Feedreader

RSS-Reader vorgestellt

8. Juli 2005
von

von Dieter Mayer

News per RSS kann man nur mit speziellen Leseprogrammen konsumieren. Dieter Mayer stellt Ihnen sieben der interessantesten Programme vor.

Pluck v0.81

(Windows/MS-IE, englisch)

Unscheinbar und nur mit den nötigsten Grundfunktionen ausgestattet präsentiert sich Pluck: ein Plugin für den Microsoft Internet Explorer, das diesem die Welt der RSS-Channels erschließt.

Der kostenlose Reader liest die gängigen RSS-Formate, kennt aber kein ATOM und bietet außer der Modifikation der Aktualisierungsfrequenz je RSS-Channel keine weiteren Einstellmöglichkeiten.

Der Bildschirmaufbau ist an das Outlook-typische dreigeteilte Modell angelehnt, wobei sich der Anzeigebereich der RSS-Abonnements einfach ein- und ausblenden lässt. Die einzelnen RSS-Artikel werden beim Betrachten direkt von der Website des Content-Erzeugers geholt und im Internet Explorer dargestellt.

Screenshot
Aussschnitt

Allerdings hatte die getestete Beta-Version 0.81 noch Probleme mit der Aktualisierung der RSS-Feeds – nicht immer wollte der Refresh gelingen, manchmal kam einfach kein Update zustande.

Als Besonderheit bietet Pluck die Möglichkeit, sowohl in Amazon.com wie auch in eBay.com nach Produkten zu suchen. Leider lässt sich diese Suche aber nicht auf die deutschen Ableger dieser beiden eCommerce-Plattformen umleiten.

Pluck setzt als Systemanforderungen Windows 2000 oder Windows XP sowie den MS-IE 6.0 voraus.

RSS Bandit v1.2.0.102

(Windows, deutsch)

RSS Bandit stellt die News in einer dreigeteilten Ansicht mit integriertem Browser dar. Der Anzeigebereich lässt sich zur optimalen Ausnutzung der Bildschirmdarstellung unten, rechts, links oder oben fixieren. Die einzelnen RSS-Feeds dürfen in beliebige Kategorien eingegliedert werden.

Das Programm kennt alle RSS-Versionen und auch ATOM. RSS-Channel-Listen können in den Formaten OPML, OCS und XML im- und exportiert werden.

Praktisch ist, dass sich die Liste der abonnierten RSS-Channels in einem Netzwerkverzeichnis speichern lassen, damit in einem Team jeder Anwender mit den gleichen RSS-Feeds arbeiten kann. Im Hinblick auf die Systemsicherheit ist besonders vorteilhaft, dass bei der Anzeige der Artikel auf den Quellseiten im internen Browser Funktionen wie JavaScript oder ActiveX abschaltbar sind.

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Aussschnitt

RSS Bandit enthält interessante Features wie eine ausführliche interne Suche über die gespeicherten RSS-Feeds wie auch eine Web-Suche, die Internet-Suchmaschinen nach Begriffen durchforstet. Nützlich ist die Funktion „Auto-Discovery“, um auf Webseiten nach RSS-Links zu fahnden. Weblog-Betreiber freuen sich über die CommentAPI, mit der sich Kommentare direkt in entsprechend ausgerüstete Weblogs posten lassen.

Eine Username/Passwort-Authentifizierung für nicht-öffentliche RSS-Quellen, das Einfügen von RSS-Links über Drag & Drop sowie die optische Anpassung des Anzeigebereiches durch XSLT-Stylesheets sind weitere angenehme Funktionen des Leseprogramms.

Der kostenlose Reader RSS Bandit verlangt nach einem installierten Microsoft .NET-Framework ab Version 1.0.

Teil 1 – Teil 2 – Teil 3

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