RSS – Fluch der Technik

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Haben Sie auch schon erschöpft vor Ihrem Feedreader gesessen und sich gefragt, ob es wirklich sein muss, dass alles noch durch zu scannen? Letztlich haben Sie es doch getan, immerhin hatten Sie die Feeds ja alle eigenhändig abonniert. Und dafür hatten Sie doch sicherlich einen Grund? Ich fühle mit Ihnen…

“RSS macht das Netz irgendwie unpersönlich.” Irritiert bemerke ich diesen Gedanken. Er kam ungefragt. “RSS macht das Netz auch irgendwie uninteressant.” Mein Hirn will mich offenbar recht unverblümt zum kritischen Denken anregen. Und wie ich so auf meinen Google Reader glotze, fällt mir auf, dass mein Unterbewusstsein Recht hat.

Abbildung

Ein Wust gleichförmig dargestellter Informationen, respektive Informationshappen, läuft, wie die Buchstabenkolonnen in Matrix, meinen Bildschirm herab. Nichts fängt das Auge ein, jede Zeile ist wie die nächste. Stumpf blickend drehe ich am Scrollrad, immer ängstlich, doch noch irgendwas Interessantes oder sogar Wichtiges im Informationflow zu übersehen.

Was waren das doch Zeiten, als man Webseiten noch wirklich zu besuchen pflegte. Als man sich am Design und den darin aufbereiteten Informationen erfreute und Stammwebsites wie Stammlokale hatte, die man täglich oder wenigstens nahezu täglich frequentierte. Geht heutzutage doch gar nicht mehr. Man stelle sich mal vor, man müsste all die Seiten, die man per Reader “scannt”, wie man neuerdings so schön sagt, tatsächlich aufrufen, womöglich per URL-Eingabe in die Adresszeile des Browsers. Unvorstellbar! Wie lange soll das denn dauern? Da habe ich im Reader die Infos x-mal schneller zur Kenntnis genommen. Ganz zu schweigen davon, dass ich heutzutage mindestens die vierfache Informationsmenge aufnehmen kann, muss, will als noch vor einigen Jahren. Passend dazu entwickelt die Studienindustrie Studien, die einem weis machen sollen, das Design sei sowieso nicht mehr wichtig. Information rulez.

RSS ist der Knüller. Content Syndication at ease. Die längst vergessenen Internetunternehmen des beginnenden Jahrtausends wären froh gewesen, sie hätten schon auf diesen Zug aufspringen können. (Psst. Sie hätten es sogar gekonnt, wussten es aber noch nicht.) Und tatsächlich lassen sich die grundlegenden Vorteile von RSS nicht vollständig weg diskutieren. Schneller kann man nicht an aktuelle Informationen gelangen, respektive diese veröffentlichen. Das Problem besteht also nicht in der Technik an sich, sondern in deren massenhafter Nutzung. Kein Blog, der nicht Feeds in allen möglichen Formaten anbietet. Auch Nachrichtenportale und Social Networks lassen sich nicht lumpen. Große Unterschiede gibt es nur im Umfang der Bereitstellung.

Dabei finde ich Feeds, die lediglich die Überschrift des Beitrags beinhalten, wie den von SpOn unter dem Gesichtspunkt der Informationsüberflutung sogar besser als die Volltextfeeds der deutschen und internationalen Bloggeria. Man blickt einfach nicht mehr durch. Schnell kommen bei ambitionierten Netzteilnehmern wie mir einige hundert RSS-Abonnements zusammen. Ausgefeilte Ablagestrategien werden entwickelt, um der Flut überhaupt noch Herr werden zu können. Letztlich vergeblich.

Ich scrolle weiter durch endlose Kolonnen getippter Wörter. Mein Google Reader bleibt unbarmherzig bei einer noch zu lesenden Zahl von 1000+ Beiträgen und rührt sich nicht. Verflixt. Werden das denn gar nicht weniger? Ich drehe schneller. Mittlerweile fliegen die Beiträge nach oben an meinen Augen vorbei. Lesen ist nicht mehr möglich. Da, plötzlich beginnt der Beitragszähler nach unten zu laufen. Glücksgefühle stellen sich ein. Der Beitragszähler fällt auf Null. Ich habe es tatsächlich geschafft!

