RSS-Reader vorgestellt

Werbung

von Dieter Mayer

News per RSS kann man nur mit speziellen Leseprogrammen konsumieren. Dieter Mayer stellt Ihnen sieben der interessantesten Programme vor.

Sauce Reader v1.21

(Windows, englisch)

Wenn Microsoft .NET-Framework ab Version 1.1 installiert ist, erhält man mit dem Sauce Reader ein interessantes und bedienungsfreundliches Leseprogramm, das die RSS-Varianten und ATOM beherrscht sowie RSS-Linklisten im OPML-Format im- und exportiert.

Der Sauce Reader ist überhaupt ein sehr flexibles Tool mit vielen interessanten Funktionen: das Erscheinungsbild des Anzeigebereichs lässt sich über Stylesheets individuell einstellen, auch die Menüs und Buttons sind konfigurierbar. Eine eingebaute Volltextsuche ist ebenso nützlich wie die Schlagwortsuche in Diensten wie Yahoo, Google, Feedster oder Technorati, deren Ergebnisse direkt im Anzeigefenster erscheinen.

Komfortabel: über das Kontextmenü kann eine interessante News per Mail weiterverschickt werden, Sauce Reader kümmert sich darum, dass alle relevanten Informationen aus dem Feed in die E-Mail übernommen werden.

Screenshot
Aussschnitt

Für jeden Channel kann die Zeit für die Feed-Aktualisierung eingestellt werden, die Eingabe von Benutzerdaten zum Abonnieren von nicht-öffentlichen RSS-Quellen ist jedoch nicht vorgesehen.

Das für Privatanwender kostenlose Programm hat leider in der aktuellen Beta-Version noch einen kleinen Haken: Umlaute werden nicht angezeigt, was kein Problem darstellt, solange vorwiegend englischsprachige RSS-Quellen abgerufen werden. Dieser „Fehler“ dürfte jedoch in einer der nächsten Versionen behoben werden. Zum Download

SharpReader v0.9.4.1

(Windows, englisch)

Da der SharpReader das Microsoft .NET-Framework ab Version 1.1 voraussetzt, ist dieses optisch eher unspektakuläre Leseprogramm nur unter Windows einsetzbar.

Löblicherweise kennt der SharpReader alle RSS-Formate sowie ATOM und ist auch in der Lage, News ordnungsgemäß ohne externen Browser in einer dreigeteilten Ansicht darzustellen. Listen mit RSS-Links lassen sich im OPML-Format sowohl im- wie auch exportieren. Einzelne RSS-URLs werden dem Programm komfortabel per Drag & Drop mitgeteilt.

Screenshot
Aussschnitt

Der Reader kennt zwar keine Unterstützung (Authentifizierung) für nicht-öffentliche RSS-Quellen, besitzt dafür aber einen Wortfilter, der dafür sorgt, dass nur Meldungen erscheinen, in welchen die gewählten Suchbegriffe vorkommen. Interessant ist weiter, dass das Programm RSS-Artikel, die sich aufeinander beziehen, in einer Art Thread-Ansicht darstellen kann.

Nebenbei ist der SharpReader auch in der Lage, die Kommentare einzelner Nachrichten mit Hilfe des <wfw:commentRSS>-Tags zu verfolgen, sofern ein RSS-Feed dies anbietet.

Praktisch ist bei diesem kostenlosen Programm, dass sich die Schriftart der angezeigten Feed-Informationen frei einstellen lässt, so dass auch sehbehinderte Anwender den SharpReader gut nutzen können.

Tristana v1.0

(Windows, englisch)

Ganz im bewährten dreiteiligen Fensteraufbau erscheint das kostenlose Tristana, das nur die absolut nötigen Grundfunktionen bietet. Neben der Unterstützung aller RSS-Varianten und ATOM lassen sich RSS-Linklisten mittels OPML-Import einlesen und auch wieder im OPML-Format exportieren.

Die Aktualisierungs-Frequenz ist nur für alle RSS-Quellen einheitlich einstellbar, eine separate Zeitangabe je Feed ist nicht vorgesehen. Dafür lassen sich die RSS-Abonnements in selbstdefinierte Unterrubriken einordnen, und auch die Darstellung der News im internen Anzeigebereich bereitet keine Probleme. Zudem informiert eine visuelle Anzeige über das Eintreffen von neuen Meldungen.

Screenshot
Aussschnitt

Weitergehende Einstellmöglichkeiten vermisst man ebenso wie Wortfilter, eine Suchfunktion oder eine Username/Passwortübergabe für nicht-öffentliche RSS-Channels, dafür ist Tristana jedoch kostenlos erhältlich und genügt völlig als einfach zu handhabender RSS-Reader.

Teil 1 – Teil 2 – Teil 3

Weitere Beiträge:

Über Gastautor

DrWeb.de ist die "Grande Dame" des deutschen Bloggings und seit nunmehr 14 Jahren im Internet aktiv. Das beliebte Magazin richtet sich dabei an Webworker, Selbstständige, IT-Entscheider, Seitenbetreiber sowie Marketing-Verantwortliche und bietet einen Überblick im undurchdringlichen Dschungel zahlreicher "Geld verdienen im Internet" Konzepte. Werden Sie jetzt Gastautor und profitieren Sie von der großen Reichweite und den Markennamen DrWeb.de.

, ,

Noch keine Kommentare vorhanden!

Hinterlasse eine Antwort

Bitte bei weiteren Kommentaren per Email benarichtigen! Auch möglich: Abo ohne Kommentar.

Spam protection by WP Captcha-Free