Richtungsweisend
Die perfekte Navigation wurde noch nicht erfunden. Weil wir im Grunde genommen viel zu wenig darüber wissen, gilt es Neues auszuprobieren und auf möglichst viele Eventualitäten vorbereitet zu sein.
Das Web ist weder eine Litfaßsäule noch ein Irrgarten. Hintereinander geschaltete Anzeigenflächen bringen Ihren Besuchern gar nichts, niemand mag zwischen endlosen Seitenfragmenten vor und zurück klicken. Je mehr Informationen Sie anbieten, desto wichtiger wird eine übersichtliche und ausgeklügelte Navigation. Die wichtigsten Dinge sollten direkt von der Startseite aus erreichbar sein.
Da Sie als Webdesigner nicht wissen, an welcher Stelle ein Gast Ihre Site betritt, braucht jede(!) Seite zumindest eine rudimentäre Navigation. Seiten, die nichts weiter als einen "Zurück"-Button enthalten, frustrieren und lassen im Ungewissen.
Wenn Sie Navigationselemente mit Javascript oder Applets aufwerten oder als Imagemap anlegen, brauchen Sie zusätzliche Textlinks, damit niemand ausgesperrt wird.
Wohin mit den Navigationselementen?
Am oberen Seitenende oder am linken Seitenrand sind die typischen Varianten. Eher ungewöhnlich ist der rechte Seitenrand. Links gehören in den Text. Zusätzliche Textlinks, etwas beim ausschließlichen Gebrauch von Imagesmaps, können Sie am Seitenende plazieren.
Einige Anbieter sind in letzter Zeit dazu übergegangen eine Navigation sowohl am linken wie auch am rechten Rand unterzubringen. Das ist möglich geworden, weil die durchschnittliche Monitorgröße in den letzten Jahren angewachsen ist. Doch wo zu viel angeboten wird, verliert man schnell die Übersicht und wird von allseits lockenden Fenstern erschlagen.
Versuchen Sie doch einmal einen Linkkasten und staffieren Sie ihn mit einem Pulldownmenü (Java oder ein CGI Redirect Script) und einigen Buttons, das spart Platz.
Eine oder mehrere Ihrer eigentlichen Start/Hauptseite vorgeschaltete Seiten, ein sogenannter "Eingangstunnel", kann Ihre Gäste richtig heiß machen. Wenn das aber auf unoriginelle Weise geschieht oder jemand gar ein Firmenlogo für interessant hält, verkehrt sich die gute Absicht schnell ins Gegenteil.
Sie können auch einen Link als Ausgang reservieren. Auch hier gilt, wesentlich attraktiveres als ein schnödes "Auf Wiedersehen" - auch wenn es nett gemeint ist - sollte Ihnen schon einfallen.
Sitemaps haben sich als ausgesprochen nützlich erwiesen. Man hat sofort alles im Überblick.
Die klassische Alternative ist eine eigene Suchmaschine. Vorteile: platzsparend und fast jeder ist damit vertraut. Die Möglichkeiten reichen von einem simplen Freewarescript über mehr oder weniger kostenpflichtige Dienste bis hin zur individuellen Searchengine mit Lizenz von den Großen, die garantiert alles findet.
Zeitschriftenleser erwarten nicht auf jeder Seite ein schillerndes Inhaltsverzeichnis am linken Rand. Und man würde es hassen, würde auf dem Fernsehschirm ständig ein Laufband über wichtige Sendetermine informieren. Im Web ist das anders, solange wir nicht ganz genau wissen, was zu tun ist. Zwingen können Sie Ihre Besucher zu gar nichts. Und wer lange suchen muß, geht woanders hin.