Ein temporärer Erfolg, der nur bis zum nächsten Stein währt, der den Berg hochgerollt werden will, um auf der anderen Seite wieder herab zu rollen. Kurz flackert ein revolutionärer Gedanke auf: Warum kündige ich nicht einfach alle RSS-Feeds und beschaffe mir Informationen wieder durch gezielte Besuche meiner früheren Lieblingssites? Natürlich werde ich auf diese Weise unmöglich die gleiche Informationsmenge erreichen können. Aber ich wäre sicherlich glücklicher. Vielleicht. Oder? ™

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Über Dieter Petereit

ist diplomierter Absolvent des Studienganges Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt Marketing, aber bereits seit 25 Jahren in der IT daheim. Seit der Jahrtausendwende ist er bei verschiedenen Unternehmensberatungen tätig gewesen und hat dort KMU in Fragen crossmedialer Marketingstrategien, sowie hinsichtlich konkreter IT-Projekte betreut. Technische Dokumentationen schreibt er seit Ende der Neunziger am Fließband, so dass der Betrieb verschiedener Blogprojekte seit 2005 nur konsequent ist.

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40 Kommentare zu RSS – Fluch der Technik

  1. Daniel 17. Oktober 2008 at 08:29 #

    Stichwort Selbstdisziplin!

    Meine Lösung: Nur die 10 wichtigsten Feeds. Und das auch nicht bei Google oder mit einem Reader, sondern nur im Firefox als Headline. Weckt eine mein Interesse, besuche ich die Seite und lese dort.

    Dabei fällt mir gerade ein, dass ich auch mal unnütze Feeds im Google Reader platziert habe, schon ewig nicht mehr reingeschaut. Dürften mittlerweile auch 10000 Einträge darauf warten, endlich gelöscht zu werden ;)

  2. Hans 17. Oktober 2008 at 08:31 #

    Verkommt Dr. Web zu einem Glossenmagazin? Bemüht man den/das Blog des Autors muss man sagen: kein Wunder. Hier strotzt es vor Anglizismen und Fachausdrücken die der Nichteingeweihte kaum versteht.

  3. stritti 17. Oktober 2008 at 08:33 #

    Du spricht mir aus dem Herzen! Wie oft habe ich schon mit mir gehardert, ob ich den einen oder anderen Feed wieder rausschmeißen soll…

  4. Marcus 17. Oktober 2008 at 08:45 #

    Bemitleidenswert ist derjenige, der nicht weiß, welche wichtigen Feeds er zu abonnieren hat, um informiert zu bleiben, und deshalb hunderte von Feeds abonniert hat, deren “unread items” er nicht mehr Herr wird.

    Bei der Auswahl habe ich ein ganz banales primäres Kriterium: gekürzte Feeds fliegen raus! Und da diese Eigenschaft beim Dr. Web-Feed nach dem Redesign wohl nicht nur vorrübergehender Natur zu sein scheint, fliegt er nun raus. Ich will auch nach einem Klick im Feedreader nicht erst mal mit einer riesen Werbefläche zwischen Überschrift und Text begrüßt werden (nichts gegen Werbung in Blogs, aber diese Unart geht mir auf den Sack).

    Schade eigentlich. Aber man muss halt Prioritäten setzen.

  5. Martin Wolf 17. Oktober 2008 at 09:27 #

    Ganz meine Meinung! Ich habe vor kurzem auch einen Beitrag zu dem Thema verfasst:

    http://blog.visuellegedanken.de/index.php/2008-10-06/reallife-goes-first/

    Ich habe sogar mal für eine Woche nahezu komplett auf den Feedreader verzichtet. Ging erstaunlich gut. Aber doch hat man das Gefühl Informationen zu verpassen. Das wäre nichtmal das Problem, wenn alle anderen auch weniger Informationen aufnehmen würden. Aber da die meisten doch den Feed nutzen, scheint man selbst weniger Infos aufzunehmen und dadurch irgendwie ins Hintertreffen im Vergleich zu anderen zu geraten.

