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Photoshop CS4: Intelligente Erweiterungen mit Panels


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Seit CS4 ist es möglich, Photoshop mit so genannten Panels zu erweitern. Panels sind Paletten, die man leicht selbst erstellen kann. Auf der Basis von Flash stehen zahlreiche Möglichkeiten offen, die weit über Aktionen und sogar Skripte hinaus gehen. So etwa der Mailversand direkt aus Photoshop heraus, Blog-Infos, ein Wasserzeichen-, Lorem-Ipsum- oder Grid-Generator.

Installation

Zunächst werden die Daten auf den Rechner heruntergeladen und die Dateien entpackt. Einige Panels bieten Icons zur direkten Installation per Doppelklick an, bei anderen müssen die Dateien in einen bestimmten Ordner verschoben werden.

Bei einem Icon mit der Endung .mxp ruft der Doppelklick den Extension Manager CS4 von Adobe auf. Das sollte auf einem Mac wie auf einem PC gleichermaßen funktionieren. Man folgt den Aufforderungen im Programm und schließt es nach der Installation. Andere Sorten von Dateien verschieben Sie in den Ordner Adobe > Adobe Photoshop CS4 > Plug-ins > Panels. Wenn man nun Photoshop (neu) startet, kann man die Panels über Fenster > Erweiterungen aufrufen. Die Paletten können frei schwebend oder angedockt bei den anderen Paletten abgelegt werden.

Probleme vermeiden

Es kommt vor, dass eine ältere Version des Extension Managers (etwa CS3 für CS4) versucht, die Panels zu installieren. Das funktioniert natürlich nicht, weshalb man, um Fehler zu vermeiden, zunächst die aktuelle Version des Extension Managers von Hand öffnen sollte. Die Installation erfolgt dann über den Button gleichen Namens.

Lorem Ipsum

Der Blindtext „Lorem ipsum“ wird schon seit Jahrhunderten als Platzhalter verwendet. Die Wörter ähneln der lateinischen Sprache, sollen aber unverständlich sein, damit der Betrachter sich zunächst auf das Layout konzentrieren kann. Und auch auf die Gefahr hin, dass dieser Platzhalter zuweilen lustige Kundenreaktionen auslöst, wie etwa die Frage, ob die ihm fremde Sprache noch übersetzt wird, ist sein Einsatz recht beliebt, wie etwa auch im Webdesign.

Das Panel Lorem Ipsum sorgt auf Wunsch für einen Blindtext-Generator als Palette für Photoshop CS4. Nach der Installation findet man ihn unter Fenster > Erweiterungen > LoremGen. Bisher kann man leider nur die Anzahl der Sätze angeben. Mit dem Klick auf Generate Text werden diese erzeugt und können kopiert und in das Layout eingefügt werden. Wünschenswert wäre noch ein weiteres Eingabefeld zum Festlegen von Absätzen.

Gridmaker

Gerade im Webdesign werden sehr gerne Gestaltungsraster, auch Grids genannt, verwendet. Das hilft dabei, die Seite ordentlich und strukturiert wirken zu lassen. Auch wird der Designer bei der Gestaltung unterstützt, da gewissen Formate (in der Breite) einfach vorgeben werden. Der Gridmaker ist nun ein Panel, das solche Raster erzeugen kann.

Nach einem Klick auf Fenster > Erweiterungen > GridMaker kann auch schon ein neues Dokument erzeugt werden. Man gibt die Werte für die Breite der einzelnen Einheiten an und deren Anzahl, woraus sich auch die Breite des Dokumentes ergibt. Dieses wird mit dem Klick auf Create Document erzeugt. Das Raster besteht übrigens aus Hilfslinien.

The Emailer

Auch der Emailer wird über Fenster > Erweiterungen aufgerufen. Hiermit kann man direkt aus Photoshop heraus E-Mails versenden. Zwei Optionen bietet das Panel dazu an. Der Button E-Mail-Konto-Einstellung führt zu einer zweiten Seite, auf der man einen beliebigen Ausgangsserver (Port 587) eingeben kann. Dazu gehören natürlich noch die Angaben zum Benutzernamen, Kennwort und die Absenderadresse, und schon können Dokumente inklusive Nachricht versendet werden, ohne Photoshop zu verlassen.

