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RhodeCode: Selbstgehostetes Admin-Tool für die Github-Alternative Mercurial

11. Februar 2013
von

Vor einigen Wochen haben wir bereits GitLab vorgestellt als Alternative zu GitHub als Self-Hosting-Lösung. Für die Versionsverwaltung Mercurial(hg) heißt das entsprechende Pendant RhodeCode. Doch kann RhodeCode wirklich mit der git-Lösung mithalten?

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Mercurial und Git – Ähnliche Ansätze, ähnliche Zielgruppe, Unterschiede im Detail

Mercurial und Git sind zwei Versionsverwaltungen mit ähnlichen Ansätzen, diese Ähnlichkeiten sind auch bei RhodeCode und GitLab sichtbar. Die Features unterscheiden sich nur gering. In RhodeCode lassen sich Repositories anlegen, es gibt Statistiken zu Repos, ein Changelog, Verwaltung der Branches und eine File-Ansicht. Bei einigen Dingen fehlen allerdings noch kleinere Features, dies lässt sich jedoch verschmerzen. Erkennbar ist allerdings, dass man sich doch stark an GitHub ausgerichtet hat. Das wird deutlich an Features wie dem Folgen von Usern oder der Möglichkeit Repositories zu forken (klonen). Der Gemeinschaftsansatz ist hier ausgeprägter als zum Beispiel bei GitLab. Hier soll das Forken aber auch bald möglich sein. Das liegt sicherlich in der Natur von Mercurial, bei welcher das Klonen eine zentrale Rolle spielt.

Interessant ist die Volltextsuche. Alle Repositories zum Beispiel nach Schlüsseln oder anderen wiederkehrenden Informationen durchsuchen zu können, kann für einige Unternehmen interessant sein. Auch die Nutzerverwaltung mit der Zuweisung von Rechten ist wichtig, gerade um Hierarchien in Entwicklungsteams abbilden zu können. Ebenfalls möglich ist der direkte Upload von neuen Dateien in Repositories. Diese lassen sich wiederum direkt in RhodeCode bearbeiten und committen.

Die Installation und Integration ist für Teams, die Python als Entwicklungssprache bevorzugen, denkbar einfach. Mit Hilfe von pip oder easy_install besorgt sich RhodeCode alleine die nötigen Abhängigkeiten. Updates können dann ebenfalls relativ einfach eingespeist werden. Am Besten nutzt man hierfür virtualenv, wie auch in der Dokumentation vorgeschlagen.

Features und Wartbarkeit sind nicht die Probleme, die man bei RhodeCode vorfindet. Das größere Problem liegt in der Übersichtlichkeit des User-Interfaces. Diese ist nämlich kaum vorhanden. Insgesamt wirkt alles sehr überladen und groß. Einen responsiven Ansatz hat man nicht gewählt. Schade, denn gerade im mobilen Bereich wäre ein schönes Frontend der eigenen Projekte doch sehr hilfreich, zum Beispiel wenn man sich von unterwegs den aktuellen Entwicklungsstand ansehen will.

Die Anzahl und der Gedanke der Features sind wirklich großartig. Auch die Performance kann sich durchaus sehen lassen. Wenn das Team jetzt noch an der Oberfläche bastelt, hat RhodeCode auf jeden Fall großes Potential. Nicht verschweigen will ich dabei, dass man die Oberfläche auch selber anpassen kann. Dies liegt durchaus im Bereich des Machbaren und wird zunehmend öfter durchgeführt, gerade in Bezug auf die Integration der Software in die eigene Umgebung.

Wer Mercurial ohnehin bereits zur Versionsverwaltung nutzt, kann problemlos RhodeCode verwenden. Wer bei Github zufrieden ist, erhält auch mit RhodeCode kein zwingendes Wechselargument.

Links zum Beitrag:

(dpe)

ist Webentwickler am Fraunhofer IGD-R, freiberuflicher Web-Enthusiast und Student der Wirtschaftsinformatik an der Uni Rostock.

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Ein Kommentar zu „RhodeCode: Selbstgehostetes Admin-Tool für die Github-Alternative Mercurial
  1. Sebastian Kreutzberger am 24. Juli 2013 um 13:42

    Hi Sven,

    danke für die Vorstellung von RhodeCode.

    Ich bin CEO bei RhodeCode und wir haben folgende News:

    – RhodeCode gibt es jetzt auch als gehostete Version als monatliches Abo ab $19, ein eigener Server wird damit hinfällig

    – RhodeCode Enterprise ist der Name von RhodeCode 2.0, hat ein stark verbessertes UI, ist kostenlos bis zu 20 Benutzern und beinhaltet endlich auch die Möglichkeit Support vertraglich zu buchen

    – und die offizielle Website ist jetzt: https://rhodecode.com :)

    Bitte kontaktiert uns gerne jederzeit für Fragen.

    Danke & Viele Grüße

    Sebastian

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