    Schwieriges Thema, das, wie ich finde, schon in Richtung einer Sucht geht.

  6. Christopher 17. Oktober 2008 at 09:34 #

    Ich war so oder so noch nie ein großer Fan von Feeds und verstehe auch nicht, warum sie sich so durchsetzen konnten!
    Ich persönlich schalte morgens meinen Rechner an, surfe kurz alle Seiten an, die mich interessieren und wo ich interessante neue News erwarte und fange dann mit meiner Arbeit an.
    Ich brauche keine Feeds!

    mfg Chris

  7. Ede 17. Oktober 2008 at 09:36 #

    Für mich ist die Dr. Web – Vorgehensweise die richtige.
    Bei längeren Artikeln:
    Aussagekräftige Überschrift, ein erster Absatz, der einführt oder neugierig macht. Dann entscheide ich, ob ich den ganzen Artikel lesen will oder nicht, und obe ich die Seite anklicken will, die vielleicht auch besser lesbar ist.
    Kurze Artikel müssen ganz in den Feedreader – wer mich zwingen will, seine Seite zu besuchen, fliegt raus.

  8. 52eins 17. Oktober 2008 at 09:59 #

    Wir leiden an Informationsüberflutung und -überfluss. Und glauben doch, wir müssten so weitermachen, alles mitbekommen, nichts verpassen, überall mittendrin sein. Müssen wir das wirklich?

  9. Nils 17. Oktober 2008 at 10:12 #

    Um einmal den Advocatus Diaboli zu spielen: Wenn ein Werkzeug nicht funktioniert, liegt es dann am Werkzeug oder an der Kompetenz des Benutzers? :)

    Oder anders ausgedrückt: bei sich schnell ändernden Seiten wie Spiegel Online verschafft einem RSS keinen wirklichen Vorteil über die Webseite, da in einem Feed keine Prioritäten vorhanden sind. Ein Blick auf die Webseite kann hier durchaus hilfreicher sein, die wichtigsten Themen sind meist oben zu finden.

    Seine große Stärke entfaltet RSS ja gerade bei Seiten und Blogs, die nur unregelmäßig (und/oder selten) aktualisiert werden. Hier hätte ich schon manchen Beitrag erst wesentlich später gefunden, würde er nicht automatisch in meinem Reader auftauchen.

    Zum Thema Volltext in Feeds: diese Diskussion ist ja schon oft geführt worden. Die Themen und Teaser müssen schon sehr gut sein, um mich zu einem Besuch der zugehörigen Webseite zu motivieren. Ansonsten fliegen solche Feeds früher oder später raus.

  10. Ludwig 17. Oktober 2008 at 10:14 #

    Der Text muss wohl eine glossenartige Überzeichnung sein, oder? Es stimmt schon dass mit der Verwendung von RSS die Bedeutung des individuellen von Webseiten wegfällt, aber das ist nachrangig zu den Vorteilen.
    Der Umgang mit RSS setzt wie bei anderen Medien Reflektion des eigenen Mediennutzungsverhaltens voraus, aus dem sich über Zeit Medienkompetenz entwickelt. Ich persönlich glaube nicht dass jemand 200 – 300 Feeds lesen und verarbeiten kann. Gut 80 klappen bei mir allerdings gut.
    Ich würde dem Autor raten mit dem Panic-Button alle Feeds zu löschen und eine radikale Feed-Diät wie in Kommentar 1 angeregt zu machen. Neu aufbauen und immer fragen: brauche ich das? Denn darum geht es doch: Nicht immer mehr mehr mehr zu konsumieren sondern Zeit zu sparen und die Informationsflüse zu filtern.

