Nicht erst seit dem kostenpflichtigen Auftreten eines web-weit bekannten Hobbyfotografen, der mit seiner Frau eine berühmt-berüchtigte Kochbuchseite betreibt und fleißig Leute abkassiert, die diese Bilder in Blogs oder Foren einbinden, ist das Thema Bildnutzungsrechte populär geworden. Zwischenzeitlich hat sich so mancher Blogger darauf verlegt, entweder seine Beiträge gar nicht mehr zu bebildern oder alle Bilder selbst zu schießen.
Der eine erhält ein langweiliges, bleiwüstengleiches Blog, der andere muss einen Riesenaufwand betreiben und wird doch nicht für jede Gelegenheit ein Bild haben. Dabei wissen wir doch alle: “Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte”. Heute stelle ich Ihnen eine Lösung vor, die Sie begeistern kann.
Bevor wir anfangen, möchte ich noch erwähnen, dass es je nach Anwendungsbedarf durchaus Seiten gibt, auf denen gemeinfreie (public domain) oder konkludent gemeinfreie (das deutsche Pendant zur Public Domain) Bilder angeboten werden. Hierzu gehören für den Bereich “Bilder” insgesamt die Wikimedia Commons, wo man sich allerdings die einzelne Lizenz genau ansehen muss, da dort nicht ausschließlich gemeinfreie Bilder zu finden sind und für den Bereich von Lebensmittel-Bildern gibt es beispielsweise das Projekt Lebensmittelfotos, auf dem es ausschließlich konkludent gemeinfreie Fotos gibt. Gemeinfreie Fotos stellen immer die beste Alternative dar, weil diese von jedermann zu jedem legalen Zweck eingesetzt werden dürfen. Dabei ist nicht einmal eine Quellenangabe erforderlich (aber höflich ist es).
Eine rundheraus vernünftige Alternative für den allgemeinen Blog-Gebrauch stellen aber auch die Creative-Commons-Lizenzen dar. Diese gibt es in verschiedener Ausprägung. Mal ist das Bild völlig frei zu gebrauchen, solange man die Quelle nennt (CC Attribution). Mal ist die Nutzung stärker eingeschränkt, wie beispielsweise bei der Attribution-NonCommercial-NoDerivs-Lizenz, die Ihnen nicht erlaubt, das Bild zu bearbeiten oder es kommerziell zu nutzen. Damit sind solche Bilder schon unbrauchbar für Blogger, die Adsense-Blöcke geschaltet haben. Eine sehr gute Übersicht zu den verschiedenen Creative-Commons-Lizenzen hat Skellie verfasst. Natürlich in perfect english.
Kommen wir zu Photo Dropper (PD). PD ist ein WordPress-Plugin, dass sich mittels eines kleinen Icons oberhalb des Texteditors in den Bereich der Mediathek einklinkt. Mittels eines simplen Klicks auf das Icon rufen Sie ein sehr übersichtliches Interface auf, das lediglich aus einem Suchfeld besteht. In dieses Feld geben Sie einen Suchbegriff ein, zu dem Sie Bilder finden möchten.
PD durchsucht daraufhin die CC-lizensierten Flickr-Fotos und bietet Ihnen auf einer oder mehreren Übersichtsseiten die Fundstücke an. Sie haben nun die Möglichkeit, eine kleine (S-), mittlere (M-) oder große (L-) Version des vorangezeigten Bildes in Ihren Blogbeitrag zu übernehmen. Im Moment der Übernahme generiert PD einen Text-String, der die Konformität zur für das gewählte Bild gültigen CC-Lizenz herstellt. Dieser Text- und Link-String erscheint standardmäßig unter dem Foto, kann dann aber bei der weiteren Bearbeitung des Beitrags auch zum Ende des Textes mitgenommen werden, wenn man nur ein Bild im Beitrag verwendet. Das eigentliche Bild bearbeiten Sie dann mit dem üblichen WordPress-Dialog, wenn Sie dies wünschen.
Die automatische Auswahl ausschließlich CC-lizensierten Materiales und die ebenso automatische Generierung des lizenzkonformen Bildnachweistextes stellt eine enorme Arbeitserleichterung dar, respektive macht den ökonomischen Einsatz CC-lizensierter Bilder überhaupt erst möglich. Blogger, die ihren Blog kommerziell nutzen, müssen darauf achten, dass sie zunächst, nach Installation des Plugins, unter dem Menüpunkt “Einstellungen” die Optionenseite zu PD aufrufen und dort den Haken setzen bei “Show only photos that can be used commercially”. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass PD wirklich nur Bilder mit der entsprechenden Lizenz zur kommerziellen Nutzung anzeigt. Ich habe den Haken vorsichtshalber in allen meinen Blogs gesetzt. So befindet man sich jedenfalls auf der sicheren Seite.
Wenn man dann den Beitrag fertig geschrieben und illustriert hat, sollte man es sich zur Gewohnheit machen, kurz dem generierten Link zu folgen und mit eigenen Augen zu checken, ob die von PD angegebene Lizenz auch tatsächlich richtig ist. Das sieht man bei Flickr auf einen Blick in der Spalte rechts neben dem Bild unter “Weitere Informationen”. Warum checken? – Nun, ich habe zwar noch nie eine Abweichung entdeckt und ich nutze PD schon ein paar Monate, aber ich bin Netzbürger. Ich bin paranoid. Letztlich bleibt man als Blogger für die Einhaltung der Lizenz allein verantwortlich. Man kann die Verantwortung nicht auf PD abschieben.
Beachtet man allerdings diese kleinen Einschränkungen, so ist Photo Dropper derzeit die flexibelste, günstigste, zeitsparendste und rechtssicherste Weise, das eigene Blog mit wirklich starken Bilder zu schmücken. Folgend noch einmal die wesentlichen Bereiche von Photodropper als Bildergalerie: ™
1. Der Optionendialog im Menü Einstellungen

