Pinterest ist das nächste große Ding im Web 2.0, was nicht zu allerletzt am ungewöhnlichen Design liegen dürfte. Das bunte Grid-Layout, das fast ausschließlich von Bildern lebt, scheint zu begeistern. Einen ganz ähnlichen Ansatz verfolgt Wookmark. Wookmark ist ein Dienst zum Speichern von Bildern, der aber auch mit Websites umgehen kann und insofern eine Mischung aus einem Lesezeichenverwalter und einem Bilder-Sharingdienst darstellt.

Wookmark: Visuell orientierter Sharingdienst mit Bookmark-Funktionalität
Wie bei Pinterest ist es neben dem Social-Media-Ansatz auch bei Wookmark insbesondere das Design, welches den Dienst von der Masse abhebt. Dabei muss man zugeben, dass dessen Optik doch recht deutlich an Pinterest angelehnt ist. Auch Nutzer von Jux und 500px werden Ähnlichkeiten entdecken. Auf Wookmark lassen sich Bilder und Websites ablegen, sowie von anderen abgelegte Inhalte den eigenen Sammlungen hinzufügen. Zudem ist es möglich, Bilder anderer Nutzer mit einer Art Like-Funktion positiv zu bewerten. Anders als auf Pinterest ist ein Kommentieren nicht vorgesehen.
Die Bilder organisiert Wookmark automatisch in einem dynamischen Grid, das sich an die Breite des Browserfensters anpasst. Mit leichten Verzögerungen skaliert das Layout während der Größenänderung mit. Dabei haben die Entwickler darauf geachtet, dass die einzelnen Spalten stets in etwa die gleiche Höhe aufweisen.

Pinterest: Optisch ähnlich, aber funktionsreicher
Nun veröffentlichen die Betreiber die Grid-Technologie als jQuery-Plugin für Versionen ab 1.4.3 auf GitHub und rufen zu tätiger Mitwirkung auf. Eine etwas ausführlichere Anleitung, die den Einsatz hinreichend erklärt, findet sich auf der eigens eingerichteten Unterseite des Wookmark-Dienstes.
Danach gestaltet sich die Nutzung relativ einfach, denn schon in der Grundkonfiguration bringt das Plugin bereits Ergebnisse. Alle einstellbaren Optionen dienen lediglich dem Feintuning, etwa der Festlegung des horizontalen und vertikalen Abstands zwischen zwei Boxes oder der Konfiguration der maximalen Breite des Gridbereiches. Die letzte Option ist nützlich, wenn man vermeiden möchte, dass das Layout browserfensterfüllend angezeigt wird.
Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass das Plugin tatsächlich nur das Layout des Wookmark-Dienstes nachbaut, nicht aber die sonstigen Funktionalitäten mitbringt. Nicht, dass mir da einer enttäuscht ist..
(do)
Dieter Petereit
ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit fast 30 Jahren in der IT daheim. Seit 2008 schreibt er für Dr. Web, seit 2012 ist er Chefredakteur des Magazins. Man findet ihn auch auf Twitter und Facebook, aktiver ist er allerdings auf Google+.
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