    Ich stimme außerdem Kommentar 8 zu, dass es stark von der Aktualisierungsfrequenz der Quelle abhängt ob sich ein Feed lohnt. Aus dem Grund habe auch ich SPON und Co. nicht abboniert.

    Btw.: ich mag angeteaserte RSS-Feeds nicht.

  11. haihappen 17. Oktober 2008 at 10:17 #

    Hab mir auch schon öfters solche Gedanken gemacht, mein größeres Problem ist aber, dass viele Seiten die gleiche Beiträge posten (und dass sogar noch zur gleichen Zeit). Abbestellen der Feeds ist keine Lösung, da ja jedes Feed auch einmalige Beiträge erhält, die in keinem anderen vorkommen.
    Ich würde mir für den Google Reader eine Funktionalität wünschen, der ähnliche Beiträge zusammenfasst, und erst bei einem Klick darauf mich vor die Wahl stellt, welche Seite ich den gerne besuchen würde.

    Aber bis dahin müssen ca. 700+ Einträge pro Tag von mir bearbeitet werden. :(

    Mit freundlichen Grüßen
    Mario

  12. helmut 17. Oktober 2008 at 10:24 #

    Ich lese das nur, weil ich euren Feed abboniert habe.
    Eurer Feed ist im Normalfall eh super.
    Nicht zuviele Neue Einträge da schaut man sich das gerne auch den Einzelnen an.
    Nur den Artikel hier find ich total überflüssig…

    Das wär eher was für ‘Dr Sommer’…

  13. David Hellmann 17. Oktober 2008 at 10:39 #

    Also ich kann nur sagen das ich Feed per Google Webseite abboniere aber mir auch da nur die headlines anschaue und dann auf die Seite gehe.

    Ist auf jedenfall übersichtlicher wie jede Seite anzusurfen :)

  14. Wolfgang 17. Oktober 2008 at 10:39 #

    Jeder arbeitet anders oder hat andere Vorlieben.

    Ich habe mich schon länger wieder von RSS verabschiedet und bin zu einem One-Klick-Lesezeichenordner in Safari zurückgekehrt. So genügt ein Klick, um meine 30 wichtigen Seiten auf einmal zu öffnen.

    Für mich hatte RSS einfach zu viele Nachteile:

    - Selten enthalten die Feeds den vollen Text, so muss ich dann doch wieder die Seite ansurfen.
    - Für einen Kommentar muss auch wieder den Beitrag ansurfen
    - Für mich relevante Informationen muss ich erst aus dem Info-Müll rausfischen
    - Durch eine große nicht abgearbeitete Feed-Liste entsteht psychischer Druck, diese abarbeiten zu müssen (besonders nach einem Wochenende)
    - Wichtige Themen sind auf den Webseiten meist schneller zu erkennen
    - Zusatzinfos, Downloads oder weitere Bilder fehlen oft, so dass ich wieder die Seite besuchen muss
    - Da jede Seite optisch anders aussieht und man sich das Aussehen etwas eingeprägt hat, kann man viel schneller erkennen, ob was neues drauf ist, als wenn man seine Feed-Liste scannt

  15. Martin 17. Oktober 2008 at 10:48 #

    Bitte was lese ich da zu Volltextfeeds? Es bleibt doch jedem Leser selber überlassen, ob er nur die Überschriften ansieht oder mehr (z. B. durch Wahl eines beschränkten Programms wie Firefox oder durch Abschalten der Vorschau in Thunderbird).

  16. Jörn 17. Oktober 2008 at 11:24 #

    Viel schlimmer: da man nach einem Tag Feed-Pause von den unzählbaren Updates sämtlicher Feeds geradezu erschlagen wird, drücke ich erstmal den “Panic-Button” (Alle als gelesen makieren). Zum Leid der vielleicht wirklich interessatesten Blogs.
    Denn leider bin ich zu faul, mal hin und wieder uninteressante Feeds auszumisten.

