Boilerplates & andere Tools

Marktübersicht WYSIWYG Web Editoren

19. Mai 2008
von

Gar nicht so leicht, in der Welt der WYSIWYG Web Editoren den Überblick zu behalten. Jeder braucht einen, aber welcher der richtige ist, das will sorgfältig geprüft sein. Einige Überlegungen helfen dabei. Die Frage nach dem besten Programm für die Gestaltung von Web-Auftritten muss unbeantwortet bleiben. Denn zu unterschiedlich sind Vorkenntnisse, Herangehensweise und Ziele. Was sich für wen eigenen könnten, haben wir in einer Übersicht mit den wichtigsten Programme versucht darzustellen. Eine Empfehlung abzugeben ist schwierig. Vielleicht gibt es etwas zu entdecken. Die Ansprüche sind schließlich unterschiedlich.

Die zungenverknotende Abkürzung steht für die Formulierung “What You See Is What You Get”. Gemeint ist, dass eine Bildschirmseite, zum Beispiel Textverarbeitung oder Web-Editor, während der Bearbeitung genauso aussieht wie später beim Druck oder bei der Veröffentlichung im Web. Jedenfalls im Idealfall.

Dreamweaver (Win / Mac)
Ein guter Editor kann den Webdesigner in allen Bereichen unterstützen, Schritte und damit Zeit einsparen sowie für einen sauberen Quellcode sorgen. Dreamweaver bietet dazu zahlreiche Hilfen an. In der Tat ist Dreamweaver längst das Werkzeug Nr. 1 für Websites aller Art. See also our List of Dreamweaver Tutorials. Das Programm kostet circa 400 US Dollar (Version CS3).

Screenshot

Adobe Contribute
Ein Programm zur Pflege vorhandener Seiten. Contribute CS3 enables content authors to quickly and easily update existing websites and blogs while maintaining site integrity — with no technical expertise required. Thanks to a true WYSIWYG authoring environment, content authors and contributors can edit or update any website or blog without having to learn HTML. US$169 at Adobe.

Screenshot

Adobe Golive (Win / Mac)
Ursprünglich Adobes Flaggschiff und Vorzeigeeditor, fristet das Programm heute eine Existenz als fünftes Rad am Wagen. Golive existiert noch, immerhin schon in der Version 9. Doch selbst Adobe fragt ob man nicht am switching interessiert sei. Ending development and sales on April 28, 2008. GoLive kostet 399 US Dollar. Eine Testversion ist vorhanden. Golive erschien erstmals 1995 und hieß´damals Page Mill. Schon damals gaben die GoLive-Programmierer ihrem Produkt jene Eigenheiten mit, auf die auch heute noch eingeschworene GoLive-Nutzer zusammenschweißt. Der großzügige Umgang mit HTML-Syntax und eine ungewohnte Benutzeroberfläche mit Werkzeugleisten und Kontextdialogen verhinderten aber damals, dass GoLive als professionelles Werkzeug ernst genommen wurde. Von Von 1997 bis 1998 hieß das Programm dann GoLive Cyberstudio bis Profgramm und Hersteller von 1999 von Adobe übernommen wurden.

Screenshot

Microsoft Expression (Win)
War Microsoft früher berüchtigt für seine schlechten Editoren (Fontpage) hat sich das mittlerweile geändert. Mit Expression wandelt man in den Spuren Dreamweavers ohne diesen jedoch zu erreichen. Expression versteht sich auf Webstandards und weiß perfekt mit CSS und CSS-Layouts umzugehen. Eine 60 Tage Testversion steht zum Download zur Verfügung, für die man sich anmelden muss. Expression ist kein Frontpage Nachfolger, das ist der Microsoft SharePoint Designer. Die Studio Ausgabe mit verschiedenen anderen Programmen kostet circa 500 US Dollar. Expression allein circa 350,- US Dollar. Das Programm kann von Frontpage aus upgedated werden, das spart viel Geld.

Screenshot

NVU (Win / Mac / Linux)
Dieses Programm sollte einmal eine echte Alternative werden. A WYSYWIG-Editor for Linux Desktop, Microsoft Windows and Macintosh users to rival programs like FrontPage and Dreamweaver. Leider ist die Entwicklung schon vor Jahren zum stehen gekommen. Eine immerhin verbesserte Version existiert mit dem KompoZer.

KompoZer (Win / Mac / Linux)
Abspaltung von NVU. Die letzte Version stammt vom August 2007.

