Photoshop Elements #3: Die Werkzeuge des Expertenmodus

Herzlich willkommen zu unserer Serie hilfreicher Tutorials rund um die neue Version 14 des kleinen Bruders von Photoshop. Gerade für das Webdesign reicht vielfach das wesentlich günstiger zu erwerbende Photoshop Elements vollkommen aus. Wenn es um einfache Bildbearbeitung mit Assistentenunterstützung geht, ist Elements sogar empfehlenswerter als der große Bruder. Kurzum, für die meisten Seitenbetreiber in der Weite des Netzes wird Elements jedenfalls nicht zu wenig bieten. Verfolge unsere umfassende Serie und du wirst zum Master of the Elements.

Die Werkzeuge des Expertenmodus - Anzeigen, Auswählen, Verbessern

Da die Serie zu einem späteren Zeitpunkt auch als eBook verfügbar sein wird, haben wir für die Tutorials die formelle Anrede gewählt.  Wundere dich also nicht, wenn du im folgenden plötzlich wieder gesiezt wirst ;-)

Grundkurs: Photoshop Elements 14

Elements-Kurs Folge 3 | Die Werkzeuge des Expertenmodus –
Anzeigen, Auswählen, Verbessern

Im Expertenmodus zeigt Photoshop Elements die größte Anzahl an Werkzeugen. Eine große Palette an Möglichkeiten also, die wir Ihnen ganz in Ruhe und Schritt für Schritt vorstellen werden. Entdecken Sie die passenden Tools zur Anzeige, zum Auswählen, Verbessern, Zeichnen und Ändern Ihres Bildmaterials. Und genau diese Unterteilungen macht auch die Bildbearbeitung in der Werkzeugleiste. Schauen wir uns also an, was der gut gefüllte Werkzeugkasten zu bieten hat.

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Werkzeugleiste #1: Anzeigen

Auf der linken Seite sehen Sie im Expertenmodus den größten Teil der Werkzeuge auf einen Blick. Manche Werkzeuge verstecken sich aber auch hinter anderen Werkzeugen. Photoshop Elements unterteilt die Werkzeuge in logische Bereiche und startet mit Optionen zur Anzeige. Mit dem Zoom-Werkzeug klicken Sie in das Bild und rufen Bildbereiche größer auf. Ein Doppelklick auf das Lupen-Symbol in der Werkzeugleiste sorgt wieder für die 100%-Ansicht.

Bei gedrückter Alt-Taste wird aus dem Plus in der kleinen Lupe des Icons ein Minus-Symbol, womit also wieder aus dem Bild heraus gezoomt werden kann. Mit dem Tastenkürzel Z wird das Zoom-Werkzeug angesprochen. Mit dem Hand-Werkzeug ändern Sie den Bildausschnitt in einer Zoomstufe ab. Klicken Sie dazu in das Dokument, halten Sie die Maustaste gedrückt und bewegen Sie das Icon. Mit dem Tastenkürzel H rufen Sie das Hand-Werkzeug auf.

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Werkzeugleiste #2: Auswählen

Unter dem Bereich Auswählen können Sie zehn Werkzeuge entdecken, auch wenn nur vier Werkzeuge gleichzeitig erkennbar sind. Hinter dem Verschieben-Werkzeug verbirgt sich aber noch kein weiteres Werkzeug. Durch Anklicken und Halten der Maustaste positionieren Sie damit Bildelemente im Dokument. Über die Pfeil-Tasten auf der Tastatur erfolgt diese Positionierung Pixel-genau. Wird dabei noch die Umschalttaste gehalten, so erfolgt die Positionierung in Zehnerschritten. Der Buchstabe V aktiviert dieses Werkzeug.

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Für die grobe Auswahl

Wird das Auswahlrechteck angewählt, so haben Sie die Möglichkeit, noch ein weiteres Werkzeug anzusteuern. Sie sehen beide Werkzeuge unterhalb des geöffneten Dokumentes in der Optionsleiste. Dort wird das aktive Auswahlrechteck sowie zusätzlich eine Auswahlellipse gelistet. Beide Werkzeuge dienen dazu, grob Bildbereiche zu selektieren, um nicht das ganze Dokument, sondern einen zuvor definierten Bereich daraus zu bearbeiten.

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Mit dem Lasso eingefangen

Genauer sind die Lasso-Werkzeuge, die in drei Varianten angeboten werden. Mit dem normalen Lasso umfahren Sie bei gedrückter Maustaste Bereiche im Bild, die selektiv bearbeitet werden sollen. Harte Kanten und Kontraste werden von dem magnetischen Lasso erkannt und helfen damit bei der Erzeugung einer Auswahl. Möglich wird das allerdings nur bei starken Kontrast- und Farbunterschieden. Aktivieren Sie das Polygon-Lasso, um Bereiche Abschnitt für Abschnitt und Klick für Klick auszuwählen.

