Bildbearbeitung

Schärfen ohne Filter

5. Oktober 2004
von

von Dirk Olten

Nur scharfe und brillante Fotos gehören ins Netz. Für gewöhnlich verwendet man in Photoshop (oder anderen Pixel-Prozessoren) so genannte Scharfzeichnungsfilter. Deren Algorithmen verstärken Kantenkontraste und oft bringen sie kaum vorteilhafte Ergebnisse.

Hier möchte ich einen Quick-n-Dirty-Trick präsentieren, mit dem sich viele unscharfe Aufnahmen nachbessern lassen und mit dem sich sogar an sich gelungene Fotos noch prächtiger und schärfer auf den Bildschirm zaubern lassen.

Öffnen Sie ihr Foto in Photoshop.

bild 1 foto
Ein Beispielfoto, mit dem Handy aufgenommen

Fertigen Sie ein Duplikat der Ebene an und wenden auf dieser Ebene den Hochpass-Filter an (Filter -> Sonstige -> Hochpass). Regeln Sie den Radius, bis Sie kaum noch Farben sehen.

bild 2 foto
Stellen Sie die Füllmethode der kopierten Ebene auf „Ineinanderkopieren“. Die Methode „Hartes Licht“ bringt ein etwas helleres Ergebnis. Durch Regeln der Transparenzeigenschaft der modifizierten Ebene kann der Effekt abgemildert werden.

bild 3 foto

Fertig.

bild 4 foto

Mit diesem Kunstgriff werden nicht nur die Kanten betont, sondern wird auch der Farbkontrast korrigiert. Das Ergebnis sind brilliantere Bilder.

5 Kommentare zu „Schärfen ohne Filter

  1. Schärfen ohne Filter | DirkO's Blickpunkt am 16. Oktober 2008 um 16:32

    [...] Artikel wurde von mir am 05.10.2004 zuerst im Weblog des brillianten Online-Magazins “Dr. Web” veröffentlicht. Artikelbewertung 4.00 von [...]

  2. Nützliche Erweiterungen für Lightroom am 10. April 2009 um 06:01

    [...] Schärfen ohne Filter (1) [...]

  3. Verwackelte Bilder - Afterwork-Lounge am 2. November 2009 um 15:00

    [...] verwackelt. Ich k

  4. Peter Stoffel am 1. Februar 2010 um 16:07

    Auch der Hochpass ist ein Filter ;-)
    Ich verwende als Ebenenmodus “Weiches Licht” und habe damit die besten Erfahrungen gemacht.

  5. filmeghost am 5. April 2010 um 17:01

    Der Hochpassfilter ist übrigens auch Teil des Algorithmus einiger anderer. Scharfzeichnungsfilter. Aber ich verwende diesen kleinen schritt auch manchmal – vor allem bei Portraits nur für die Augen.

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