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Mit Blogs Geld verdienen – Strategien und Einnahmequellen

20. Oktober 2010
von

Jeder würde gerne sein Hobby zum Beruf machen. Mit einem Blog kann dieser Traum Realität werden. Wir verraten nun, wie ein Blog zum Erfolg werden kann und welche Einnahmequellen vorhanden sind.

Für die meisten Blogger ist das Führen des Journals lediglich ein Hobby. Das heißt allerdings nicht, dass nicht mehr daraus werden könnte. Gerade in Amerika können manch professionelle Blogger hervorragend von ihrer Tätigkeit leben. Verdienste von mehr als 40.000 US-Dollar monatlich sollen möglich sein, was zum Beispiel John Chow von sich selbst behauptet. Dieses Beispiel mag lediglich eine Ausnahme sein, als Motivation dient es aber allemal. Doch bevor die Gelder fließen, braucht es ein gut durchdachtes Konzept. Der folgende Text soll dabei eine kleine Hilfe sein.

Das richtige Thema finden

Bei einem Blog ist es nicht viel anders als bei einer Zeitschrift: Die Redakteure möchten mit interessanten Inhalten möglichst viele Leser gewinnen. Die Voraussetzung ist ein klares Konzept. In den großen Verlagshäusern finden unzählige Besprechungen statt, bevor das Konzept einer Zeitschrift steht. Blogger begehen oft den Fehler, auf die Planung zu verzichten und einfach drauflos zu schreiben. Um viele Leser anzusprechen, gilt es, eine Blog-Nische zu finden, die viele Menschen interessiert und die trotzdem von der Konkurrenz nicht zu stark besetzt ist. Dass man sich mit dem Thema auskennt bzw. fachkompetente Autoren an seiner Seite hat, ist natürlich eine Grundvoraussetzung.

Um das Potential eines Thema zu analysieren, ist das Google AdWords Keyword Tool External hilfreich. So lässt sich das Suchvolumen zu jeden beliebigen Begriffen ermitteln. Mit dem Google Insight for Search lässt sich herausfinden, wie sich eine Liste von Suchbegriffen in den letzten Jahren entwickelt hat.


Wie häufig und in welchen Ländern wird nach bestimmten Wörtern gesucht? Google Insight for Search gibt Auskunft.

Die richtige Wahl der Nische ist eine Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Blog. Es dürfte herzlich wenig bringen, einen weiteren Blog über Videospiele oder das Apple iPhone zu produzieren. Mit einem spezialisierten Blog, wie zum Beispiel über Import-Videospiele oder iPhone Projektmanagement Apps, sind höhere Suchmaschinenrankings möglich und mehr interessierte Leser zu erreichen. Neben einem solchen Unterbereich kann auch das Ansprechen einer bestimmten Zielgruppe zum Erfolg führen. So gibt es zum Beispiel unzählige Blogs über Handys und Computer. Spezielle Handy- bzw. Computerblogs für ältere Leute sind hingegen eine Seltenheit.

Das Bloggen beginnt

Nachdem ein erfolgversprechendes Konzept erstellt wurde, kann das Bloggen beginnen. Dafür muss man keineswegs ein Ass im Programmieren sein. Mit dem Googles Blogger ist ein Blog schnell eingerichtet. Die leichte Einbindung von Werbeanzeigen ist ein weiterer Vorteil. Ansonsten kann die allseits bekannte Blog-Software WordPress hilfreich sein.

Damit die Leser regelmäßig den Blog aufrufen, müssen immer wieder neue Inhalte geliefert werden. Die Länge der Texte sollte im Regelfall nicht allzu lang sein. Nur die wenigsten Leser haben Lust, am Monitor elend lange Texte zu lesen. Kurz und bündig ist meist erfolgversprechender als lang und ausführlich. Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier die Regel.

Methoden zum Geld verdienen

Wer mit dem Blog seinen Kontostand aufbessern möchte, hat unterschiedliche Geldquellen zur Auswahl. Trotzdem sollte man sich keinen falschen Illusionen hingeben: Nur die wenigsten Blogger üben diese Tätigkeit hauptberuflich aus. Gerade in Deutschland sind erfolgreiche Blogs eher noch selten. Wer also lediglich des Geldes Willen blogt, sollte einen Entschluss noch einmal überdenken. Ein kleiner Nebenjob ist meist lukrativer. Für die meisten Blogger ist das Bloggen eher ein Hobby. Das Geldverdienen beginnt ohnehin meist erst nach vielen Monaten oder gar Jahren. Folgende Einnahmequellen stehen dabei zur Auswahl:

Google AdSense: Das Anzeigenprogramm vom Suchmaschinen-Giganten Google ist der Klassiker. Das System dürfte daher hinreichend bekannt sein: Auf der Webseite werden themenverwandte Anzeigen-Blöcke eingeblendet und für jeden Klick bekommt der Seitenbetreiber einen kleinen Geldbetrag gutgeschrieben. Eine artverwandte Alternative zu den Google AdSense bietet Contaxe Contextual Advertising.
Die leichte Integrierung und Anpassung machen diese Einnahmequelle durchaus attraktiv. Aber: Die meisten User identifizieren die Anzeigen als Fremdkörper und schenken ihr kaum Beachtung. Nur wenn eine Internetseite viel Traffic hat, bringen die Google AdSense richtig Geld.

Amazon PartnerNet: Das Partnerprogramm vom Online-Shop Riesen Amazon ermöglicht einen Verdienst auf Provisionsbasis. Auf der eigenen Webseite erscheinen kleine Banner mit Produktfoto und direkter Verlinkung zu Amazon. Betätigt der Seitenbesucher den Link und bestellt er den Artikel, bekommt der Seitenbetreiber eine Provision von 10 Prozent. Gerade wenn der Blog Testberichte über Filme, Spiele, Bücher, CD’s usw. enthält, lässt sich der Kontostand mit Amazon PartnerNet ein wenig aufgebessert.