    Ja, wir leben schon in einer sehr harten Zeit … :-)

    PS: meine wirklichen Lieblingsblogs lese ich übrigens immer noch “direkt” über die Webseite. Spätestens, wenn ich mal Kommentare schreiben möchte. :-)

  17. Ludwig 17. Oktober 2008 at 11:48 #

    Wenn du gern kommentierst empfehle ich die Verwendung des Feedly-Readers: Schön anzusehen und bietet die Möglichkeit direkt aus dem Reader heraus zu kommentieren. Ist Browser-basiert (Firefox) und setzt auf Google Reader auf, mit dem er sich synchronisiert.

  18. 52eins 17. Oktober 2008 at 12:02 #

    @Martin Wolf:
    Dein Fazit scheint mir richtig zu sein. Warum sonst sollte man sich in der Informationsaufnahme überhaupt vergleichen wollen? “Hey, ich kann 4 Feeds mehr pro Stunde lesen als Du! Hoho!” Klingt wie virtueller Schwanzvergleich, nur nicht auf dem realen Klo, sondern an den virtuellen Klowänden des Webs (um mal wieder den verbalen Ausrutscher eines Agenturchefs zu bemühen :-) .

  19. Tempura 17. Oktober 2008 at 12:25 #

    Regel 1: 98% aller Texte sind Müll.
    Regel 2: 50% vom rest interessiert mich nicht.

    Wer glaubt alles Lesen zu *müssen*, begeht bereits den Kardinalsfehler und ist verloren. Feeds sind ein hervoragends mittel um die wenigen interessanten Beiträge auszufiltern die einem wichtig sind, egal ob es um große oder kleine Seiten geht.

    Allerdings stimmt es das den meisten Feedreadern noch wesentliche Funktionen fehlen, wie etwa ein Filter. Eigentlich müsste man Feedreader, E-Mail- und News-Client kombinieren um das beste aus allem zu erhalten, aber soweit hat bisher keiner gearbeitet ;)

  20. Ludwig 17. Oktober 2008 at 12:33 #

    @ Tempura: ich muss dir gleich mehrfach widersprechen: Wenn du für Thunderbird das RSS-Plugin nutzt bekommst du einen kombinierten E-Mail und News-Client. Schaltest du dann noch einen Filter wie z.B. filtermyrss (http://mlhoefer.wordpress.com/2008/08/22/rss-sinnvoll-nutzen-feeds-filtern/) davor kannst du nach Begriffen (Einschluss oder Ausschlusskriterium) die Inhalte der Feeds filtern und damit personalisierte RSS-Feeds erzeugen. Geht alles schon längst, und von Yahoo! Pipes will ich gar nicht erst anfangen. Viele Grüße

  21. suzhi 17. Oktober 2008 at 12:45 #

    Ich kenne das Problem volllaufender Reader auch nur zu gut, deshalb überdenke ich regelmäßig ob ich diesen Feed noch lesen möchte und was er mir bringt.
    Feeds wie Spon oder andere Nachrichtenzeitungen pusten soviel Content direkt aus den Nachrichtenagenturen, dass es für mich wenig Sinn macht sie als Feed drin zu haben. Solche Seiten besuche ich 1-3 mal am Tag und sehe damit die meisten Nachrichten, vorallem auch alle wichtigen.
    Aber es stimmt schon, wie sehr die Informationswahrnehmung sich verändert hat mit den Feeds. Es gibt Feeds, von denen seh ich die Seiten nur noch sehr selten, was manchmal wirklich schade ist, da immer mal wieder was neben den Feeds her entsteht, wie zum Beispiel ein neues Design in das jemand sehr viel kreativität gesteckt hat.

  22. ProfessorWeb 17. Oktober 2008 at 13:30 #

    Also ich kann das RSS-Feed Problem nicht im geringsten nachvollziehen.

    Ich hab genau 4 Feeds. Zwei von Webdesign-Seiten (Smashing Magazine und Dr. Web) und zwei von PC/Software-News-Portalen (Winfuture und Golem).