2. Das Icon oberhalb des Texteditors zum Aufruf des Such-Interface

3. Mehr als ein simples Suchfeld wird zur Interaktion nicht benötigt

4. Das Suchergebnis für den Beispielsuchbegriff

5. Das fertig eingefügte Bild mit dem korrekten Lizenzhinweis
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Ein sehr interessantes Plugin – vielen Dank für die ausführliche Vorstellung!
Vielen Dank – prima Tipp!
Danke für den Tipp! Werde es gleich testen!
Vielen Dank für den Plugin-Tipp. Bis jetzt musste mein Blog ohne Fotos auskommen. Mal sehen, welche Artikel ich mit dem Photo Dropper in Zukunft perfekt bebildern kann.
“…dem kostenpflichtigen Auftreten eines web-weit bekannten Hobbyfotografen, der mit seiner Frau eine berühmt-berüchtigte Kochbuchseite betreibt und fleißig Leute abkassiert…”
Wirklich blumig formuliert, sehr schön
Das ist ein geniales Plugin. Vielen Dank für den super Tipp!
Lässt sich wirklich leicht installieren und einrichten. Guter Tipp.
Plugin ist wirklich wert es sich anzuschauen, allerdings sind die Ergebnisse bei recht allgemeinen SuchTags nichts sehr befriedigend, man muss unter Umständen ein weilchen suchen um das passenden Bild zu finden.
Danke trotzdem für den Tipp.
Gibt es so etwas auch für Googles “Blogger.com” ?
@Bernhard: Für Blogger und andere fremdgehosteten Plattformen empfehle ich Zemanta, das teilweise ähnlich ist. Auch damit lassen sich Bilder einbinden. Und, und das ist entscheidend, es ist ein Firefox-Plugin. Probier das mal aus:
http://www.blogmanufaktur.de/2008/10/10/zemanta-firefox-plugin-for-wordpress-and-others/
Schönes PlugIn, werde ich direkt mal ausprobieren. Ich durchforste bisher noch manuell Flickr Creative Commons nach Bildmaterial, wenn ich kein eigenes habe – da kommt mir sowas natürlich gerade recht.
Super guter Artikel
das Plugin ist genau dass was ich gesucht habe.
Die erklärung ist auch sehr ausführlich. Super
Das ist mal ein sehr nützlicher Tipp gewesen. Vielen Dank für die Mühe, diese Information der Blogosphäre zur Verfügung zu stellen.
Dr. Satori
Danke für den Tipp. Das habe ich gleich installiert.
Guten Tag,
vielen Dank für die gute Übersicht über CC Flickr Fotos.
Eventuell ist für Sie auch unser neuestes Plugin für Microstock Photos interessant. Damit lassen sich automatisch Fotos aus der Microstock Bildagentur Fotolia.com finden und kaufen. Das Plugin fügt das gekaufte Foto dann in den Beitrag ein und gibt auch den Copyright Hinweis an. Mit dem Partnerprogramm kann man sogar automatisch Geld verdienen indem wir Ihren Affiliate Link unter dem Foto einfügen.
Ich würde mich freuen wenn Sie unser Plugin einmal testen würden, ein kostenloser Fotolia Account mit Credits würde ich Ihnen bei Bedarf gerne stellen.
Grüße
Amos Struck
Also kann mir mal jemand verraten, warum das bei mir nicht funktioniert? Ich sehe die Box, gebe einen Begriff ein, aber da kommen keine Fotos. Und auch keine Fehlermeldungen irgendwo.
gruss ajl