, kann komplett nach hinten losgehen und die Homepage in den SERPs “abschießen”

  5. welldent05 3. November 2010 at 00:31 #

    Obwohl ich auch die Zusamenstellung interessant finde, bin ich trotzdem der gleichen Meinung wie Klawischnigg. Geld ist das einzige SEO-Tool, das auf Dauer funktioniert. Ansonsten stellen sich
    nie Optimierungen ein, die wirklich von Dauer sind.

    • snarebold 3. November 2010 at 18:38 #

      wäre interessant zu hören warum “geld geld geld”. da teilen sich die meinungen bestimmt. auch mit viel geld kann wie erwähnt das falsche ziel verfolgt werden. das seo kostet ist allseits bekannt.

  6. babajaga 8. November 2010 at 16:19 #

    Letzthin analysierte ich einen Hersteller-Seite: aus dem Jahre Schnee; Frames, Frames, Frames; nicht valide; Keywords in rauhen Mengen, etwa so: Produkt, produkt, PRODUKT – wie´s einmal modern war. Letztes Update vor ein paar Jahren.
    In Google im Themenbereich auf Platz 1 gerankt.
    Warum?
    Es ist einer von wenigen in Europa der das Produkt herstellt. Die Seite hat ausschließlich das Produkt zum Inhalt, der Firmenname beinhaltet den Produktnamen.
    Kurz: Die Seite ist für Suchanfragen nach dem Produkt relevant.
    Klingelts? Vielleicht ausnahmsweise nicht in der SEO-Agentur-Kasse?

  7. Elke 22. April 2011 at 23:00 #

    Für Laien ist Seo ein Buch mit vielen Siegeln, aber irgendwie macht es auch Spaß sich damit zu beschäftigen, doch es ist sehr zeitintensiv und somit kaum realisierbar. Anscheinend steht hier wirklich nur das Geld im Vordergrund…

  8. informatikunddesign 5. Mai 2011 at 12:29 #

    Vielen Dank für den Überblick!
    Wenn man SEO betreibt, ergeben sich aus der Recherche zum Suchverhalten auch meist interessante Ansätze zum übrigen Online Marketing und darüber hinaus für das Marketing selbst.

  9. Timo Kühne 8. Juli 2011 at 07:26 #

    Zu Wissen mit welchen Keywords man Arbeitet ist eine grundlegende Sache. Seine Nische herausfinden, Keyword analyse durchführen und bestimmen wo die meiste Nachfrage besteht. Am Besten natürlich Keywords die eine geringe Konkurrenz aufweisen, damit es einfacher wird zu Ranken. Keywords bestimmen das ganze Projekt. Keywords sind für die Onpage Optimierung und die für die OffPage Optimierung im Verlaufe der Projekterstellung und des Trafficaufbaus ein ständiger begleiter, deshalb sollte man bei der Analys der eigenen Keywords gründlich vorgehen.

    Viele Grüße Timo Kühne – Internet Marketer mit Leib und Seele

  10. Susanne Böttger 10. Juli 2011 at 23:38 #

    Keywords sollten auch landestypisch ausgewählt werden. Wer international tätig ist, sollte auf die sprachlichen Eigenheiten seiner Zielgruppen achten. Denn bei Suchmaschinen zählen – wie der Name schon sagt – die Suchbegriffe und Halbsätze der Nutzer. Wenn die Zielgruppe nicht nach einem gewählten Keyword sucht, dann ist die beste Suchmaschinenoptimierung hinfällig.

  11. Tom 19. August 2011 at 17:36 #

    Tolle Übersicht. Bin auch mit meinen Projekten ständig auf der Suche nach neuen Keywords, dein Beitrag kann mir da auf alle Fälle noch gut weiterhelfen.

  12. Tom 4. September 2011 at 22:52 #

    Versuche mich momentan auch in der Optimierung meines Blogs. Habe hier die Infos gefunden die ich benötige… auch in punkto Keywords sollte man ständig optimieren, weil man sonst schnell zum alten eisen gehört :)

  13. jan 11. September 2011 at 08:58 #

    Eigenartiger Weise nennen sich immer mehr SEO, doch die wenigsten werden dann auch selber bei Google und Co gefunden und müssen auf Adwords zurückgreifen

  14. fixieshop 27. Dezember 2011 at 19:29 #

    Hallo,

    vielen Dank dieser Bericht ist echt hilfreich. Ich als Neuanfänge mit einer Homepage die von Suchmaschinen Zugriffe leben soll ist das Thema sehr wichtig.

    werde versuchen den Artikel auch zu linken.

  15. Surviva 23. Januar 2012 at 15:37 #

    Sehr hilfreich!
    Danke , und weiter so!
    Grüsse

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