Screenshot
Wirkt etwas angestaubt: KompoZer

Amaya (Win / Mac / Linux)
Ein Programm, dass gleichzeitig browsen und editieren kann – so etwas hat man sich schon oft gewünscht. So ein Allround-Programm wurde vom W3-Konsortium geschaffen. Es heißt Amaya und ist kostenlos zu haben. Das W3C veröffentlichte das Programm, um neue Web-Technologien eines WYSIWIG-Editors zu demonstrieren. Mit Amaya lassen sich einfach Webseiten manipulieren. Es ist möglich, Texte zu verändern oder hinzuzufügen, neue Bilder oder Links einzufügen. Sofern Amaya denn diese Seiten überhaupt anzeigen kann. Mathematische Funktionen lassen sich über ein Popup-Fenster einbringen. Die Formeln können dann direkt auf einer beliebigen Webseite erscheinen. Amaya wandelt die Formeln im Hintergrund in Tags der Auszeichnungssprache Math-ML um.

Namo WebEditor 2006 (Win)
Der Namo-Editor vereint praktisch alle Werkzeuge, die für das Erstellen von Websites benötigt werden und bringt diese auf einer übersichtlichen und auch für den Laien verständlichen Arbeitsfläche unter. Die Navigationselemente sind selbsterklärend und ermöglichen ein schnelles Einarbeiten in die Programmoberfläche. Die Arbeitsoberfläche ist in drei Teile gegliedert: Design-Editor, HTML und Browser-Vorschau, was die volle Kontrolle über den Arbeitsablauf gewährleistet. Außer den typischen Arbeitsfenstern, stehen allerlei Wizards zur Verfügung. Das klingt gut, doch die WYSIWYG-Fähigkeiten des Programms sind begrenzt. Man merkt das Namo schon einige Jahre auf dem Buckel hat ohne weiterentwickelt worden zu sein. So werden etwa veraltete Font-Tags verwendet. Eine Testversion ist vorhanden. Namo kostet 99.95 Dollar.

Screenshot

Evrsoft First Page 2006 (Win)

Screenshot

Microsoft SharePoint Designer 2007 (Win)
Microsofts Frontpage Nachfolger. Es gibt einen Online Version für die man einen Internet Explorer und Geduld braucht.

Screenshot

NetObjects Fusion
Galt früher als der Editor mit den schlechtesten Ergebnissen. Fusion erzeugte grauenvollen Quellcode. Er war besonders bei Anfängern beliebt was wohl daran lag das das Programm häufig von Webhostern verschenkt wurde. Netobjects Fusion eigenet sich für alle, die auf die Schnelle zur eigenen Site kommen müssen, dafür aber wenig Aufwand treiben wollen und keine hohen Ansprüche stellen. Ideal für Visitenkarten-Auftritte kleiner Firmen. Know-how muss man nicht mitbringen, ist der Arbeit mit dem Programm aber auch nicht abträglich. Heute ist Fusion in der Version 10 angekommen und alles mag sich geändert haben, doch das Programm spielt längst keine Rolle mehr. Es gibt eine Trialversion für die man in einen Shop geschickt wird. Weshalb hier der Screenshot fehlt. Fusion kostet derzeit € 99,98.

Quanta Plus (Linux)

Screenshot

Freeway (Mac)

Screenshot

Pagebreeze

Antenna – Web Design Studio (Win)

Screenshot

SeaMonkey Composer (Win / Mac / Linux)

Screenshot

SiteSpinner (Win)
Ein veralteter Editor in der Tradition von Microsoft Frontpage. Hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt. Er kostet 49,- Dollar.

Web page Maker (Win)

Dynamic HTML Editor

Screenshot

WYSIWYG Web Builder

Create (Mac)

Website X5 (Win)

Screenshot

Editoren für Laien, Anfänger und Werbeagenturen

iWeb (Mac)

Screenshot

Sandvox (Mac)

Screenshot

Trellian WebPage

Sitegrinder (Win / Mac)

Screenshot

Studioline Web3 (Win)
Was mit Studioline gestaltet wird, kann nur mit betrachtet werden wenn JavaScript aktiviert ist – andernfalls werden sämtliche Grafiken, Buttons und Texte untereinander oder gar nicht angezeigt. Der Quellcode ist zwar tebellenlos, jedoch von geringer Qualität und vor allem erheblich aufgebläht. Das Programm kann für 30 Tage getestet werden.