Der zweite Weg nutzt eines der externen Programme Microsoft Entourage, Mac Mail oder Microsoft Outlook. Man setzt einfach einen Haken bei E-Mail Applikation benutzen und wählt die gewünschte Mail-Software aus. Generell kann man nun festlegen, ob nur das aktuelle oder gleich die ganzen Dokumente über Alle geöffneten Bilder senden in die Mail gepackt werden sollen. Die Bilder könnten zuvor auch noch geschärft, in sRGB umgewandelt oder verkleinert werden.

Ansonsten gibt man wie bei jedem anderen Mail-Programm auch die Adresse ein, einen Betreff an und man kann eine kurze Nachricht dazu schreiben. Ein Klick auf den Button Aktuelles Bild senden und die Entwürfe werden zum Kunden geschickt. Wurde dabei eine externe Software wie etwa Outlook oder Mail ausgewählt, öffnet sich das jeweilige Programm und man muss dort die entsprechenden Eingaben vornehmen.

Sharpening

Mit Pro Capture Sharpening und Professional Sharpening Actions stehen uns gleich zwei professionelle Paletten zur Verfügung, die das Schärfen von Bildmaterial zum Thema haben.

Capture bietet einige Presets an, die zunächst in fünf Sparten unterteilt sind: Low Resolution Digital Cameras (LRDC) für Fotografien von unter 3MP, Medium Resolution Digital Cameras (MRDC) für Aufnahmen zwischen 3MP und 8MP, High Resolution Digital Cameras (HRDC) für Bilder mit über 8MP, Small Film Scans (SFS) für Filme wie etwa APC und 35mm, sowie Large Film Scans (LFS).

Je nach Vorgabe und deren Unterpunkte verstellen sich die Regler, die man auch manuell positionieren könnte. Unten auf der rechten Seite ist ein kleiner Button zu sehen, der die Anwendung ausführt. Auf einer eigenen Ebene liegt nun das geschärfte Ergebnis. Sharpening bietet in einer übersichtlichen Oberfläche zahlreiche Aktionen und Aktionen-Sets zum Schärfen an.

The Watermark Creator

Das Panel mit dem Namen The Watermark Creator setzt ein Wasserzeichen in eine oder mehrere Dateien ein. Zunächst wird die Wasserzeichenquelldatei festgelegt. Das könnte eine Photoshop- oder Illustrator-Datei, ein JPEG-, PNG- oder TIFF-Bild sein. Bei den Photoshop-Dateien sind Ebenen möglich und auch Füllmethoden und Stile werden übernommen.

Man kann angeben, dass alle geöffneten Dokumente ein Wasserzeichen erhalten sollen, oder die eines bestimmten Ordners. Da man seine Originale natürlich nicht überschreiben sollte, gibt man noch einen Ordner an, in dem die markierten Versionen nach der Behandlung abgelegt werden. Auch eine grobe Positionierung des Wasserzeichens ist möglich über ein Auswahlmenü, das etwa Punkte wie Oben rechts oder Zentriert links bereithält.

Damit das Zeichen nicht direkt am Rand klebt, kann man einen Horizontal- und Vertikalabstand eingegeben. Das Wasserzeichen könnte man noch skalieren oder seine Deckkraft verringern. Ob die Eingaben zum gewünschten Ergebnis führen, kann man jederzeit über den Button Wasserzeichenvorschau überprüfen.

Zuletzt kann man einige JPEG-Exporteinstellungen vornehmen, etwa die Auswahl Standard-JPEG oder JPEG fürs Web. Die Qualität, die Größe sowie die Auflösung des Fotos wird eingegeben und das Bild vielleicht noch geschärft. Ein Klick auf Ausführen sorgt nun dafür, dass die Wasserzeichen eingefügt und in dem angegebenen Ordner abgespeichert werden.