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Schnell ausgewählt

Neben der Auswahl von Hand bietet uns Photoshop Elements Auswahlwerkzeuge an, die auf Farbbereiche reagieren. Aktivieren Sie etwa das Schnellauswahlwerkzeug und malen Sie damit über einen Abschnitt im Dokument. Dieses Werkzeug wird seinem Namen gerecht, da nur wenige Pinselstriche ausreichen, um ein Objekt (fast) perfekt auszuwählen. Der Auswahlpinsel malt die Auswahl in der Breite der Werkzeugspitze in das Bild, wobei die Inhalte nicht beachtet werden.

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Ein magisches Werkzeug

Der Zauberstab entstammt keinem Harry Potter-Film, sondern ermöglicht mit nur einem Klick in das Dokument eine Auswahl der angeklickten Farbe, sowie (bis zu einer festgelegten Toleranz) ähnliche, passende Farbtöne Drumherum. Steht die Auswahl, so kann diese mit dem Werkzeug Auswahl verbessern noch optimiert werden, indem Bereiche durch Übermalen subtrahiert werden.

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Werkzeugleiste #3: Verbessern

Mit dem Werkzeug Rote Augen entfernen werden die typischen Effekte entfernt die entstehen, wenn der Blitz auf die Netzhaut trifft. Dazu erstellen Sie durch Anklicken und Ziehen eine Art Auswahl grob um das Auge. Photoshop Elements erkennt dann den typischen Rotton und ersetzt diesen mit der gewohnten schwarzen Farbe der Pupille.

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Werkzeuge zur Bildretusche

Zur Retusche setzen Sie den Bereichsreparatur-Pinsel oder den Reparatur-Pinsel ein. Während Sie mit dem ersten Werkzeug einfach über die Bereiche malen, die Sie retuschieren möchten, verlangt das zweite Werkzeug zunächst die Aufnahme einer Quelle, die zur Optimierung genutzt werden kann. Klicken Sie dazu bei gehaltener Alt-Taste auf eine Stelle, die als Kopie zum Abdecken dienen könnte. Malen Sie dann bei gelöster Alt-Taste über die zu retuschierende Stelle.

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Kreative Auswahl

Der Smartpinsel reagiert ähnlich wie das Schnellauswahlwerkzeug. Sie malen also über einen Bildbereich, dessen Kanten recht gut erkannt werden. Gleichzeitig wird dieser Bereich aber auch bearbeitet. Genau unter dem Dokument sehen Sie eine Auswahlliste, aus der Sie die Art der Bearbeitung wählen, wobei die Vorgaben in Kategorien gelistet sind, wie etwa Beleuchtung, Farbe, Portrait, Schwarzweiß oder Tönung. Mit dem Detail-Smartpinsel-Werkzeug malen Sie wie mit einem Pinsel, statt automatisch ähnliche Bereiche auszuwählen und können so im Detail die Auswahl verfeinern.

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Stempelwerkzeuge

Photoshop Elements bietet uns zwei Stempel an: der Kopierstempel verlangt zuvor die Definition einer Quelle, die zum Kopieren eingesetzt wird. Halten Sie die Alt-Taste gedrückt und klicken Sie den Bereich an, der als Quelle dienen soll. Photoshop Elements merkt sich nun diese Position. Malen Sie dann über den Bereich im Dokument, den Sie mit der Quelle übermalen möchten.

Mit dem ersten Klick haben Sie auch einen Abstand und Winkel zur Quelle festgelegt, der bis zum Setzen einer neuen Quelle bei gedrückter Alt-Taste bestehen bleibt. Der Mauszeiger bewegt sich bis dahin synchron zur Quelle mit. Der Abstand und der Winkel bleiben erhalten, so dass sich die Position der Quelle natürlich beim Malen ändert. Der Musterstempel malt dagegen mit einem der Muster, die Elements als Vorgabe mitbringt.

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Weicher oder schärfer

Der Wischfinger entspricht praktisch dem Finger auf der noch feuchten Leinwand und dient dem kreativen Verschmieren, etwa für künstlerische Maleffekte oder auch in der Beauty-Retusche. Mit den Werkzeugen Weichzeichner und Scharfzeichner können Sie auf den Punkt genau bestimmen, welche Bereiche im Dokument weicher oder schärfer umgesetzt werden.

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Farben und Lichter

Der Nachbelichter hat seinen Namen noch aus analogen Zeiten, genau wie der Abwedler. Sie können damit Bereiche punktgenau abdunkeln oder aufhellen. Der Schwamm dient zur Aufnahme von Farbe, entsättigt also Klick für Klick den gewünschten Bildbereich. Der Modus kann aber auch auf Sättigung erhöhen umgestellt werden, um Farbe dazu zu geben.

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Dirk Metzmacher ist der Herausgegeber des Photoshop-Weblogs, sowie Fachjournalist und Photoshop-Profi, dessen Tutorials seit über 12 Jahren Leser von Fachpublikationen wie Galileo Press, DigitalPhoto, Dr.Web, Print24, PSD-Tutorials oder Noupe von den Grundlagen zum Thema Photoshop bis hin zu professionellen Arbeitsweisen begleitet haben. Sein Twitter-Account und seine Facebookseite.

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