Die Schere als Metapher im Webdesign? Sieht man nicht an jeder Ecke. Aber sie kommt tatsächlich vor. Und das in der Regel zusammen mit einer gestrichelten Linie. Die Botschaft ist klar: hier soll etwas wichtiges ausgeschnitten und aufgehoben werden. Hier ein paar Beispiele.
Die Schere liegt bei HTML-Slice Services irgendwie nahe. Hier ist es PSD2HTML – und zwar gleich doppelt:
Und hier wedoxhtml:
Das gleiche Modell kennt man auch beim xhtmlslicer:
Man kann aber mehr damit machen. Lorelei verziert eine Menüleiste mit Schere und Strichellinie:
Reduxo erlaubt sich einen Spaß mit der Headergrafik:
Ähnliches hier:
Ecken-Werbung in eigener Sache:

Bei Tessuti geht es um Stoffe, da gehört diese Art der Bildverzierung zum guten Ton:

Und dann wäre da noch hydev. Auch hier werden aus Grafiken XHTML und CSS gezaubert.
Sven Lennartz
Sven ist der Erfinder des Dr. Web Magazins, Autor und Herausgeber verschiedener Fachbücher. Als Webdesigner und Texter früher freiberuflich für verschiedene Unternehmen und Verlage tätig. Jetzt Geschäftsführer der Smashing Media GmbH.












Die Schere als Online-Deko schwankt zwischen Manierismus und falschem Bild. Es zeigt sich, daß eine wirklich medienspezifische Sprache für Onlineangebote selten gefunden wird.
Ich finde es ist in einigen Fällen ein nettes kleines Detail, mir gefällt es sehr gut.
Find ich nicht gut.
Kommt so rüber wie:
“Meine Seite ist eh schei*e also kannst du sie auch zerschneiden”
Gruß
Wishu
Also mir gefällt das auch ganz gut, zwar nicht bei allen aber ein paar schöne Seiten sind schon dabei. Und die idee ist da gut umgesetzt
Komische herleitung @ Wishu
.. Schaut an sich nicht schlecht aus, aber selbst einsetzen würde ichs nur bei websiten die den richtigen papier/karton look haben ..
Ich hab auch noch einen: Die Web-Visitenkarte von Dennis Blöte, seineszeichens Macher von veneria.
Geschmäcker sind halt verschieden, es steht niemandem zu, etwas zu verteufeln oder in den Dreck zu ziehen! Ich mag solche kleinen Details. Ich mag Seiten, auf denen man auch beim 2. und 3. Besuch Neues entdeckt – und wenn es nur so eine Kleinigkeit ist. Und ich finde: Dann hat der Designer seine Arbeit gut gemacht!
Aber das ist schon lustig: Alle wünschen sich das papierlose Büro, können sich aber nicht von den alten Utensilien wie Schere, Büroklammer oder Tesafilm trennen. ;-)
Ich denke, bei der zunehmenden Technisierung unserer Umwelt sollte man nicht ausschließlich “mediengerechte” Symbolik für Online-Auftritte einsetzen (wobei ich nicht weiß, welche das konkret wäre).
Ein bisschen Ironie, wenn sie denn gekonnt eingesetzt wird, frischt jeden Auftritt auf und hebt ihn aus der Masse heraus. Nur darauf kommt es an. Mediengerecht wo nötig (also weg vom Postkartendesign à la “es muss aber immer alles auf dem Screen zu sehen sein, auf Papier geht’s doch auch”) aber nicht so viel wie möglich.
Bei Tessuti ist es zumindest themengerecht benutzt und bei “special offers” darf man sich ruhig an die überall auszuschneidenden Anzeigen diverser Supermärkte anlehnen.
Ich persönlich finde, die Schere (oder auch andere kleine grafische Logos) sollten auch nur dann zum Einsatz kommen, wenn es vom Inhalt her auch passt! Eine Bastelseite z.B. wäre geeignet.
Auch gut umgesetzt, wie ich finde, hier.
Ich finde das mit der Schere oberhammeraffentittengeil. Ein wirklich schönes Desginelement. Auch sonstige Designelemente die man eigentlich nur aus der Offlinewelt kennt finde ich gut, da sie so selten vorkommen und dadurch Ihren Wert steigern.
Schere unbekannt?
Schere=”Ausschneiden”
Das Scherensymbol hat in der Windowswelt eine lange Tradition und steht als Icon für Ausschneiden (STRG-X).
Als Deko ist m.E. ein so belastetes Icon (meist) denkbar ungeeignet.
Ich finde Scheren sehen richtig gut aus… Es ist halt abstrakt und mir gefällt’s wirklich sehr sehr gut…
Thanks for listing my site design element here…