Adobe Configurator

Man kann recht leicht eigene Panels erstellen. Leicht, wenn diese sehr einfach strukturiert sind. Für anspruchsvollere Lösungen benötigt man Flash-Kenntnisse. In den Labs kann man den Adobe Configurator kostenlos herunterladen. Der Configurator ist eine Adobe AIR-Anwendung.

Nach dem Start der Software und Create New Panel wird erst die Größe der Palette angegeben, dann können auch schon die Inhalte des Panels per Drag & Drop eingefügt werden. Leicht könnte man so etwa seine meistgenutzten Werkzeuge als Icons einfügen oder aber Menüpunkte, die ansonsten vielleicht zu sehr in den Tiefen von Photoshop versteckt sind - alles für den schnelleren Zugriff. Mit der Maus positioniert man diese Buttons und Icons millimetergenau. Wer eigene Aktionen erstellt, kann diese auch in ein Panel verarbeiten. Das schafft selbst der Photoshop-Einsteiger.

Schwieriger wird es etwa bei Javascripts oder Flash-Dateien. Übrigens lassen sich auch Filme oder Text einfügen. Ist man mit seinem Werk zufrieden, klickt man in Menü auf File > Export Panel. Die exportierten Dateien gehören in den Panels-Ordner von Photoshop CS4 und schon kann man seine eigene Palette über Fenster > Erweiterungen öffnen.

P.S. Einige Photoshop-Gurus, wie etwa John Nack und Julieanne Kost oder auch Scott Kelby bieten Panels an, welche die Blog-Inhalte dieser Photoshop-Profis direkt in CS4 abrufbar machen.

(sl)

Über Dirk Metzmacher

GravatarDirk Metzmacher ist der Herausgegeber des Photoshop-Weblogs, sowie Fachjournalist und Photoshop-Profi, dessen Tutorials in den letzten 7 Jahren Leser von Fachpublikationen wie Galileo Press, dem Franzis Verlag oder DigitalPhoto sowie Online-Magazinen wie etwa Dr.Web, photokina oder das Smashing Magazine von den Grundlagen zum Thema Photoshop bis hin zu professionellen Arbeitsweisen begleitet haben. Sein Twitter-Account und seine Website. Weitere Beiträge für Dr. Web: 304

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7 Kommentare zu “Photoshop CS4: Intelligente Erweiterungen mit Panels”

  1. Ben schreibt am

    Panels waren mir doch tatsächlich völlig unbekannt - habe mir mal direkt den LoremImpsum-Generator und Grid-Maker installiert. Läuft ohne Probleme.

    VIelen Dank für den Tipp!

  2. Jens schreibt am

    Hatte ich auch nicht mehr im Kopf. Danke.

  3. SilkM schreibt am

    Herzlichen Dank für diesen Beitrag. Ich nutze Photoshop CS4 nun schon einige Monate und hatte nicht gewusst, dass es so etwas wie Panels überhaupt gibt.

  4. Guido schreibt am

    In der Tat hatte ich selbst keine Ahnung von den Panels. Vielen Dank für den Beitrag und die gute und verständliche Beschreibung. Der Blindtextmaker ist einfach genial, Copy&Paste hat schon genervt ;-)

  5. Barbara schreibt am

    Interessante Liste. Den GridMaker werde ich mir mal anschauen, sieht wirklich nach einem praktischen Tool aus. Bisher habe ich immer das 960 Grid System (http://960.gs/) benutzt. So ein Tool wie der GridMaker wäre aber sicher flexibler.

  6. Herr Herr schreibt am

    Der Configurator ist wirklich kinderleicht zu bedienen, allerdings fehlen mir leider die angesprochenen Flash-Kenntnisse, um wirklich interessante Panels zu erzeugen. Ich hoffe da sehr auf die Community und das hier bald weitere Panels vorgestellt werden.

Trackbacks

  1. kopfkribbeln webdesign-blog » Photoshop CS4: Intelligente Erweiterungen mit Panels

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