    Ich denke das Qualität vor der Quantität geht und mit diesen 4 Feeds bin ich in allen meinen Interessengebieten bestens abgedeckt. Ich habe auch nicht das Gefühl irgendetwas zu verpassen.

    Man kann sich auch verrückt machen und Sachen in Dinge reininterpretieren die sich absolut nicht lohnen.

    Gruß
    ProfessorWeb
    (auch mit RSS-Feed^^)

  23. Thomas 17. Oktober 2008 at 13:42 #

    Zum Glück sieht man im Feed Reader den Autor des Beitrags. Das war jetzt aber wirklich das letzte mal das ich was von Herrn P. hier gelesen habe.

    Nichts für Ungut, aber solche Artikel haben auf Dr.Web IMO nichts zu suchen. Außer das sie vielleicht Traffic erzeugen und man so ein paar Euro mehr an Werbung einnimmt.
    Sie haben es bald geschafft, einen jahrelangen Stammleser zu vergraulen, respekt!

  24. Tempura 17. Oktober 2008 at 16:46 #

    @Ludwig
    Ich weiss. Aber Thunderbird ist dennoch ein Klassischer Mail/News-Client, ohne die Stärken eines Online-Feedreaders.

    Desweiteren schrieb ich das den __meisten__ solche Funktionen fehlen. Jemand der Probleme mit der Feed-Flut hat, bringt es erst mal wenig wenn ein anderer Reader Funktionen hat die ihm helfen könnten.

  25. ledzep 17. Oktober 2008 at 16:51 #

    Die Glosse find ich klasse … erfrischend!
    weiter so!

    @ 2.Hans:
    wer hier ist, ist eingeweiht ;-)

    ledzep

  26. helenr 17. Oktober 2008 at 17:20 #

    Ich würde nie einen RSS-Feed abonnieren und verlasse auch Webseiten, die über WordPress laufen, sofort. Wenn in naher Zukunft alle Webseiten mit WordPress laufen und blau und inhalts- und erlebnisleer sind, kann ich glücklich mein DSL abmelden :)

  27. Peter 17. Oktober 2008 at 17:57 #

    Du sprichst mir aus der Seele – wobei es bei mir noch nicht ganz so weit gekommen ist. Wäre aber eine innovative Idee: Selbstlernende Filter, die Nachrichten anhand von Schlüsselwörtern als uninteressant oder doppelt erkennen und aussortieren *träum*
    Gerade bei heise oder zeit interessieren mich ungefähr 10% der News – aber genau die 10% dann richtig

  28. DonDahlmann 17. Oktober 2008 at 20:15 #

    Naja, ich hab 700+ Feeds, für unterschiedliche Themen und die gestaffelt nach Wichtigkeit. Nicht alle brauche ich, manche dienen nur der Recherche. Als Privatperson benötige ich wenige Feeds, als Journalist dafür um so mehr. Das betrifft Nachrichten, aber auch die Beobachtung, was die Kollegen so schreiben. Mir ein Rätsel, wie Kollegen ohne RSS auskommen – oder halt – eigentlich dann doch nicht, denn die Texte sind meist dementsprechend faktenarm.

  29. André (PN Admin) 18. Oktober 2008 at 00:32 #

    @Marcus (Nr. 4):
    Werd mich Dir nun auch anschließen.
    Ich sortiere immer wieder aus, dabei fliegen zunächst Blogs raus, die länger (also 2-3x) vollkommen uninteressantes gepostet haben und mit denen ich persönlich nix zu tun habe, und anschließend diejenigen, die keine Vollfeeds bieten.

    Es ist jedem selbst überlassen, wie er RSS nutzt, aber dem Leser die Wahl abzunehmen und von Redaktionsseite aus denFeed zu kürzen finde ich bescheiden. Sorry.

    Weiterhin viel Erfolg, oder besser Glück?
    Ich weiß es nicht… aber ich denke die Themen von Dr. Web lassen sich auch durch 1 oder 2 andere Blogs abgreifen, dann im Vollfeed.