Solche Anzeigen erscheinen durch Amazon Partner Net auf der eigenen Webseite

Trigami: Der Dienst “Trigami” wurde extra für Blogger eingerichtet und bietet eine relativ einfache Möglichkeit zum Geldverdienen. Trigami schreibt Kampagnen aus, wobei es sich um Testberichte, Werbeberichte oder Werbeanzeigen handeln kann. Je höher das Traffic-Aufkommen des eigenen Blogs ist, desto mehr Geld kann der Blogger für das Schreiben und Veröffentlichen des Textes verlangen. Laut des Anbieters liegen die Verdienstmöglichkeiten je Text zwischen 10 und 150 Euro. Alternativen sind Blogpay, ReviewMe und Hallimash.
Grundsätzlich sollte man bei der Auswahl der Texte vorsichtig sein: Je weniger die Inhalte mit dem eigentlichen Blog-Thema zu tun haben, desto mehr verprellt man die treuen Leser.

LinkLift: LinkLift ermöglicht eine unkomplizierte Link-Vermarktung. Einfach auf der Webseite den eigenen Blog anmelden und auf Kunden hoffen. Die Textlinks werden über ein Script in die Webseite integriert. 70 Prozent der Einnahmen erhält der Seitenbetreiber, 30 Prozent gehen an LinkLift. Eine Alternative ist Teliad.
Erfolgversprechend ist diese Maßnahme allerdings nur bei gutbesuchten Blogs. Zudem gerieten die Links von LinkLift bereits in Verruf, weil angeblich Webseiten von Google wegen der Links abgestraft wurden. Dieses Defizit soll nun behoben sein, weil die Webseiten ohne “nofollow” verlinkt werden.

Flattr: Flattr ist ein Social-Payment-Service. Die registrierten Nutzer können die monatliche Beitragszahlung (mindestens 2 Euro) frei wählen und das Geld beliebig aufteilen. Unter den Inhalten befindet sich ein Button, praktisch ein Spendenknopf, sodass der Nutzer einen Teil seines Beitrags an den Seitenbetreiber spenden kann. Ein Beispiel: Liegt die Beitragszahlung bei 10 Euro und wird der Flattr-Button 20mal in einem Monat betätigt, bekommt jeder Seitenbetreiber 50 Cent.
Nur wer ein Geldgeber ist, darf auf der anderen Seite auch ein Geldempfänger sein und selber die Buttons auf der eigenen Seite einblenden. Flattr behält eine Provision von zehn Prozent ein. Ein ähnlicher Anbieter ist Kachingle.
Reichtümer sind mit Flattr allerdings nicht zu erwarten. Der Grund ist allen voran, dass nur registrierte Flattr-User spenden können. Das Potential dieses Systems ist ebenfalls fraglich. Denn wer ist schon dazu bereit, Geld für Inhalte zu bezahlen, obwohl er nicht dazu gezwungen ist?

AdScale Anzeigen: Mit AdScale lassen sich Werbeflächen unkompliziert vermieten. Der Seitenbetreiber muss lediglich einen HTML-Code auf der Webseite einfügen. AdScale kümmert sich um den Verkauf der Werbefläche, um die Einbindung der Anzeige sowie um die Rechnungsstellung und behält dafür eine Provision ein. Ähnliche Anbieter sind AdShopping und AdJug.
Bei einer stark besuchten Internetseite lohnt es sich, statt auf solche Vermittler zu setzen lieber selber die Anzeigen zu vermarkten. Die Abrechnung erfolgt meist nach dem Tausend-Kontakt-Preis (kurz: TKP). Das heißt: Für 1.000 Einblendungen der Anzeige bekommt man einen ausgehandelten Betrag vom Anzeigenkunden.


Ein Screenshot von der Adscale-Webseite

Membership Sites: Das System der Membership-Sites dürfte allgemein bekannt sein: Der Inhalt ist lediglich für zahlende Kunden sichtbar, die mit ihrem Benutzernamen und Passwort in den Mitgliederbereich gelangen (wie auch bei Dr. Web Plus). In Deutschland gibt es allerdings nur wenige erfolgreiche Membership-Sites. Zumal der Anspruch an die Inhalte besonders hoch ist. Nur wenn regelmäßig neue Inhalte hinzukommen und die Qualität durchgängig hervorragend ist, werden die vorhandenen Mitglieder treu erhalten bleiben und weitere hinzukommen. Für den Durchschnitts-Blogger ist diese Variante nicht geeignet. Wer es trotzdem versuchen möchte, findet auf dem “Erfolgs-Blogging” erste Tipps.

(mm),

Oliver Jensen

arbeitet als freiberuflicher Texter und Journalist und ist für Zeitschriften, Redaktionen und verschiedene Firmen tätig. Bevor er diesen Werdegang einschlug, konzentrierte er sich auf die dramaturgischen Aufgaben, wobei er ein Theaterstück und Drehbücher für Kurzfilme und Showreels schrieb.

Ein Kommentar zu „Mit Blogs Geld verdienen – Strategien und Einnahmequellen

  1. Oliver Riesen am 20. Oktober 2010 um 10:57

    Eine weitere Verdienstmöglichkeit besteht über die VG Wort. Darüber hat drweb ja bereits berichtet: http://www.drweb.de/magazin/mit-online-texten-uber-die-vg-wort-geld-verdienen/

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