Bluevoda (Werbesoftware)

RapidWeaver (Mac)

Sven ist der Erfinder des Dr. Web Magazins, Autor und Herausgeber diverser Fachbücher. Als Webdesigner und Texter früher freiberuflich für verschiedene Unternehmen und Verlage tätig. Jetzt Vorstand und Mitgründer der Smashing Media AG.

9 Kommentare zu „Marktübersicht WYSIWYG Web Editoren
  1. abc am 30. Dezember 2008 um 10:15

    Freeware:

    Absolut empfehlenswert: Pagebreeze

    Unbedingt vermeiden!!!: Trellian WebPage
    versucht zu Shopping Seiten zu verbinden, versucht Deinstallation zu verhindern etc.

  2. Georg am 31. Dezember 2008 um 08:50

    Was ist denn mit Webplus X2 von Serif?

  3. […] empfehlenswert. Beispielsweise kann man mit: http://www.ltfb.de/ anfangen und u.a. kann man auch hier oder da kostenlose Editoren finden. Bei einer halbwegs akzeptablen Ausschreibung, kann man auch […]

  4. Roland Reuter am 9. Juli 2009 um 10:20

    Hallo,
    ihre Seite enthält ebenfalls Hinweise auf HTML-WYSIWYG-Editoren.
    Aber auch hier taucht das meiner Meinung nach beste, weil mit Abstand am einfachsten zu bedienende, Editörchen nicht auf:
    DFM2HTML von Jörg Kiegeland.
    Es ist freeware und gerade mal 960KB groß.
    Was ist daran so nachteilig oder indiskutabel, dass es so selten in solchen Zusammenhängen empfohlen wird?
    Ich selbst habe schon einige websites damit erstellt und bin schlicht begeistert von den Möglichkeiten und der Einfachheit, mit der Vorstellungen in die Tat umzusetzen sind.
    Ich habe auch schon mal einem “Profi”, der mit Dreamweaver gearbeitet hat, über die Schulter geschaut und konnte über seine Klimmzüge, um zu denselben Ergebnissen zu kommen wie ich, nur mitleidig lächeln.
    Das soll keine Häme sein, mich würde wirklich interessieren, was diesem Programm fehlt, was es aus Ihrer Sicht nicht empfehlenswert macht.
    MfG.,
    R. Reuter

  5. Thilo am 1. Oktober 2009 um 11:25

    Mit welchem Programm kann man am besten seine eigene Webseite einlesen und bearbeiten. Das sagt diese Seite nicht aus. Ich bin Amateur in diesem Bereich.

  6. firehorse am 27. Dezember 2009 um 04:22

    Gott…helfe Ihnen…(wenn es denn noch Sinn macht)

    Leute, lernt doch einfach etwas HTML und CSS. Das ist immer noch besser als diese krampfhaften Versuche einiger Hersteller. Mit etwas Übung könnt ihr dann Seiten gestalten, welche ihr mit diesen Editoren, wenn überhaupt, nur sehr umständlich zustande bekommt. Wesentlich schneller geht es übrigens dann auch!

  7. firehorse am 27. Dezember 2009 um 04:25

    @Thilo

    Wenn Du Amateur bist, dann biste hier falsch! Es solcher sollte ein HTML-Editor die Regel sein. Ansonsten nisch Amateur :)

  8. HoschiX am 5. Februar 2010 um 16:51

    Optimaler WYSIWYG Editor ist der

    WYSIWYG Web Builder
    http://www.wysiwygwebbuilder.de/

    Einfach eigene Extensions schreiben usw.

    Top Teil
    Bisher mein Favorit

  9. […] erforderlich ist. So können auch Computer-Laien ohne HTML- oder CSS-Kenntnisse mit Hilfe von WYSIWYG Editoren eine Webseite bearbeiten und verändern. Auf überaus komfortable Art und Weise verfasst man in […]

Ein Kommentar? Schön!

Wir freuen uns immer über Leser, die durch nützliche und konstruktive Beiträge zum Thema eine Diskussion anstoßen oder den Artikel mit weiteren Informationen anreichern. Alle Kommentare werden in diesem Sinne moderiert. Zum Kommentar-Fairplay gehört für uns auch der Einsatz von rel="nofollow". Bitte verwenden Sie zudem als Namen weder eine Domain noch ein spamverdächtiges Wort. Vielen Dank!