    Ciao

  30. Daniel 18. Oktober 2008 at 12:41 #

    Nochmal zum Thema Volltext-Feeds:

    Versetzt euch mal in die Lage der Betreiber. Wenn alle nur noch die kompletten Artikel per Feeds lesen, anstatt bei interessantem Anleser auf die Seite zu klicken, für wen gibt es dann noch Webseiten?

    Wandelt das Web doch gleich in pure Feeds um … Über Kommentare wie “wer mich zwingen will seine Seite zu besuchen fliegt raus …” kann ich nur müde lächeln und den Kopf schütteln. Auf solche Leser (meines Feeds) kann ich gut und gerne verzichten – nach dem Motto: Dann mach dir einen eigenen Feed!

    Für mich gehört zum “surfen” auch das visuelle Erlebnis dazu. Und die Betreiber können weiter ihre Werbung verkaufen, um den Aufwand für Server usw. zu finanzieren.

    Ich glaube manche vergessen, welchen Arbeitsaufwand eine halbwegs aktuelle Seite mit sich bringt!

    Achja, mein Vorredner Nr. 29 mukiert gekürzte Feeds und liefert auf seiner Seite selbst einen gekürzten aus. Na prima!

  31. Dieter Petereit 18. Oktober 2008 at 13:27 #

    Ermutigt von ein paar Brachialkommentatoren hier ging ich heute zum Bäcker und sagte: “Wenn ich für Deine Brötchen bezahlen soll, dann iss sie doch selber.” Er schmiss mich nach kurzem verbalen Schlagabtausch raus.

    Dann ging ich ins Kino, um zu protestieren, dass man im Netz und im Fernsehen nur Trailer aktueller Filme zu sehen bekommt und verlangte, künftig die kompletten Filme kostenlos sehen zu können, ansonsten würde ich gar nicht mehr kommen. Auch die schmissen mich raus.

    Klingt komisch, ist aber so.

  32. Aro 18. Oktober 2008 at 14:51 #

    @ Dieter Petereit (30)
    Applaus!!!

  33. horst 20. Oktober 2008 at 11:47 #

    Nehme ich den Artikel auch mal als Anlass zum Aufräumen, ich begegne Anfällen von “Wann-soll-ich-das-alles-Lesen?”-Panik immer mit einer Sichtung der RSS-Abos, ob und wie ich sie in letzter Zeit benutzt habe. Ein wiederkehrendes Phänomen: gekürzte Feeds gelangen innerhalb kurzer Zeit unterhalb meiner Wahrnehmungsschwelle. Aber da das bei drweb erst seit kurzem so ist, was mich sehr geärgert hat, hat dieser Artikel es ausnahmsweise doch geschafft, wahrgenommen zu werden.

    Mit Erfolg? Jedenfalls ist drweb – wie bei Marcus (Nr. 4) und @Andre (Nr. 29) – jetzt raus aus dem Reader.

  34. OlafKolbrueck 23. Oktober 2008 at 20:29 #

    ja die Qualen kenne ich und dachte erst ich bekomme tipps wie ich die RSS-Schmerzen lindern kann. Trotzdem mit Genuss gelesen und lösch nun weiter über die trend-funktion des google-reader so jede woche mal wieder 2-3 abos bis ich endlich wieder unter 100 bin. und dann nach drei tagen wahrscheinlich wieder bei 150. Ach, Mut zur lücke.

  35. Flominator 22. November 2008 at 10:40 #

    Ich nutze mittlerweile keinen Feedreader mehr. Grund dafür war größtenteils der Artikel . Der Autor dort hat Recht, wenn er sagt, dass man bei E-Mails einfach wesentlich besser erkennt, wenn es zu viele sind. Daher lese ich derzeit ca. 50 Feeds per Mail.

  36. Anton Aristovitch 27. August 2010 at 11:48 #

    toller beitrag!apllaus

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